Re: Inocybe fulvipes (?)

Helmut, (vor 3893 Tagen) @ Violet

Liebe Ditte,

ob da ein bisserl Frost dran war, ist nur eine Vermutung. Die Zellen sind jedenfalls alle gut erhalten. Wenn der Frost die Zystiden zerstört hätte, müssten doch auch die Basidien betroffen sein. Die sind aber alle noch gut sichtbar.

Ist es tatsächlich so, dass ein wenig Frost schon die DNA so verändert, dass sie nicht mehr sequenziert werden kann? Dann gäbe es aber ein grundsätzliches Problem mit den alpinen Arten (und nicht nur mit denen). Dort oben kann man Frost selten ganz ausschließen, und was da wächst ist oft auch irgendwie daran angepasst. Müsste man dann nicht konsequenterweise bei allem, was sequenziert wird, einen Frosteinfluss 100%-ig ausschließen? Und wie wirken sich andere Einflüsse aus wie z. B. die harte UV-Strahlung?

Das waren noch wirklich frisch aussehende Exemplare, unter "Leichen" verstehe ich was anderes.

Gruß

Helmut

Inzwischen wissen wir ja, dass die vermutlich Frost bekommen hat, was die
Sache erheblich ändert: Sowohl Makro- als auch Mikromerkmale können durch
Frost verändert werden, das ist ja bekannt, und ich hab das bei Inocyben
schon mehrfach erlebt, weshalb ich mich mit frostgeschädigten Exemplaren
nicht mehr befasse. Dass bei Helmuts Fund kaum noch Zystiden vorhanden
sind, könnte etwa eine Folge sein, dann eben die seltsam ausschauende
Hutoberfläche und möglicherweise ja auch die Intensität der Farbe der
Lamellen.
Eine solche Kollektion kann man auch nicht mehr guten Gewissens sequenzieren
(also erübrigt sich auch eine Weitergabe an mich). Mir sagte vor Jahren
mal ein gestandener Pilzler in einem solchen Zusammenhang: "Mit
Leichen spricht man nicht"....:)
Herzliche Mittagspausengrüße in die Runde,
Ditte


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