Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Werner, (vor 8833 Tagen)

Hallo,

irgendwie kann ich den Maronen nicht allzu viel abgewinnen. Immer wenn ich eine Sosse probiere, geraet die mir schleimig. Der einzige mir bekannte Ausweg ist, die Pilze trocken zu braten. Kennt jemand einen Weg, um Maronen auch anders `unschleimig` zuzubereiten.
Ich habe mal an Pilzpilver und daraus Suppe machen gedacht. Funktioniert das? Oder wird das wieder schleimig, wie ich vermute?

Viele Gruesse,

Werner

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

LOTSE, (vor 8833 Tagen) @ Werner

Hasst Du denn die Poren entfernt?
Bei jungen, noch geschlossenen Exemplaren braucht man das allerdings nicht.

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Mine-O, (vor 8833 Tagen) @ LOTSE

Hallo,

auch ohne Röhren werden Maronen schleimig. Man muß halt Schleim mögen;-)

Ich würde fast vermuten, daß die Ursache für die schleimige Konsistenz der aus Maronen zubereiteten Speisen in Substanzen der Huthaut zu finden wäre.
Normalerweise wird die ja nicht entfernt.
Ich würde das ja mal versuchen. -Das macht bestimmt auch weniger Arbeit als die Pulverbereitung. Ausserdem liesse sich dieses wie jenes ja mit einer kleinen Versuchsmenge ausprobieren.
An dem Ergebnis wäre ich übrigens interessiert, obwohl ich an etwas Schleim so ab und zu nicht allzuviel auszusetzen habe.

Gruß Meino

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Werner, (vor 8833 Tagen) @ Mine-O

Hallo,
auch ohne Röhren werden Maronen schleimig. Man muß halt Schleim mögen;-)

Richtig. Ich entferne immer die Roehren von mittelalten Maronen - alte nehme ich in aller Regel sowieso nicht.

Ich würde fast vermuten, daß die Ursache für die schleimige Konsistenz der
aus Maronen zubereiteten Speisen in Substanzen der Huthaut zu finden wäre.
Normalerweise wird die ja nicht entfernt.
Ich würde das ja mal versuchen. -Das macht bestimmt auch weniger Arbeit als
die Pulverbereitung. Ausserdem liesse sich dieses wie jenes ja mit einer
kleinen Versuchsmenge ausprobieren.
An dem Ergebnis wäre ich übrigens interessiert, obwohl ich an etwas Schleim
so ab und zu nicht allzuviel auszusetzen habe.

Die Idee kam mir auch schon. Hast recht, waere mal eine Probe wert. Allerdings glaube ich nicht ganz an den Erfolg, da die Huthaut ja wirklich normalerweise keine schleimige Konsistenz aufweist ... aber wer weiss.

Das mit dem Pulver ist mit Doerrex und Kaffeemuehle eigentlich kein Problem. Nur wollte ich mir nur von Euch schon Erfahrungen berichten lassen, da ich mir diverse Irrwege und Arbeit damit vielleicht ersparen koennte ... kann ja sein, dass jemand den Stein der Weisen gefunden hat

In der Hoffnung auf weitere Tips,

Werner

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Mine-O, (vor 8833 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

zu diesem Punkt wollte ich noch was sagen, was noch mehr Hoffnung auf ein Gelingen des Experiments verspricht:

Allerdings glaube ich nicht ganz an den Erfolg, da die Huthaut ja wirklich
normalerweise keine schleimige Konsistenz aufweist ... aber wer weiss.

Hast Du schon mal über naßgeregnete Maronen mit den Fingern gerieben? Schon beim sammeln fällt auf, daß die feuchten Hüte der Maronen furchtbar an eventuellen Grashalmen kleben, bzw. die Grashalme an den Hüten. Beim Saubermachen der Maronen mit Wasser bekommt man eine schwer zu entfernende dunkelbraune Schleimschicht an den Fingern, die von den Hüten kommt. Ich denke dashalb, daß die Huthaut durchaus bezüglich der Schleimentwicklung weniger harmlos ist als Du denkst.

Probier's wirklich mal aus und berichte über das Ergebnis. Hier im Norden (Raum Hamburg) gibt's leider noch keine Maronen zum ausprobieren:-(

Gruß Meino

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Markus S, (vor 8833 Tagen) @ Werner

Salü Werner

Betreffend Deiner Aussage "da die Huthaut ja wirklich normalerweise ..." muss ich Dir entgegen, dass ich da nicht der gleichen Meinung bin.

Beachte bitte, wie "schleimig, schmierig" die Huthaut bei Maronenröhrlingen ist, wenn es geregnet hat! Du findest diese Aussage auch in Pilzbüchern z.B. in Pilze der Schweiz von BK ist beim Bild Nr. 55 geschrieben: Hut ... Oberfläche ... in feuchtem Zustande schmierig, ...

Wie Du siehst, ist der Maronenröhrling gar nicht immer so filzig-samtig wie viele immer die Meinung haben.

Was das Thema Röhren betrifft, so halte ich es so wie Du. Bei ganz jungen Exemplaren, nicht nur bei maronen, lasse ich die Röhren am Hut, bei grösseren (nicht alten) entferne ich alle Röhren. Und zwar aus folgendem Grunde. Seit ich ab und zu Pilze auch mit einer Stereolupe anschaue, und mich aus den Röhren raus immer wieder so grosse runde Augen angestarrt haben, ist mir der Appetit auf Röhren so ziemlich vergangen. Ich habe sehr gerne Fleisch, aber dann doch lieber separat auf dem Teller.
Ich weiss, einige werden jetzt argumentieren, dass doch erst die Röhren den guten Geschmack geben, die Sauce binden und das der Gewichtsverlust so viel zu gross sei (wieso wohl werden getrockneten Steinpilze im Verkaufsgeschäft mit Röhren verkauft????). Aber für mich privat gilt ganz klar: Qualität vor Quantität!

Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig weiterhelfen.

Gruss Markus

Richtig. Ich entferne immer die Roehren von mittelalten Maronen - alte nehme
ich in aller Regel sowieso nicht.
Die Idee kam mir auch schon. Hast recht, waere mal eine Probe wert.
Allerdings glaube ich nicht ganz an den Erfolg, da die Huthaut ja wirklich
normalerweise keine schleimige Konsistenz aufweist ... aber wer weiss.
Das mit dem Pulver ist mit Doerrex und Kaffeemuehle eigentlich kein Problem.
Nur wollte ich mir nur von Euch schon Erfahrungen berichten lassen, da ich
mir diverse Irrwege und Arbeit damit vielleicht ersparen koennte ... kann
ja sein, dass jemand den Stein der Weisen gefunden hat
In der Hoffnung auf weitere Tips,
Werner

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Werner, (vor 8833 Tagen) @ Mine-O

Ihr habt sicherlich recht, wenn ich jetzt genauer ueberlege. Klar, ich kenne die nassen, schleimigen Huete. Ja, ich sage Euch Bescheid, wenn der Versuch ge-/misslungen ist. Ein bisschen viel Arbeit wird das wohl, aber ich werde es erst mal mit ein paar wenigen probieren.

Gruss,

Werner

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

hansuwe, (vor 8833 Tagen) @ Werner

Richtig. Ich entferne immer die Roehren von mittelalten Maronen - alte nehme
ich in aller Regel sowieso nicht.
Die Idee kam mir auch schon. Hast recht, wäre mal eine Probe wert.
Allerdings glaube ich nicht ganz an den Erfolg, da die Huthaut ja wirklich
normalerweise keine schleimige Konsistenz aufweist ... aber wer weiss.
Das mit dem Pulver ist mit Doerrex und Kaffeemuehle eigentlich kein Problem.
Nur wollte ich mir nur von Euch schon Erfahrungen berichten lassen, da ich
mir diverse Irrwege und Arbeit damit vielleicht ersparen koennte ... kann
ja sein, dass jemand den Stein der Weisen gefunden hat
In der Hoffnung auf weitere Tips,
Werner

Hallo Schleimgegner,
ich zerkleinere die Maronen und andere Schleimlinge, wozu auch Steinpilze gehören, auf die gewünschte Grösse und Form und dann blanchiere ich sie ein paar Minuten (d.h. sie werden in sprudelnd kochendes Wasser getan).
Das Wasser salze ich leicht, säure es mit Zitronensaft oder Zitronensäure und füge geringe Mengen Gewürze hinzu, die ich üblicherweise bei Pilzgerichten verwende.
Nachdem die Pilze wieder aufgewallt sind (auf Überschäumen aufpassen, stinkt höllisch auf der Herdplatte), nehme ich sie von der Wärmequelle, lasse sie ein paar Minuten stehen und siebe sie ab.
Das Wasser enthält Aromastoffe, deswegen verwerfe ich es nicht, sondern verwende ich es nach Reduktion (Eindampfen) weiter für Pilzsuppen Pilz- oder Bratensossen.
Die so behandelten Pilze kann man dann nach Gusto weiterverarbeiten, sie schleimen fast nicht mehr.
Die eingedampfte Essenz schleimt übrigens auch kaum noch, man kann sie dem Pilzgericht in Maßen sogar wieder zufügen.
Probiert es mal aus und berichtet mir das Ergebnis per mail oder hier im Forum, ich würde mich freuen.
Pilzige Grüsse
hansuwe

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Karl-Heinz ⌂, (vor 8832 Tagen) @ Werner

Hallo,
bin zwar kein Korinthenk...,aber beachte; es gibt Maronen und Maronenröhrlinge,
Gruß
Karl-Heinz

Hallo,
irgendwie kann ich den Maronen nicht allzu viel abgewinnen. Immer wenn ich
eine Sosse probiere, geraet die mir schleimig. Der einzige mir bekannte
Ausweg ist, die Pilze trocken zu braten. Kennt jemand einen Weg, um
Maronen auch anders `unschleimig` zuzubereiten.
Ich habe mal an Pilzpilver und daraus Suppe machen gedacht. Funktioniert das?
Oder wird das wieder schleimig, wie ich vermute?
Viele Gruesse,
Werner

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Re: Maronen ala Toledo (Rezept)

elfi ⌂, (vor 8830 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,
ein absolut schleimloses Maronenrezept!

500g Maronenröhrlinge möglichst kleine, halbiert oder geviertelt
und gut abgetrocknet, vielleicht eine Nacht in den Kühlschrank
stellen (ja nicht waschen! trocken putzen).

Die Pilze werden in rauchheisses Schweinefett gegeben, oder
anderes Fritierfett. Leicht bräunen lassen, dann abseihen und das
Fett gut abtopfen lassen. Kurz auf Küchenkrepp legen.

200g mageren Schinken in feine Steifen schneiden und in Butter
andünsten, Pilze dazugeben und 2 bis 3 gehäutete und geviertelte
Tomaten vorsichtig mitdünsten, die sollten die Form nicht
verlieren! Mit viel feingehackter frischer Petersilie und wenig
Salz würzen. Fertig.
Mit Baguette und einem leichten Weisswein servieren.

So wirst Du endlich mal erfahren, welch tollen Geschmack
Maronenröhrlinge haben!

grüße
elfi

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Re: Maronenzubereitung - ohne Schleim?

Pit, (vor 8825 Tagen) @ Werner

Ihr habt sicherlich recht, wenn ich jetzt genauer ueberlege. Klar, ich kenne
die nassen, schleimigen Huete. Ja, ich sage Euch Bescheid, wenn der
Versuch ge-/misslungen ist. Ein bisschen viel Arbeit wird das wohl, aber
ich werde es erst mal mit ein paar wenigen probieren.
Gruss,
Werner

Hallo Werner,

falls die Maronenröhrlinge bei feuchtem Wetter gesammelt werden, kann man die Hüte mit einem Haushaltstuch abwischen. Nach dem putzen lass ich die Pilze einen Tag im Kühlschrank abtrocknen. Werden die Pilze dann mit heißem Fett in der Pfanne stark angebraten sind sie so gut wie nicht schmierig und schmecken sicherlich genau so gut wie die Pilze, die wir in Hornberg zusammen zubereitet haben.

Gruss,

Peter