Probleme bei einer Schirmpilz-Bestimmung *PIC*

Werner2, (vor 8842 Tagen)

Hallo zusammen.

Die nachfolgend abgebildeten kleinen Schirmpilze wachsen bei mir auf dem Komposthaufen und dort zwischen faulendem Gras. Bild 1 gibt die Farbtöne am besten wieder. Die Hüte sind jung völlig dunkelbraun oder nussbraun, eichelförmig schmal; brechen dann aber mehr oder weniger sternförmig auf.
Auch wenn die Hüte z.T. etwas unterschiedlich aussehen; die Mikromerkmale sind gleich.

Größe der Hüte nur ca. 3 - 4 cm; Lamellen weiss, weiss-creme, frei oder so gut wie frei. Stiel dünn, glatt, leicht rötlich werdend. Mit NH3 kaum reagierend.

Stiel-Ring deutlich, dünn und auf der Unterseite schwarz-bräunlich !!. Geruch in den Lamellen nach alten Macrolepioten.

Sporen kurz bis länger, aber gleichmäßig elliptisch, ohne Kanten, Keimporus oder sonstige Auswüchse. Sehr klein: 4 - 5,5 x 3 - 3,5 µ. Farblos.
Cheilozystiden dicht gedrängt; konstant keulig. Keulige Zystiden zerstreut auch als Pleurozystiden vorhanden. Hyphen vermutlich ohne Schnallen. Hutdeckschicht aus eckig-rundlichen, dicht gedrängten blass- bis stärker bräunlichen Zellen bestehend. Dazwischen bräunliche, kleine blasenförmige Elemente(Zydstiden?) .

Mit der mir zur Verfügung stehenden Literatur kann ich diesen Fund derzeit nicht bestimmen. Den Knudsen-Schlüssel habe ich leider nicht und auch das "Schilling-Programm" führt zu keinem vernünftigen Ergebnis.

Wer von euch kann mir helfen ??
Gruß Werner2

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Re: Probleme bei einer Schirmpilz-Bestimmung

Andreas ⌂, (vor 8842 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner,

sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch sieht Dein Fund meiner Meinung nach exakt wie typische Lepiota lilacea aus!

Gruß,
Andreas

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Zustimmung

Wolfgang F., (vor 8842 Tagen) @ Andreas

Hallo Werner,
sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch sieht Dein Fund meiner Meinung
nach exakt wie typische Lepiota lilacea aus!
Gruß,
Andreas

Hi Werner,

ich bin auch vor einigen Jahren über die dunkle Ringunterseite "gestolpert" - ein schönes Merkmal, das leider in Schlüsseln nicht verwendet wird.

Außer lilacea hat es wohl auch felina (und welche Art noch??), aber alle Pilze, die ich irgendwann als "felina" nach Hause genommen habe, waren dann doch lilacea.

Die Art ist im ganzen Rhein-Main-Gebiet sehr häufig.

Wolfgang

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Re: Probleme bei einer Schirmpilz-Bestimmung

Werner2, (vor 8842 Tagen) @ Werner2


Danke Andreas und Wolfgang für die schnelle Hilfe.

Mit dem Moserschlüssel (S. 241: Hut erst purpurlila.....) ist die Art meiner Meinung nach nicht zu erreichen. Die Bilder von mir sind übrigens etwas zu rötlich getönt. Das erste Bild ist noch das Beste. Der Hutscheitel ist richtig dunkelbraun ohne lila- oder weinbraune Töne.
Sind die Beschreibungen bei Krieglsteiner und Enderle 1989 noch dürftig, kam ich mit der Hardtke / Rödelarbeit von 1992 (Myk. Mitt.Bl.) dann doch sehr gut hin. Hatte diese Literatur völlig vergessen. Deren Angaben zu "lilacea" treffen gut auf meinen Fund zu.
Der Name "Lilacea" war mir für ansonsten einen dunkelbraunen Pilz doch zu abwegig. Für mich ist das ein Neufund.

Gruss Werner2

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Re: Probleme bei einer Schirmpilz-Bestimmung

Elisabeth, (vor 8841 Tagen) @ Werner2

Hallo zusammen.
Die nachfolgend abgebildeten kleinen Schirmpilze wachsen bei mir auf dem
Komposthaufen und dort zwischen faulendem Gras. Bild 1 gibt die Farbtöne
am besten wieder. Die Hüte sind jung völlig dunkelbraun oder nussbraun,
eichelförmig schmal; brechen dann aber mehr oder weniger sternförmig auf.
Auch wenn die Hüte z.T. etwas unterschiedlich aussehen; die Mikromerkmale
sind gleich.
Größe der Hüte nur ca. 3 - 4 cm; Lamellen weiss, weiss-creme, frei oder so
gut wie frei. Stiel dünn, glatt, leicht rötlich werdend. Mit NH3 kaum
reagierend.
Stiel-Ring deutlich, dünn und auf der Unterseite schwarz-bräunlich !!. Geruch
in den Lamellen nach alten Macrolepioten.
Sporen kurz bis länger, aber gleichmäßig elliptisch, ohne Kanten, Keimporus
oder sonstige Auswüchse. Sehr klein: 4 - 5,5 x 3 - 3,5 µ. Farblos.
Cheilozystiden dicht gedrängt; konstant keulig. Keulige Zystiden zerstreut
auch als Pleurozystiden vorhanden. Hyphen vermutlich ohne Schnallen.
Hutdeckschicht aus eckig-rundlichen, dicht gedrängten blass- bis stärker
bräunlichen Zellen bestehend. Dazwischen bräunliche, kleine blasenförmige
Elemente(Zydstiden?) .
Mit der mir zur Verfügung stehenden Literatur kann ich diesen Fund derzeit
nicht bestimmen. Den Knudsen-Schlüssel habe ich leider nicht und auch das
"Schilling-Programm" führt zu keinem vernünftigen Ergebnis.
Wer von euch kann mir helfen ??
Gruß Werner2

hallo
diese Schirmpilze sehen aus, wie welche die ich mal in Südafrika im Gras gefunden habe. sind DähnkeS.58 unter Chlorophyllum Massee
Habt Ihr schon mal prbiert, sollten ungenießbar wenn nicht giftig sein
Viele Grüße
Elisabeth:

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Re: Zustimmung

Huperzia ⌂, (vor 8841 Tagen) @ Wolfgang F.

Hi Werner,
ich bin auch vor einigen Jahren über die dunkle Ringunterseite
"gestolpert" - ein schönes Merkmal, das leider in Schlüsseln
nicht verwendet wird.
Außer lilacea hat es wohl auch felina (und welche Art noch??), aber alle
Pilze, die ich irgendwann als "felina" nach Hause genommen habe,
waren dann doch lilacea.
Die Art ist im ganzen Rhein-Main-Gebiet sehr häufig.
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

stimmt, der Ring ist ein gutes Merkmal.

Felina hat kleinere, mehr abstehende und stärker kontrastierende Schüppchen und wächst in der Nadelstreu.
Makroskopisch eigentlich nicht zu verwechseln, aber vielleicht gibt's bei Dir felina nicht?
Bei uns ist felina eher die häufigere, lilacea ist ausgesprochen selten und die Hälfte der Fundorte stammen aus Blumentöpfen

Gruß,
Andreas

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Re: Zustimmung

Birgit, (vor 8841 Tagen) @ Huperzia

HAllo ANdreas und HUpi,

seid ihr jetzt zu einer Person fusioniert? ;-)

Birgit

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Re: Probleme bei einer Schirmpilz-Bestimmung

Werner2, (vor 8841 Tagen) @ Elisabeth

Na ja, eine gewisse Ähnlichkeit ist sicher vorhanden, aber die "Dähncke Pilze"(Chlorophyllum esculentum auf Seite 520) sind halt 3 x so groß und haben andere Sporen; Sporenpulver moosgrün !!, usw.
Meine L. lilacea fruktifizert gerade wieder neu bei mir im Garten auf dem Komposthaufen.
Habe vor 20 Minuten 7 neue FK gefunden.
Die Brauntöne sind allerdings sehr variabel: von haselbraun bis dunkelbraun. Von Lila- oder Violettfarben keine Spur.
Gruss Werner2

hallo

diese Schirmpilze sehen aus, wie welche die ich mal in Südafrika im Gras
gefunden habe. sind DähnkeS.58 unter Chlorophyllum Massee
Habt Ihr schon mal prbiert, sollten ungenießbar wenn nicht giftig sein
Viele Grüße
Elisabeth: