Rätselhafter Täubling *PIC*
Was könnte das für ein Täubling sein?
Weitere Infos folgen. Geraten werden darf jetzt schon.
Grüße,
Axel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335032.jpg)
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Was könnte das für ein Täubling sein?
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Axel
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Hallo Axel,
ich tippe mal ein bischen exotisch, R. curtipes
Den kurstieligen Ledertäubling habe ich schon in dieser Farbkombi gefunden.
Bin gespannt auf weitere Infos
Gruss vom Bodensee
Uwe
Was könnte das für ein Täubling sein?
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Grüße,
Axel
Geschmack in allen Teilen mild
Begleitpilze: Mandeltäubling und Strubbelkopf
Funddatum: 9.7.2017
Was könnte das für ein Täubling sein?
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Grüße,
Axel
Geschmack in allen Teilen mild
Begleitpilze: Mandeltäubling und Strubbelkopf
Funddatum: 9.7.2017
Hallo Axel, die Stieloberfläche sieht für mich schon so aus, die Hh auch.
Wenn ich jetzt SV zur Hand hätte, wäre das für mich der nächste Schritt.
Wenn ich dann Glück hätte, könnte der gesuchte Täubling im deutschen Namen ein Morgenrot enthalten. Ich kann mich natürlich auch irren,
ist ja ein Rätsel...
Grüsse
claus
Hallo Claus,
so wie du hatte ich auch gedacht.
Sulfovanilin zeigte auf dem Stiel aber keine Reaktion.
Am nächsten Tag mit FeSO4 wurde der beträufelte Bereich Rosa und es zeigte sich noch was..
Grüße,
Axel
Hallo Axel, die Stieloberfläche sieht für mich schon so aus, die Hh auch.
Wenn ich jetzt SV zur Hand hätte, wäre das für mich der nächste Schritt.
Wenn ich dann Glück hätte, könnte der gesuchte Täubling im deutschen Namen
ein Morgenrot enthalten. Ich kann mich natürlich auch irren,
ist ja ein Rätsel...
Grüsse
claus
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335045.jpg)
Was könnte das für ein Täubling sein?
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Grüße,
Axel
Hallo,
ich hätte auch zunächst an R. velutipes gedacht.
Neben der FeSO4-Reaktion, die mir jetzt nicht wirklich weiterhilft, wäre die Guajak-Reaktion spannend. Ich vermute mal, dass die komplett negativ ausfällt?
Du sagtest, der Pilz sei komplett mild - aber kratzt er nicht vielleicht ein wenig bis deutlich im Hals wenn man etwas davon mit dem Speichel verschluckt?
Um Rauszubekommen ob er das ist, denn ich denke, genügt ein kurzes Lamellenquetschpräparat in Wasser und die Makrozystiden würden in sofort entlarven ....
Aber da du ja auch "und es zeigte sich noch etwas" abhebst, und damit eventuell die gelbliche Tramaverfärbung meinst, bin ich mir nun doch wieder unschlüssig ...
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
die FeSO4-Reaktion schließt R.faginea aus, an die man auch hätte denken können. Die gelbe Lamellenfarbe einen Tag später schließt definitiv R.velutipes aus.
Guajak ist, wie du schreibst, ohne Reaktion und auch die Lamellenzystiden sind reichlich vorhanden (in SV, siehe Bildanhang). Wenn ich lange genug auf ein Stück rumkaue und es groß genug ist und mir gesagt wird, dass es schärflich schmecken soll - dann vielleich schmeckt es schärflich.
Grüße,
Axel
Hallo,
ich hätte auch zunächst an R. velutipes gedacht.
Neben der FeSO4-Reaktion, die mir jetzt nicht wirklich weiterhilft, wäre die
Guajak-Reaktion spannend. Ich vermute mal, dass die komplett negativ
ausfällt?
Du sagtest, der Pilz sei komplett mild - aber kratzt er nicht vielleicht ein
wenig bis deutlich im Hals wenn man etwas davon mit dem Speichel
verschluckt?
Um Rauszubekommen ob er das ist, denn ich denke, genügt ein kurzes
Lamellenquetschpräparat in Wasser und die Makrozystiden würden in sofort
entlarven ....
Aber da du ja auch "und es zeigte sich noch etwas" abhebst, und
damit eventuell die gelbliche Tramaverfärbung meinst, bin ich mir nun doch
wieder unschlüssig ...
beste Grüße,
Andreas
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335047.jpg)
Hallo Andreas,
die FeSO4-Reaktion schließt R.faginea aus, an die man auch hätte denken
können. Die gelbe Lamellenfarbe einen Tag später schließt definitiv
R.velutipes aus.
Guajak ist, wie du schreibst, ohne Reaktion und auch die Lamellenzystiden
sind reichlich vorhanden (in SV, siehe Bildanhang). Wenn ich lange genug
auf ein Stück rumkaue und es groß genug ist und mir gesagt wird, dass es
schärflich schmecken soll - dann vielleich schmeckt es schärflich.
Grüße,
Axel
Hallo Axel,
ne, ein Heringstäubling kanns nicht sein, das ist schon klar.
Ich dachte an R. pseudointegra. Der ist Guajak negativ. Der hätte mit einer amorphen Masse umkleidete Lamellenzystiden, aber dazu müsstest Du ein Präparat in Wasser machen. In Sulvovanilin sieht man das nicht und auch in Kongorot lösen die sich weitestgehend ab.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
ich hänge mich an Ufos Einschätzung dran und tippe ebenfalls auf Russula curtipes. Diese charakteristische Farbkombination auf dem Hut (roter Rand, gelb entfärbte, eingesenkte Hutmitte) ist sowas von typisch. R. pseudointegra hat eine allenfalls flache, aber nie eingesenkte Hutmitte. R. velutipes fällt nicht nur wegen der negativen SV-Reaktion (die böserweise manchmal am Frischpilz negativ ist), sondern auch wegen der auf dem letzten Bild deutlich zu sehenden gelben Lamellen raus.
Bei einer mikroskopischen Untersuchung sollte man für R. curtipes zylindrische, mehrfach septierte Dermatozystiden sowie eine Mischung aus sackartig verbreiterten und ausgesprochen lang und spitz auslaufenden Haare (d. h. eigentlich zwei Sorten Haare) finden.
FG
Stephan
Hallo Stephan,
ich hänge ein mikroskopisches Huthautbild an.
Grüße,
Axel
Hallo,
ich hänge mich an Ufos Einschätzung dran und tippe ebenfalls auf Russula
curtipes. Diese charakteristische Farbkombination auf dem Hut (roter Rand,
gelb entfärbte, eingesenkte Hutmitte) ist sowas von typisch. R.
pseudointegra hat eine allenfalls flache, aber nie eingesenkte Hutmitte.
R. velutipes fällt nicht nur wegen der negativen SV-Reaktion (die
böserweise manchmal am Frischpilz negativ ist), sondern auch wegen der auf
dem letzten Bild deutlich zu sehenden gelben Lamellen raus.
Bei einer mikroskopischen Untersuchung sollte man für R. curtipes
zylindrische, mehrfach septierte Dermatozystiden sowie eine Mischung aus
sackartig verbreiterten und ausgesprochen lang und spitz auslaufenden
Haare (d. h. eigentlich zwei Sorten Haare) finden.
FG
Stephan
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335050.jpg)
Hier nun das Sporenbild. im Mittel 8-9 x 7-8 mit recht kräftigen Protuberanzen von isoliert bis teilnetzig.
Was könnte das für ein Täubling sein?
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Grüße,
Axel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335052.jpg)
Hallo Stephan,
ich hänge ein mikroskopisches Huthautbild an.
Grüße,
Axel
Hallo,
ein paar sackartig aufgeblasene Haarglieder sind jedenfalls schon mal zu sehen, auch lange, spitz zulaufende Endglieder. Eine eindeutige Dermatozystide kann ich dagegen nicht erkennen. Ich bleibe jedenfalls bei meinem Tipp.
FG
Oehrling
Dermatozystiden habe ich nur wenige gefunden, aber das passt ja auch zu R.curtipes. Anhängend ein Foto mit einer DZ mit SV angefärbt.
Grüße,
Axel
Hallo,
ein paar sackartig aufgeblasene Haarglieder sind jedenfalls schon mal zu
sehen, auch lange, spitz zulaufende Endglieder. Eine eindeutige
Dermatozystide kann ich dagegen nicht erkennen. Ich bleibe jedenfalls bei
meinem Tipp.
FG
Oehrling
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic335057.jpg)
Jawoll, lang und zylindrisch passt. Jetzt nur noch ein paar Septen finden. R. romellii hat unseptierte Dermatos.
R. curtipes war von Anfang an auch meine Idee, aber sicher war ich nicht, zumal ich die Art noch nicht gefunden hatte. Auch die an R.velutipes erinnernde Farbgebung hatte ich in der Lit. nicht so gesehen. Umso schöner dass Uwe und Stephan die Art schon kannten.
Die ausbleibende Guajak-Reaktion lag wohl daran, dass ich sie spät machte, nachdem das Exemplar bereits einige Zeit auf dem Dörrex lag. Unsicher war ich auch dadurch, dass ich die Huthaut bis 1/2 abziehen konnte, laut Beschreibungen sollte dies höchstens bis 1/3 sein.
R. curtipes ist in Niedersachsen mit Vorkommen in 13 Quadranten als "stark gefährdet" eingestuft.
Dank an alle die sich beteiligt haben.
Grüße,
Axel
Was könnte das für ein Täubling sein?
Weitere Infos folgen. Geraten werden darf jetzt schon.
Grüße,
Axel
Septen an den DZ sind vorhanden.
Grüße,
Axel
Jawoll, lang und zylindrisch passt. Jetzt nur noch ein paar Septen finden. R.
romellii hat unseptierte Dermatos.
R. curtipes war von Anfang an auch meine Idee, aber sicher war ich nicht,
zumal ich die Art noch nicht gefunden hatte. Auch die an R.velutipes
erinnernde Farbgebung hatte ich in der Lit. nicht so gesehen. Umso schöner
dass Uwe und Stephan die Art schon kannten.
Die ausbleibende Guajak-Reaktion lag wohl daran, dass ich sie spät machte,
nachdem das Exemplar bereits einige Zeit auf dem Dörrex lag. Unsicher war
ich auch dadurch, dass ich die Huthaut bis 1/2 abziehen konnte, laut
Beschreibungen sollte dies höchstens bis 1/3 sein.
R. curtipes ist in Niedersachsen mit Vorkommen in 13 Quadranten als
"stark gefährdet" eingestuft.
Dank an alle die sich beteiligt haben.
Grüße,
Axel
Hallo Axel,
danke für deinen schönen Beitrag und deine 1a Dokumentation.
Als Anfänger konnte ich dadurch sehr viel erkennen lernen, aber auch fast verzweifeln. R. curtipes und R. romellii fiel bei mir wegen der beschriebenen, negativen Guajak-Reaktion raus, übrig blieb für mich nur R. rubroalba. Aber die Hutfarbe sollte nicht passen.
@Oehrling
Sind die auf Bild1 von Axel, halbrunden-runden-weissen "-corpus delicti-" Frass-Stellen, mit Schuld, dich zu R. curtipes geführt zu haben?
Danke auch an dich.
Herzliche Grüsse aus der Rhön
claus
@Oehrling
Sind die auf Bild1 von Axel, halbrunden-runden-weissen "-corpus
delicti-" Frass-Stellen, mit Schuld, dich zu R. curtipes geführt zu
haben?
Hallo Claus,
die habe ich aufgrund der starken Belichtung des Fotos gar nicht richtig gesehen. Ich kenne den Pilz allerdings, da er an einer meiner regelmäßig besuchten Stellen vorkommt. Er ist einer der wenigen Täublinge, die anscheinend immer die gleiche Hutfarbe haben. Dazu noch der Stiel, der immer kurz ist. Wer ihn sich mal erarbeitet hat oder erklärt bekommen hat, erkennt ihn immer relativ problemlos wieder.
FG
Stephan
Hallo zusammen,
R. curtipes lässt sich wirklich an den Farben ganz gut erkennen, sie sind für einen Täubling sehr konstant.
Schaut man sich Bilder im Netz an, dann kann man wahrscheinlich von einem Drittel Fehlbestimmungen ausgehen.
Gerade R.romellii ist ähnlich und zumindest bei mir häufiger wie R. curtipes, zeigt aber normalerweise wesentlich weniger Rottöne.
beste Grüße vom Bodensee
Uwe
R. curtipes war von Anfang an auch meine Idee, aber sicher war ich nicht,
zumal ich die Art noch nicht gefunden hatte. Auch die an R.velutipes
erinnernde Farbgebung hatte ich in der Lit. nicht so gesehen. Umso schöner
dass Uwe und Stephan die Art schon kannten.
Die ausbleibende Guajak-Reaktion lag wohl daran, dass ich sie spät machte,
nachdem das Exemplar bereits einige Zeit auf dem Dörrex lag. Unsicher war
ich auch dadurch, dass ich die Huthaut bis 1/2 abziehen konnte, laut
Beschreibungen sollte dies höchstens bis 1/3 sein.
R. curtipes ist in Niedersachsen mit Vorkommen in 13 Quadranten als
"stark gefährdet" eingestuft.
Dank an alle die sich beteiligt haben.
Grüße,
Axel
Jawoll, lang und zylindrisch passt. Jetzt nur noch ein paar Septen finden. R.
romellii hat unseptierte Dermatos.
Hallo Axel, hallo Stephan,
hmm, da muss ich jetzt aber mal fragend einhaken wegen der Dermatozystiden-Septen ....
Gestern hatte ich mit Sylvie in der Nähe von Goslar einen Ledertäubling, der mich spontan an R. curtipes erinnerte und makroskopisch zu 100% mit den Bildern in Sarnari übereinstimmte. Mich erinnernd an diesen Thread hier las ich nach und schaute also die Dermatozystiden an, obschon ich mir sicher war dass es R. curtipes ist. Überraschung - nur eine einzige der sehr zerstreuten Zystiden zeigte eine Septe (in SV). Also wollte ich im Sarnari nachschauen, was denn eigentlich R. romellii gegenüber R. curtipes noch so auszeichnet. Zu meiner Überraschung zeichnet Sarnari weder bei curtipes noch bei romellii septierte HDS-Zystiden und erwähnt das auch im Schlüssel gar nicht! Für ihn liegen die Unterschiede vor allem im Sporenornament (wenig-gratig bis höchstens subretikulat bei curtipes gegenüber deutlich netzig bei romellii) und auch in der Spp.-Farbe (IIId-IVa(b) bei curtipes, IVc bei romellii). Außerdem sei R. curtipes vor allem auf den neutralen bis schwach sauren Böden zuhause, R. romellii kenne ich vor allem von Kalk.
Unser Fund war aus einem mäßig sauren Buchenwald am Harz-Nordrand, begleitet von Strobilomyces, Russula solaris, violeipes, Cantharellus friesii, amethysteus.
Ich bin ziemlich überzeugt dass wir R. curtipes haben - aber wie kommt diese Diskrepanz in der Septierung der HDS-Zystiden zustande? Bei Einhellinger fast nur mehrfach septierte (und euerer Erfahrung nach offensichtlich auch), bei Sarnari (und unserem Fund) keine Septen ...
beste Grüße,
Andreas und Sylvie
Hallo Andreas,
ich versuche, mich umgehend um das Problem zu kümmern, nur heute und morgen schaffe ich es zeitlich einfach nicht.
Am vergangenen Wochenende haben wir in Nordhessen (Kellerwald/Edersee, gewiss kalkunverdächtige Gegend) im gleichen Wald R. romellii und R. curtipes gefunden, also funzt das Trennmerkmal Kalk/nicht Kalk nicht so gut. Der romellii ist schon ad acta gelegt, seine Dermatocystiden waren schlankzylindrisch und unseptiert, schwer mit SV "anfärbbar" und daher sehr unauffällig und überhaupt schwer zu sehen. Die Haare waren typisch mit langen, zugespitzten Endgliedern, das Ornament so ziemlich, aber nicht vollends netzig. Den curtipes habe ich noch auf dem Tisch, wird nachher noch angeschaut.
FG
Stephan
Hallo Andreas,
ich versuche, mich umgehend um das Problem zu kümmern, nur heute und morgen
schaffe ich es zeitlich einfach nicht.
Am vergangenen Wochenende haben wir in Nordhessen (Kellerwald/Edersee, gewiss
kalkunverdächtige Gegend) im gleichen Wald R. romellii und R. curtipes
gefunden, also funzt das Trennmerkmal Kalk/nicht Kalk nicht so gut. Der
romellii ist schon ad acta gelegt, seine Dermatocystiden waren
schlankzylindrisch und unseptiert, schwer mit SV "anfärbbar" und
daher sehr unauffällig und überhaupt schwer zu sehen. Die Haare waren
typisch mit langen, zugespitzten Endgliedern, das Ornament so ziemlich,
aber nicht vollends netzig. Den curtipes habe ich noch auf dem Tisch, wird
nachher noch angeschaut.
FG
Stephan
Hallo Stephan,
keine Hektik, alles hat Zeit, ist eh schon getrocknet jetzt.
Das Sporenpulver war relativ hell, ich würde auf IVa tippen, aber ich habe keine Farbtafel da.
Bei der Gelegenheit noch eine Frage:
Heute hatten wir einen Täubling, der von der Hutfarbe fast wie ein blasser decolorans aussah, oder wie bestimmte Farbformen von velutipes (aber mit einheitlicher Hutfärbung von der Mitte bis zum Rand).
Dunkles Sporenpulver, großer Pilz, mild -> Ledertäubling ... ABER! inkrustierte Primordialhyphen. Guajak stakr positiv, FeSO4 praktisch negativ. Klarer Fall -> Russula sericatula ... Auch die SV-positiven Stielrindenzystiden waren da, Phenol war schokofarben, alles wunderbar .... ABER: Hutfarbe passt nicht, und Sporenpulver etwa IVc-d!
Hat jemand einen anderen Vorschlag? Die Auswahl in den Integroidinae ist ja nicht eben groß, und da hinein gehört der Pilz auf jeden Fall!
beste Grüße,
Andreas und Sylvie
Hallo Andreas,
ganz befriedigend klären konnte ich das Problem nicht.
Ich verfüge für die Unterscheidung romellii/curtipes über folgende Referenzen:
3 eigene Aufsammlungen von R. romellii, bei allen drei hatte ich mir notiert: DZ unseptiert, Sporenwarzen mit vielen Verbindungen, teilweise netzig
1 eigene Aufsammlung von R. curtipes, nach meinen Notizen: DZ nicht oder einfach septiert, vereinzelt divertikuliert, Sporenwarzen mit einigen Verbindungen (von netzig oder teilnetzig steht da nichts)
Jetzt zu der Fachliteratur:
EINHELLINGER (1985):
R. curtipes: DZ von unseptiert bis drei- und im Extremfall vierfach septiert, DZ und Haare mitunter divertikuliert, Sporenwarzen mit nur wenigen Verbindungen
R. romellii: die DZ nur oberflächlich beschrieben, über etwaige Septierung keine Aussage, insbesondere spielt die Septierung der DZ für die Abgrenzung zu R. curtipes keine Rolle
SARNARI (2005):
R. curtipes: die beiden DZ unseptiert, dafür aber divertikuliert gezeichnet, das Sporenornament höchstens teilnetzig
R. romellii: die DZ unseptiert und einfach septiert gezeichnet, das Sporenornament eindeutig netzig
(also zeichnet SARNARI für die beiden Arten die DZ-Septierung umgekehrt im Vergleich mit meinen eigenen bescheidenen Feldbeobachtungen)
Mein Kommentar dazu wäre, dass die Frage, ob die DZ septiert oder unseptiert sind, für die Unterscheidung zwischen R. curtipes und romellii wohl von untergeordneter Bedeutung ist und man sich bei der Artunterscheidung eher auf die Sporenpulverfarbe und das Sporenornament konzentrieren sollte.
FG
Stephan
Hallo Andreas,
ganz befriedigend klären konnte ich das Problem nicht.
Ich verfüge für die Unterscheidung romellii/curtipes über folgende
Referenzen: 3 eigene Aufsammlungen von R. romellii, bei allen drei hatte
ich mir notiert: DZ unseptiert, Sporenwarzen mit vielen Verbindungen,
teilweise netzig
1 eigene Aufsammlung von R. curtipes, nach meinen Notizen: DZ nicht oder
einfach septiert, vereinzelt divertikuliert, Sporenwarzen mit einigen
Verbindungen (von netzig oder teilnetzig steht da nichts)
Jetzt zu der Fachliteratur: EINHELLINGER (1985): R. curtipes: DZ von
unseptiert bis drei- und im Extremfall vierfach septiert, DZ und Haare
mitunter divertikuliert, Sporenwarzen mit nur wenigen Verbindungen
R. romellii: die DZ nur oberflächlich beschrieben, über etwaige Septierung
keine Aussage, insbesondere spielt die Septierung der DZ für die
Abgrenzung zu R. curtipes keine Rolle
SARNARI (2005): R. curtipes: die beiden DZ unseptiert, dafür aber
divertikuliert gezeichnet, das Sporenornament höchstens teilnetzig
R. romellii: die DZ unseptiert und einfach septiert gezeichnet, das
Sporenornament eindeutig netzig
(also zeichnet SARNARI für die beiden Arten die DZ-Septierung umgekehrt im
Vergleich mit meinen eigenen bescheidenen Feldbeobachtungen)
Mein Kommentar dazu wäre, dass die Frage, ob die DZ septiert oder unseptiert
sind, für die Unterscheidung zwischen R. curtipes und romellii wohl von
untergeordneter Bedeutung ist und man sich bei der Artunterscheidung eher
auf die Sporenpulverfarbe und das Sporenornament konzentrieren sollte.
FG
Stephan
Hallo Stephan,
ganz herzlichen Dank für Deine Mühe!
Mit deinem Ergebnis bin ich sehr glücklich, denn ich dachte eigentlich die beidn Arten unterscheiden zu können - bis die Sache mit der Septierung aufkam, die ich mir offen gestanden gar nie richtig angeschaut habe.
Sporenornament, ausnahmsweise auch in diesem Fall mal die Hutfarbe, leichte Unterschiede in der SPP.-Farbe und auch in der Ökologie eventuell - und ich glaube diese zerstreut vorkommenden Divertikeln an dn HDS-Zystiden sind für mich die Trennmerkmale zu R. romellii.
Da ich die letzten Tage im Harzvorland in Laubwäldern auf Diabas unterwegs war - ein Biotop das ich so bisher nicht besucht habe - wundert es mich nicht plötzlich jedes Mal R. crtripes zu finden, während ich in Jena immer nur R. romellii hatte.
beste Grüße,
Andreas