Kiefernsteinpilz ohne Netz?/ Beutelstäuber

Holger, (vor 9873 Tagen)

Habe gestern u.a. etwas gefunden was exakt der Beschreibung des Kiefernsteinpilzes entspricht. Nur leider ohne das obligatorische Stielnetz. Statt dessen deutliche Gelbtöne am Stiel. Standort Sandboden, 400m üb. NN, Kiefern-Eichenmischwald zwischen Heidelbeeren. Deutliche Rottöne waren im Hut vorhanden (sehr dunkel - rotbraun/schwarz).

Ist das jetzt doch ein Pinophiler, vielleicht als var.? Oder doch ein anderer Boletus?

Ansonsten war da noch ein furchtbares Massenauftreten von Beutelstäublingen, die ich noch nie vorher probiert hatte. Bei den Mengen konnte ich aber diesmal nicht widerstehen! Probeweise habe ich dann ein paar Exemplare als Chips in Butter gebraten gekostet. Nichts besonderes, aber ein sehr schöner pilziger Geruch und leicht gesalzen einer ansonsten pilzlosen Mahlzeit vorzuziehen! Ich werde jedenfalls weitere kulinarische Experimente mit Stäublingen anstellen...

Ach so, Massenvorkommen. Natürlich Riesenschirmlinge. Ein herrliches, grasiges Waldstück voll mit "Ufos". Da ich sie nicht sonderlich mag stehen sie noch für ein Herbstfoto im Odenwald. Möchte jemand? Email angeben.

P.S. Sind bei euch die Maronen (Kastanien) auch so klein???

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Re: Kiefernsteinpilz ohne Netz?

Boris, (vor 9873 Tagen) @ Holger

Habe gestern u.a. etwas gefunden was exakt der Beschreibung des Kiefernsteinpilzes entspricht. Nur leider ohne das obligatorische Stielnetz. Statt dessen deutliche Gelbtöne am Stiel. Standort Sandboden, 400m üb. NN, Kiefern-Eichenmischwald zwischen Heidelbeeren. Deutliche Rottöne waren im Hut vorhanden (sehr dunkel - rotbraun/schwarz).
Ist das jetzt doch ein Pinophiler, vielleicht als var.? Oder doch ein anderer Boletus?

Hallo Holger. Schau doch mal unter Boletus pinicola var. fuscoruber in der Literatur nach. Nur so ein Verdacht...

Gruß, Boris

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Re: /var. fuscoruber

Holger, (vor 9873 Tagen) @ Boris

Habe gestern u.a. etwas gefunden was exakt der Beschreibung des Kiefernsteinpilzes entspricht. Nur leider ohne das obligatorische Stielnetz. Statt dessen deutliche Gelbtöne am Stiel. Standort Sandboden, 400m üb. NN, Kiefern-Eichenmischwald zwischen Heidelbeeren. Deutliche Rottöne waren im Hut vorhanden (sehr dunkel - rotbraun/schwarz).
Ist das jetzt doch ein Pinophiler, vielleicht als var.? Oder doch ein anderer Boletus?

Hallo Holger. Schau doch mal unter Boletus pinicola var. fuscoruber in der Literatur nach. Nur so ein Verdacht...
Gruß, Boris

Hallo Boris,

Danke für den Tip! Leider finde ich bei mir die var. nicht. Hast Du eine Quellenangabe, oder vielleicht ganz kurz die Beschreibung. Danke!

Holger

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Re: /var. fuscoruber

Boris, (vor 9873 Tagen) @ Holger

Danke für den Tip! Leider finde ich bei mir die var. nicht. Hast Du eine Quellenangabe, oder vielleicht ganz kurz die Beschreibung. Danke!

In den Büchern von Cetto ist ein Bild. Im wesentlichen nichts anderes als eine besonders massige Variante des Kiefernsteinpilzes mit unregelmäßig kissenförmigen Hut und schwach ausgeprägtem Stielnetz.

Ciao, Boris

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Re: /var. fuscoruber

Holger, (vor 9873 Tagen) @ Boris

Danke für den Tip! Leider finde ich bei mir die var. nicht. Hast Du eine Quellenangabe, oder vielleicht ganz kurz die Beschreibung. Danke!

In den Büchern von Cetto ist ein Bild. Im wesentlichen nichts anderes als eine besonders massige Variante des Kiefernsteinpilzes mit unregelmäßig kissenförmigen Hut und schwach ausgeprägtem Stielnetz.

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Na, eigentlich war da gar kein Stielnetz. Wäre da nicht der deutliche Rotton im (fast schwarzen) Hut gewesen und wäre der Pilz blau angelaufen - dann hätte ich ihn - ganz sicher - als flockenstieligen Hexenröhrling bestimmt (sollte natürlich nicht auf saurem Boden wachsen).

Außerdem waren meine Exemplare eher klein (5-10cm bei aber noch unreifer Röhrenschicht). Der Hut war schön kreisrund. Schnittfest wie Hexenröhrlinge, also fast hart. Geschmack gut, Bekömmlichkeit auch.

Hast Du, oder sonst jemand, noch eine Idee?

ciao,

Holger

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Re: /var. fuscoruber

Boris, (vor 9873 Tagen) @ Holger

Na, eigentlich war da gar kein Stielnetz. Wäre da nicht der deutliche Rotton im (fast schwarzen) Hut gewesen und wäre der Pilz blau angelaufen - dann hätte ich ihn - ganz sicher - als flockenstieligen Hexenröhrling bestimmt (sollte natürlich nicht auf saurem Boden wachsen).
Außerdem waren meine Exemplare eher klein (5-10cm bei aber noch unreifer Röhrenschicht). Der Hut war schön kreisrund. Schnittfest wie Hexenröhrlinge, also fast hart. Geschmack gut, Bekömmlichkeit auch.
Hast Du, oder sonst jemand, noch eine Idee?

Vergleich mal das Bild im Cetto. Ansonsten fällt mir passend auf deine Beschreibung noch ein "Boletus badio-rufus" ein, der aber nur selten in der Literatur zu finden ist. Der Pilz soll sowohl der Marone als auch Boletus pinicola ähnlich sehen, meine Suche über AltaVista nach einem Bild blieb leider erfolglos.

Sorry, Boris

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Re: ps: Maronen

MUFTI, (vor 9873 Tagen) @ Holger

P.S. Sind bei euch die Maronen (Kastanien) auch so klein???

Kommt auf den Baum an:
Ein uralter dicker Baum liefert
bei uns Kastanien, die man nach
der Groesse glatt fuer Rosskastanien
halten koennte, waehrend ein paar
duennere Baeume nur Kastanien
liefern, die nur wenig groesser
sind, wie eine Haselnuss.

Aber vielleicht musst Du nur
ein bisschen warten...

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Re: /var. fuscoruber

Renato, (vor 9873 Tagen) @ Holger

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Na, eigentlich war da gar kein Stielnetz. Wäre da nicht der deutliche Rotton im (fast schwarzen) Hut gewesen und wäre der Pilz blau angelaufen - dann hätte ich ihn - ganz sicher - als flockenstieligen Hexenröhrling bestimmt (sollte natürlich nicht auf saurem Boden wachsen).
Außerdem waren meine Exemplare eher klein (5-10cm bei aber noch unreifer Röhrenschicht). Der Hut war schön kreisrund. Schnittfest wie Hexenröhrlinge, also fast hart. Geschmack gut, Bekömmlichkeit auch.
Hast Du, oder sonst jemand, noch eine Idee?
ciao,
Holger

Hallo Holger, deine Beschreibung passt auf die Spätform des Xerocomus
chrysenteron. Die Früh- und auch deine Spätform zeigen die typischen
Rotfussmerkmale nicht mehr, sind demnach schwer einzuordnen. Deine angesprochenen
Rottöne im Hut und der gelbliche Stiel ohne Netz sind Hinweise für die
späten Rotfussröhrlinge. Siehe auch Breitenbach/Kränzlin Band 3, Bild 56, der
kleine Pilz in der Mitte wird deinem ähnlich sein.

Gruss Renato

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Re: Amerikanischer Kiefernsteinpilz

Markus H., (vor 9872 Tagen) @ Boris

Habe gestern u.a. etwas gefunden was exakt der Beschreibung des Kiefernsteinpilzes entspricht. Nur leider ohne das obligatorische Stielnetz. Statt dessen deutliche Gelbtöne am Stiel. Standort Sandboden, 400m üb. NN, Kiefern-Eichenmischwald zwischen Heidelbeeren. Deutliche Rottöne waren im Hut vorhanden (sehr dunkel - rotbraun/schwarz).
Ist das jetzt doch ein Pinophiler, vielleicht als var.? Oder doch ein anderer Boletus?

Hallo Holger. Schau doch mal unter Boletus pinicola var. fuscoruber in der Literatur nach. Nur so ein Verdacht...
Gruß, Boris

Hi Boris !

Was hältst du von B.clavipes ?
Hat den schon mal wer in Deutschland gefunden ?

Ciao
Markus H.