Hallo Pilzfreunde,
heute war ich im jungen Kiefernwald und wollte mal sehen ob der
Frostschneckling (Hygrophorus hypothejus) schon fruktifiziert .
Es hat sich wirklich gelohnt, denn innerhalb einer Stunde hatte ich mein
Körbchen voll.
Hat jemand ein gutes Rezept für mich ?
Kann man sie auch trocknen?
Bisher habe ich sie nur als Suppenpilze verwendet.
Viele Grüße
Geer
Hallo Geer,
auch ich bin ein großer Fan vom Frostschneckling.Ich hab in Bezug auf ihn hier im östlichen Saarland doppeltes Glück. Erstens ist er im November eigenlich immer Massenpilz und zweitens kennt ihn so gut wie niemand. Kleine glibbrige Pilze entlocken dem " Ottonormalpilzsucher " meißt nur ein verachtedes " Igitt". Ein Frostschnecklingssüppchen mit einem Schuß trockenem Weißwein wird von den Geburtstagsgästen meiner Frau ( 11.11. )eigentlich schon seit vielen Jahren erwartet. Meiner Meinung nach ist es auch die beste Verwertungart für diesen Pilz. Was noch recht gut und einfach ist, ist die Verwendung als Steakbeilage. In einer Extrapfanne werden die Pilze in Butterschmalz recht scharf angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Feingehackte Schalotten kurz mit andünsten ( 1/2 Min. ) das ganze mit einem Cocnac übergießen und anzünden. Mit süßer Sahne ablöschen und die Sauce einkochen bis sie eine sämige Konsistenz erreicht hat. Wie schon erwähnt kommt das mit einem Rumpsteak ganz gut. Ich als Pfefferfan gebe natürlich dem Sößchen noch einen halben Teelöffel grünen Pfeffer zu.
Getrocknet taugt H. hypotejus eigentlich zu nichts, noch nicht einmal ein gescheites Pilzpulver gibt er her. Was aber gut geht ist roh einfrieren. In kleinen Portionen eingefroren, liefert er über den ganzen Winter hin und wieder ne tolle Suppe ab.
Packs an
Harry