Austzernpilz - Zucht

R oman D., (vor 8971 Tagen)

Hallo Pilfreunde,

dank Google bin ich auf Euer Forum gestoßen. Großes Lob: Schöne Beiträge und Fotos und keine selbstherrlichen "Expertenstreits" wie in so vielen anderen Foren.

Als begeisteter Pilzsammler habe ich einen von Wiebke freundlicherweise bereitgestellten Baumstamm (unmäßig wie man halt so ist, 1.8m lang und 45 cm im Durchmesser) mit Austernpilzbrut geimpft. Zu meiner Verblüffung hat es sogar funktioniert. Vor einer Woche waren die ersten Pilze zu sehen und essen.

Zu meinen Fragen:
1.)
Ich mußte gestern den Stamm um einen Meter verlegen. Schadet das dem Pilz, da dieser ja offensichtlich in die Erde wächst? Wenn ja, kann ma irgend was machen, um den Schaden wieder gut zu machen?
Unter dem Stamm waren ca. 1-2 cm reines Myzel, die an dem Stamm trotz Transport kleben blieben. In der Erde war mit dem bloßen Auge nichts mehr zu sehen gewesen.
2.) Ich habe den Stamm wieder wie vorher einfach auf den Boden gelegt. Nun habe ich nachgelsen, daß man ihn zu 1/3 eingraben sollte und zwar stehend. Soll ich ihn nun auch etwas tiefer eingraben? Oder ist das ungeschickt, eine Pflanze kann man ja auch nicht später 15 cm tiefer in den Boden pflanzen?
3.) Hat der Pilz besondere Ansprüche an den Boden? Zur Auswahl stehen schlecht verrotteter Kompst und harte Lehmboden.
4.) Welche von den sonst erhältlichen Pilzbruten ist noch zu empfehlen? Braunkappen sollen ja nicht so der kulinarische Hochgenuss sein. Shiitake tät mich reizen, soll aber nur spärlich Pilze bringen, und das auch nur wenn man ihn schlägt. Von den anderen Sorten hört man wenig, und bei den Händlern wachsen alle Sorten super, schmecken genial und ersparen einem zudem den Gang zum Arzt.

Ich hoffe das sind nicht gleich zu viele Fragen,

Gruß Roman

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Re: Austernpilz - Anbau

Gottfried, (vor 8971 Tagen) @ R oman D.

Hallo Roman,
Zu 1.:
Viele Literaturquellen besagen, dass Pilzhölzer zur Fruchtkörperbildung an einen Erdkontakt gebunden sind. Dabei würden Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufgenommen werden. Nach meinen Beobachtungen wachsen die meisten Pilzarten auch ohne Erdkontakt und nutzen die Inhaltsstoffe des Holzes zur Fruktifikation. Jedoch verhindert das Eingraben ein Austrocknen der Hölzer weitestgehend.
Zu 2.:
Ob stehend oder liegend ist egal. Unerheblich ist auch, wie tief das Holz eingegraben ist. 1/3- 2/3 ist aber üblich.
Zu 3.:
Mit Antwort 1 hat sich wohl diese Frage erledigt!
Zu 4.:
Deine Frage ist zu komplex, als daß sie im Forum zu behandeln ist. Wenn Du magst, rufe mich dazu an. Kontakthinweise unter www.ThumserOnline.de!
Gruß G.

Hallo Pilfreunde,
dank Google bin ich auf Euer Forum gestoßen. Großes Lob: Schöne Beiträge und
Fotos und keine selbstherrlichen "Expertenstreits" wie in so
vielen anderen Foren.
Als begeisteter Pilzsammler habe ich einen von Wiebke freundlicherweise
bereitgestellten Baumstamm (unmäßig wie man halt so ist, 1.8m lang und 45
cm im Durchmesser) mit Austernpilzbrut geimpft. Zu meiner Verblüffung hat
es sogar funktioniert. Vor einer Woche waren die ersten Pilze zu sehen und
essen.
Zu meinen Fragen: 1.)
Ich mußte gestern den Stamm um einen Meter verlegen. Schadet das dem Pilz, da
dieser ja offensichtlich in die Erde wächst? Wenn ja, kann ma irgend was
machen, um den Schaden wieder gut zu machen?
Unter dem Stamm waren ca. 1-2 cm reines Myzel, die an dem Stamm trotz
Transport kleben blieben. In der Erde war mit dem bloßen Auge nichts mehr
zu sehen gewesen.
2.) Ich habe den Stamm wieder wie vorher einfach auf den Boden gelegt. Nun
habe ich nachgelsen, daß man ihn zu 1/3 eingraben sollte und zwar stehend.
Soll ich ihn nun auch etwas tiefer eingraben? Oder ist das ungeschickt,
eine Pflanze kann man ja auch nicht später 15 cm tiefer in den Boden
pflanzen?
3.) Hat der Pilz besondere Ansprüche an den Boden? Zur Auswahl stehen
schlecht verrotteter Kompst und harte Lehmboden.
4.) Welche von den sonst erhältlichen Pilzbruten ist noch zu empfehlen?
Braunkappen sollen ja nicht so der kulinarische Hochgenuss sein. Shiitake
tät mich reizen, soll aber nur spärlich Pilze bringen, und das auch nur
wenn man ihn schlägt. Von den anderen Sorten hört man wenig, und bei den
Händlern wachsen alle Sorten super, schmecken genial und ersparen einem
zudem den Gang zum Arzt.
Ich hoffe das sind nicht gleich zu viele Fragen,
Gruß Roman

Eintrag gesperrt

Re: Austzernpilz - Zucht

Roos, (vor 8971 Tagen) @ R oman D.

Zu meinen Fragen: 1.)
Ich mußte gestern den Stamm um einen Meter verlegen. Schadet das dem Pilz, da
dieser ja offensichtlich in die Erde wächst?

Keine sorge, meiner erfahrung nach kein bisschen.
solltest halt blos nicht zu oft machen, da das mycel sich immer wieder auf die veränderten umstände mstellen muß und dadurch im wachstum etwas verlangsamt wird.

Wenn ja, kann ma irgend was

machen, um den Schaden wieder gut zu machen?
Unter dem Stamm waren ca. 1-2 cm reines Myzel, die an dem Stamm trotz
Transport kleben blieben. In der Erde war mit dem bloßen Auge nichts mehr
zu sehen gewesen.
2.) Ich habe den Stamm wieder wie vorher einfach auf den Boden gelegt. Nun
habe ich nachgelsen, daß man ihn zu 1/3 eingraben sollte und zwar stehend.

das hat den zweck daß dadurch wasser und nahrstoffe etwas besser(durch die leitgefäße im baumstamm)weitergeleitet werden. Shii Take ist aber meines wissens der einzige(geüchtete) pilz der auf einem aufrecht stehenden, eingegrabenen baumstamm besser wächst, oder sogar nur dann fruchtet.

Soll ich ihn nun auch etwas tiefer eingraben? Oder ist das ungeschickt,
eine Pflanze kann man ja auch nicht später 15 cm tiefer in den Boden
pflanzen?

dem pilz würde das nichts ausmachen, er benötigt kein licht, höchstens staunässe mag er nicht so gern

3.) Hat der Pilz besondere Ansprüche an den Boden? Zur Auswahl stehen
schlecht verrotteter Kompst und harte Lehmboden.

besser kompost, wenn du noch holzabfall, z.B. äste oder heckenschnitt aussen herum schichtest kann mit glück das mycel auch diesen besiedeln und dort fruchtkörper bilden,

4.) Welche von den sonst erhältlichen Pilzbruten ist noch zu empfehlen?
Braunkappen sollen ja nicht so der kulinarische Hochgenuss sein. Shiitake
tät mich reizen, soll aber nur spärlich Pilze bringen, und das auch nur
wenn man ihn schlägt. Von den anderen Sorten hört man wenig, und bei den
Händlern wachsen alle Sorten super, schmecken genial und ersparen einem
zudem den Gang zum Arzt.

shii take ist nicht so schwer zu ziehen(was heißt wenn man ihn schlägt??)

gute infos kriegst du auch unter
www.pilzshop.de und
www.biopilze.de

Ich hoffe das sind nicht gleich zu viele Fragen,

war o.k. sollte eigentlich lernen, aber etwas hilfreich zu sein ist mir eh grad lieber.

Grüße, Roos

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Re: Austzernpilz - Zucht

R oman D., (vor 8971 Tagen) @ Roos

shii take ist nicht so schwer zu ziehen(was heißt wenn man ihn schlägt??)

Mit schlagen habe ich das Klopfen zu Fruchtkörperbildung gemeint, war halt etwas flapsig formuliert gewesen.

Ansonsten vielen Dank für die Antworten.