Inocybe asterospora und andere Risspilzchen *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 4806 Tagen)

Hallo, zusammen
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Wir hatten am Wochenende Schweizerische Pilzbestimmertagung.
Katastrophe!
Nur alte Schlappen von Pilzen.

Rene, Anna-Maria und ich vom Badener Pilzverein
liessen uns nicht beirren, schnappten uns alle verfügbaren Risspilzchen
und hatten zwei Tage lang grossen Spass.
Ich möchte Euch eine kleine Auswahl vorstellen.
Auch wenn diese zum Teil etwas alten Pilze
nicht gerade einen Schönheitspreis bekommen,
wie Ihr aus den Bildern sehen könnt.

Den hier hatten wir in der Vorbereitung zur Tagung selbst gefunden,
darum habe ich ein Foto vom Standort,
mitten auf einem steinigen Waldweg:

Inocybe asterospora Quél. - Sternsporiger Risspilz

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Hier die zauberhaft hübschen sternförmigen Höckersporen:

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Und die Kaulozystiden an der Stielbasis:

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Den hatten wir zum ersten Mal unter dem Mikroskop, darum war die Freude gross:

Inocybe praetervisa Quél. - Zapfensporiger Risspilz

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Und die folgenden erwiesen sich im Endeffekt alles als alte Bekannte:

Inocybe cervicolor Quél. - Hirschbrauner Risspilz

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Inocybe rimosa (Bull.: Fr.) Kumm. - Kegeliger Risspilz

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Inocybe bongardii var. bongardii Quél. - Duftender Risspilz

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Ich hoffe, ich konnte mit den Bildern etwas Freude machen.

Lieben Gruss, Euer Harald Andres

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Toll

McMuck, (vor 4806 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald,

tolle Bilder. Erstaunlich wie ähnlich sich die Risspilze
makroskopisch sind.
VG Stefan

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen *PIC*

Goldsucher, (vor 4806 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres!

Kannst du mit meinem Foto etwas anfangen. Habe ich heute im Buchen-Eichen-Kiefern-Bestand über Schotterböden am Waldweg gemacht.

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Nein...

Harald Andres Schmid, (vor 4805 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Harald Andres!
Kannst du mit meinem Foto etwas anfangen. Habe ich heute im
Buchen-Eichen-Kiefern-Bestand über Schotterböden am Waldweg gemacht.

Hallo!
Nein, aufgrund des Fotos kann ich nichts zur Art sagen.
Wenn Du Dich für die Risspilzchen interessierst, kommst Du
nicht darum herum, Dich mit dem Mikroskop in die Gattung einzuarbeiten.

Ich bin auch kein grosser Inocyben-Experte, aber habe Freude an den
interessanten und hübschen kleinen Pilzchen.
Hier ist Forum sind es zum Beispiel Helmut, Andreas 2
und ein paar andere, die sich da gut auskennen.

Zwar kennt man dann mit der Zeit immer mehr Arten von blossem Auge,
und mit zunehmender Übung hat man immer mehr eine Intuition,
was es sein könnte, das man da vor sich hat,
muss es aber meist noch mikroskopisch nachprüfen.

Umgekehrt glaubte ich oft, eine neue Art in den Fingern zu haben,
aber dann war es doch nur wieder die immergleiche I. fuscidula,
die bei uns sehr häufig ist.

Auf Deinem Foto kann ich nicht mal sagen, ob das linke Exemplar
die gleiche Art ist. Du müsstest auch makroskopisch besser dokumentieren.
So scheint das mittlere Exemplar unten kein Stielknöllchen zu haben,
die anderen, verdeckt durch Erde, möglicherweise schon.

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen

Violet, (vor 4805 Tagen) @ Goldsucher

Hallo Harald Andres!
Kannst du mit meinem Foto etwas anfangen. Habe ich heute im
Buchen-Eichen-Kiefern-Bestand über Schotterböden am Waldweg gemacht.

Hi, das halte ich - soweit man das von diesem einen Foto überhaupt beurteilen kann - überhaupt nicht für Risspilze - sieht mir eher nach Pluteus aus - aber jedenfalls nicht nach Inocyben.
Liebe Grüße
Ditte

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen

Violet, (vor 4805 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,
das mit der Freude über die erste asterospora kann ich sehr gut nachvollziehen!

Der Stiel des Fundes, den du praetervisa nennst, sieht nur oben bereift aus. Hast du das überprüft? Praetervisa hat metuloide Caulozystiden im unteren Stieldrittel.

Schöne Grüße
Ditte


Hier die zauberhaft hübschen sternförmigen Höckersporen:
Und die Kaulozystiden an der Stielbasis:
Den hatten wir zum ersten Mal unter dem Mikroskop, darum war die Freude
gross: Inocybe praetervisa Quél. - Zapfensporiger Risspilz


Und die folgenden erwiesen sich im Endeffekt alles als alte Bekannte:
Inocybe cervicolor Quél. - Hirschbrauner Risspilz


Inocybe rimosa (Bull.: Fr.) Kumm. - Kegeliger Risspilz

Inocybe bongardii var. bongardii Quél. - Duftender Risspilz

Ich hoffe, ich konnte mit den Bildern etwas Freude machen.
Lieben Gruss, Euer Harald Andres

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Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Harald Andres Schmid, (vor 4805 Tagen) @ Violet

Der Stiel des Fundes, den du praetervisa nennst, sieht nur oben bereift aus.
Hast du das überprüft? Praetervisa hat metuloide Caulozystiden im unteren
Stieldrittel.
Schöne Grüße
Ditte

Hallo, Ditte,

Ich weiss, es war verwirrend, die Literatur ist etwas uneinheitlich.

In "Pilze der Schweiz" schlüsselt sich die Art über die Untergattung Inocybe auf Seite 25 über die Schlüsselschritte 68/71 (Stielbereifung im oberen Drittel) zu I. praetervisa.

Stangl ist da in sich auch nicht klar:
Im Beschrieb auf Seite 314 sagt er bei der Beschreibung des Stiels auf Seite 316:
"In der oberen Hälfte bereift."
Paradoxerweise kann man den Pilz aber bei ihm über die Supersection "Marginatae" ab Seite 28 schlüsseln und kommt auf Seite 33 über Schlüsselziffer 32 zum Pilz.
Das passt auch gar nicht zusammen.

Ich wüsste nicht, was es sein könnte, denn die Mikromerkmale haben sonst perfekt gepasst. Hast Du denn schon Exemplare von I. praetervisa, bei denen die Stielbereifung auch noch wie in den Schlüsselschritten von Stangl gepasst hätten?

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen *PIC*

Goldsucher, (vor 4804 Tagen) @ Violet

Hi, das halte ich - soweit man das von diesem einen Foto überhaupt beurteilen
kann - überhaupt nicht für Risspilze - sieht mir eher nach Pluteus aus -
aber jedenfalls nicht nach Inocyben.
Liebe Grüße
Ditte

Danke, jetzt wo du das sagst, fallen mir die Schuppen von den Augen! Dieses radiale Aufreißen hat mich auf die falsche Spur geführt.

Liebe Grüße
Bernd

PS: Habe noch ein paar Risspilze gefunden. Weiß schon, dass es ohne Mikromerkmale nicht geht. Aber ich versuche mich makroskopisch zu orientieren.
I. rimosa-Gruppe? 2 verschiedene Kollektionen
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I. rimosa-Gruppe?
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Hab ich schon öfter gesehen
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Re: Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Violet, (vor 4804 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo, Ditte,
Ich weiss, es war verwirrend, die Literatur ist etwas uneinheitlich.
In "Pilze der Schweiz" schlüsselt sich die Art über die
Untergattung Inocybe auf Seite 25 über die Schlüsselschritte 68/71
(Stielbereifung im oberen Drittel) zu I. praetervisa.
Stangl ist da in sich auch nicht klar: Im Beschrieb auf Seite 314 sagt er bei
der Beschreibung des Stiels auf Seite 316: "In der oberen Hälfte
bereift."
Paradoxerweise kann man den Pilz aber bei ihm über die Supersection
"Marginatae" ab Seite 28 schlüsseln und kommt auf Seite 33 über
Schlüsselziffer 32 zum Pilz.
Das passt auch gar nicht zusammen.
Ich wüsste nicht, was es sein könnte, denn die Mikromerkmale haben sonst
perfekt gepasst. Hast Du denn schon Exemplare von I. praetervisa, bei
denen die Stielbereifung auch noch wie in den Schlüsselschritten von
Stangl gepasst hätten?
Lieben Gruss, Harald Andres

Hi, Harald Andres,
also I. praetervisa ist zumindest bis zur Mitte des Stieles deutlich metuloid bereift. Allerdings gibt es recht sicher auch darunter metuloide Zystiden, dort nur spärlicher als oben. Aber ansonsten in der Literatur (zufällig ausgewählt: Bon 1997, Ferrari 2006, Bizio 1995) wird gesagt, was ich (auch aus eigener Erfahrung) sagte: Es handelt sich um eine Marginatae mit bis zur Basis (d.h. also auch im unteren Stieldrittel) bereiftem Stiel. - Diese Inocybe ist übrigens keineswegs so leicht zu erkennen, denn sie wird u.a. nicht selten mit I. xanthomelas vewechselt.
Auf deinem Foto sieht es jedenfalls so aus, als sei deine Inocybe überhaupt nur ganz oben bereift. Und für mich sieht sie auch nicht nach I. praetervisa aus - falls die Farben des Fotos stimmen. Hatte sie vielleicht einen ungewöhnlichen Geruch?
Ich würde das mit dem Stiel überprüfen, und dann kannst du ja, wenn du magst, Mikrofotos ins Forum stellen.
Herzliche Mittagspausengrüße
Ditte

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen

Violet, (vor 4804 Tagen) @ Goldsucher

Danke, jetzt wo du das sagst, fallen mir die Schuppen von den Augen! Dieses
radiale Aufreißen hat mich auf die falsche Spur geführt.
Liebe Grüße
Bernd
PS: Habe noch ein paar Risspilze gefunden. Weiß schon, dass es ohne
Mikromerkmale nicht geht. Aber ich versuche mich makroskopisch zu
orientieren.
I. rimosa-Gruppe? 2 verschiedene Kollektionen


I. rimosa-Gruppe?

Hab ich schon öfter gesehen

Hallo Bernd, also du hast das richtig gesehen: Beide Inocyben gehören in die Sektion Rimosae. Die erste hat einen stark abgefaserten Hut. Wenn sie aber in der Mitte wirklich deutlich orangelich war, wie es bei mir am Bildschirm rüberkommt - und nach außen zu gelblich, könnte sie in die squamata-Gruppe gehören. Die zweite könnte eine blasse maculata sein.
Herzlich,
Ditte

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Re: Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Harald Andres Schmid, (vor 4804 Tagen) @ Violet

Hi, Harald Andres,
also I. praetervisa ist zumindest bis zur Mitte des Stieles deutlich metuloid
bereift. Allerdings gibt es recht sicher auch darunter metuloide Zystiden,
dort nur spärlicher als oben. Aber ansonsten in der Literatur (zufällig
ausgewählt: Bon 1997, Ferrari 2006, Bizio 1995) wird gesagt, was ich (auch
aus eigener Erfahrung) sagte: Es handelt sich um eine Marginatae mit bis
zur Basis (d.h. also auch im unteren Stieldrittel) bereiftem Stiel. -
Diese Inocybe ist übrigens keineswegs so leicht zu erkennen, denn sie wird
u.a. nicht selten mit I. xanthomelas vewechselt.
Auf deinem Foto sieht es jedenfalls so aus, als sei deine Inocybe überhaupt
nur ganz oben bereift. Und für mich sieht sie auch nicht nach I.
praetervisa aus - falls die Farben des Fotos stimmen. Hatte sie vielleicht
einen ungewöhnlichen Geruch?
Ich würde das mit dem Stiel überprüfen, und dann kannst du ja, wenn du magst,
Mikrofotos ins Forum stellen.
Herzliche Mittagspausengrüße
Ditte

Hallo, Ditte,

Dann wird der Pilz wohl unbestimmt bleiben müssen...

Die Mikrofotos von dem Exemplar sind leider nichts geworden, und wir haben das Exemplar nicht mehr, es ist im Seminar verblieben.

Es ist so abgelaufen: Wir arbeiten meist mit Stangl, wenn wir da allerdings im Schlüssel nicht weiterkommen, versuchen wir es mit Pilze der Schweiz, und vergleichen bei Erfolg dann mit den Beschrieben des entsprechenden Pilzes bei Stangl.
Wenn der Beschrieb von Stangl mit dem Pilz übereinstimmt, makro- und mikroskopisch, ist das für uns ein Killerkriterium, und wir gehen von einer richtigen Bestimmung aus.
Genau das ist hier so abgelaufen.
Wir schlüsselten den Pilz über Pilze der Schweiz, sahen im Beschrieb bei Stangl, dass die Stielbereifung bis zur Mitte gehe, und das hat veranlasst, dass ich (siehst Du auf dem Foto) zur nochmaligen Nachprüfung etwas tiefer als das erste Mal etwas Stiel gezupft habe, unterhalb der optisch sichtbaren Bereifung, über der Mitte, wir haben daraus Präparate erstellt und auf dieser Höhe auch noch deutlich genug Metuloide gefunden. Die Fotos in Pilze der Schweiz passten wiederum auch gut.
So waren wir uns eigentlich recht sicher mit der Bestimmung...

Aber eben: Dafür ist das Forum auch nützlich, dass man auch kritische Reaktionen zur einer Bestimmung, von Leuten, die den Pilz kennen, erhalten kann. Unter anderem deshalb stelle ich meine Funde hier ein, oft auch schon mit der Bitte, die Bestimmung zu prüfen. (Nur, dass ich mir hier recht sicher war...)

Danke und ganz lieben Gruss!

Harald Andres

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Re: Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Violet, (vor 4804 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo, Ditte,
Dann wird der Pilz wohl unbestimmt bleiben müssen...
Die Mikrofotos von dem Exemplar sind leider nichts geworden, und wir haben
das Exemplar nicht mehr, es ist im Seminar verblieben.
Es ist so abgelaufen: Wir arbeiten meist mit Stangl, wenn wir da allerdings
im Schlüssel nicht weiterkommen, versuchen wir es mit Pilze der Schweiz,
und vergleichen bei Erfolg dann mit den Beschrieben des entsprechenden
Pilzes bei Stangl.
Wenn der Beschrieb von Stangl mit dem Pilz übereinstimmt, makro- und
mikroskopisch, ist das für uns ein Killerkriterium, und wir gehen von
einer richtigen Bestimmung aus.
Genau das ist hier so abgelaufen.
Wir schlüsselten den Pilz über Pilze der Schweiz, sahen im Beschrieb bei
Stangl, dass die Stielbereifung bis zur Mitte gehe, und das hat
veranlasst, dass ich (siehst Du auf dem Foto) zur nochmaligen Nachprüfung
etwas tiefer als das erste Mal etwas Stiel gezupft habe, unterhalb der
optisch sichtbaren Bereifung, über der Mitte, wir haben daraus Präparate
erstellt und auf dieser Höhe auch noch deutlich genug Metuloide gefunden.
Die Fotos in Pilze der Schweiz passten wiederum auch gut.
So waren wir uns eigentlich recht sicher mit der Bestimmung...
Aber eben: Dafür ist das Forum auch nützlich, dass man auch kritische
Reaktionen zur einer Bestimmung, von Leuten, die den Pilz kennen, erhalten
kann. Unter anderem deshalb stelle ich meine Funde hier ein, oft auch
schon mit der Bitte, die Bestimmung zu prüfen. (Nur, dass ich mir hier
recht sicher war...)
Danke und ganz lieben Gruss!
Harald Andres

Lieber Harald Andres. Im Stangl ist leider nur (sehr gut gerechnet) die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Inocyben enthalten, in Pilze der Schweiz nur ein Bruchteil. Man kann also Glück haben beim Schlüsseln, und die jeweilige Inocybe ist tatsächlich in einem der beiden Bücher drin - und genausogut Pech, und man denkt nur, es sei die richtige - oder man kommt überhaupt nirgendwohin. Ich würde zuallermindest beim Schlüsseln auch noch Kuyper, die Funga Nordica und den Schlüssel von Stangl und Enderle hinzuziehen - und natürlich die beiden Bücher von Ferrari, wenn man mit Risspilzen mehr als nur oberflächlich zu haben möchte. Vermutlich habt ihr die doch alle im Verein....
Mit herzlichem Gruß
Ditte

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Re: Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Harald Andres Schmid, (vor 4803 Tagen) @ Violet

Lieber Harald Andres. Im Stangl ist leider nur (sehr gut gerechnet) die
Hälfte der in Deutschland vorkommenden Inocyben enthalten, in Pilze der
Schweiz nur ein Bruchteil. Man kann also Glück haben beim Schlüsseln, und
die jeweilige Inocybe ist tatsächlich in einem der beiden Bücher drin -
und genausogut Pech, und man denkt nur, es sei die richtige - oder man
kommt überhaupt nirgendwohin. Ich würde zuallermindest beim Schlüsseln
auch noch Kuyper, die Funga Nordica und den Schlüssel von Stangl und
Enderle hinzuziehen - und natürlich die beiden Bücher von Ferrari, wenn
man mit Risspilzen mehr als nur oberflächlich zu haben möchte. Vermutlich
habt ihr die doch alle im Verein....
Mit herzlichem Gruß
Ditte

Liebe Ditte,

Danke, für all die detaillierten Hinweise und Empfehlungen.

Funga nordica habe ich, da komme ich auch recht gut klar, mit dem Schlüsseln in Englisch. Ich wusste nur nicht, dass sie bei Risspilzen empfehlenswert ist. Da werde ich in Zukunft gern darauf zurückgreifen...

Ferrari - ich frage mich, ob es sinnvoll ist, wenn man kaum Italienisch kann, sich daran zu versuchen... Hast Du das Italienische (ich denke da an Deinen Nachnamen...) mit in die Wiege gelegt bekommen?

Kuyper kenne ich gar nicht. Ich glaube, der ist vergriffen. In welcher Sprache ist das? Hast mir mal den vollständgen Titel, damit ich schauen kann, ob der noch antiquarisch zu haben ist?

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Inocybe asterospora und andere Risspilzchen

Goldsucher, (vor 4803 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte,

Danke, das freut mich.

Liebe Grüße:
Bernd

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Re: Betr. Schlüsselschritte zu Inocybe praetervisa

Violet, (vor 4803 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Liebe Ditte,
Danke, für all die detaillierten Hinweise und Empfehlungen.
Funga nordica habe ich, da komme ich auch recht gut klar, mit dem Schlüsseln
in Englisch. Ich wusste nur nicht, dass sie bei Risspilzen empfehlenswert
ist. Da werde ich in Zukunft gern darauf zurückgreifen...
Ferrari - ich frage mich, ob es sinnvoll ist, wenn man kaum Italienisch kann,
sich daran zu versuchen... Hast Du das Italienische (ich denke da an
Deinen Nachnamen...) mit in die Wiege gelegt bekommen?
Kuyper kenne ich gar nicht. Ich glaube, der ist vergriffen. In welcher
Sprache ist das? Hast mir mal den vollständgen Titel, damit ich schauen
kann, ob der noch antiquarisch zu haben ist?
Lieben Gruss, Harald Andres

Lieber Harald Andres, also Thom Kuyper ist Niederländer, und sein Buch ist auf Englisch. Das ist für Inocyben-Interessierte ein absolute Muss, auch wenn sich viele der bei ihm synonymisierten Arten inzwischen wieder als eigene Arten herausgestellt haben und sich dieser Prozess fortsetzt. Sein Schlüssel ist gut, man muss sich nur darüber klar sein, dass die Art, wo man ggf. endet - beispielsweise splendens - eine Sammelbeschreibung für mehrere eigentlich separate Arten hat. Dafür sind aber Mikrozeichnungen dabei, die teilweise von den Holotypen der jeweiligen zusammengelegten Arten stammen. - Das Buch behandelt nur die Glattsporer, die Mallocyben fehlen auch.
Das Buch ist vergriffen, antiquarisch ist es sehr teuer, daher bleibt nur, sich eine Kopie davon zu machen, von jemandem, der es besitzt - so hab ich es auch gemacht.
Den Schlüssel von Stangl & Enderle hab ich wohl digital, ich schau morgen nach, dann schick ich ihn dir privat.
Die Bücher vom Ferrari sind zwar auf Italienisch, aber sie enthalten ja Fotos und Mikrotafeln, und viele Angaben kann auch der verstehen, der kein Italienisch kann, wie die Maße von Sporen, Zystiden etc.
Ich habe, das zu deiner Frage, Italienisch nicht in die Wiege gelegt bekommen, sondern mein Mann ist Italiener - daher komm ich mit Ferraris Büchern gut klar.
Vergessen hatte ich bei meiner Aufzählung natürlich noch die Pilze Baden-Württembergs Band 5, wo ja auch ein Schlüssel drin ist.
Soviel, möglichst kurz gefasst, dazu,
herzliche Grüße
Ditte