Porlinge, von Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8789 Tagen)

Hallo,
Porlinge sind eine sehr heterogene Truppe, die oft eine gewisse Bestimmungsschwierigkeit bietet. Neben den bekannten und häufigen bzw. häufig abgebildeten Arten existieren noch viele weitere, deren genaue Bestimmung erst unter dem Mikroskop ermöglicht wird. Die will ich in diesem Beitrag nicht vorstellen. Stattdessen zeige ich hier teils altbekannte Arten, die ebenso häufig erscheinen. Dazu gehört vor allem die Ochsenzunge (Fistulina hepatica).
Die Fruchtkörper dieser eigenartig weichen Art werden bis 20 cm breit und wachsen meist am Stammgrund alter Eichen. Der Parasit besteht aus einer saftigen Trama und einer dicken Röhrenschicht. Trama ist das sog. Fleisch des Pilzes, das bei diesem Pilz im Durchschnitt auch wirklich an rohes Fleisch erinnert.
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Etwas häufiger noch ist der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta). Die Fruchtkörper wachsen gerne an vermoosten Stümpfen von Nadelbäumen und werden bis
ca 6 cm breit, sie können unter Umständen aber auch zusammenwachsen. Das beste Merkmal dieses Pilzes ist die schwarze Schicht, die im Durchschintt zwischen
Trama und Röhrenschicht sichtbar wird.
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Ebenso verbreitet ist der Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus rutilans). Dieser Pilz wächst als Saprophyt an abgestorbenen Ästen von Laubhölzern, meist von Hasel.
Die Fruchtkörper sind wahrlich überall zimtbraun gefärbt und auffallend weich.
Etwas unbekannter ist der Rosettenporling (Abortiporus biennis). Die Fruchtkörper sind rosettenförmig und werden bis 15 cm breit. Sie sind auffallend rotbraun gefärbt und wachsen im Bild scheinbar auf Erde. Sie betätigen sich jedoch als Saprophyten auf totem Holz. Er erscheint im Herbst und dürfte in Mitteleuropa gut verbreitet sein.
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Ich hätte noch unzählige Porlinge, die ich hier vorstellen könnte. Der Schwefelporling gehört sicher dazu. Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Jedenfalls sind alle
hier aufgeführten Arten einjährig.
Schöne Grüße,
Kazuya

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Re: Porlinge, von Kazuya

Andreas 2, (vor 8789 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

Deine Bilder begeistern mich immer wieder aufs Neue. Außerdem bin überrascht, in welcher Breite du dich mit Pilzen befasst. Kompliment.

Beste Grüße Andreas 2

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Re: Porlinge, von Kazuya

Thilo, (vor 8788 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo, Kazuya,

tolle Bilder, vor allem das erste und das letzte! Aber beim dritten liegst du falsch, das ist wahrscheinlich ebenfalls Bjerkandera adusta, eventuell sogar der seltene Gloeoporus dichrous, aber keinesfalls Hapalopilus rutilans, der einheitlich zimtbraun gefärbt ist und auch habituell ganz anders aussieht. Er hat ein chemisches Erkennungsmerkmal: Mit Kalilauge verfärbt er sich nämlich sehr schön violett.

Zur Ochsenzunge: Die kann nur dort häufig sein, wo es noch viele alte Eichen bzw. Edelkastanien gibt. Das ist aber längst nicht überall so.

Gruß
Thilo

Hallo,
Porlinge sind eine sehr heterogene Truppe, die oft eine gewisse
Bestimmungsschwierigkeit bietet. Neben den bekannten und häufigen bzw.
häufig abgebildeten Arten existieren noch viele weitere, deren genaue
Bestimmung erst unter dem Mikroskop ermöglicht wird. Die will ich in
diesem Beitrag nicht vorstellen. Stattdessen zeige ich hier teils
altbekannte Arten, die ebenso häufig erscheinen. Dazu gehört vor allem die
Ochsenzunge (Fistulina hepatica).
Die Fruchtkörper dieser eigenartig weichen Art werden bis 20 cm breit und
wachsen meist am Stammgrund alter Eichen. Der Parasit besteht aus einer
saftigen Trama und einer dicken Röhrenschicht. Trama ist das sog. Fleisch
des Pilzes, das bei diesem Pilz im Durchschnitt auch wirklich an rohes
Fleisch erinnert.

Etwas häufiger noch ist der Angebrannte Rauchporling (Bjerkandera adusta).
Die Fruchtkörper wachsen gerne an vermoosten Stümpfen von Nadelbäumen und
werden bis
ca 6 cm breit, sie können unter Umständen aber auch zusammenwachsen. Das
beste Merkmal dieses Pilzes ist die schwarze Schicht, die im Durchschintt
zwischen
Trama und Röhrenschicht sichtbar wird.


Ebenso verbreitet ist der Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus rutilans).
Dieser Pilz wächst als Saprophyt an abgestorbenen Ästen von Laubhölzern,
meist von Hasel.
Die Fruchtkörper sind wahrlich überall zimtbraun gefärbt und auffallend
weich.
Etwas unbekannter ist der Rosettenporling (Abortiporus biennis). Die
Fruchtkörper sind rosettenförmig und werden bis 15 cm breit. Sie sind
auffallend rotbraun gefärbt und wachsen im Bild scheinbar auf Erde. Sie
betätigen sich jedoch als Saprophyten auf totem Holz. Er erscheint im
Herbst und dürfte in Mitteleuropa gut verbreitet sein.

Ich hätte noch unzählige Porlinge, die ich hier vorstellen könnte. Der
Schwefelporling gehört sicher dazu. Aber vielleicht gibt es ja eine
Fortsetzung. Jedenfalls sind alle
hier aufgeführten Arten einjährig.
Schöne Grüße,
Kazuya

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Re: Porlinge, von Kazuya

Piwo, (vor 8788 Tagen) @ Thilo

Hallo, Kazuya,
tolle Bilder, vor allem das erste und das letzte! Aber beim dritten liegst du
falsch, das ist wahrscheinlich ebenfalls Bjerkandera adusta, eventuell
sogar der seltene Gloeoporus dichrous, aber keinesfalls Hapalopilus
rutilans, der einheitlich zimtbraun gefärbt ist und auch habituell ganz
anders aussieht. Er hat ein chemisches Erkennungsmerkmal: Mit Kalilauge
verfärbt er sich nämlich sehr schön violett.
Zur Ochsenzunge: Die kann nur dort häufig sein, wo es noch viele alte Eichen
bzw. Edelkastanien gibt. Das ist aber längst nicht überall so.
Gruß
Thilo

Hallo Kazuya und Thilo,
Thilo hat recht. Das dritte Bild ist nicht H. rutilans sondern wahrscheinlich auch B. adusta. Die Aussage, daß Bjerkandera adusta gern an Nadelholz wachse, stimmt mit meinen Erfahrungen nicht überein. Man findet ihn vornehmlich an Laubholz, wie auch in Bd.1 von "Die Großpilze Baden-Württembergs" beschrieben.
Herzliche Grüße Piwo

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Re: Porlinge, von Kazuya

hansuwe, (vor 8788 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo,
Porlinge sind eine sehr heterogene Truppe, usw, usw.

Hallo Kazuya,
Ich bin begeistert von Deinen Beiträgen hier, allgemein verständlich, fundiert und schöne Bilder.
Mach weiter so.
Leider sind die Ladezeiten etwas lang, vielleicht lässt sich da mit Joachims Hilfe etwas verbessern.
Man sieht sich ja mal wieder im Chat.
Pilzige Grüsse
hansuwe

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Re: Porlinge, von Kazuya

Huperzia ⌂, (vor 8788 Tagen) @ Thilo

Aber beim dritten liegst du
falsch, das ist wahrscheinlich ebenfalls Bjerkandera adusta, eventuell
sogar der seltene Gloeoporus dichrous, aber keinesfalls Hapalopilus
rutilans, ....

Hallo Thilo,

Ich glaub nicht, daß Björn da falsch lag. Er hat den Text zu den abgebildeten Pilze allerdings oberhalb der Bilder - dann stimmt wieder alles!
Hapalopilus nidulans ist einfach nicht abgebildet, aber dennoch im Text erwähnt.

Viele Grüße,

Tanja

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Mein Fehler-vergessenes Bild

Kazuya Kazama, (vor 8786 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo,
natürlich ist ein Fehler da: Das dritte Bild ist selbstverständlichder adusta. Es leigt Nahe das ich ein Bild vergesse habe, das ich natürlich gerne noch zeigen werde.
Viele Grüße,
Kazuya