Wann wirkt der Gifthäubling?

Michael K., (vor 8781 Tagen)

Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage, die mir seid ein paar Tagen wirklich sehr im Magen liegt.
Falls man einen Gifthäubling mit Stockschwämmchen verwechselt hat, wann macht sich das Gift im Körper bemerkbar?
Fakt ist, daß ich vor ca. drei Wochen mir eine Pilzsuppe aus versch. Pilzen zubereitet hatte. U.a. auch Pilze, die ich als Stockschwämmchen angesehen hatte und mit versch. Pilzbüchern auch so bestimmt hatte, auch der deutlich geschuppte Stielwar vorhanden. Mir ist es auch nicht irgendwie schlecht geworden oder so.
Falls es nun doch keine Stockschwämmchen waren, sonder der Gifthäubling, wie lange dauert es bis sich das Gift bemerkbar macht???

Noch ein kleiner Tipp an alle "Neu-Pilzsammler" was ich daraus gelernt habe ist, daß wenn man sich sicher ist den Pilz richtig bestimmt zu haben, beim Stockschwämmchen einfach ein zu hohes Risiko besteht, doch den tödlich, giftigen Gifthäubling gesammelt zu haben.
Mein Fazit, davon lass ich die Finger !!!

Michael

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Re: Wann wirkt der Gifthäubling?

Boletus ⌂, (vor 8781 Tagen) @ Michael K.

Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage, die mir seid ein paar Tagen wirklich sehr im Magen
liegt.
Falls man einen Gifthäubling mit Stockschwämmchen verwechselt hat, wann macht
sich das Gift im Körper bemerkbar?
Fakt ist, daß ich vor ca. drei Wochen mir eine Pilzsuppe aus versch. Pilzen
zubereitet hatte. U.a. auch Pilze, die ich als Stockschwämmchen angesehen
hatte und mit versch. Pilzbüchern auch so bestimmt hatte, auch der
deutlich geschuppte Stielwar vorhanden. Mir ist es auch nicht irgendwie
schlecht geworden oder so.
Falls es nun doch keine Stockschwämmchen waren, sonder der Gifthäubling, wie
lange dauert es bis sich das Gift bemerkbar macht???
Noch ein kleiner Tipp an alle "Neu-Pilzsammler" was ich daraus
gelernt habe ist, daß wenn man sich sicher ist den Pilz richtig bestimmt
zu haben, beim Stockschwämmchen einfach ein zu hohes Risiko besteht, doch
den tödlich, giftigen Gifthäubling gesammelt zu haben.
Mein Fazit, davon lass ich die Finger !!!

Hallo Michael

Kein Grund zur Beunruhigung. Eine Vergiftung durch den Gifthäubling zeigt sich im Phalloides-Syndrom. Latenzzeit 8-24 h.
Ganz unerfahrene und naive Pilzsammler können auch diverse Hautköpfe mit dem Stockschwämmchen verwechseln. Es gibt da auch einige mit denen nicht zu spassen ist. Die Vergiftung zeigt sich da im Orellanus-Syndrom, Latenzzeit 2- 17 Tage.
Hier ein Link über die diversen Syndrome. http://www.giftinfo.uni-mainz.de/Deutsch/pilze/pilzvergiftungssyndrome.htm

Gruss Sepp

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

erheblich schneller

Birgit, (vor 8781 Tagen) @ Michael K.

Hallo Michael,

Falls man einen Gifthäubling mit Stockschwämmchen verwechselt hat, wann macht
sich das Gift im Körper bemerkbar?
Fakt ist, daß ich vor ca. drei Wochen mir eine Pilzsuppe aus versch. Pilzen
zubereitet hatte. U.a. auch Pilze, die ich als Stockschwämmchen angesehen
hatte und mit versch. Pilzbüchern auch so bestimmt hatte, auch der
deutlich geschuppte Stielwar vorhanden. Mir ist es auch nicht irgendwie
schlecht geworden oder so.
Falls es nun doch keine Stockschwämmchen waren, sonder der Gifthäubling, wie
lange dauert es bis sich das Gift bemerkbar macht???

Der Gifthäubling enthält Amanitin, das gleiche GIft also wie grüner und weißer Knollenblätterpilz. Nach dem wissenschaftlichen Namen vom grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) wird die Vergiftung Phalloides-Syndrom genannt. Die Latenzzeit bis zum ersten Auftreten von Symptomen beträgt 6-24 h (meist 8-12 h), beträgt also bei weitem weniger als 3 Wochen. Die ersten Symptome sind Übelkeit mit Bauchschmerzen und Bauchkoliken, verbunden mit Erbrechen und choleraähnlich wässrigen und dann blutigen Durchfällen.
Sieht man von Akkumulationsphänomenen (z.B. kahler Krempling und evtl. Frühjahrslorchel) ab, gibt es nur einen Vergiftungstyp der Latenzzeiten im Bereich von mehreren Tagen - zu max. 3 Wochen hat, das ist das Orellanus-Syndrom verursacht durch spitzgebuckelten Rauhkopf und orangefuchsigen Rauhkopf, die aber beide nicht auf Holz wachsen.
Deine Angst ist daher in meinen Augen vollkommen unbegründet. Wenn wirklich bei jedem einzelnen Pilz der schuppige Stiel vorhanden war, KANNST du keine Gifthäublinge gesammelt haben.

Noch ein kleiner Tipp an alle "Neu-Pilzsammler" was ich daraus
gelernt habe ist, daß wenn man sich sicher ist den Pilz richtig bestimmt
zu haben, beim Stockschwämmchen einfach ein zu hohes Risiko besteht, doch
den tödlich, giftigen Gifthäubling gesammelt zu haben.
Mein Fazit, davon lass ich die Finger !!!

Ich halte sehr viel von Vorsicht und auch ich schaue meine Stockschwämmchen immer sehr genau an, aber man soll sich auch nicht verunsichern lassen. Ist der Stiel des in Frage kommenden Pilzes unterhalb des Ringes deutlich schuppig, kann es kein Gifthäubling sein. Die anderen Merkmale des Stockschwämmchen müssen natürlich auch stimmen, sonst landet man womöglich noch beim sparrigen Schüppling ;-), der ziemlich bitter ist.

Herzliche Grüße

Birgit

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Wann wirkt der Gifthäubling?

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8781 Tagen) @ Michael K.

Hallo Michael K.,
die Schuppung des Stieles beim Stockschwämmchen ist EINES von DREI wichtigen makroskopischen Unterscheidungsmerkmalen, die alle am Stiel zu finden sind. Ein weiteres ist die Teilhülle (Manschette, Ring):
-beim Stockschwämmchen eine deutlich häutige Manschette, beim Gifthäubling ein filziger Ring, der nicht häutig ist.
-die Farbe des Stielfleisches (Stiel wird längs durchgeschnitten): beim Stockschwämmchen weißlich, beim Gifthäubling schwärzlich, und dieses Merkmal steht bisher in keinem Pilzbuch !!!
Man kann also die beiden Arten makroskopisch ganz gut auseinanderhalten.
Bei weiteren Stockschwämmchenmahlzeiten wünsche ich nicht nur guten Appetit und Mut, sondern auch eine schärfere Beobachtung.
Liebe Grüße aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert

Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage, die mir seid ein paar Tagen wirklich sehr im Magen
liegt.
Falls man einen Gifthäubling mit Stockschwämmchen verwechselt hat, wann macht
sich das Gift im Körper bemerkbar?
Fakt ist, daß ich vor ca. drei Wochen mir eine Pilzsuppe aus versch. Pilzen
zubereitet hatte. U.a. auch Pilze, die ich als Stockschwämmchen angesehen
hatte und mit versch. Pilzbüchern auch so bestimmt hatte, auch der
deutlich geschuppte Stielwar vorhanden. Mir ist es auch nicht irgendwie
schlecht geworden oder so.
Falls es nun doch keine Stockschwämmchen waren, sonder der Gifthäubling, wie
lange dauert es bis sich das Gift bemerkbar macht???
Noch ein kleiner Tipp an alle "Neu-Pilzsammler" was ich daraus
gelernt habe ist, daß wenn man sich sicher ist den Pilz richtig bestimmt
zu haben, beim Stockschwämmchen einfach ein zu hohes Risiko besteht, doch
den tödlich, giftigen Gifthäubling gesammelt zu haben.
Mein Fazit, davon lass ich die Finger !!!
Michael

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Fragen zu Unterscheidungsmerkmalen

josy, (vor 8780 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Guten Tag Herr Ebert,

vielen Dank für die Hinweise zum Unterschied Gifthäubling-Stockschwämmchen! Da ich heute eine Stelle mit "überreichen" Vorkommen entdeckt habe (sogenannter Erlenbruch) habe ich hierzu noch einige Fragen:

1. Bisher habe ich beim Stockschwämmchen aus Vorsicht immer alle Fruchtkörper eines Stumpfes auf die Schuppung am Stiel kontrolliert. Ist eine derartige Vorgehensweise wirklich vonnöten bzw. anzuraten? Wächst der Gifthäubling überhaupt auf Laubholz?

2. Leider ist insbesondere bei größeren, etwas älteren und "langstieligen" Fruchtkörpern die Schuppung des Stieles nicht so deutlich ausgeprägt bzw. zu erkennen. Auch fehlt häufig die Manschette komplett. Kann ich diese Fruchtkörper nach der "Stielfleisch-Methode" eindeutig bestimmen? (Davon ausgehend, dass am Stumpf auch Fruchtkörper mit eindeutig erkennbaren Stielschuppen vorhanden sind.) Ist das Stielfleisch beim Gifthäubling auf seiner ganzen Länge, d.h. bis direkt unter dem Hut schwärzlich?

Hat jemand vielleicht bezüglich der Merkmale Ring/Manschette und Stielfleisch entsprechende Vergleichsfotos?

3. Jahreszeit
Das Stockschwämmchen erscheint teilweise schon ab Mai. Ab wann ist mit den ersten Gifthäublingen zu rechnen? Gibt es so etwas wie eine überschneidungsfreie Vegetationszeit der beiden Arten?

Das sind jetzt gleich recht viele Fragen auf einmal. Ich bedanke mich jedenfalls schon mal recht herzlich für eure Antworten!

Viele Grüße

Johannes

Hallo Michael K.,
die Schuppung des Stieles beim Stockschwämmchen ist EINES von DREI wichtigen
makroskopischen Unterscheidungsmerkmalen, die alle am Stiel zu finden
sind. Ein weiteres ist die Teilhülle (Manschette, Ring): -beim
Stockschwämmchen eine deutlich häutige Manschette, beim Gifthäubling ein
filziger Ring, der nicht häutig ist.
-die Farbe des Stielfleisches (Stiel wird längs durchgeschnitten): beim
Stockschwämmchen weißlich, beim Gifthäubling schwärzlich, und dieses
Merkmal steht bisher in keinem Pilzbuch !!!
Man kann also die beiden Arten makroskopisch ganz gut auseinanderhalten.
Bei weiteren Stockschwämmchenmahlzeiten wünsche ich nicht nur guten Appetit
und Mut, sondern auch eine schärfere Beobachtung.
Liebe Grüße aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Detail & Totale vom Stockschwämmchen *PIC*

gottfried, (vor 8780 Tagen) @ josy

Hallo Johannes,
Zu diesem Beitrag kann ich ein Bild beisteuern- allerdings nur vom Stockschwämmchen, da mir ein Galerina marginata (bewusst) noch nicht begegnet ist:

[image]

Und dann typische Kuehneromyces mutabilis aus der Totale:

[image]

Gruß g

Guten Tag Herr Ebert,
vielen Dank für die Hinweise zum Unterschied Gifthäubling-Stockschwämmchen!
Da ich heute eine Stelle mit "überreichen" Vorkommen entdeckt
habe (sogenannter Erlenbruch) habe ich hierzu noch einige Fragen: 1.
Bisher habe ich beim Stockschwämmchen aus Vorsicht immer alle Fruchtkörper
eines Stumpfes auf die Schuppung am Stiel kontrolliert. Ist eine derartige
Vorgehensweise wirklich vonnöten bzw. anzuraten? Wächst der Gifthäubling
überhaupt auf Laubholz?
2. Leider ist insbesondere bei größeren, etwas älteren und
"langstieligen" Fruchtkörpern die Schuppung des Stieles nicht so
deutlich ausgeprägt bzw. zu erkennen. Auch fehlt häufig die Manschette
komplett. Kann ich diese Fruchtkörper nach der
"Stielfleisch-Methode" eindeutig bestimmen? (Davon ausgehend,
dass am Stumpf auch Fruchtkörper mit eindeutig erkennbaren Stielschuppen
vorhanden sind.) Ist das Stielfleisch beim Gifthäubling auf seiner ganzen
Länge, d.h. bis direkt unter dem Hut schwärzlich?
Hat jemand vielleicht bezüglich der Merkmale Ring/Manschette und Stielfleisch
entsprechende Vergleichsfotos?
3. Jahreszeit
Das Stockschwämmchen erscheint teilweise schon ab Mai. Ab wann ist mit den
ersten Gifthäublingen zu rechnen? Gibt es so etwas wie eine
überschneidungsfreie Vegetationszeit der beiden Arten?
Das sind jetzt gleich recht viele Fragen auf einmal. Ich bedanke mich
jedenfalls schon mal recht herzlich für eure Antworten!
Viele Grüße
Johannes

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Fragen zu Unterscheidungsmerkmalen *PIC*

Boletus ⌂, (vor 8780 Tagen) @ josy

Hallo Johannes

Hier noch ein Foto einer Galerina zum Vergleich zum Foto des Stockschwämmchens von Heinz . Die weissliche Längsfaserung des Stieles muss nicht immer so ausgeprägt erscheinen.

[image]

Gruss Sepp

Eintrag gesperrt
12 Aufrufe

Re: Fragen zu Unterscheidungsmerkmalen

Werner Edelmann, (vor 8780 Tagen) @ josy

Servus Johannes,

1.

Bisher habe ich beim Stockschwämmchen aus Vorsicht immer alle Fruchtkörper
eines Stumpfes auf die Schuppung am Stiel kontrolliert. Ist eine derartige
Vorgehensweise wirklich vonnöten bzw. anzuraten? Wächst der Gifthäubling
überhaupt auf Laubholz?

UNBEDINGT !!
Das ist im Extremfall das einzige wirklich sichere Merkmal!
Der Gifthäubling wächst auch auf Laubholz.
Erst gestern hat uns Herr Garnweidner in den Pilzverein eine Kollektion mitgebracht, die auf einem ERLEN-Stumpf wuchs.!

2. Leider ist insbesondere bei größeren, etwas älteren und
"langstieligen" Fruchtkörpern die Schuppung des Stieles nicht so
deutlich ausgeprägt bzw. zu erkennen. Auch fehlt häufig die Manschette
komplett.

Weg damit!!

Kann ich diese Fruchtkörper nach der

"Stielfleisch-Methode" eindeutig bestimmen? (Davon ausgehend,
dass am Stumpf auch Fruchtkörper mit eindeutig erkennbaren Stielschuppen
vorhanden sind.)

Eindeutig NEIN!
Stockschwämmchen und Gifthäubling können durcheinander am selben Stumpf wachsen.
Davon existieren Fotos!

Ist das Stielfleisch beim Gifthäubling auf seiner ganzen

Länge, d.h. bis direkt unter dem Hut schwärzlich?

Ich halte von diesem Merkmal gar nichts!!

3. Jahreszeit
Das Stockschwämmchen erscheint teilweise schon ab Mai. Ab wann ist mit den
ersten Gifthäublingen zu rechnen? Gibt es so etwas wie eine
überschneidungsfreie Vegetationszeit der beiden Arten?

Der Gifthäubling ist wohl ein Herbstpilz.
Aber Du wirst doch nicht deine Gesundheit riskieren, weil das Gifthäubchen normalerweise im Juni noch nicht wachsen soll??

Wir hatten bei unserer Pilzausstellung in München zwei täuschend ähnliche Kollektionen von Stockschwämmchen und Gifthäubchen.
Der einzige Unterschied, war wirklich der glatte Stieldes Gifthäubchens.
Es waren mehrere Besucher, die seit Jahren, ohne das Gifthäubchen zu kennen, Stockschwämmchen sammeln, die der Meinung waren, es handle sich um dieselbe Art.......

Gruß Werner E.

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Vielen Dank für die Antworten :-) *oT*

Michael K., (vor 8780 Tagen) @ Michael K.

- kein Text -

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Was ist am Merkmal Stielfleisch verkehrt?

Marcus B., (vor 8780 Tagen) @ Werner Edelmann

Hallo Werner

Könntest du mir bitte erklären, warum du vom Unterscheidungsmerkmal Stielfleisch nichts hälst?

Bei mir (der dieses Jahr zum ersten Mal auf beide Arten geachtet hat) funktionierte die Bestimmung dank des Stielfleischs - natürlich in Kombination und unter Berücksichtigung der anderen Unterscheidungskriterien - nämlich einwandfrei.

Gruß

Marcus B.

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Was ist am Merkmal Stielfleisch verkehrt?

Werner Edelmann, (vor 8780 Tagen) @ Marcus B.

Servus Marcus,

Könntest du mir bitte erklären, warum du vom Unterscheidungsmerkmal
Stielfleisch nichts hälst?
Bei mir (der dieses Jahr zum ersten Mal auf beide Arten geachtet hat)
funktionierte die Bestimmung dank des Stielfleischs - natürlich in
Kombination und unter Berücksichtigung der anderen
Unterscheidungskriterien - nämlich einwandfrei.

Ganz einfach deshalb, weil dieses Merkmal nur dann eindeutig ist, wenn die Fruchtkörper in einem Zustand sind, in dem der rel. ausgeprägte Ring, und die Stielschuppung deutlich zu sehen sind.
Bei älteren, eventuell schon etwas durchwässerten Exemplaren ist meist dser Ring nur noch flüchtig, und die Stielschuppung nur noch zu erahnen.
Dann ist aber auch das Stielfleisch genauso dunkel, wie beim Gifthäubling.

D.h. das Unterscheidungsmerkmal Stielfleisch stimmt nur, wenn das andere (sichere) Merkmal Stielschuppung ohnehin gut erkennbar ist.

Zur Bestimmungskomplettierung kann man ja drauf achten, aber das ausschlaggebende Merkmal muß die Stielschuppung sein!

Gruß Werner E.

Marcus B.

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Hautköpfe?

Birgit, (vor 8779 Tagen) @ Boletus

Hallo Sepp,

Kein Grund zur Beunruhigung. Eine Vergiftung durch den Gifthäubling zeigt
sich im Phalloides-Syndrom. Latenzzeit 8-24 h.
Ganz unerfahrene und naive Pilzsammler können auch diverse Hautköpfe mit dem
Stockschwämmchen verwechseln. Es gibt da auch einige mit denen nicht zu
spassen ist. Die Vergiftung zeigt sich da im Orellanus-Syndrom, Latenzzeit
2- 17 Tage.

Du meinst bestimmt Rauhköpfe oder? Hautköpfe verursachen ja "nur" gastrointestinale Vergiftungen.

Gruss

Birgit

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Was ist am Merkmal Stielfleisch verkehrt?

josy, (vor 8778 Tagen) @ Werner Edelmann

Hallo Werner,

diese Erfahrung hatte ich bei meinem letzten Stockschwämmchenfund nicht gemacht. Auch bei etwas durchwässerten Exemplaren des Stockschwämmchens war das Stielfleisch m.E. hellgelb. Wenn das Stielfleisch dann dunkel wäre wäre es dann ja eigentlich auch egal. Dann nimmt man diese Fruchtkörper einfach nicht mit. Wie dunkel ist das Stielfleisch beim Gifthäubling eigentlich? Und betrifft diese entsprechende Farbe die ganze Länge des Stiels?

Grüße

Johannes

Servus Marcus,
Ganz einfach deshalb, weil dieses Merkmal nur dann eindeutig ist, wenn die
Fruchtkörper in einem Zustand sind, in dem der rel. ausgeprägte Ring, und
die Stielschuppung deutlich zu sehen sind.
Bei älteren, eventuell schon etwas durchwässerten Exemplaren ist meist dser
Ring nur noch flüchtig, und die Stielschuppung nur noch zu erahnen.
Dann ist aber auch das Stielfleisch genauso dunkel, wie beim Gifthäubling.
D.h. das Unterscheidungsmerkmal Stielfleisch stimmt nur, wenn das andere
(sichere) Merkmal Stielschuppung ohnehin gut erkennbar ist.
Zur Bestimmungskomplettierung kann man ja drauf achten, aber das
ausschlaggebende Merkmal muß die Stielschuppung sein!
Gruß Werner E.