Gefrorene Schwefelköpfe

hajo, (vor 9839 Tagen)

Hallo,
Leonie schrieb mir in Ihrer Antwort auf meine
Frage nach Winter(speise- für Boris ;-)pilzen, daß
sie im Winter Schwefelköpfe und auch Stockschwämmchen
sammelt. In meinem Pilzbuch steht jedoch, daß Frost
das Pilzeiweiß verändern und damit zu Vergiftungen
führen kann. Bei Austernseitlingen und Samtfußrüblingen
passiert das ja nicht, aber wie stehts eben gerade
beim Schwefelkopf? Ich habe gerade im Wald eine
hübsche Ansammlung davon gefroren wie die Eiszapfen
gefunden. Kann man die bedenkenlos essen? Man weiß
ja auch nicht, wie oft die schon aufgetaut und wieder
eingefroren sind. Oder macht denen das nix?
Danke,
hajo

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Re: Gefrorene Pilze - Vorsicht!

Boris, (vor 9839 Tagen) @ hajo

Hi! Ich wuerde groesste Vorsicht empfehlen (siehe den Vergiftungsfall durch verdorbene Pilze von Harry.) Eingefrorene Pilze solltest du grundsaetzlich meiden, allenfalls wenn sie erst in der vorherigen Nacht gefroren und seitdem nicht mehr aufgetaut sind hat man noch die Garantie dass das Pilzeiweiss noch nicht in Zersetzung uebergegangen ist. Auch Austernpilze koennen bei sehr starkem Nachtfrost beschaedigt werden, bereits zusammengefallene Pilze auf keinen Fall nehmen! Nur Samtfussruebling und Judasohr scheinen auch nach grosser Kaelte noch weiterwachsen zu koennen, die Pilze sollten aber nach dem Auftauen noch frisch aussehen.

Was Leonie meint, ist wohl mehr dass es auch im Winter auch mal ein, zwei frostfreie Wochen geben kann in denen dann auch Spaetherbstpilze sich mal wieder in die Waelder verirren. In meiner warmen, schneearmen Rheinschiene kommt das nicht selten vor. Wenn also jemand das Glueck hat im Winter ein Bueschel frische graue Schwefelkoepfe, Schneeritterlinge oder Frostschnecklinge zu finden: Guten Appetit!

Gruss, Boris

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Re: Gefrorene Schwefelköpfe

Bruno, (vor 9838 Tagen) @ hajo

Hallo,
Leonie schrieb mir in Ihrer Antwort auf meine
Frage nach Winter(speise- für Boris ;-)pilzen, daß
sie im Winter Schwefelköpfe und auch Stockschwämmchen
sammelt. In meinem Pilzbuch steht jedoch, daß Frost
das Pilzeiweiß verändern und damit zu Vergiftungen
führen kann. Bei Austernseitlingen und Samtfußrüblingen
passiert das ja nicht, aber wie stehts eben gerade
beim Schwefelkopf? Ich habe gerade im Wald eine
hübsche Ansammlung davon gefroren wie die Eiszapfen
gefunden. Kann man die bedenkenlos essen? Man weiß
ja auch nicht, wie oft die schon aufgetaut und wieder
eingefroren sind. Oder macht denen das nix?
Danke,
hajo

Hallo Hajo,

ich hatte am Wochenende einen Baumstamm voller Austernseitlinge in allen Größen entdeckt. Ein Nestchen schöner als das andere, wie sie sich da durch den Schnee schoben.
Sie waren alle durchweg gefroren. Ich schätze, sie begannen zu wachsen, bevor hier der durchgehende Frost einsetzte. Ich sammelte ca 1kg, ließ sie über Nacht auf der Terrasse und habe sie erst am folgenden Tag zubereitet und gegessen. Beim Putzen tauten sie etwas an, aber immer noch gefroren kamen sie in die Pfanne. Super lecker und sehr gut verträglich.
Die Schwefekköpfe die ich gestern im Wald sah, starr vor Kälte wie auch einige Hallimasche, die lass ich aber stehen. Ich finde man siehts den Pilzen an, ob sie noch was taugen oder nicht und die Schwefler, zB., brauchen auch keinen Frost. So denk ich, sie vertragen ihn erst recht nicht.
Bruno