Re: Auflösung

Andreas 2, (vor 8799 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

I. pseudohiulca ist warscheinlich nicht so stark an seine Wirtsbäume gebunden (wie wohl die meisten Risspilze auch). Neben einigen cf. Funden habe ich diesen Pilz in typischer Ausprägung von nadelbaumfreien, alten Braunkohlenhalden bekommen. I. pseudohiulca unterscheidet sich von margaritispora, welche ich leider noch nie im Original gesehen habe, durch die viel größeren Sporen. Wenn margaritispora einer deiner Lieblingspilze ist, dann kommt er bei dir wohl häufiger vor?

Gruß Andreas 2

Inocybe margaritispora ist richtig. Der deutsche Name 'Graubeigeblättriger
Rißpilz' ist diesem schönen Pilz wie ich finde nicht angemessen.
Typische Merkmale sind neben den namengebenden ausgeprägt höckerigen
Sporen die dunklen Hutschuppen auf hellem Grund, die den Pilz
in der Tat wie einen Schirmling oder Riesenegerling aussehen lassen können.
Auch kann er recht groß und kräftig werden. Der Geruch ist
etwas apfelartig mit einer Scleroderma-Komponente und die Lamellen
bleiben sehr hell.
Insgesamt einer meiner Lieblingsrißpilze.
Zu den anderen genannten Arten: I. maculata hat mehr faserige Hutbedeckung,
ist brauner, hat einen nicht
bereiften Stiel. Zudem unterscheidet er sich mikroskopisch deutlich
(keine Metuloide, glatte Sporen). Er riecht nach Gebäck.
I. pseudohiulca kenne ich nicht selber. Laut Stangl wächst der aber
im montanen Fichtenwald, hat gelbockerlichen, nur halb bereiften Stiel
sowie größere Sporen.
I. calida ist viel schmächtiger.
Georg

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