Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

EricS ⌂, (vor 8788 Tagen)

Hallo zusammen,

das heutige Prachtwetter genutzt und am späten Nachmittag noch in den Wald! An Speisepilzen gab es nur einige Trompetenpfifferlinge, zwei Lachsreizker unter Weißtanne, eine (!) Marone, einen Waldchampignon und einige total verregnete Parasole. Alles in allem ein glatter Reinfall...

Unterwegs fielen mir aber die Massen an Flaschenbovisten auf. Mit leerem Korb und Magen wagte ich das Experiment und nahm 10 schöne Stücke mit nach Hause. In der Literatur wird ja geweissagt, daß, solange die Gleba noch weiß ist, man die Pilze durchaus essen könne.

Ich habe sie paniert (in mit Cayenne-Pfeffer frisierten Semmelbröseln) und goldgelb angebraten. Als Beilage zu z.B. Wildgerichten ist das bestimmt eine gelungene Abwechslung...(war sehr lecker - nicht nur was für die Nehbergs unter uns)!

Frage: wer kennt noch andere Verwendungsmöglichkeiten ?

Viele Grüße: Eric

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

Leonie, (vor 8787 Tagen) @ EricS

Ich denke Du hast die einzige gute Zubereitungsart gefunden. Vielleicht noch in Bierteig statt Panade. So schmecken sie in der Tat lecker, man sollte sie bloß schön dünn schneiden. Ich sammel sie trotzdem nie, weiß auch nicht!?

Hallo zusammen,
das heutige Prachtwetter genutzt und am späten Nachmittag noch in den Wald!
An Speisepilzen gab es nur einige Trompetenpfifferlinge, zwei Lachsreizker
unter Weißtanne, eine (!) Marone, einen Waldchampignon und einige total
verregnete Parasole. Alles in allem ein glatter Reinfall...
Unterwegs fielen mir aber die Massen an Flaschenbovisten auf. Mit leerem Korb
und Magen wagte ich das Experiment und nahm 10 schöne Stücke mit nach
Hause. In der Literatur wird ja geweissagt, daß, solange die Gleba noch
weiß ist, man die Pilze durchaus essen könne.
Ich habe sie paniert (in mit Cayenne-Pfeffer frisierten Semmelbröseln) und
goldgelb angebraten. Als Beilage zu z.B. Wildgerichten ist das bestimmt
eine gelungene Abwechslung...(war sehr lecker - nicht nur was für die
Nehbergs unter uns)!
Frage: wer kennt noch andere Verwendungsmöglichkeiten ?
Viele Grüße: Eric

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

Thomas Pruß, (vor 8787 Tagen) @ Leonie

Moin Leonie,
es wundert mich, dass du vorschlägst, die Boviste möglichst dünn zu schneiden. Wenn man die Scheiben paniert, bekommt man das mykologische Äquivalent eine PNP-Schnitzels (Panade-Nix-Panade). Kleine Boviste am besten ohne alles in der Bratpfanne braten mit WENIG Fett, denn sonst saugen sie alles auf und triefen. Als Würze nur Salz und weißer Pfeffer (kein Cayenne-Pfeffer, der ist einfach zu scharf). Riesenboviste schneide ich mindestens 2 bis 3 Finger dick und paniere sie anschließend (würzen auch nur mit Salz und weißem Pfeffer). Auch diese Scheiben sollte man in möglichst wenig Fett braten.
Guten Appetit
Thomas

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

Emma, (vor 8787 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Leonie,
es wundert mich, dass du vorschlägst, die Boviste möglichst dünn zu
schneiden. Wenn man die Scheiben paniert, bekommt man das mykologische
Äquivalent eine PNP-Schnitzels (Panade-Nix-Panade). Kleine Boviste am
besten ohne alles in der Bratpfanne braten mit WENIG Fett, denn sonst
saugen sie alles auf und triefen. Als Würze nur Salz und weißer Pfeffer
(kein Cayenne-Pfeffer, der ist einfach zu scharf). Riesenboviste schneide
ich mindestens 2 bis 3 Finger dick und paniere sie anschließend (würzen
auch nur mit Salz und weißem Pfeffer). Auch diese Scheiben sollte man in
möglichst wenig Fett braten.
Guten Appetit
Thomas

Na, dann weis ich jetzt auch, was ich gestern falsch gemacht hab!
Mir gings ähnlich, ausser den kleinen Küglchen gestern nix gefunden.
Wollts auch mal versuchen, hab sie in kleine Scheibchen geschnitten (is ja dann kaum größer als eine Münze) und hab sie in Butter angebraten. Zum Schluss hatte ich eine mehr oder weniger schlabbrige Masse, die mit Sicherheit bei keinem Feinschmecker Jubelrufe ausgelöst hätte.
Gut, dann geh ich morgen nochmal in den Wald wo ich gestern war und hol mir die kleinen Kerlchen und schmeiß sie ganz in die Pfanne mit WENIG Fett :-)
EMMA

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

Leonie, (vor 8787 Tagen) @ Emma

PNP-Boviste sind für mich die kulinarisch beste Variante! Und ich würde sie auch fast schwimmend ausbacken, da matscht dann auch nichts. Ich sollte mal mit den Dingern (Ich finde die Flaschenbooviste übrigens wesentlich besser als die Riesenboviste, die sind nur genial zum Fußballspielen ;-() )experementieren. Aber bei uns wimmelts Gott sei Dank vor kleinen, knackigen, samthütigen Maronen, Schopftintlinge und Parasole, da wende ich mich lieber diesen zu. (Trompetenpfifferlinge,graublättrige Schwefelköfe und der nächsten Schub Stockschwämmchen sollten auch so langsam kommen...gier!)

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll? *PIC*

gottfried, (vor 8786 Tagen) @ EricS

Hallo Flaschenstäublings- Fans,
Flaschenstäublinge (Lycoperdon perlatum) gibt es bei uns derzeit viele. Solange es noch Minis sind, sind sie eine Bereicherung des Mischpilz- Gerichtes. Als Mono- Gericht habe ich sie allerdings noch nicht gegessen.
Hier ein paar Bilder dieser Art am gestrigen sonnigen aber kalten Herbsttag in Ostthüringen:

[image]

[image]

[image]

Gruß g

Hallo zusammen,
das heutige Prachtwetter genutzt und am späten Nachmittag noch in den Wald!
An Speisepilzen gab es nur einige Trompetenpfifferlinge, zwei Lachsreizker
unter Weißtanne, eine (!) Marone, einen Waldchampignon und einige total
verregnete Parasole. Alles in allem ein glatter Reinfall...
Unterwegs fielen mir aber die Massen an Flaschenbovisten auf. Mit leerem Korb
und Magen wagte ich das Experiment und nahm 10 schöne Stücke mit nach
Hause. In der Literatur wird ja geweissagt, daß, solange die Gleba noch
weiß ist, man die Pilze durchaus essen könne.
Ich habe sie paniert (in mit Cayenne-Pfeffer frisierten Semmelbröseln) und
goldgelb angebraten. Als Beilage zu z.B. Wildgerichten ist das bestimmt
eine gelungene Abwechslung...(war sehr lecker - nicht nur was für die
Nehbergs unter uns)!
Frage: wer kennt noch andere Verwendungsmöglichkeiten ?
Viele Grüße: Eric

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Re: Flaschenboviste...kulinarisch wertvoll?

Erne, (vor 8786 Tagen) @ EricS

Hallo zusammen,
das heutige Prachtwetter genutzt und am späten Nachmittag noch in den Wald!
An Speisepilzen gab es nur einige Trompetenpfifferlinge, zwei Lachsreizker
unter Weißtanne, eine (!) Marone, einen Waldchampignon und einige total
verregnete Parasole. Alles in allem ein glatter Reinfall...
Unterwegs fielen mir aber die Massen an Flaschenbovisten auf. Mit leerem Korb
und Magen wagte ich das Experiment und nahm 10 schöne Stücke mit nach
Hause. In der Literatur wird ja geweissagt, daß, solange die Gleba noch
weiß ist, man die Pilze durchaus essen könne.
Ich habe sie paniert (in mit Cayenne-Pfeffer frisierten Semmelbröseln) und
goldgelb angebraten. Als Beilage zu z.B. Wildgerichten ist das bestimmt
eine gelungene Abwechslung...(war sehr lecker - nicht nur was für die
Nehbergs unter uns)!
Frage: wer kennt noch andere Verwendungsmöglichkeiten ?
Viele Grüße: Eric

Hallo Eric,
probier die Bovisten doch einmal süß! Sie schmecken sehr gut.
Schneide sie in Scheibchen und brate sie in Butter goldgelb!
Dann bestreue sie mit Zucker und Zimt!
Gruß
Erne