Stockschwämmchen / Nadelholzhäubling

Andi S. aus V., (vor 8710 Tagen)

Die Thematik zu Verwechslungsmöglichkeiten zwischen STOCKSCHWÄMMCHEN (Kuehneromyces mutabilis)und NADELHOLZHÄUBLING (Galerina marginata)wurde ja schon des öfteren hier diskutiert. Auch ich war mit Fragestellungen dazu daran beteiligt. Damals wurde ich durch einige Einträge zunächst verunsichert, aber auch sensibilisiert. Zuvor hätte ich die damals gefundenen Pilze bedenkenlos gegessen. Das habe ich dann auch getan, aber erst nachdem ich mich aufgrund der für mich neuen Gefahr vergewissert hatte, dass es sich wirklich um Stockschwämmchen handelte. Hierbei war mir eine eingehende Untersuchung der Stiele eine Hilfe. Auf der Seite
http://www.toxinfo.org/frameset.php?inhalt=menu.php%3Fclass%3D3&hauptframe=/pilz/index.html
heißt es z.B. dazu: "Ein Unterscheidungsmerkmal ist der Stiel: Während das Stockschwämmchen auf ockerfarbenen Grund mit dunkleren Schüppchen unterhalb des gerieften Ringes besetzt ist, hat der Nadelholzhäubling einen gelbbraunen Stiel, der unterhalb der oft kaum zu erkennenden Ringzone heller überfasert ist." (Überigens vor allem für Anfänger eine informative Seite, finde ich.) Gute Beschreibungen und gute Fotos beider Arten in guten Büchern haben mich in dem mir seit langem bekannten Gesamteindruck vom Stockschwämmchen bestätigt. Nach dem, was ich jetzt weiß, könnte es sein, dass ich noch nie Nadelholzhäublinge gefunden habe. Da mir die Thematik bis heute aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich natürlich weiter geforscht. Dabei kam heraus, dass aus allen Bildern und aus vielen Beschreibungen von Galerina marginata hervor geht, dass dieser Pilz einen gerieften Hutrand hat. Dies wäre für meine Begriffe ein recht einfaches Unterscheidungsmerkmal. Meine Frage an alle Pilzler lautet daher: Hat Galerina marginata immer einen gerieften Hutrand und hat Kuehneromyces mutabilis nie einen gerieften Hutrand? "Stockschwämmchen" mit auch nur einem andeutungsweise gerieften Hutrand habe ich zumindest bisher noch nie gefunden.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Andi

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Re: Stockschwämmchen / Nadelholzhäubling

Oktober, (vor 8710 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi.

Die Galerina marginata gibt`s mit und ohne gerieftem Hutrand. Wenn der Fruchtkörper sehr feucht ist, erscheint er oft gerieft und deutlich hygrophan.
Lässt man den Fruchtkörper trockener werden verschwinden diese Riefungen vollständig. Die Farbe der Huthaut kann so bis zu einem hellen Ockerton variieren.

Frohe Weihnachten wünscht Dir und der gesamten Pilzgemeinde

Oktober und Tochter

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Re: Stockschwämmchen / Nadelholzhäubling

Birgit, (vor 8710 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,

auch bei früheren Beiträgen hier im PilzePilzeforum wurde eigentlich immer darauf hingewiesen, daß die Stielbeschuppung beim Stockschwämmchen das einzig sichere Unterscheidungsmerkmal ist. Alle anderen Merkmale sind nicht sicher bzw. nicht eindeutig. Gifthäublinge gabs dieses Jahr überaus zahlreich, ich hab hier diesen Herbst überhaupt keine Stockschwämmchen gefunden.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Stockschwämmchen / Nadelholzhäubling

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8710 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,
es tut mir leid, aber die Hutrandriefung ist kein gutes Merkmal.
Gute Merkmale findest du nur am Stiel und zwar drei:
Beschuppung (vorhanden oder nicht), Manschette ( stockschw. ja, beim Gifth. filzig) und Stielfleisch (Stockschw. weißlich, Gifth. dunkel).
Leider ist es auch so, dass der Gifthäubling offenbar immer häufiger wird, wie ich zumindest in der Eifel feststellen konnte.
Unterschiede lernt man eigentlich NUR, wenn man beide nebeneinander sieht, was hier oft passiert, wo es auch ein gemeinsames Vorkommen auf einem Stumpf gibt.
Beste Grüße und Weihnachtswünsche, Heinz Ebert

Die Thematik zu Verwechslungsmöglichkeiten zwischen STOCKSCHWÄMMCHEN
(Kuehneromyces mutabilis)und NADELHOLZHÄUBLING (Galerina marginata)wurde
ja schon des öfteren hier diskutiert. Auch ich war mit Fragestellungen
dazu daran beteiligt. Damals wurde ich durch einige Einträge zunächst
verunsichert, aber auch sensibilisiert. Zuvor hätte ich die damals
gefundenen Pilze bedenkenlos gegessen. Das habe ich dann auch getan, aber
erst nachdem ich mich aufgrund der für mich neuen Gefahr vergewissert
hatte, dass es sich wirklich um Stockschwämmchen handelte. Hierbei war mir
eine eingehende Untersuchung der Stiele eine Hilfe. Auf der Seite
http://www.toxinfo.org/frameset.php?inhalt=menu.php
%3Fclass%3D3&hauptframe=/pilz/index.html
heißt es z.B. dazu: "Ein Unterscheidungsmerkmal ist der Stiel: Während
das Stockschwämmchen auf ockerfarbenen Grund mit dunkleren Schüppchen
unterhalb des gerieften Ringes besetzt ist, hat der Nadelholzhäubling
einen gelbbraunen Stiel, der unterhalb der oft kaum zu erkennenden
Ringzone heller überfasert ist." (Überigens vor allem für Anfänger
eine informative Seite, finde ich.) Gute Beschreibungen und gute Fotos
beider Arten in guten Büchern haben mich in dem mir seit langem bekannten
Gesamteindruck vom Stockschwämmchen bestätigt. Nach dem, was ich jetzt
weiß, könnte es sein, dass ich noch nie Nadelholzhäublinge gefunden habe.
Da mir die Thematik bis heute aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich
natürlich weiter geforscht. Dabei kam heraus, dass aus allen Bildern und
aus vielen Beschreibungen von Galerina marginata hervor geht, dass dieser
Pilz einen gerieften Hutrand hat. Dies wäre für meine Begriffe ein recht
einfaches Unterscheidungsmerkmal. Meine Frage an alle Pilzler lautet
daher: Hat Galerina marginata immer einen gerieften Hutrand und hat
Kuehneromyces mutabilis nie einen gerieften Hutrand?
"Stockschwämmchen" mit auch nur einem andeutungsweise gerieften
Hutrand habe ich zumindest bisher noch nie gefunden.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Andi

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Re: Nadel?????holz-Häubling

Christoph ⌂, (vor 8710 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hi Andi,

der Gifthäubling ist nebenbei bemerkt ein sehr häufiger Besiedler alter, dicker Buchenstämme (liegend-Totholz). Gerade in naturnahen Buchenwäldern ist er auf den meisten Buchenstämmen zu finden. Heuer war nebenbei noch Galerina unicolor auf bemoosten Buchenstämmen häufig. Es gibt noch mehr "Gifthäublinge". Allen Häublingen gemeinsam ist der NICHT beschuppte, Stiel (und wenn ein Ring vorhanden ist, ist der unterseits auch nicht bschuppt).
Die Riefung ist ein Ausdruck der Hutfleischdicke. Sehr üppige Exemplare des Gifthäublings sind weniger gerieft als schmcähtige. Übrigens finde ich nur selten ungeriefte Stockschwämmchen.

Der Name Nadelholzhäubling ist sehr irreführend. Man könnte ihn auch Buchenhäubliung nennen, wenn man im alten Buchenbeständen unterwegs ist.
Daher würde ich "Gifthäublinge" vorziehen (immer als Aggregat sehen, mehr als eine Art -> das betrifft auch Heinz Stielfleischmerkmal!).

Grüße und ein frohes Fest

Christoph

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Stockschwämmchen mit gerieftem Hutrand

Andi S. aus V., (vor 8710 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph,

dass der geriefte Hutrand bei Galerina marginata kein sicheres Indiz ist, haben mir die Beiträge deutlich gezeigt. Und ein direkter Vergleich beider Arten wäre sicher wünschenswert. Aber vielleicht gibt es bei uns (im Schwarzwald-Baar-Kreis, wobei ich beim Pilzesammeln eher Richtung TUT orientiert bin) tatsächliche kaum Gifthäublinge. Vielleicht kann dazu jemand etwas sagen.

Was mich allerdings etwas verunsichert hat ist Deine Aussage:

Übrigens finde ich nur selten ungeriefte Stockschwämmchen.

Kann das jemand bestätigen? Oder hast Du nicht den Hutrand gemeint? Oder liege ich ganz verkehrt, wenn ich hier sage, dass ich im Gegensatz dazu noch nie Stockschwämmchen mit gerieftem Hutrand gefunden habe?

Danke und Gruß!

Andi

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Re: Stockschwämmchen mit gerieftem Hutrand

Harry, (vor 8708 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Christoph,
dass der geriefte Hutrand bei Galerina marginata kein sicheres Indiz ist,
haben mir die Beiträge deutlich gezeigt. Und ein direkter Vergleich beider
Arten wäre sicher wünschenswert. Aber vielleicht gibt es bei uns (im
Schwarzwald-Baar-Kreis, wobei ich beim Pilzesammeln eher Richtung TUT
orientiert bin) tatsächliche kaum Gifthäublinge. Vielleicht kann dazu
jemand etwas sagen.
Was mich allerdings etwas verunsichert hat ist Deine Aussage: Kann das jemand
bestätigen? Oder hast Du nicht den Hutrand gemeint? Oder liege ich ganz
verkehrt, wenn ich hier sage, dass ich im Gegensatz dazu noch nie
Stockschwämmchen mit gerieftem Hutrand gefunden habe?
Danke und Gruß!
Andi

Hallo Andi,

Christoph hat schon den Hutrand gemeint. Bei meinen Aufsammlungen waren allerdings die gerieftrandigen Stockschwämmchen deutlich in der Minderzahl. Auf dem Bild meiner HP ist hingegen eine Hutrandriefung deutlich zu sehen.

http://www.pilzfotopage.de/Agaricales/p63.htm

Wie von einigen Forumsteilnehmern schon mehrfach erwähnt, ist der Stiel das einzige verläßliche makroskopische Unterscheidungsmerkmal zwischen Stockschwämmchen und Gifthäubling. Du solltest dich deshalb bei zukünftigen Bestimmungen nicht so sehr am Hutrand festbeissen, sondern mehr auf die Stiele konzentrieren.

Gruß

Harry