Liebe Pilzfreunde
ich glaube, ich habe erstmals den Sommeregerling finden können, jedenfalls
sehe ich erst einmal keine Alternative. Der Hut ist gilbend, mit langen
Stiel und sehr kümmerlichen Ring. Geruch pilzartig, ohne Stielknolle. Das
sollte zumindest makroskopisch passen, oder? Was nicht paßt, die Pilze
wuchsen unter Pappel auf kalkhaltigen Boden, also nicht wie angegeben
unter Nadelbäumen.
Morgen schaue ich mir die Sporen noch an. Über Meinungen würde ich mich
freuen.
LG Hartmut
Hallo Hartmut,
makroskopisch perfekt passend. Oft findet man einen leichten Hauch von Röten im Fleisch, aber nicht immer. Kein Anisgeruch! Auch die langen Stiele sind im Regelfall vorhanden.
ich habe die Art um Jena auch schon im reinen Laubwald gefunden. Kalkboden ist meiner Erfahrung nach immer vorhanden.
Die Art kann nicht A. aestivalis heißen, der Name ist bereits belegt. Auch der von RAUSCHERT vorgeschlagene neue Name A. albosericeus ist bereits vergeben. Daher läuft dieser Pilz in der Ba.-Wü.-Flora unter dem neuen Namen A. albosericellus.
Nach NAUTA in der FAN soll dieser Pilz synonym zu A. altipes sein. Für mich nicht nachvollziehbar, ich werde ihn weiterhin getrennt halten.
beste Grüße,
Andreas