Moin Elfi,
(grins!) ich bin zwar weitsichtig (der Chef wundert sich immer, dass ich aus 4 m Entfernung lesen kann, was in 16-Pkt.-Schrift auf seinem Monitor steht), aber ansonsten sind meine Augen pilztechnisch in Ordnung (wenn es mal so weit kommen sollte, dass ich zum Pilzesuchen ’ne Brille brauche, leg ich mir ’n Trüffelhund zu). Und die devote Haltung eines Pilzesuchers (auf dem Bauch liegend die Annäherung an die Objekte seiner Begierde übend) ist mir auch nicht unbekannt.
Was die geologischen Bedingungen in NF angeht, so besteht der Boden der Geestrücken (dort wo Wald steht) meist aus einem Sand/Kies-Gemisch und die Niederungen aus Kleiboden. Der pH-Wert dieser Böden ist neutral bis ganz leicht sauer. So ist es klar, dass hier nicht viel mit Morcheln los ist. Doch zumindest auf gemulchten Flächen sollte doch was zu finden sein. Selbst im Raum Itzehoe, wo eine Kreideformation hochsteht, der Boden mithin etwas alkalisch reagieren sollte, ist nix los. Witzigerweise hat man aber in Skandinavien kaum Kalkboden, weil dort meist Urgestein ansteht, was allerhöchstens neutral, sonst aber etwas sauer reagiert, und dennoch wachsen hier die schönsten Morcheln.
Aber wie heißt es so schön: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, und wenn ich doch noch Morcheln finden sollte, wird mein Freudenschrei wahrscheinlich von hier bis Wladiwostok zu hören sein 
Grüsslis
Thomas