Bitte um Bestimmung *PIC*

marrrrkus, (vor 4794 Tagen)

Hallo Pilzfreunde.

Hab mir ein paar Exemplare aus dem Wald geholt zur Bestimmung. Nix arg ausgefallenes. Hier die Fotos:

[image]

gleiche Anordnung, nur auf den Kopf gestellt:

[image]

Rechts oben sollte der Birkenmilchling sein, hab ich am Geschmack verifiziert der sehr scharf ist.
Rechts unten ein Reizker, aber welcher?
Die restlichen beiden bin ich mir nicht sicher.

Danke im Voraus.

Markus

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Re: Bitte um Bestimmung

Emil, (vor 4794 Tagen) @ marrrrkus

Hallo Markus,
der Violette links ist ein Täubling (Russula). Zur genauen Bestimmung bräuchte man Angaben über Geschmack (scharf?), Sporenpulverfarbe (wahrscheinlich gelblich?), Begleitbäume, wenn möglich noch Aussehen der Sporen und chemische Reaktionen.
Oben der Röhrling ist ein altersschwacher Maronen-Röhrling (Boletus badius), denke ich.
Rechts der Milchling ist der Goldflüssige Milchling (Lactarius chrysorrheus), unverwechselbar wegen gelber Milch und lachsrosa gezontem Hut.
Der Pilz unten ist ein Reizker, nämlich der Fichten-Reizker. Er ist der häufigste Reizker. Seine Milch färbt nach einiger Zeit von orange auf weinrot um und trocknet dann grün ein, der Geschmack ist bitterlich und er kommt bei Fichten vor.
Viele Grüße,
Emil

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Nachtrag Birken-Milchling

Emil, (vor 4794 Tagen) @ Emil

Rechts der Milchling ist der Goldflüssige Milchling (Lactarius chrysorrheus),
unverwechselbar wegen gelber Milch und lachsrosa gezontem Hut.

Der Birken-Milchling hätte einen sehr zottigen Hutrand und weiße Milch. Außerdem wächst er bei Birken (Goldflüssiger M. bei Eichen und Kastanien).
Viele Grüße,
Emil

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Re: Nachtrag Birken-Milchling

marrrrkus, (vor 4794 Tagen) @ Emil

Hi.

Erstmal vielen Dank für die Hilfe. Ich hätte auf Birkenmilchling getippt weil Birken in der Nähe sind und laut einem Pilzebuch der Birkenmilchling bitterscharf schmeckt. Aber ok, das soll beim goldflüssigen nicht viel anders sein. Ich zitiere Wikipedia "Das Fleisch ist weiß und schmeckt zunächst mild, später jedoch leicht scharf." Genau das traf zu, zuerst mild, dann scharf.

Das Waldstück wo ich die Pilze gefunden habe ist eigtl ein Mischwald. Eichen sind dabei, Birken auch, aber hauptsächlich Nadelbäume (welche kann ich jetzt nicht sagen). Evtl mach ich morgen nochmal ein Foto vor Ort.

Zum Täubling, es muss einer der beiden sein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Weinroter_Graustiel-T%C3%A4ubling
http://de.wikipedia.org/wiki/Jodoform-T%C3%A4ubling

Anhand von Fotos tendiere ich eindeutig mehr zum Jodoform Täubling. Der Geschmack ist mild, was auch den buckligen Täubling eher ausschliesst, da dieser bitter sein soll.

Lg
Markus

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Täubling

Emil, (vor 4794 Tagen) @ marrrrkus

Hi.
Erstmal vielen Dank für die Hilfe. Ich hätte auf Birkenmilchling getippt weil
Birken in der Nähe sind und laut einem Pilzebuch der Birkenmilchling
bitterscharf schmeckt. Aber ok, das soll beim goldflüssigen nicht viel
anders sein. Ich zitiere Wikipedia "Das Fleisch ist weiß und schmeckt
zunächst mild, später jedoch leicht scharf." Genau das traf zu,
zuerst mild, dann scharf.
Das Waldstück wo ich die Pilze gefunden habe ist eigtl ein Mischwald. Eichen
sind dabei, Birken auch, aber hauptsächlich Nadelbäume (welche kann ich
jetzt nicht sagen). Evtl mach ich morgen nochmal ein Foto vor Ort.
Zum Täubling, es muss einer der beiden sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weinroter_Graustiel-T %C3%A4ubling
http://de.wikipedia.org/wiki/Jodoform-T %C3%A4ubling
Anhand von Fotos tendiere ich eindeutig mehr zum Jodoform Täubling. Der
Geschmack ist mild, was auch den buckligen Täubling eher ausschliesst, da
dieser bitter sein soll.
Lg
Markus

Hallo Markus,
woran hast du festgemacht, dass der Täubling eine der beiden genannten Arten sein "muss"? Also nur vom Bild her kommen da schon noch mehr Arten in Betracht, siehe z.B. hier: Beitrag 235753
Der Jodoform-Täubling riecht am Stiel nach Jodoform. Du kannst ja den Geruch mal nachprüfen. Buckel-Täubling denke ich auch eher nicht, der Pilz ist ja noch nicht einmal gebuckelt.
Ich kenn mich mit Täublingen überhaupt nicht aus, vielleicht hat noch jemand anderes einen guten Hinweis. Wahrscheinlich wird sich die Art aber so (makroskopisch und mit nur einem alten Exemplar) nicht bestimmen lassen.
Viele Grüße,
Emil

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Re: Täubling

marrrrkus, (vor 4794 Tagen) @ Emil

Es gibt einfach verdammt viele von denen im Wald und die Form ist charakteristisch.

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Re: Täubling

phragmobasidie, (vor 4794 Tagen) @ marrrrkus

Hallo Markus,

Kiefern werden ja wohl da gewesen sein, wenn Du auf Buckel-Täubling kommst?
Wo die Art steht, steht sie tatsächlich z.T. in Mengen.
Von den Farben, selbst wenn die Hutoberseite auf dem Foto arg überstrahlt ist, kanns gut sein,
Fehlender Buckel - egal, fehlt oft. Bitterer Geschmack ist auch so ne Sache.
Aber charakteristische Form? Seltsam dicker Stiel. Hätt vielleicht eher R. exalbicans (Verblassender T., bei Birken) geraten,
aber den hab ich so gut wie noch nie im tieferen Wald gefunden, ist eher ein "Vorgarten-"Pilz
und sollte auch leicht scharf sein.

Grüße
Robin

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Mein Senf dazu

Stephan Weißer, (vor 4794 Tagen) @ marrrrkus

Mit der Marone und dem Goldflüssigen Milchling gehe ich mit.
Beim Täubling würde ich trotz allem Russula amara nicht ausschließen. Der blasst gern mal aus, und der Hut bekommt in diesem Fall ein ziemlich charakteristisches Aussehen: violett mit weißen Flecken, so wie dieser hier. Letzte Woche fanden wir auf unserer Vereinsexkursion welche, die einen klaren Buckel hatten, deren Huthaut aber kaum bis nicht bitter war. Dieses Merkmal von wegen der bitteren Huthaut scheint nicht ganz zuverlässig zu sein. Normalerweise müsste man auf der Stielrinde die SV-Probe machen, um was Belastbares sagen zu können.
Der Reizker sieht mir eher wie ein Kiefernreizker aus: wenig Grünverfärbung und trotz des Alters anscheinend noch feste, knackige Konsistenz. Man könnte mal reinbeißen, um den Grad der Bitternis zu ermitteln.
Freundliche Grüße und weiterhin schöne Funde
Stephan

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Re: Bitte um Bestimmung

llloo, (vor 4793 Tagen) @ marrrrkus

Hi Markus
und noch ein Tip fürs nächste mal, die Pilze nicht abschneiden, sondern komplett herausholen (dass dies den Pilzen schadet ist ein Ammenmärchen) denn an der Stielbasis finden sich bei vielen Pilzen Merkmale, die für eine sichere Bestimmung unerlässlich sind.
Lothar

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Mehr Senf dazu

ManuelJ, (vor 4793 Tagen) @ Stephan Weißer

Milchling und Maronenröhrling 100% Zustimmung.
Reizker könnte ein Fichten-Reizker sein, der eher lange Stiel spräche dafür. Der Hut ist mir auch ein wenig zu einheitlich für einen Kiefern-Reizker, kann aber auch durch das Alter/Wetter verursacht sein.
Täubling, ja das KANN ein Buckeltäubling sein, KANN ein Iodoform-Täubling sein, auch die nicht riechende Variante, KANN auch was anderes sein, Leder-Täubling(e) z.B..
Für den Graustiel-Täubling wären mir die Lamellen vom Foto her zu orange/ocker.

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Re: Bitte um Bestimmung

marrrrkus, (vor 4793 Tagen) @ llloo

Hi Markus
und noch ein Tip fürs nächste mal, die Pilze nicht abschneiden, sondern
komplett herausholen (dass dies den Pilzen schadet ist ein Ammenmärchen)
denn an der Stielbasis finden sich bei vielen Pilzen Merkmale, die für
eine sichere Bestimmung unerlässlich sind.
Lothar

Ok, das übernehm ich mal so. Danke.

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Re: Täubling

Andreas ⌂, (vor 4793 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Markus,
Kiefern werden ja wohl da gewesen sein, wenn Du auf Buckel-Täubling kommst?
Wo die Art steht, steht sie tatsächlich z.T. in Mengen.
Von den Farben, selbst wenn die Hutoberseite auf dem Foto arg überstrahlt
ist, kanns gut sein,
Fehlender Buckel - egal, fehlt oft. Bitterer Geschmack ist auch so ne Sache.
Aber charakteristische Form? Seltsam dicker Stiel. Hätt vielleicht eher R.
exalbicans (Verblassender T., bei Birken) geraten,
aber den hab ich so gut wie noch nie im tieferen Wald gefunden, ist eher ein
"Vorgarten-"Pilz
und sollte auch leicht scharf sein.
Grüße
Robin

Hallo,

ich würde an den Braunen Ledertäubling (Russula integra) auch noch denken.

beste Grüße,
Andreas