Hi Kazuya,
die Lamellen können, müssen aber nicht gelb sein bei Gymnopus ocior (="Collybia" luteifolia). Das makroskopische Hauptmerkmal ist wohl der mehr kastanienbraune Hut.
Die Waldfreundrüblinge kann man ganz gut im Mikroskop anhand der Cheilocystiden erkennen.
Makroskopisch: G. ocior - dunkel rotbrauner Hut
G. dryophilus - brauner Hut, heller, ohne Rot
G. aquosus - hellbrauner Hut, rosa-rostfarbene Rhizomorphen
Das nur ganz kurz. Gymnopus aquosus ist schon im Frühsommer sehr häufig, der "echte" Waldfreundrübling, G. dryophilus kommt meist erst später (G. aquosus wächst aber leider auch im Herbst).
Zur ursprünglichen Frage: Speisewert: Ich hab die Dinger noch nicht gegessen, kann also auch nur die allgemeine Essbarkeitsangabe machen...
Bemerkung zum Gattungsnamen "Gymnopus". Es "regt" einige auf, dass die Gattung "Collybia" auseinandergerissen wurde. Es ist nicht nur anatomisch, sondern auch ökologisch begründet:
Collybia s. str. - pilzparasitisch
Gymnopus - saprotroph bzw. Wurzelparasit
Rhodocollybia - Ektomykorrhizapilz (war schon in den 70ern gezeigt worden anhand von Kulturen. Mleczko 2001 hat die Mykorrhizen vom Butterrübling Rh. butyracea in natura gefunden. Auch Rhodocollybia maculata ist nachweislich ektotroph).
Es zeigt sich deutlich, dass die Dreiteilung sinnvoll ist. Auf alle Fälle gehören die Mykorrhizapilze als Rhodocollybia abgetrennt von den Saprotrophen
Grüße, Christoph
Hallo,
ich sehe das nicht so, das der Waldfreundrübling immer solche Merkmale haben
muss. Die Species hat sich als eine komplizierte Sammelart erwiesen,
nachdem viele abweichende Merkmale makroskopisch wie mikroskopisch
festgestellt wurden. Ich habe letztens einen Gelbblättrigen Rübling
(Collybia luteifolia) gefunden, der mit dem Waldfreundrübling nahe
verwandt ist. Außer den gelben Lamellen vermag ich ihn nicht von der
Typusart zu unterscheiden, was die makroskopischen Merkmale angeht. Ich
kann ihn hier auch gerne mal zeigen.
schöne Grüße,
Kazuya