Pilzrätselbild *PIC*
Auch von mir 'mal wieder ein Bild:
Der Pilz ist gar nicht selten und leicht zu erkennen, aber wenig beachtet.
![[image]](http://home.t-online.de/home/Wolfgang.Finckh/raetsel_06012002.jpg)
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Auch von mir 'mal wieder ein Bild:
Der Pilz ist gar nicht selten und leicht zu erkennen, aber wenig beachtet.
![[image]](http://home.t-online.de/home/Wolfgang.Finckh/raetsel_06012002.jpg)
Hallo,
ganz sicher ein Rötling. Ich tippe mal auf E. mougeotii. Diese Art ist ja nicht so selten.
Gruß Werner2
Auch von mir 'mal wieder ein Bild: Der Pilz ist gar nicht selten und leicht
zu erkennen, aber wenig beachtet.
Hallo,
ganz sicher ein Rötling. Ich tippe mal auf E. mougeotii. Diese Art ist ja
nicht so selten.
Gruß Werner2
E. mougeotii ist schiefergrau ohne reine Blautöne und nie hygrophan. Aber die Gattung stimmt natürlich...
E. mougeotii ist schiefergrau ohne reine Blautöne und nie hygrophan. Aber die
Gattung stimmt natürlich...
Hallo Wolfgang,
daß es bei Dir nur eine Entoloma-Art sein konnte, war wohl vielen klar. Wie wär`s mit E. chalybaeum var. lazulinum?
Viele Grüße vom Namensvetter
Ja, wo sind die Rötling-Experten?
Ich gebe jetzt einfach mal meinen Senf dazu und tippe ganz naiv auf E. asprellum.
Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.
Hallo Piwo, Wolfgang &co,
den Schwarzblauen Rötling kenn ich oben schwarzblauer mit herablaufenden Lamellen. könnte es der graublaustieligeRötling, E. lividocyanulum sein, so grob makroskopisch könnte es ja sein...
Oder sollten das blaue lamellenschneiden sein, dann wäre ich natürlich für carneogriseum, den lilagrauen R...? auch wenn da die lamellen mehr herunter-
gekommen ausschauen??
Schöne grüße vom Rudi
Hallo Wolfgang,
daß es bei Dir nur eine Entoloma-Art sein konnte, war wohl vielen klar. Wie
wär`s mit E. chalybaeum var. lazulinum?
Viele Grüße vom Namensvetter
Hallo Wolfgang,
ich tippe wie rudi auf E. lividocyanulum.
Gruß Karl
...und keiner hat's erraten (war auch schwer):
es ist der "Stammvater" aller blauen Rötlinge (Entoloma Sektion Cyanula),
der blaue Zwerg-Rötling, Entoloma cyanulum.
Er ist leicht erkennbar am bis zur Mitte durchscheinend gerieften Hut mit deutlichen (Grau-)Blautönen. Außerdem ist es eine kleine Art, der Hut nie größer als ein 2-Cent-Stück.
Die vorgeschlagenen Arten unterscheiden sich wie folgt:
lividocyanulum: brauner, glatter Hut
chalybaeum: schwarzblauer, kaum geriefter Hut und blaue Lamellen
carneogriseum: brauner Stiel, nur jung blaue Töne im Hut
asprellum: brauner Hut
mougeotii: ganzer Pilz schiefergrau, nicht durchscheinend gerieft.
E. cyanulum versteckt sich in Rheinhessen gerne im etwas höheren Gras auf oberflächlich versauerten, mageren Wiesen, z.B. Borstgrasrasen.
Von dem Pilz ist das hier meines Wissens die erste photographische Abbildung, die "veröffentlicht" wurde. Bisher gab's nur schlechte Aquarelle.
Von dem Pilz ist das hier meines Wissens die erste photographische Abbildung,
die "veröffentlicht" wurde. Bisher gab's nur schlechte
Aquarelle.
Hallo Wolfgang!
Habe mich mal umgeschaut und es gibt einen Bildkonkurrent
.
http://users.skynet.be/deneyer.mycology/entolomacyanulum.html
Ciao bleem
...und keiner hat's erraten (war auch schwer): es ist der
"Stammvater" aller blauen Rötlinge (Entoloma Sektion Cyanula),
der blaue Zwerg-Rötling, Entoloma cyanulum.
Er ist leicht erkennbar am bis zur Mitte durchscheinend gerieften Hut mit
deutlichen (Grau-)Blautönen. Außerdem ist es eine kleine Art, der Hut nie
größer als ein 2-Cent-Stück.
Die vorgeschlagenen Arten unterscheiden sich wie folgt: lividocyanulum:
brauner, glatter Hut
chalybaeum: schwarzblauer, kaum geriefter Hut und blaue Lamellen
carneogriseum: brauner Stiel, nur jung blaue Töne im Hut
asprellum: brauner Hut
mougeotii: ganzer Pilz schiefergrau, nicht durchscheinend gerieft.
E. cyanulum versteckt sich in Rheinhessen gerne im etwas höheren Gras auf
oberflächlich versauerten, mageren Wiesen, z.B. Borstgrasrasen.
Von dem Pilz ist das hier meines Wissens die erste photographische Abbildung,
die "veröffentlicht" wurde. Bisher gab's nur schlechte
Aquarelle.
Hallo Wolfgang,
Ohne Deine Rötlingskenntnisse in Zweifel zu ziehen, hilf mir mal weiter. Breitenbach-Kränzlin beschreiben Entoloma chalybaeum var. lazulinum u.a. wie folgt: Hut bis Mitte fast streifig gerieft, Lamellen jung hellblau, später graubeige bis rosabeige. Auf der Abbildung kann ich eigentlich keine blauen Lamellen erkennen allerdings eine recht deutliche Riefung. Was mich stutzig macht ist das von ihnen angegebene Synonym Rhodophyllus cyanulus ss. Lge. Dein Pilz heißt Entoloma cyanulum. Who ist who? Kannst Du oder jemand anders dazu eine Erklärung geben?
Gruß Piwo
Hallo Wolfgang,
Ohne Deine Rötlingskenntnisse in Zweifel zu ziehen, hilf mir mal weiter.
Breitenbach-Kränzlin beschreiben Entoloma chalybaeum var. lazulinum u.a.
wie folgt: Hut bis Mitte fast streifig gerieft, Lamellen jung hellblau,
später graubeige bis rosabeige. Auf der Abbildung kann ich eigentlich
keine blauen Lamellen erkennen allerdings eine recht deutliche Riefung.
Was mich stutzig macht ist das von ihnen angegebene Synonym Rhodophyllus
cyanulus ss. Lge. Dein Pilz heißt Entoloma cyanulum. Who ist who? Kannst
Du oder jemand anders dazu eine Erklärung geben?
Gruß Piwo
Hallo Piwo,
ich folge (mangels besseren eigenen Wissens) stets dem Artenkonzept von Noordeloos, das auch eigentlich selten in Frage gestellt wird. In der älteren Literatur herrscht bei Entoloma aber ein totales Nomenklatur-chaos.
Die beste Unterscheidung zwischen chalybeaeum var. lazulinum und cyanulum ist nach Noordeloos die Sporengröße (lazulinum 8,5 - 12 mü, cyanulum 11 - 16 mü) und die jung blauen Lamellen. Das Bild in Pilze der Schweiz 4, #20 zeigt dieses Merkmal nicht, daher wird die Bestimmung in Breitenbach/Kränzlin von verschiedenen Autoren als unsicher betrachtet.
Chalybaeum var. lazulinum kenne ich nicht aus eigener Anschauung, hier aber zum Vergleich ein Photo von chalybaeum var. chalybaeum (das Photo in Pilze der Schweiz 4, #19 zeigt sicher E. mougeotii!).
![[image]](http://home.t-online.de/home/Wolfgang.Finckh/e_chalybaeum.jpg)
und daneben nochmal cyanulum:
![[image]](http://home.t-online.de/home/Wolfgang.Finckh/raetsel_06012002.jpg)
Ich finde, die beiden Arten sind schon aufgrund der Hutfarbe und der Größe gut zu unterscheiden.
Hallo Wolfgang!
Habe mich mal umgeschaut und es gibt einen Bildkonkurrent.
http://users.skynet.be/deneyer.mycology/entolomacyanulum.html
Ciao bleem
Hi bleem,
danke für den guten Link!
Wolfgang
...und keiner hat's erraten (war auch schwer): es ist der
"Stammvater" aller blauen Rötlinge (Entoloma Sektion Cyanula),
der blaue Zwerg-Rötling, Entoloma cyanulum.
Er ist leicht erkennbar am bis zur Mitte durchscheinend gerieften Hut mit
deutlichen (Grau-)Blautönen. Außerdem ist es eine kleine Art, der Hut nie
größer als ein 2-Cent-Stück.
Die vorgeschlagenen Arten unterscheiden sich wie folgt: lividocyanulum:
brauner, glatter Hut
chalybaeum: schwarzblauer, kaum geriefter Hut und blaue Lamellen
carneogriseum: brauner Stiel, nur jung blaue Töne im Hut
asprellum: brauner Hut
mougeotii: ganzer Pilz schiefergrau, nicht durchscheinend gerieft.
E. cyanulum versteckt sich in Rheinhessen gerne im etwas höheren Gras auf
oberflächlich versauerten, mageren Wiesen, z.B. Borstgrasrasen.
Von dem Pilz ist das hier meines Wissens die erste photographische Abbildung,
die "veröffentlicht" wurde. Bisher gab's nur schlechte
Aquarelle.
Hallo Wolfgang,
war leider Abstinent und stosse erst heute auf das (bereits aufgelöste) Rätsel. Hatte E. cyanulum auch schon, aber erst zwei Mal, die Magerwiesen sind nicht so mein Gebiet mangels Biotopen.
Du hast recht damit, dass sie eigentlich unschwer erkennbar ist aufgrund der Größe und Standort. Falls Du an einer "aff. cyanulum"-Kollektion aus einem bachbegleitenden Eschen-Mischwaldstreifen (mit Lepioten und Limacella) interesse hast, schicke ich Dir gerne zu. Allerdings hat sie auch schon Wölfel gesehen und nichts konkretes sagen können.
Übrigens gibt's von E. cyanulum ein bereits publiziertes Farbfoto in der Zeitschrift SVAMPE 21 von 1990, vermutlich von Petersen oder Vesterholt. (Ohne Gewähr ob's nicht doch ein Aquarell ist, hab das Heft nicht zur Hand).
Gruß,
Andreas
Hallo Wolfgang,
war leider Abstinent und stosse erst heute auf das (bereits aufgelöste)
Rätsel. Hatte E. cyanulum auch schon, aber erst zwei Mal, die Magerwiesen
sind nicht so mein Gebiet mangels Biotopen.
Du hast recht damit, dass sie eigentlich unschwer erkennbar ist aufgrund der
Größe und Standort. Falls Du an einer "aff. cyanulum"-Kollektion
aus einem bachbegleitenden Eschen-Mischwaldstreifen (mit Lepioten und
Limacella) interesse hast, schicke ich Dir gerne zu. Allerdings hat sie
auch schon Wölfel gesehen und nichts konkretes sagen können.
Übrigens gibt's von E. cyanulum ein bereits publiziertes Farbfoto in der
Zeitschrift SVAMPE 21 von 1990, vermutlich von Petersen oder Vesterholt.
(Ohne Gewähr ob's nicht doch ein Aquarell ist, hab das Heft nicht zur
Hand).
Gruß,
Andreas
Hi Andreas,
ich habe selbst noch einige "unbestimmbare" Entolomen zu dokumentieren und bin noch in der Phase des Kennenlernens der beschriebenen Arten, bevor ich selbst Arten, Varietäten oder Formen beschreiben kann. Außerdem sind Exsikkate ohne gutes Farbphoto ohnehin kaum zu bestimmen.
Gib' mir noch ein, zwei Jahre, dann sind wir hoffentlich noch in Kontakt und ich kenne mich dann hoffentlich etwas besser aus als heute.
SVAMPE 21, 1990 habe ich, aber die Aquarelle dort sind eher mitttelmäßig. Trotzdem danke für den Tip.
Gruß,
Wolfgang