ungenauer Zeitungsbericht *PIC*

Mischi, (vor 4290 Tagen)

Hallo

Hab da noch eine Frage zu einem Bild, welches letzte Woche in unserer Zeitung zu einem Beitrag über das Baumsterben (im speziellen Ulmensterben) abgebildet war.
Dort stand, dass dies der Eschen-Schillerporling sei...

Ich denke da eher an andere Holzpilze, aber sicher nicht an einen Schillerporling, vielleicht ein Schichtpilz (Stereum) oder so.
Hat jemand einen Tip?

PS. Ist insofern interessant, weil der Beitrag doch von einer sogenannten "Fachstelle" lanciert wurde und ich mich schon frage, wer so etwas vor dem Drucken gegenliest. Dort stand noch von anderen holzzerstörenden Pilzen, dem sogenannten "Lackerporling" - ich finde den wennschon Flachen Lackporling hauptsächlich an bereits liegenden Holzstämmen in der Finalphase und nicht an lebenden Bäumen. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich ein PDF vom Beitrag senden.

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Re: ungenauer Zeitungsbericht

Ulysses, (vor 4290 Tagen) @ Mischi

Hallo Mischi,

der Schillerporling ist das klaro auf keinen Fall, es würden dazu schon die Poren fehlen... Aufgrund des Wachstums an Erle, der hellen Hutoberseite und der violetten Unterseite würde ich Chondrostereum purpureum sagen...

LG
Josef

Re: ungenauer Zeitungsbericht

Gábor, (vor 4290 Tagen) @ Mischi

Hallo,
natürlich ist das kein Schillerporling.
Aber den von dir erwähnten Flachen Lackporling findet man durchaus auch am Fuße von lebenden Laubbäumen.
LG, Gábor

Re: ungenauer Zeitungsbericht

Andreas ⌂, (vor 4290 Tagen) @ Ulysses

Hallo Mischi,
der Schillerporling ist das klaro auf keinen Fall, es würden dazu schon die
Poren fehlen... Aufgrund des Wachstums an Erle, der hellen Hutoberseite
und der violetten Unterseite würde ich Chondrostereum purpureum sagen...
LG
Josef

Hallo Josef,

ich hätte das glatt für eine Kiefer oder Lärche gehalten.
Aber den Pilz durchaus auch für Chondrostereum purpureum, was für Deine Aussage "Erle" natürlich passen würde.
Frage: Warum ist das Erle und nicht Lärche?

beste Grüße,
Andreas

Re: ungenauer Zeitungsbericht

Ulysses, (vor 4290 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Frage: Warum ist das Erle und nicht Lärche?

Weil auf den Schuppen der Borke viel Moos sitzt, auch größere Rasen, was bei der Lärche nicht geht (oder zumindest bei weitem nicht so ausgeprägt), da diese die Borkenschuppen regelmäßig wechselt/abwirft. Bei der Erle dagegen bleiben sie länger am Stamm, und können während dieser Zeit ausgiebig bewachsen werden.

Schöne Grüße
Josef

Re: ungenauer Zeitungsbericht

Andreas ⌂, (vor 4290 Tagen) @ Ulysses

Hallo Andreas,
Weil auf den Schuppen der Borke viel Moos sitzt, auch größere Rasen, was bei
der Lärche nicht geht (oder zumindest bei weitem nicht so ausgeprägt), da
diese die Borkenschuppen regelmäßig wechselt/abwirft. Bei der Erle dagegen
bleiben sie länger am Stamm, und können während dieser Zeit ausgiebig
bewachsen werden.
Schöne Grüße
Josef

Hallo Josef,

hmmm, überzeugt mich nicht so recht, ehrlich gesagt. Ich meine mich an schöne moosige und flechtenbewachsene Lärchen in Berchtesgaden erinnern zu können!

beste Grüße,
Andreas

Re: ungenauer Zeitungsbericht

Ulysses, (vor 4289 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

waren das schön gewachsene, große Exemplare? Bei langsam wachsenden (z.T. an sehr steinigen oder nassen Standorten) und/oder verkrüppelten Exemplaren kenne ich das auch, hier ist die Rinde offenbar "stabiler".

Bei solchen an besseren Standorten oder so schön grade gewachsenen Exemplaren wie auf dem Bild von Mischi wäre das wiederum mir auch neu.

Flechtenbewuchs dagegen ist nicht unnormal, v.a. Krustenflechten wachsen vielfach auch an Lärche, Kiefer usw.

LG
Josef