Re: LBM in Kies/Erde + herablauf. Lamellen?

UmUlmHerum, (vor 3662 Tagen) @ Ulysses

Hallo Josef (& alle anderen),

danke Dir für die Erläuterungen, wie der Begriff "hyalin" zu verstehen ist! Und für Deine Einschätzung in Richtung Naucoria bzw. Tubaria!

Nun habe ich diese beiden Gattungen, soweit mir möglich, mit meinem Uffinger Fund abgeglichen: Naucoria in den Tintling-Sites, Tubaria in PdS sowie der Veröffentlichung von M. Enderle zu dieser Gattung von 1989.

- Bei Naucoria sollten die Lamellen ausnahmslos ausgebuchtet angewachsen sein – bei meinen laufen sie deutlich am Stiel herab.

- Die Sporen von Tubaria sind allesamt deutlich kleiner (max. 10 µm lang) als bei meinem Fund (L = 10,8 ... 15 µm), außerdem kommen keine spindeligen Formen vor, allenfalls mandelförmige.

Ich finde ja auch, dass diese Pilzchen vom Aussehen sowie vom Habitat her prima zu den vorgeschlagenen Gattungen gehören könnten ... aber ich bin mit meinem Latein am Ende – hat nicht noch jemand eine Idee oder eine Erklärung, wie man meinen Fund vielleicht doch bei Naucoria/Tubaria unterbringen könnte? Oder vielleicht noch einen ganz anderen Vorschlag?

Viele Grüße – Rika

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Hallo Rika,
wie Andreas halte ich das auch für eine Naucoria oder eine Tubaria.
Ich bin mal so frei, hier an Andreas' Statt auf diesen
"Widerspruch" zu antworten. Hyaline Sporen sind nicht nur
durchscheinend, sondern auch farblos (abgeleitet ist der Begriff vom
griech. Wort für reines, blasenfreies, und daher durchsichtiges Wassereis
--> davon abgeleitet dann auch "hyalos" = Glas!).
Durchscheinend allein reicht deshalb nicht - sobald ein wahrnehmbarer
Hauch von Rosa, Braun, Grün,... vorhanden ist, sind die Sporen pigmentiert
und nicht mehr hyalin. Andererseits werden Strukturen, die unter dem
Mikroskop zwar farblos, aber nicht durchscheinend sind, als nicht-hyalin
bezeichnet (aber farblos). Statt nicht-hyalin verwendet man dann der
Einfachheit halber meist opak o.ä.
Beste Grüße
Josef


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