Reiche Beute im Grauerlen-Auwald *PIC*

Goldsucher, (vor 5044 Tagen)

In den submontanen Lagen an der Grenzschicht von Kalk und Schiefer im schönen Gailtal entspringen zahlreiche Quellbäche, die oft mit einer beeindruckenden Erlen-Eschen-Au begleitet werden. Dort findet man nicht nur tolle Pilze, wie ich meine, sondern auch auf reine Luft angewiesenen Strauchflechten - dazu später. Besonders die Grauerlen tragen hier für mich noch unbekanntes. Aber auch Birken, Salweiden, Haselsträucher und Eichen finden sich zahlreich in meinem Urlaubsparadies.

Der erste spannende Fund ist diese braune, Sporengraue Kruste auf einem Eschen- oder Eichenast.Die Porenschicht ist oben, vielleicht ist aber auch der Ast so liegen geblieben, dass die Kruste nun oben drauf wächst.

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Auf den Grauerlen fand ich diesen Porling ev. Phellinus trivialis oder was ähnliches. Ein zweites Bild zeigt ähnliches oder gleiches auf einem anderen Stamm.

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Diese orangebraune Kruste fand sich ebenfalls auf den Gauerlenborken toter stehender Bäume.

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Dieser große Porling wächst ebenfalls auf Grauerlen. Dazu die kleinen auf liegenden Stämmen. Die Porenschicht ist cremeweis bis rosa verfärbend.

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Diese Kohlenkugeln wachsen auf toten Haselsträuchern oder Grauerlen - unbestimmt. Könnte das H. fuscum sein?

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Diese alten Dinger könnten normale Fomes fomentariusse sein. Die Porenschicht ist schon zersetzt.

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Nochmal ein lackierter Porling....

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Bitte um Hilfe bei der Bestimmung.

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

Andreas ⌂, (vor 5044 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Bernhard,

Der erste spannende Fund ist diese braune, Sporengraue Kruste auf einem
Eschen- oder Eichenast.Die Porenschicht ist oben, vielleicht ist aber auch
der Ast so liegen geblieben, dass die Kruste nun oben drauf wächst.

dazu habe ich leider keine Idee. Ich denke aber, es handelt sich um zwei verschiedene Arten

Auf den Grauerlen fand ich diesen Porling ev. Phellinus trivialis oder was
ähnliches. Ein zweites Bild zeigt ähnliches oder gleiches auf einem
anderen Stamm.

Hätte ich jetzt spontan als Phellinus conchatus angesprochen, den Muschel-Feuerschwamm. Soll aber eigentlich (nur?) auf Weide vorkommen.

Diese orangebraune Kruste fand sich ebenfalls auf den Gauerlenborken toter
stehender Bäume.

Tja, könnte eingetrocknete Peniophora aurantiaca sein. Sieht ja eigentlich eher wie der Orangerote Kammpilz (Phlebia merismoides) aus, aber dass der so kleine inselartige Fruchtkörperlager macht habe ich noch nie beobachtet.

Dieser große Porling wächst ebenfalls auf Grauerlen. Dazu die kleinen auf
liegenden Stämmen. Die Porenschicht ist cremeweis bis rosa verfärbend.

Nix anderes als Fomitopsis pinicola. Der kommt häufig auf Erle vor. Mir scheint übrigens, dass er auf Erle oft besonders glänzend aussieht und auch oft einen besonders hohen Orange-Anteil hat.

Diese Kohlenkugeln wachsen auf toten Haselsträuchern oder Grauerlen -
unbestimmt. Könnte das H. fuscum sein?

Ja, aber es gibt eine neu beschriebene H. fuscoides, die auf Erle vorkommt (wie H. fuscum auch), Du müsstest ein frisches Perithezium in einem Tropfen KOH zerdrücken und schauen, welche Farbe das Pigment hat das sich bildet: Ockerlich oder violettlich. Wenn violettlich, dann fuscoides.

Diese alten Dinger könnten normale Fomes fomentariusse sein. Die Porenschicht
ist schon zersetzt.

denke ich auch.

Nochmal ein lackierter Porling....

Wieder Fomitopsis pinicola.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

Huperzia ⌂, (vor 5044 Tagen) @ Andreas

": Diese alten Dinger könnten normale Fomes fomentariusse sein. Die Porenschicht

ist schon zersetzt.

denke ich auch. "

....ich denke an alte Fomitopsisse

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

Goldsucher, (vor 5044 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Danke erstmal. Die Kugelpilze werde ich noch nachbestimmen. Ein wenig Material habe ich ja mitgnommen. Hoffentlich noch frisch genug. Das Fomitopsis pinicola auch auf den Laubbäumen so häufig ist hatte ich nicht gedacht. Aber damit habe ich wenigstens meine Unsicherheiten dieser Art gegenüber wieder ein wenig abgebaut.

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

Ingo Wagner, (vor 5044 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Goldsucher!

Der erste spannende Fund ist diese braune, Sporengraue Kruste auf einem
Eschen- oder Eichenast.Die Porenschicht ist oben, vielleicht ist aber auch
der Ast so liegen geblieben, dass die Kruste nun oben drauf wächst.

Hat der wirklich Poren?
Mich erinnert der mehr an Peniophora limitata (Eschen-Zystidenrindenpilz), allerdings ohne Garantie.
http://www.pharmanatur.com/Mycologie/Peniophora%20limitata.htm

Auf den Grauerlen fand ich diesen Porling ev. Phellinus trivialis oder was
ähnliches. Ein zweites Bild zeigt ähnliches oder gleiches auf einem
anderen Stamm.

Ja Phellinus (Feuerschwamm), aber welcher. Für Phellinus conchatus gefallen mir die Hüte nicht so sehr und die Fruchtschichtfarbe müsste auch mehr Olivtöne haben.

Diese orangebraune Kruste fand sich ebenfalls auf den Gauerlenborken toter
stehender Bäume.

Das ist schon Phlebia radiata/merismoides (Orangeroter Kammpilz) im Trockenzustand. Die Orangefarbenen Peniophoras rollen sich nicht ein, denke ich und wandeln im Zentrum nicht ihre Farbe.

Bei den restlichen Porlingen sehe ich das wie Andreas, also mit den Rotrandigen Baumschwämmen (Fomitopsis pinicola), und beim Zerbröselten würde ich auch eher Fomes fomentarius (Zunderschwamm) sehen wegen der braunen Innereien, aber nicht vollends sicher.

VG Ingo W

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

AK_CCM, (vor 5044 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Hat der wirklich Poren?
Mich erinnert der mehr an Peniophora limitata (Eschen-Zystidenrindenpilz),
allerdings ohne Garantie.
http://www.pharmanatur.com/Mycologie/Peniophora %20limitata.htm

da werfe ich mal Bjerkandera adusta in den Ring - der kommt manchmal auch resupinat daher.

Ja Phellinus (Feuerschwamm), aber welcher. Für Phellinus conchatus gefallen
mir die Hüte nicht so sehr und die Fruchtschichtfarbe müsste auch mehr
Olivtöne haben.

Ich denke, dass Andreas mit Ph. conchatus richtig liegt: Habitat passt, die kleine Hütchen bildenden Frk. mit der gerne bemoosten Hutoberseite auch. Wäre mir neu, dass die Unterseiten mehr oliv aussehen sollten. Das breite Subtratspektrum (Ryvarden & Gilbertson 1994) schließt auch Alnus mit ein.

Das ist schon Phlebia radiata/merismoides (Orangeroter Kammpilz) im
Trockenzustand.

Zustimmung.

Bei den restlichen Porlingen sehe ich das wie Andreas, also mit den
Rotrandigen Baumschwämmen (Fomitopsis pinicola)

Dito.

und beim Zerbröselten
würde ich auch eher Fomes fomentarius (Zunderschwamm) sehen wegen der
braunen Innereien, aber nicht vollends sicher.

Alte Frk. von Fomitopsis pinicola haben keine blass gelbliche Trama mehr sondern ein mehr bräunlich gefärbtes Fleisch. Kenne die verschiedensten Altersstadien gut aus den Erlenbruchwäldern entlang des Lechs, in denen Phytophtora alni ihr Unwesen treibt.

Gruß, Andreas

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald *PIC*

Ingo Wagner, (vor 5044 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas!

Ich denke, dass Andreas mit Ph. conchatus richtig liegt: Habitat passt, die
kleine Hütchen bildenden Frk. mit der gerne bemoosten Hutoberseite auch.
Wäre mir neu, dass die Unterseiten mehr oliv aussehen sollten. Das breite
Subtratspektrum (Ryvarden & Gilbertson 1994) schließt auch Alnus mit
ein.

Ok, das mit der Farbe hat wohl auch viel mit dem Licht beim Fotografieren zu tun.
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Wenn´s hell ist, ist da nichts mehr von meinem Oliv-Eindruck übrig, den ich gerne hätte.

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VG Ingo W

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Re: Reiche Beute im Grauerlen-Auwald

Älbler, (vor 5044 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Goldsucher,

Der erste spannende Fund ist diese braune, Sporengraue Kruste auf einem
Eschen- oder Eichenast.Die Porenschicht ist oben, vielleicht ist aber auch
der Ast so liegen geblieben, dass die Kruste nun oben drauf wächst.

Hier stimme ich mit Andreas Kunze überein - das ist Bjerkandera adusta. Zumal du ja eine Porenschicht beschreibst.

Diese orangebraune Kruste fand sich ebenfalls auf den Gauerlenborken toter
stehender Bäume.

Hier möchte ich noch eine überständige Eichleriella deglubens in den Ring werfen. Ich erkenne auf den Flächen kleine, vielleicht dornige Erhebungen. Probier mal, ob der noch absport. Wenn die Sporen winzig sind, dann ist es eine Phlebia. Sind sie dagegen sehr groß, kommt E. deglubens in Betracht.

Viele Grüße
Christian

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Sammeldank

Goldsucher, (vor 5043 Tagen) @ Goldsucher

für eure Bemstimmungen...

Bernd