Nebelkappen 'Lepista Nebularis'

Thilo, (vor 9864 Tagen)

Hallo,
ich habe vor ein paar Tagen über meinen Nebelkappen-Fund berichtet. Ich wollte nicht versäumen ein Feedback zu geben. Ich habe die Nebelkappen also mit einem Hexenröhrling, einem Safranschirmling und ein paar Pfifferlingen mit einer Zwiebel und einer Zehe Knoblauch gebraten. Die Nebelkappen schmecken zwar etwas hervor jedoch lange nicht so unangenehm wie einige meinten.
Mein Urteil: die Nebelkappe eignet sich gut als Bestandteil eines Mischpilzgerichts.
Noch ein Tip: Ich hatte alle Pilze dieses Gerichts schon am Tag vorher in feine Scheiben geschnitten und zum trocknen ausgelegt. Die halbtrockenen Pilze sind dann im Pilzgericht fester und nicht so 'schleimig'. Ebenfalls kommt dann der Geschmack noch etwas besser.

Eintrag gesperrt
2 Aufrufe

Nachtrag

Thilo, (vor 9864 Tagen) @ Thilo

...noch eine lustige Begebenheit in diesem Zusammenhang:
Ich hatte eine ganze Nebelkappe 2 Tage schlecht gelagert, so dass sich auf dem Hut feiner Schimmel zeigte. Ich habe diesen Pilz dann als Ganzes entsorgt, in dem ich ihn auf mein begrüntes Dach in der 5.Etage meiner Stadtwohnung warf. Nun kommt jeden Tag eine Elster und holt sich ein Stück von ihrem Pilz - gerade war sie wieder da.
Der Elster scheints zu schmecken. Ich stelle mir nur die Frage: woher weiss das Tier, dass es den Pilz fressen kann? Ich hatte, obwohl in 2 Pilzbüchern abgesichert und hier im Forum diskutiert, nach dem ersten Genuss immer noch ein ungutes Gefühl. Dieser Vogel kommt einfach daher, hat als Stadtvogel noch nie eine Nebelkappe gesehen, und weiss das Vogel den fressen kann.
Gruss Thilo

Eintrag gesperrt
3 Aufrufe

Re: Nachtrag

Tina, (vor 9857 Tagen) @ Thilo

...noch eine lustige Begebenheit in diesem Zusammenhang:
Ich hatte eine ganze Nebelkappe 2 Tage schlecht gelagert, so dass sich auf dem Hut feiner Schimmel zeigte. Ich habe diesen Pilz dann als Ganzes entsorgt, in dem ich ihn auf mein begrüntes Dach in der 5.Etage meiner Stadtwohnung warf. Nun kommt jeden Tag eine Elster und holt sich ein Stück von ihrem Pilz - gerade war sie wieder da.
Der Elster scheints zu schmecken. Ich stelle mir nur die Frage: woher weiss das Tier, dass es den Pilz fressen kann? Ich hatte, obwohl in 2 Pilzbüchern abgesichert und hier im Forum diskutiert, nach dem ersten Genuss immer noch ein ungutes Gefühl. Dieser Vogel kommt einfach daher, hat als Stadtvogel noch nie eine Nebelkappe gesehen, und weiss das Vogel den fressen kann.
Gruss Thilo

Solche Fragen stelle ich mir auch manchmal. Und ich frage mich auch: woher wußten unsere Steinzeitvorfahren, was sie essen konnten und was nicht? Haben die das einfach ausprobiert? Das war doch dann bestimmt ein verlustreiches Geschäft. Und wer hat denen gesagt, daß Fliegenpilze Rauschmittel sind? Und woher wußten die, welche Pflanzen gegen welche Zipperlein helfen? Mir ist das echt schleierhaft.

Eintrag gesperrt
3 Aufrufe

Probieren geht über studieren!

Birgit, (vor 9857 Tagen) @ Tina

Solche Fragen stelle ich mir auch manchmal. Und ich frage mich auch: woher wußten unsere Steinzeitvorfahren, was sie essen konnten und was nicht? Haben die das einfach ausprobiert? Das war doch dann bestimmt ein verlustreiches Geschäft.

Tja, so wirds aber wohl gewesen sein. Außer bei Giftpilzen/-pflanzen, die auch noch unangenehm riechen oder schmecken. Ich möcht nicht wissen, wie viele Kinder z.B. jährlich die roten Beerchen von der Eibe essen.

Auch Tiere haben keinen eingebauten Instinkt, der sie vor allen Giftpflanzen warnt. Jedes Jahr sterben Pferde, weil ihnen wohlmeinende Leute Eibenzweige von der Weihnachtsdekoration vorsetzen. Auch starke Vergiftungen durch das Fressen von Herbstzeitlosen sind bei Pferden schon vorgekommen. Den schwach giftigen Hahnenfuß meiden dagegen die meisten Pferde.

Neulich habe ich was Lustiges über die Entstehung des bayrischen Reinheitsgebots für Bier gelesen: Bevor das erlassen wurde, wurde nämlich das Bier angeblich häufig mit rauscherzeugenden (und giftigen) Substanzen wie z.B. Bilsenkraut versetzt, um die Rauschwirkung zu steigern. Die darauffolgenden Exzesse waren Kirche und Obrigkeit ein Dorn im Auge, worauf das Reinheitsgebot geschaffen wurde.

Prost

Birgit