Re: Fragen über Pilzökologie
Hallo,
ich finde sowas spannend, denn es lässt das Schnüfflerherz höher schlagen, im
Sinne von
"wo kann ich was Gutes finden ?".
An kargen Graten suche ich auch gerne. Ich denke, es sind einfach bezogen auf
die Gesamtfläche des Waldes
rarere Biotope, also gibt es dort auf die besonderen Bedingungen angepasste,
rarere Arten.
Die Bäume haben dort weniger Nährstoffe, also sind sie auf Mykorrhizapilze
vielleicht mehr angewiesen.
Warum es oft lichtere Stellen sind - da kann ich mir keine tolle Theorie
zusammen basteln.
Ich finde es spannend, dass so viele Faktoren am Werke sind und man mal mit
der Spürnase richtig liegt
und oft natürlich etwas frustierend, wenn man denkt, "hier müssten sie
doch, sieht doch super aus
und genauso wie dahinten". Dass seltenere (Mykorrhiza-)Arten mehr am
Wegesrand o. Ä. wachsen, habe ich auch
länger gedacht, aber derzeit bin ich da z.T. skeptisch. In guten calciphilen
Wäldern wächst lange nichts,
aber wenn, dann kommt man oft über den Wegrand nicht hinaus. Hier mag es
vielleicht oft nur im Auge des Betrachters liegen?
Beste Grüße
Robin
Hallo,
in meinen Revieren treffe ich fast ausschließlich auf saure Fichtenwälder.
Wegränder, vor allem wenn sie durch Aufschotterung befahrbar gehalten werden, bieten die einzige Möglichkeit, basische bzw. übergangsweise basisch-saure Böden
zu finden. Und da kommen dann natürlich die fürs Gesamtgebiet "selteneren" Arten vor. Neben den Fichten habe ich da auch mit z.B. Birke, Bergahorn, Buche und der typischen Wegrandvegetation wechselnde Mykorrhizapartner.
LG
Rainer