Super-Pilzbilder - Streiffzug durchs Jahr
http://philou.ch/~smv/gallery/smv2001?&page=1
Zwar fransösischsprachige Site aus der welschen Schweiz, aber nichts desto trotz!
Gruss
Stefan
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Stefan, (vor 8994 Tagen)
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Gruss
Stefan
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Zwar fransösischsprachige Site aus der welschen Schweiz, aber nichts desto
trotz!
Gruss
Stefan
Schöne Bilder sind das. Einige Arten kannte ich überhaupt noch nicht.
Aber sagt mal, seit wann heißen denn die Birkenpilze mit Gattungsnamen Krombholziella? Das ist mir neu.
Gruß Jens
Frank Adam, (vor 8993 Tagen) @ Jens
Schöne Bilder sind das. Einige Arten kannte ich überhaupt noch nicht.
Aber sagt mal, seit wann heißen denn die Birkenpilze mit Gattungsnamen
Krombholziella? Das ist mir neu.
Gruß Jens
Hallöle Jens und alle anderen, habe nachgeschaut und siehe da, der Birkenpilz ist im Parey als Krombholziella scabra bezeichnet. Alle andere Literatur nennt ihn noch Leccinum - Rauhstielröhrlinge - sogar Breitenbach/Kränzlin - Pilze der SCHWEIZ !
So, gehe jetzt morcheln. Gruss: Frank
Birgit, (vor 8992 Tagen) @ Frank Adam
Hallöle Jens und alle anderen, habe nachgeschaut und siehe da, der Birkenpilz
ist im Parey als Krombholziella scabra bezeichnet. Alle andere Literatur
nennt ihn noch Leccinum - Rauhstielröhrlinge - sogar Breitenbach/Kränzlin
- Pilze der SCHWEIZ !
So, gehe jetzt morcheln. Gruss: Frank
Hallo Frank,
ich glaub der Fall liegt etwas anders, Bon nennnt Rauhstielröhrlinge als so ziemlich einziger Krombholziella, ich hab einige neuere Bücher und auch ältere als den Bon und dort heißen die alle Leccinum, scheint eine Bonsche Spezialität zu sein, aber es gibt sicher hier einen Experten, der uns das genauer erklären kann. Leccinum ist für mich jedenfalls der gebräuchliche Gattungsname.
Gruß
Birgit
Andreas Gminder, (vor 8992 Tagen) @ Birgit
Hallo Frank,
ich glaub der Fall liegt etwas anders, Bon nennnt Rauhstielröhrlinge als so
ziemlich einziger Krombholziella, ich hab einige neuere Bücher und auch
ältere als den Bon und dort heißen die alle Leccinum, scheint eine Bonsche
Spezialität zu sein, aber es gibt sicher hier einen Experten, der uns das
genauer erklären kann. Leccinum ist für mich jedenfalls der gebräuchliche
Gattungsname.
Gruß
Birgit
Hallo,
zur Geschichte der Gattung Leccinum:
Der Gattungsname geht eigentlich auf MICHELI (1728) zurück, der als erster die Röhrenpilze in zwei Gruppen trennte: Die mit nicht ablösbarer Röhrenschicht ("Polypori") und die mit ablösbaren Röhren ("Suilli"). Eine Art mit bräunlichem Hut und gelben Poren, sein Suilli Nr. 10, nannte er "Leccino", was von "Leccio" = Ilex herkommt.
Die Gattung Leccinum wurde 1821 von S.F. Gray aufgestellt und umfaßte ursprünglich 10 Arten von RINGLOSEN Röhrenpilzen mit ablösbarer Röhrenschicht: Leccinum aurantiacum, scabrum, lactifluum (= S. granulatus), subtomentosum, piperatum, constrictum (= G. cyanescens), edule, elephantinum (= B. edulis), luridum, rubeolarium (= B. luridus).
Diese Gattungsauffassung wurde (natürlich) in weitere Grußßen unterteilt und folgende Gattungen wurden für die Teilgruppe "Rauhstielröhrlinge" beschrieben:
Karsten 1881: Krombholzia (illeg., da es bereits eine Gräsergattung Krombholzia Ruprecht 1842 gab).
Gyroporus Quélet 1886: Die Gattung wurde von Patouillard 1900 emendiert und enthält demzufolge nur die beiden auch heute noch in dieser Gattung stehend Arten castaneus und cyanescens. Die Gruppe um scabrum und die Gruppe um porphyrosporum hat Patouillard ausgeschlossen.
Zum zweiten Mal wurde das Konzept Quélets 1908 von Bataille emendiert. Er schlug den Namen Trachypus für die Rauhfußröhrlinge vor. Leider auch illegitim, da es den Gattungsnamen in einem anderen Sinn schon vorher gab.
Krombholziella Maire 1937: Gültig veröffentlicht für die Rauhstielröhrlinge im heutigen Sinn.
Leccinum wurde vom Amerikaner Snell 1942 wieder ins Gespräch gebracht und auf die Rauhstielröhrlinge im heutigen Sinn beschränkt.
Eigentlich wäre alles klar, denn Leccinum Gray ist der mit Abstand älteste Name.
Nun wurde aber durch die Änderungen des Botanischen Codes in Sydney 1981 plötzlich die Gültigkeit des Gattungsnamen Leccinum zweifelhaft (fragt mich nicht weswegen ...) und daher haben einige Autoren angefangen den nächstältesten gültigen Namen zu verwenden, der KROMBHOLZIELLA Maire 1937 wäre.
Beim Kongress in Berlin 1987 wurde wiederum fleißig am Code herumgebastelt und ein Zusatz zum (damaligen) §69 brachte es mit sich, dass Leccinum S.F. Gray 1821 wieder uneingeschränkt Gültigkeit hat.
Aus diesen Regeländerungen erklärt sich die Verwendung des Gattungsnamens Krombholziella Anfang bis Ende der 80er-Jahre. Man findet den Namen neben diversen Beiträgen in italienischen und französischen Zeitschriften auch in der Boletus-Monographie von Alessio, in der von Bon (im Doc. Myc.) und in der tschechischen Literatur.
Sollte durch neuerliche Umbauten am Code der Gattungsname Leccinum wieder zur Diskussion anstehen, so dürfte es heute keine Frage sein, dass auf Antrag dieser Gattungsname auf alle Fälle konserviert werden kann, selbst wenn er sich als definitiv ungültig herausstellt. Seine Verwendung ist so einheitlich und so allgemein gebräuchlich (bis auf die paar Jahre Krombholziella im romanischen Sprachgebrauch ...), dass der Fall eindeutig für Leccinum ausgehen würde!
Gruß,
Andreas
Birgit, (vor 8990 Tagen) @ Andreas Gminder
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