Re: Inocybe spec. 200714 1120

Violet, (vor 4232 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Liebe Pilzfreunde oder Freunde der Rißpilze
Mir machen diese Rißpilze Spaß, auch wenn ich meistens nur annähernd in die
Richtung der Bestimmung komme.
Diese Inocybe stammt vom Gebiet Müllershai, ca 1km nördlich vom NSG
Kramershai. Borealer Fichtenurwald sehr sumpfig, sauer. Höhe ca 700m


Sporen [95% • 11 • LQP • E • KOH(2-5%)] = 7,7 - 9,4 - 11,2 x 4,6 - 6 - 7,5 µm
Sporen sehr höckerig, fast sternförmig, manche Sporen waren extrem
langgezogen


Cheilozytiden sehr spärlich

ebenso die Pleurozystiden
Zystiden am Stiel konnte ich nicht finden.
Hier tendiere ich in Richtung Inocybe pseudoasterospora, die ich mit Peter
Specht 2008 in einem ähnlichen Gebiet finden konnte (Brockenbett Höhe
900m)
Jedoch finde ich, das sie makroskopisch garnicht so richtig passt.
Bin gespannt auf Eure Meinungen.
@Ditte, den willst du bestimmt auch haben ;)
LG Harzi

Also, das ist sicher nicht pseudoasterospora und auch sicher nicht pseudoasterospora var. microsperma. Beide haben andere Sporen, andere Zystiden und sehen auch makroskopisch anders aus.
Das ist auch eine Inocybe aus dem clade Napipedinae, und für mich passen die Merkmale (soweit ich sie von den Fotos beurteilen kann) am ehesten auf napipes - auch wenn die grössten Sporen schon recht groß sind. Bei Ferrari, Stangl, Bon gehen die Sporen bis maximal 10,5 und ich habe 120 gemessen und der Höchstwert war 10,6 µm. Auch war der Mittelwert niedriger. Wie viele Sporen hast du denn gemessen?
Die Kopfigkeit mancher Zystiden kenne ich von einigen eigenen Funden - wir lassen gerade einen in dieser Hinsicht Extremfall analysieren - und ich bin gespannt, ob es da bei napipes bleibt.
Ja, natürlich würde ich die auch gern haben - zum Untersuchen und Vergleichen.
Herzlich!
Ditte


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