Einige Tauben aus 2012
Liebe Pilzfreunde
hier in Folge will ich noch einiges Federvieh zeigen. LG Hartmut
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Liebe Pilzfreunde
hier in Folge will ich noch einiges Federvieh zeigen. LG Hartmut
Diesen Fund hatte ich unter Russula mairei abgelegt und wollte ihn mir garnicht anschauen. Ich dachte nämlich, alle roten Speitäublinge im reinen Buchwald wären Buchenspeitäublinge. Das ist offensichtlich nicht so, oder? Jedenfalls mit diesem Sporenornament habe ich so einige Zweifel
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05.08.2012 Käastenbachtal reiner Rotbuchenwald auf Diabas. Geschmack scharf, SPP 1b.
LG Hartmut
Diesen eigenartig gefärbten Täubling fanden wir am 15.07.2012 auf gemeinsamer Exkursion mit HOBI auf dem Fuchsberg. Rotbuche mit vereizelten Eichen und Hainbuchen. Sporenpulver 4e und milder Geschmack, mit isoliertsacheligen Sporen, ich wüßte nicht, was da noch in Frage kommt. LG Hartmut
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Und diese Taube habe ich hoffentlich richtig bestimmt, Sporenpulver 4c, gefunden am 08. Juli 2012 an den Suderöder Friedhofseichen. LG Hartmut
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Hallo Hartmut,
da darfst Du wohl R. silvestris dranschreiben, wäre in bodensauren Buchenwäldern nicht ungewöhnlich, makroskopisch passt das auch. Ein recht guter makroskopischer Unterschied zum "Buchenspeitäubling" (R. mairei ss. auct.) wäre die fehlende Guajakreaktion. Mikroskopisch schließt das hohe Sporenornament R. mairei ss. Singer & ss. auct. freilich aus. R. silvestris hingegen hat das höchste Ornament in der Gruppe. Felix hat auch hier die Sequenzen Dutzender von Kollektionen ausgewertet, wahrscheinlich gibts es dieses Jahr noch einen Artikel dazu, in dem auch das Problem hier angerissen wird. R. emetica kennen wir jedenfalls nur aus Nadelwäldern, ich würde aber ein Vorkommen bei Buche nicht a priori ausschließen wollen. Das ökologische Spektrum der Speitäublinge scheint doch nicht so eng zu sein, wie gelegentlich angenommen. In dem Artikel gäbe es auch ein paar handfeste Überraschungen!
VG Jesko
In dem Artikel
gäbe es auch ein paar handfeste Überraschungen!
bin sehr gespannt, über die...se Emeticinae!
da darfst Du wohl R. silvestris dranschreiben, wäre in bodensauren
Buchenwäldern nicht ungewöhnlich, makroskopisch passt das auch. Ein recht
guter makroskopischer Unterschied zum "Buchenspeitäubling" (R.
mairei ss. auct.) wäre die fehlende Guajakreaktion. Mikroskopisch schließt
das hohe Sporenornament R. mairei ss. Singer & ss. auct. freilich aus.
R. silvestris hingegen hat das höchste Ornament in der Gruppe. Felix hat
auch hier die Sequenzen Dutzender von Kollektionen ausgewertet,
wahrscheinlich gibts es dieses Jahr noch einen Artikel dazu, in dem auch
das Problem hier angerissen wird. R. emetica kennen wir jedenfalls nur aus
Nadelwäldern, ich würde aber ein Vorkommen bei Buche nicht a priori
ausschließen wollen. Das ökologische Spektrum der Speitäublinge scheint
doch nicht so eng zu sein, wie gelegentlich angenommen. In dem Artikel
gäbe es auch ein paar handfeste Überraschungen!
Hallo Jesko
Da bin ich überrascht. Muß ich in diesen Wald nun die Kiefer suchen?
Vielen Dank und LG Hartmut
Nun noch dieser hier, recht bunt gefärbt. Einige Stimmen sagten, das wäre galochroa. Nun, wo ist der nächste Besen, den ich essen kann. Zumindest mit solch genetzten Sporen kenne ich meine eingsammelten hellen Tauben nicht. Unter Eichen, Sporenpulver 2b, Geschmack mild. Durchmesser ca. 4cm
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LG Hartmut
gefunden wie alljährlich unter den Suderöder Friedhofseichen, am 06.Juli 2012
Fruchtkörper 4cm im Durchmesser, Sporenpulver 4c, Sporen isoliert stachelig, Hutzystiden teilweise stark keulig, in SV mit Inkrustationen.
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n8i Hartmut
- kein Text -
lieber Hartmut, ohne Huthaut kommst Du uns hier nicht davon. Mein erster Verdacht wäre risigallina...
Hallo Robin,
eine umfassende Abhandlung über die scharfen roten Weißsporer können wir sicher nicht vorlegen. Es wird um einen Einzelaspekt gehen, aber zu dessen Erläuterung werden auch ein paar Dinge zur gesamten Gruppe klarzustellen sein. Mit ein paar Überraschungen, aber nicht so "schlimm" wie bei den Griseinae. Was die Artebene angeht kann man, denke ich, bei Emetica & Co. momentan auch gut mit dem Sarnari bestimmen, wenn man nur sorgfältig genug dabei ist. In den allermeisten Fällen wird man dabei zu demselben Ergebnis kommen wie die ITS-Analyse.
Viele Grüße,
Jesko
Da bin ich überrascht. Muß ich in diesen Wald nun die Kiefer suchen?
Warum denn das? Liegt das Missverständnis im Namen begründet? Das könnte ich gut nachvollziehen, denn diesem war ich selbst mal erlegen.
R. silvestris dürfte ihre Hauptverbreitung in +/- bodensauren Wäldern bei Fagaceae (Fagus, Quercus, Castanea) haben, kommt aber auch im reinen Kiefernwald vor. Das ist, wenn ich das richtig im Kopf habe, auch so ziemlich einhellige Literaturmeinung. Funde in weiteren Habitattypen würden mich auch nicht aus der Fassung bringen. Die Speiteufel nehmen's mit der Ökologie nicht ganz so genau, wie ihnen gelegentlich nachgesagt wird. Der typischere Kiefernbegleiter auf armen Sandböden in Sachsen-Anhalt und Brandenburg scheint mir übrigens R. emetica zu sein, auch wenn Sarnari da eine andere Gleichung aufstellt.
R. silvestris und R. mairei ss. auct. sind in +/- bodensauren Buchenwäldern gewissermaßen Doppelgänger. Bislang kennen wir übrigens drei Arten der Gruppe aus reinen Buchenwäldern. Also man muss schon genau hinschauen!
Steckbrief von R. silvestris: klein, sehr fragil, Hut meist hellrötlich, Fleisch etwas gilbend, ohne deutlichen Honiggebäckgeruch, Guajak schwach bis negativ, Sporen mittelgroß mit hohem Ornament.
Viele Grüße, Jesko
Und die Stimmen sagen weiter, das ist galochroa, zumindest im Sinne Romagnesis (von dem eben der Typus stammt) und sicherlich nicht im Sinne ihres Autors Fries.
Als netzig würde ich die Sporen übrigens nicht bezeichnen. Bei netzigen Sporen würde ich eine signifikante Menge an geschlossenen Maschen erwarten.
lieber Hartmut, ohne Huthaut kommst Du uns hier nicht davon. Mein erster
Verdacht wäre risigallina...
Seufz ...
Na gut, dann schaue ich sie mir noch an. Die Teile waren aber sehr groß (5cm) und festfleischig (hatte ich vergessen zu schreiben), aber ich will mich nicht rausreden und mir den Hut mal noch näher anschauen :)
Risigallina mit 5 cm kann schon sein. Festfleischig ist relativ und wäre jetzt auch nicht gerade ein Argument für carpini, deren Name "HainbuchenLEDERTÄUBLING" vielleicht eine andere Konsistenz vorgaukelt. Die Sporen gefallen mir auch nicht für carpini, die hat höhere Stacheln, wie sie auf Deinem Foto nur bei wenigen Sporen zu sehen sind.
Viele Grüße, Jesko
- kein Text -
Hallo Hartmut,
meine R. carpini waren nicht besonders festfleischig.
Die Frkp. waren rel. leicht und fühlten sich auch ziemlich weich an, was z.T. an den wattig ausgestopften Stielen liegen wird.
Das waren meine Kollektionen, noch aus Kölle:
Beitrag 204958
LG, Gábor