LL - Fundbericht mit Fragen

Birgit, (vor 8778 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

auch mal wieder ein kurzer FUndbericht aus der Umgebung von Landsberg/Lech südlich von Augsburg, unterwegs auf saurem Boden im Buchen/Fichtenwald.

Es gibt wirklich noch genügend Pilze hier und auch genügend Essbares.

Als allererstes Mal die Frage:

Welchen sicheren makroskopischen Unterschied gibts zwischen den Anischampignons (Agaricus essettei, A. silvicola) und dem SChafchampignon (Agaricus arvensis)? Was ich aus dem Buch fand, war evtl. die Ringstruktur, der bei A. arvensis doppelt sein soll (das mit dem doppelten RIng hab ich noch nie so richtig kapiert)und zahradförmig auf der Unterseit, den zahnradförmigen RIng hat aber A. silvicola auch. Dann evtl. noch, daß bei A. arvensis auch das Fleisch gilbt, während das bei den beiden anderen nicht der Fall sein soll??

Ich vermute, daß es Anischampignons waren, die ich in größerer Menge am Waldrand bzw. knapp im Wald fand.

Der schönste Fund war für mich der Weißrosa Rißpilz (Inocybe whitei), den es in großen Mengen gab, ein wirklich hübscher weißer Pilz, der sich beim Älterwerden fleckenweiße rosa verfärbt.

Dann einige kleine Waldegerlinge (Agaricus sylvaticus)

Unmengen an rauchblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma capnoides)
alleine hiervon waren genug für Großfamilien vorhanden, alle knackig frisch

natternstieliger Schwefelkopf (Hypholoma marginatum) (das sind die bitteren rauchblättrigen Schwefelköpfe mit dem dünnen Stiel ;-))

Unmengen an Nebelkappen (Clitocybe nebularis), unter anderem einen perfekten wunderschönen Hexenring mit drei Metern Durchmesser. Obwohl ich die nicht esse, wurde ich diesmal doch etwas in Versuchung geführt, wunderschöne, knackig feste Pilze, kein Schneckenfraß, keine Maden, wenn nur nicht dieser Geruch wäre.
Einige lila Rötelritterlinge (Lepista nuda).

viele Fliegenpilze (Amanita muscaria) und Pfefferrröhrlinge (Chalciporus piperatus).

einige Trompetenpfifferlinge (Cantharellus tubaeformis) immer im Verein mit dem gelbgrünen Gallertkäppchen (Leotia lubrica), die können manchmal von oben Trompetenpfifferlingen ziemlich ähnlich sein. Mich wundert es wirklich, daß da scheinbar wenig Verwechslungen vorkommen, da die Trompetenpfifferlinge ja oft so zahlreich wachsen, daß man nicht mehr genau hinguckt.

dann gabs noch die hübschen kleinen Mycena rosella (rosa Helmling), einige wenige MAronen (Xerocomus badius), einige falsche Rotfußröhrlinge (Herbstrotfuß, Xerocomus pruinatus), rehbraune Dachpilze (Pluteus cervinus), Safranschirmling (Macrolepiota rhachodes), graugrüner Milchling (lactarius blennius) und noch einiges unidentifiziertes mehr.

Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal sauer eingelegt hätte.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: LL - Fundbericht mit Fragen

Christian, (vor 8778 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
Hallimasch sauer einlegen? ... verschwindet dabei der seifige Geschmack ? ... wie machst du es ???
Ich habe diese Pilze bisher getrocknet und dann zu Pilzpulver gemahlen.

Können (im allgemeinen) sauer eingelegte Pilze wie z.B. Essig-Gurken oder Mixed-Pickles genossen werden ?

Leider habe ich hier (Mittelfranken) auch noch keine Hallimasch gesichtet.

Viele pilzige Grüße:
Christian

Hallo ihr Lieben,

........... Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal sauer eingelegt hätte.

Liebe Grüße
Birgit

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Re: LL - Fundbericht mit Fragen

Christian, (vor 8778 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
Hallimasch sauer einlegen? ... verschwindet dabei der seifige Geschmack ? ... wie machst du es ???
Ich habe diese Pilze bisher getrocknet und dann zu Pilzpulver gemahlen.

Können (im allgemeinen) sauer eingelegte Pilze wie z.B. Essig-Gurken oder Mixed-Pickles genossen werden ?

Leider habe ich hier (Mittelfranken) auch noch keine Hallimasch gesichtet.

Viele pilzige Grüße:
Christian

Hallo ihr Lieben,

........... Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal sauer eingelegt hätte.

Liebe Grüße
Birgit

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Re: LL - Fundbericht mit Fragen

Markus S, (vor 8778 Tagen) @ Christian

Salü Christian

Der Nachteil von sauer eingemachten Hallimasch ist, dass die Pilze mit der Zeit anfangen zu "schleimen". Dem kann jedoch abgeholfen werden, indem Du den Essig nach einiger Zeit wechselst gegen frischen.

Betreffend Deiner 2. Frage kann ich Dir sagen, dass Du sauer eingelegte Pilze wie Mixed-Pickels geniessen kannst. Ich persönlich mache auch meistens Mixed-Pickels und Pilze zusammen in Essig ein.

Es gibt dann noch die Variante, die Pilze nicht allzusauer einzulegen (mit Essig und Olivenöl) und die Pilze anschliessend wie Salat zu geniessen. Schmeckt ebenfalls hervorragend!

En Guete und liebe Grüsse
Markus S

Hallo Birgit,
Hallimasch sauer einlegen? ... verschwindet dabei der seifige Geschmack ? ...
wie machst du es ???
Ich habe diese Pilze bisher getrocknet und dann zu Pilzpulver gemahlen.
Können (im allgemeinen) sauer eingelegte Pilze wie z.B. Essig-Gurken oder
Mixed-Pickles genossen werden ?
Leider habe ich hier (Mittelfranken) auch noch keine Hallimasch gesichtet.
Viele pilzige Grüße: Christian
........... Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal
sauer eingelegt hätte.

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Re: LL - Fundbericht mit Fragen

Wolfgang P., (vor 8777 Tagen) @ Birgit

Als allererstes Mal die Frage: Welchen sicheren makroskopischen Unterschied
gibts zwischen den Anischampignons (Agaricus essettei, A. silvicola) und
dem SChafchampignon (Agaricus arvensis)?

Hallo Birgit,
ich hab' in der Literatur noch gelesen, dass der Stiel von silvicola oberhalb des Ringes rosa Töne haben soll. Verlassen würde ich mich aber nur auf die Sporengröße und Stielbasis (arvensis 6,5 - 8 my und keine Knolle / silvicola 5-6 my, mit oder ohne Knolle / essettei 6 - 8 my mit Knolle).

Gruß,

Wolfgang

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Pilzjahr-in-München

interhias ⌂, (vor 8776 Tagen) @ Birgit

Hier in München sieht es ganz ähnlich aus. Jetzt zum frühen Ende des Pilzjahres gibt es an Essbarem im Wesentlichen nur mehr
- Blaukrautschwammerln (Violetter Rötelritterling kling doch wie eine Krankheit)
- Herbstblattln (nebelgrauer trichterloser Trichterling)
- Schwefelköpfe
- Trompetenreherln
- Stockschwammerln
- Kuhmäuler
- Safranschirmlinge und Parasole

Insgesamt fand ich das Schwammerljahr eher mager, im Sommer war's oft zu trocken und im Herbst zu kalt. Bei einigen Massensorten waren beinahe Totalausfälle zu verzeichnen, so bei Reizkern und Hallimasch. Selbst die Blaukrautschwammerln sind heuer an manchen Stellen einfach ausgeblieben. Dafür gab's Reherln wie noch nie und Unmassen von Stockschwammerln.

Grüße aus München
Interhias

Hallo ihr Lieben,
auch mal wieder ein kurzer FUndbericht aus der Umgebung von Landsberg/Lech
südlich von Augsburg, unterwegs auf saurem Boden im Buchen/Fichtenwald.
Es gibt wirklich noch genügend Pilze hier und auch genügend Essbares.
Als allererstes Mal die Frage: Welchen sicheren makroskopischen Unterschied
gibts zwischen den Anischampignons (Agaricus essettei, A. silvicola) und
dem SChafchampignon (Agaricus arvensis)? Was ich aus dem Buch fand, war
evtl. die Ringstruktur, der bei A. arvensis doppelt sein soll (das mit dem
doppelten RIng hab ich noch nie so richtig kapiert)und zahradförmig auf
der Unterseit, den zahnradförmigen RIng hat aber A. silvicola auch. Dann
evtl. noch, daß bei A. arvensis auch das Fleisch gilbt, während das bei
den beiden anderen nicht der Fall sein soll??
Ich vermute, daß es Anischampignons waren, die ich in größerer Menge am
Waldrand bzw. knapp im Wald fand.
Der schönste Fund war für mich der Weißrosa Rißpilz (Inocybe whitei), den es
in großen Mengen gab, ein wirklich hübscher weißer Pilz, der sich beim
Älterwerden fleckenweiße rosa verfärbt.
Dann einige kleine Waldegerlinge (Agaricus sylvaticus)
Unmengen an rauchblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma capnoides)
alleine hiervon waren genug für Großfamilien vorhanden, alle knackig frisch
natternstieliger Schwefelkopf (Hypholoma marginatum) (das sind die bitteren
rauchblättrigen Schwefelköpfe mit dem dünnen Stiel ;-))
Unmengen an Nebelkappen (Clitocybe nebularis), unter anderem einen perfekten
wunderschönen Hexenring mit drei Metern Durchmesser. Obwohl ich die nicht
esse, wurde ich diesmal doch etwas in Versuchung geführt, wunderschöne,
knackig feste Pilze, kein Schneckenfraß, keine Maden, wenn nur nicht
dieser Geruch wäre.
Einige lila Rötelritterlinge (Lepista nuda).
viele Fliegenpilze (Amanita muscaria) und Pfefferrröhrlinge (Chalciporus
piperatus).
einige Trompetenpfifferlinge (Cantharellus tubaeformis) immer im Verein mit
dem gelbgrünen Gallertkäppchen (Leotia lubrica), die können manchmal von
oben Trompetenpfifferlingen ziemlich ähnlich sein. Mich wundert es
wirklich, daß da scheinbar wenig Verwechslungen vorkommen, da die
Trompetenpfifferlinge ja oft so zahlreich wachsen, daß man nicht mehr
genau hinguckt.
dann gabs noch die hübschen kleinen Mycena rosella (rosa Helmling), einige
wenige MAronen (Xerocomus badius), einige falsche Rotfußröhrlinge
(Herbstrotfuß, Xerocomus pruinatus), rehbraune Dachpilze (Pluteus
cervinus), Safranschirmling (Macrolepiota rhachodes), graugrüner Milchling
(lactarius blennius) und noch einiges unidentifiziertes mehr.
Leider auch hier keine Hallimasch, die ich doch so gerne mal sauer eingelegt
hätte.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: LL - Fundbericht mit Fragen

Birgit, (vor 8775 Tagen) @ Christian

Hallo Christian,

Hallimasch sauer einlegen? ... verschwindet dabei der seifige Geschmack ? ...
wie machst du es ???
Ich habe diese Pilze bisher getrocknet und dann zu Pilzpulver gemahlen.

Ich finde nicht, daß Hallimasch seifig schmeckt, allerdings nehme ich auch nur junge Hüte, am besten noch geschlossen, jedenfalls aber immer welche mit noch cremefarbenen Lamellen.

Können (im allgemeinen) sauer eingelegte Pilze wie z.B. Essig-Gurken oder
Mixed-Pickles genossen werden ?

Ja, sie müssen natürlich genauso gekocht werden, wie sonst, sprich also min. 10 besser 15 min entweder direkt in Essig oder in Wasser.

herzliche Grüße

Birgit

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Hallimasch sauer und nicht schleimig einlegen

Birgit, (vor 8775 Tagen) @ Markus S

Salü Markus,

vielen Dank an dieser Stelle für deine Essigrezepte. Mal schauen ob sich noch Hallimasch blicken läßt, am Freitag hab ich immerhin 1! kleinen gesehen.

Der Nachteil von sauer eingemachten Hallimasch ist, dass die Pilze mit der
Zeit anfangen zu "schleimen". Dem kann jedoch abgeholfen werden,
indem Du den Essig nach einiger Zeit wechselst gegen frischen.

Ich hab mal den Tipp gehört, daß Hallimasch nicht so schleimt, wenn man die Schüppchen auf dem Hut mit einem Küchentuch abrubbelt, habs allerdings noch nicht ausprobiert.

Liebe Grüße

Birgit

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Danke Wolfgang :-)) *oT*

Birgit, (vor 8775 Tagen) @ Wolfgang P.

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