Pilze mit Helmen...? Helmlinge, von Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8774 Tagen)

Hallo,
hier also die Fortsetzung zum Thema Helmlinge (Mycena). Auch hier sollen wieder gut bekannte Arten abgebildet werden, darunter auch einer der wenigen Giftpilze.

Aber zunächst ein anderer: Der Dehnbare Helmling (Mycena epipterygia). Seinen Namen hat der kleine Pilz durch seine Dehnbarkeit erhalten. Den die Stiele sind zäh wie Gummi. Außerdem sind sie von einer klebrigen, hyalinen Schicht umgeben, die recht gut dehnbar ist. Auch auf dem Hut findet sich eine solche Schicht. Die
Fruchtkörper sind eher unscheinbar, haben einen bis 2 cm breiten, hellgelblichen bis graugelben Hut und einen gelben Stiel, der nur wenige mm in der Breite misst. Die Art ist besonders im Nadelwald unter Fichten zu finden und ist gut verbreitet.
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Der Rosa-Rettichhelmling (Mycena rosea) ist ein Giftpilz. Sein Giftstoff nennt sich Muscarin, das auch im Fliegenpilz in geringen Mengen vorhanden ist. Die Vergiftung macht sich in Form von Halluzinationen, Schindelgefühl, Atemnot und Rauschzuständen bemerkbar. Tödlich giftig ist diese Art aber nicht. Sie unterscheidet sich vom Rettichhelmling eigentlich nur durch größere Fruchtkörper, die mehr Rosatöne zeigen. Die Art ist relativ häufig und meines Erachtens besonders im Eichen-Buchen-Mischwald heimisch.
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Als nächstes noch mal ein klebriger: Der Schleimstiel-Helmling (Mycena rorida) ist gut gekennzeichnet durch die stark schleimigen Stiele und die kleinen Fruchtkörper mit den hellgrauen Hüten. Die Lamellen laufen etwas am Stiel herab und sind weiß gefärbt. Die kleinen Pilze wachsen bevorzugt auf abgestorbenen Pflanzenresten. Sie dürften nicht selten sein.
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Fortsetzung folgt....
Viele Grüße,
Kazuya

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Toll!! *oT*

Werner Edelmann, (vor 8774 Tagen) @ Notizbrettbildservice

- kein Text -

Eintrag gesperrt

Muscimol

Oktober, (vor 8774 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

wie immer sehr gute Foto`s und Texte.
Ich meine aber, dass der halluzinogene Stoff bei a.muscaria Muscimol ist.
Muscarin löst "nur" Hitzegefühl, Schweißausbruch, Erbrechen, Benommenheit und evtl. Kreislaufkollaps aus.

Nicht dass uns die Psilofreak`s die Rettichhelmlinge aus dem Wald holen :-).

Gruß
Oktober

Eintrag gesperrt

Mycena vulgaris statt Myc. rorida - mit Link

Christoph ⌂, (vor 8774 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

deine Mycena rorida sieht eher aus wie Mycena vulgaris. Dier ist grau, deutlich gerieft und im Spätherbst recht häufig (Name!).

Ich habe sie kürzlich im DGfM-Forum abgebildet. Schau dir mal die Bilder an, ob das "dein" Pilz ist:

http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=2&i=66&t=64

Musst bis ganz unten blättern. Oben im Beitrag kommen ein paar Schmankerl, wie z. B. Lactarius fennoscandicus...

Mycena vulgaris ist übrigens sehr schleimig, sogar die Schneide der typisch bogig herablaufenden Lamellen lässt sich als Häutchen abziehen.

Mycena vulagris ist übrigens nicht Mycena epipterygia var. yxz (beliebigen Namen einsetzen).

Grüße, Christoph

Hallo,
hier also die Fortsetzung zum Thema Helmlinge (Mycena). Auch hier sollen
wieder gut bekannte Arten abgebildet werden, darunter auch einer der
wenigen Giftpilze.
Aber zunächst ein anderer: Der Dehnbare Helmling (Mycena epipterygia). Seinen
Namen hat der kleine Pilz durch seine Dehnbarkeit erhalten. Den die Stiele
sind zäh wie Gummi. Außerdem sind sie von einer klebrigen, hyalinen
Schicht umgeben, die recht gut dehnbar ist. Auch auf dem Hut findet sich
eine solche Schicht. Die
Fruchtkörper sind eher unscheinbar, haben einen bis 2 cm breiten,
hellgelblichen bis graugelben Hut und einen gelben Stiel, der nur wenige
mm in der Breite misst. Die Art ist besonders im Nadelwald unter Fichten
zu finden und ist gut verbreitet.

Der Rosa-Rettichhelmling (Mycena rosea) ist ein Giftpilz. Sein Giftstoff
nennt sich Muscarin, das auch im Fliegenpilz in geringen Mengen vorhanden
ist. Die Vergiftung macht sich in Form von Halluzinationen,
Schindelgefühl, Atemnot und Rauschzuständen bemerkbar. Tödlich giftig ist
diese Art aber nicht. Sie unterscheidet sich vom Rettichhelmling
eigentlich nur durch größere Fruchtkörper, die mehr Rosatöne zeigen. Die
Art ist relativ häufig und meines Erachtens besonders im
Eichen-Buchen-Mischwald heimisch.

Als nächstes noch mal ein klebriger: Der Schleimstiel-Helmling (Mycena
rorida) ist gut gekennzeichnet durch die stark schleimigen Stiele und die
kleinen Fruchtkörper mit den hellgrauen Hüten. Die Lamellen laufen etwas
am Stiel herab und sind weiß gefärbt. Die kleinen Pilze wachsen bevorzugt
auf abgestorbenen Pflanzenresten. Sie dürften nicht selten sein.

Fortsetzung folgt....
Viele Grüße,
Kazuya