Porenlappen an Kirsche *PIC*

UmUlmHerum, (vor 4893 Tagen)

Hallo miteinander!

Dieser alte Laubholzstapel auf 560 m üNN hat es schon in sich: erst Hunderte Xylaria longipes (Langstielige Holzkeule) mit Agaricus cylindracea (Südl. Ackerling), am Montag auf dem gleichen Stamm Agaricus(cf) firma (Samtiger Ackerling), den dankenswerterweise der Älber mikroskopiert hat (er hat das "cf" beigefügt, weil die Sporen mit 7,5 - 8,3 - 9,2 µm a bisserle zu lang sind - kann hierzu jemand was sagen?).

Bei der Agrocybe-Nachsuche fand ich heute = gestern noch ein sehr merkwürdiges Ding an der Unterseite des einzigen Kirschenstamms, den gerade die Ameisen aushöhlen:

Da hing ein merkwürdiger heller Lappen, ca. 10 cm breit. Erst dachte ich an ein Rindenstück mit irgendeinem Belag, aber es ist eindeutig ein "Baum"-Porling, siehe Fotos, u.a. mit eingewachsenem Fichtenzweig. Direkte Standort-Fotos waren leider nicht möglich - zwischen die Stämme hat meine Kamera nicht reingepasst.

Das große Teil war an seiner Oberseite in der Mitte angewachsen - da liegt beim Foto-von-oben blöderweise das andere Stück drauf, aber einen kleinen Rest der Anwuchsstelle sieht man noch aus dem Schatten lugen. Die Oberfläche ist hellocker und glatt; die Trama an der Anwuchsstelle 1,5 mm dick, zum Rand hin dünner werdend; die Poren sehr fein 5-7 pro mm, die Porenschichtdicke ziemlich gleichmäßig ca. 1,5 mm stark und dunkelbraun.

Der Fruchtkörper ist zwar nicht mehr taufrisch, aber immer noch elastisch und nicht vermadet, also nicht steinalt. Sicher wären die Maßangaben im frischen Zustand nach oben zu korrigieren. Ich habe beide Stücke mitgenommen und kann sie nachfotografieren.

Habt Ihr irgendeine Idee, war das (gewesen) sein kann?

Grüße - Rika

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Re: Porenlappen an Kirsche

Thomas Pruss, (vor 4893 Tagen) @ UmUlmHerum

Moin Rika,
könnte das – auch wenn du schreibts, das das Teil noch nicht alt sei – dennoch ein ziemlich vergammelter Schuppiger Porling gewesen sein?
Grüßlis
Thomas

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Re: Porenlappen an Kirsche

UmUlmHerum, (vor 4892 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,

die Oberfläche dieses Porling erinnert mich an alte Boviste - glatt wie Kinderpopo. Mein zweiter Gedanke war auch, es könnte der Rest eines Stäublings/Bovists sein - da passte natürlich die Porenschicht nicht, die ich bei näherer Betrachtung sah. Bei meinen bisherigen Funden von Polyporus squamosus war die Trama immer deutlich dicker als die Porenschicht. Könntest Du Dir vorstellen, dass ein Schuppiger Porling so dünnfleischig daher kommt?

Viele Grüße - Rika

Moin Rika,
könnte das – auch wenn du schreibts, das das Teil noch nicht alt sei –
dennoch ein ziemlich vergammelter Schuppiger Porling gewesen sein?
Grüßlis
Thomas