Niedersächische Ascos Teil 3: Gattung Curcubitaria

Pilzler13, (vor 4902 Tagen)

Hallo in die Runde
in meiner 3.Folge stelle ich die 4 von mir gefundenen Arten aus der Gattung Curcubitaria vor...
Dazu zitiere ich mal aus den Werk Wergen,B.: Übersicht über die Gattung Curcubitaria (2012)...

Björn schreibt nämlich dazu " Wergen, B. (2012): Überblick über die Gattung Cucurbitaria (Pleosporales)
Kurzfassung: Wie erkenne ich eine Art der Gattung Cucurbitaria?
Fruchtkörper bestehend aus einzelnen, häufig dicht zusammengedrängten, gehäuften, seltener
zerstreut wachsenden Perithezien, welche durch einen basalen Hyphenfilz (= Subikulum) miteinander
verbunden sind. Perithezien 0,2-0,9 mm breit, mehr oder weniger kugelig, dann mit einer mehr oder
weniger deutlich sichtbaren Papille, bei Reife eingedellt, dann halbkugelig, schwarz, mit meist rauer
Oberfläche (selten glatt), innen meist weiß. Die Perithezien brechen einzeln, meist aber zu mehreren
in Büscheln aus der Rinde heraus und liegen bei Reife dann frei.
Sporen 15-50x8-16μm, selten kleiner oder noch größer, eiförmig-elliptisch, länglich, zunächst mit einer
zentralen Primärsepte, hyalin, bei Reife schließlich gelblich bis gelbbraun und 3-8fach quer- und oft 1-
3fach längsseptiert, selten mit sichtbarer, hyaliner Hülle oder gar mit Anhängseln (C. staphula). Asci
100-250x10-20μm, achtsporig, oft uni-, seltener biseriat, oft kurzstielig, keulig-zylindrisch.
Pseudoparaphysen oft sehr zahlreich, schmal zylindrisch, 1-3μm, septiert, manchmal mit Anastomosen
untereinander verbunden.
Arten der Gattung Cucurbitaria sind oft substratspezifisch, und zwar meist an holzigen Substraten
(meist Laubholz, seltener auch Nadelholz). "

Wer dieses Werk kostenlos erhalten möchte muss Björn einfach nur anschreiben.. Diese Jahr wird es allerdings um einige Arten erweitert...

So erst mal eine Übersicht über die Arten die ich hier vorstellen werde.

1.C.laburni
2.C.berberidis
3.C.elongata
4.C.spartii

LG,Eike

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Cucurbitaria laburni aus Sachsen *PIC*

jesko, (vor 4902 Tagen) @ Pilzler13

Hallo Eike,

das ist ja schön, dass Du schon so viele Cucurbitaria-Arten gefunden hast. Ich denke übrigens, an Berberis kommt man am schnellsten zum Ziel. Die anderen zieren sich etwas. Mit der Substratspezifität ist das ja auch so eine Sache: Das Thema hatten wir gerade bei Cucurbitaria und Teichospora auch im Forum schon mal. Gerade an Leguminosae wurde eine ganze Reihe von Arten beschrieben, die sich morphologisch teils nur geringfügig unterscheiden. Hier sind sicher neue Untersuchungen mit modernen Methoden erforderlich, um zu klären, wie viele Arten es tatsächlich gibt und an welchen Substraten sie vorkommen können.

Da passt es, dass ich mir gerade heute auch eine Cucurbitaria an Laburnum (Goldregen) sozusagen "besorgt" habe - denn die wollte ich mal mit einem Fund an einem anderen Leguminosae-Substrat vergleichen. Vielleicht schreibe ich auch hier im Forum noch was dazu. Vorab jedenfalls schon mal ein Bild meines heutigen Fundes von Cucurbitaria laburni. Freilich hing der Ast in der Luft, wie bei Cucurbitaria üblich, allerdings in ca. 3 m Höhe, da konnte ich nicht fotografieren. Und so leicht zu finden war die Art auch nicht. Der Goldregen ist bei uns zwar meist übel mitgenommen, aber das geht in der Regel auf das Konto von Eutypella scoparia.

Viele Grüße,
Jesko

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Re: Cucurbitaria laburni aus Sachsen

Pilzler13, (vor 4901 Tagen) @ jesko

Das ist ja lustig Jesko
ich habe die Art auch grade gestern an einen hängenden Ast (wie du schon sagtest ist üblich) gefunden. Einen Ausnahmefall hatte ich dann allerdings doch. Bei mir wuchs Curcubitaria elongata auf einen liegenden Robinienast.
LG,Eike

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Re: Niedersächische Ascos Teil 3: Gattung Curcubit

Klaus, (vor 4901 Tagen) @ Pilzler13

Hallo Eike,

dem, was Jesko schreibt, ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Die Gattung Cucurbitaria ist eine ziemliche Wundertüte. Und am besten ist es, man findet die NFF gleich mit. UND einen Aufsatz, in dem auch beides beschrieben wird. Ohne Mikroskop -das ja bald bei dir auf dem Tisch stehen wird- läuft da wenig bzw. fast nichts.
Bei dem von Dir zitierten Satz:

Arten der Gattung Cucurbitaria sind oft substratspezifisch

ist besonders das Wörtchen 'oft' wichtig. Wir hatten sowas im Zusammenhang mit C. elongata ja schonmal hier. Diese Art wächst zwar nicht nur, sicher aber -zumindest hierzulande- zu fast 90 % auf Robinie. Darauf findet man aber durchaus auch C. obducens, der das Substrat ziemlich egal ist, solange es sich nur um LAubolz handelt. Die morphologischen Unterschiede sind zwar vorhanden, aber lange nicht so klar und deutlich, wie man nach Checas Darstellungen (2004) vermuten könnte.

Schöne Grüße,
Klaus

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1.1 Curcubitaria laburnii *PIC*

Pilzler13, (vor 4898 Tagen) @ Klaus

So nun ist es Zeit die Reihe der Curcubitarias zu beginnen.....
Hier ist C.laburnii...
LG,Eike

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Re: 1.1 Curcubitaria laburnii

Pilzler13, (vor 4898 Tagen) @ Pilzler13

Jetzt hab ich doch glatt Infos zu dieser Vergessen....

Der Pilz besiedelt noch hängende abgestorbene Äste von Goldregen ...
Ob er auch schon an anderen Substraten gefunden wurde ist mir nich bekannt...

So nun muss ich aber erstmal los nach 2 weiteren C.-Arten suchen im Park Gehrden
LG,Eike

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Re: 1.1 Curcubitaria laburnii

Klaus, (vor 4898 Tagen) @ Pilzler13

Hallo Eike,

für C. laburni gibt es außer an Laburnum auch NAchweise an Cytisus (Mirza, Petrak und Winter) sowie an Ononis(Checa).
Und wer sagt mir, dass dein Pilz keine Teichospora ist ...?

Schöne Grüße,
Klaus

Jetzt hab ich doch glatt Infos zu dieser Vergessen....
Der Pilz besiedelt noch hängende abgestorbene Äste von Goldregen ...
Ob er auch schon an anderen Substraten gefunden wurde ist mir nich bekannt...
So nun muss ich aber erstmal los nach 2 weiteren C.-Arten suchen im Park
Gehrden
LG,Eike

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Re: 1.1 Curcubitaria laburnii

Pilzler13, (vor 4898 Tagen) @ Klaus

Hallo Klaus
ich denke bald Björn...
und ich habe kurz in Bio-AG mal reingeschaut allerdings hab ich auch keinen Plan ob die Sporen von Teichospora ähnlich sehen ich höre zum ersten mal von der
LG,Eike