Re: Input.. Helvella confusa vs. oblongispora
Hallo Rika,
Mit der Standardabweichung (x sigma n = 0,55 (0,805))aus deinem Casio hätte Smaff folgende Werte rausgeschmissen:
18,6 - 19,7 - 20,8 x 10,9 - 12,5 - 14,1(14,6)
(Ich hab jetzt mal den t-Wert aus einer Tabelle genommen (t(95,16) beidseitig)=2,12
Ob die 14,6 wirklich ein Ausreisser ist, kann man bei kleinen Stichproben fast nur mit einem Ausreissertest schätzen. Smaff kann das. Es gibt aber auch die Faustregel, dass erst Werte über 3*Sigma als Ausreisser entfernt werden sollten (sofern man keinen Ausreissertest hat). 3Sigma wäre hier also 12,52+3*0,805=14,94. Da 14,6 kleiner ist, ist der Wert wohl nur ein Extremwert und sollte in der Messreihe bleiben.
Wenn du jetzt weitere Messungen an dem Pilz durchführen würdest, würden von weiteren 100 Messungen etwa 95 in das oben von mir berechnete Konfidenzintervall fallen. Ich finde, dass das schon eine enorme Aussagekraft hat; für eine Grundgesamtheit von ? 1 000 000 Sporen, die wir ja nicht alle messen wollen.
Wenn du aber min max Werte nimmst, so wirst du notgedrungen irgendwann noch größere und noch kleinere Sporen vermessen und deine Min-Max-Differenz wird immer größer.
Umgekehrt ist es bei der Rechnerei mit der Normal- (respektive t-) Verteilung.
Da wird das Konfidenzintervall mit mehr Messwerten kleiner und der Mittelwert als wichtigster Schätzer immer genauer.
Ich weiß, dass du Nordic Makromycetes Vol.1 hast.
Darin ist auf Seite 75 H. confusa als H. solitaria im Schlüssel beschrieben. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
LG, Jens
Hallo Jens,
ja, danke für Deinen Input!!
Die Mittelwerte hatte ich im vorherigen Beitrag, aber ich wiederhole sie an
dieser Stelle gern noch mal. Im Übrigen habe ich (in Gedenken an Dein
Smaff usw.) die 17 Wertepaare in das Programm
"Standardabweichung-Intervallschätzung" meines guten alten
Casio-Taschenrechners eingegeben: n = 17
Länge (Breite): ∑x/n = 19,74 (12,52)
x sigma n = 0,55 (0,805)
x sigma n-1 = 0,567 (0,83)
s = 5,14 (11,0)
1 - alpha = 95% → 0,422 H. oblongispora bei "Pilze am
Ammersee" passt durchaus. Auch mein Fund ist z.B. ledrig-zäh. Schade,
dass sie nicht zum Vergleich auch H. confusa gefunden/beschrieben haben
(ist die nun etwa brüchig? Oder auch zäh?). Naja, nomen est omen, ist halt
etwas konfus, diese Angelegenheit
Bisher ist mir noch keine dieser Geripptstieligen Becherlorcheln
untergekommen, habe also keine Erfahrung damit. Da die beiden in Frage
kommenden Arten nicht gerade häufig sind (oder haben sich nur so wenige
getraut, sich auf einen Namen festzulegen?), möchte ich es schon gerne
genau wissen.
Hat jemand noch einen (todsicheren) Tipp, wie man die beiden Arten
auseinanderhalten kann? Oder erkennt die Art anhand meiner
Bilder/Beschreibung?
Viele Grüße – Rika
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