Re: Spaziergang im Göttinger Stadtwald III
Genauso muss er von unten auschauen
Der fransige Hutrand ist wohl bei deinen Exemplaren besonders stark ausgeprägt
So extrem habe ich das auch noch nie gesehen.
beste Grüsse
Uwe
Hallo Uwe,
vielen Dank für die Rückmeldung. Also ich habe den Tränenden Saumpilz mal
nachgeschlagen. Er hat schon Ähnlichkeit. Da ich momentan makroskopisch
unterwegs bin, kann ich das vielleicht für mich gar nicht mit Gewissheit
festmachen, außer es gäbe ein einschlägiges Merkmal, das keine Zweifel
mehr offen lässt.
Was mir auffiel, war diese wirklich zottige Hutoberfläche und auch dieses
recht weite Aufschirmen zumindest bei dem größeren Pilz, wobei ich nicht
weiß ob das ein besonderes Merkmal ist. Die Beschreibung bei Dähncke des
Saumpilzes als mit "feiner radialer Befaserung" wirkt mir in dem
Zusammenhang jedenfalls ein wenig untertrieben, aber vielleicht ist das
auch wieder wie bei meinem Wurzelnden Bitterröhrling, so dass die alten
und weit aufgeschirmten Exemplare gern besonders zottig daherkommen, wer
weiß. Bei Wikipedia gibt es unter "Saumpilze" jedenfalls die
Darstellung eines sog. "Feuerfarbenen Saumpilzes", der zumindest
mit Bezug auf die Hutoberflächenstruktur dem von mir gefundenen Exemplar
etwas näher kommt, viellicht ein Indiz dafür, dass das bei den Saumpilzen
schon mal drin sein kann.. Allerdings hat der dort abgebildete Pilz auch
einen ziemlich schuppig befaserten Stiel, was ich bei meinem nicht gesehen
habe.
Wenn es für den Tränenden Saumpilz als besonderes Merkmal schon ausreichen
würde, diese mit Sporenpulver angesetzten Tropfen auf den Lamellen zu
haben, dann träfe das auf mein Exemplar jedenfalls genau so zu (siehe
Foto).