Zur aktuellen Umfrage

Georg, (vor 8591 Tagen)

Bei der aktuellen Umfrage hat sich ja herausgestellt, dass schon mehrere Pilzler
angegriffen wurden beim Ausüben ihrer Tätigkeit. Mich würden nun die näheren
Umstände interessieren (Wie kam es dazu? Wie wurde der Konflikt gelöst?).

Ich selbst war einmal im Mai oder Juni in einem mir schon seit Jahren bekannten Waldstück
mit der Kamera unterwegs (ich hatte nicht einmal einen Korb dabei) um
Frühsommerpilze zu fotografieren, die dort häufig vorkommen (Sommersteinpilze,
Pfeffermilchlinge, Täublinge, Stachelinge, Pfifferlinge).
Plötzlich steht ein Mann vor mir, Zigarette im Mund, Korb in der einen Hand
und ein großes, dolchartiges Messer in der anderen.
Ich dürfe hier nicht Pfifferlinge sammeln, das wäre sein Wald und er habe das
Recht mich hinauszuschmeißen. Ich entgegnete Pilze sammeln wäre überall erlaubt.
Zudem wollte ich ja sowieso nur fotografieren.
Das interessierte ihn aber nicht und er fuchtelte mit dem Messer. Da habe ich
es vorgezogen, das Weite zu suchen.
Soviel ich weiß ist er tatsächlich der Waldbesitzer. Dennoch ist laut deutschem
Waldgesetz das Betreten und auch Pilzesammeln überall erlaubt (Schutzgebiete natürlich
ausgenomen) und ich war eindeutig im Recht. Waldsperrungen sind anzumelden
und auch zu kennzeichnen. Nichts dergleichen war dort geschehen.

Georg

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Re: Zur aktuellen Umfrage

coco, (vor 8591 Tagen) @ Georg

hallo georch,

ich habe bei der umfrage mit ja gestimmt, weil ich schon mehrere unangenehme begegnungen mit wildschweinen hatte.

einmal wurde ich von einer wildsau wirklich angegriffen. an dem mir vertrauten hang war gerade ein 2m hoher zaun errichtet worden, hinter dem fand ich mich dann wieder. ich kann mich nicht erinnern, wie ich den überklettert habe - zurück war schwieriger, die angst hat dann eben gefehlt...

die wildsau hatte wohl frischlinge in ihrer nähe.

gruss coco

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Gelten Zecken und Mücken auch ??? :-)) *oT*

Jogi, (vor 8591 Tagen) @ Georg

- kein Text -

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Re: Zur aktuellen Umfrage

pilzmel ⌂, (vor 8591 Tagen) @ Georg

Hallo Pilzfreunde,
ich habe bei "Tier" bejaht, obwohl es am direkten Angriff (noch) fehlte. Aber ich kann getrost drauf wetten, in jeder noch so kleinen Ansammlung von Bäumen (Stadtpark inclusive) stets von mindestens einem Hund verbellt zu werden. Der kleine lautstarke Dackel nervt nur etwas, aber ich habe schon öfters vor bedrohlich großen Doggen und auch Kampfhunden minutenlang in Erstarrung gewartet, bis Herrchen & Frauchen mal hinter der nächsten Biegung erscheinen und mir versichern, daß Hundchen aufs Wort gehorcht. Ich bin auch schon wieder ins Auto gestiegen, wenn auf dem Parkplatz vorm Walde 2, 3 Wagen als Hundetransporter erkennbar waren.
Jaja, nun lacht mal... Aber ich finde das irgendwie nicht lustig.
Beste Grüße! pm.

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Re: Zur aktuellen Umfrage

Harald Andres Schmid, (vor 8591 Tagen) @ pilzmel

aber ich habe schon öfters vor bedrohlich großen Doggen und auch
Kampfhunden minutenlang in Erstarrung gewartet, bis Herrchen &
Frauchen mal hinter der nächsten Biegung erscheinen und mir versichern,
daß Hundchen aufs Wort gehorcht. Ich bin auch schon wieder ins Auto
gestiegen, wenn auf dem Parkplatz vorm Walde 2, 3 Wagen als
Hundetransporter erkennbar waren.
Jaja, nun lacht mal... Aber ich finde das irgendwie nicht lustig.
Beste Grüße! pm.

hallo,
ich lache nicht...
Ich habe auch schon öfters erlebt, dass die mit hochgezogenen Lefzen geifernde und grollende Bestie vom Besitzer - verständnislos auf mein Gesicht schauend - als "stets lieber Hund", der "noch nie etwas getan habe" bezeichnet wurde. Ich gebe zu, dass ich auf eine bestimmte Sorte von Hundebesitzern nicht gut zu sprechen bin...
Gruss, Harald Andres

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Bestie???

Christoph ⌂, (vor 8591 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres, hallo Pilzmel,

hiermit möchte ich mich erst mal als absoluter Hundefreund outen ;-).
Die Bestie, wie du es am Schluss eigentlich auch schreibst, ist in den seltesten Fällen der Hund. Meist ist es der/die Besitzer/in. Groe Hunde sehen zwar gefährlich aus, sind es aber nicht per se. Meist (fast immer?) macht der Mensch durch falsche Erziehung, durch Misshandlung oder direkten Missbrauch ("scharf machen") aus dem an und für sich friedlichen Hund eine "Bestie".

Also bitte nicht dem Hund, sondern dem Besitzer die Schuld geben...

Grüße
Christoph

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Re: Bestie???

gunter, (vor 8590 Tagen) @ Christoph

hallo christoph,

ich gebe dir mit dieser klarstellung unbedingt recht, aber das hilft mir in der entsprechenden situation leider nicht weiter - da nicht das schuldige herrchen/frauchen vor mir steht, sondern ihr produkt.

tschüß gunter

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Re: Bestie???

Harald Andres Schmid, (vor 8590 Tagen) @ Christoph

Hallo Harald Andres, hallo Pilzmel,
hiermit möchte ich mich erst mal als absoluter Hundefreund outen ;-).
Die Bestie, wie du es am Schluss eigentlich auch schreibst, ist in den
seltesten Fällen der Hund. Meist ist es der/die Besitzer/in. Groe Hunde
sehen zwar gefährlich aus, sind es aber nicht per se. Meist (fast immer?)
macht der Mensch durch falsche Erziehung, durch Misshandlung oder direkten
Missbrauch ("scharf machen") aus dem an und für sich friedlichen
Hund eine "Bestie".
Also bitte nicht dem Hund, sondern dem Besitzer die Schuld geben...
Grüße
Christoph

hallo, Christoph
Auch wenn du mir das jetzt nicht mehr glaubst: auch ich liebe Hunde!
Ich bin auf dem Lande mit Hunden aufgewachsen.
Ich stimme mit dir überein, das meist die Besitzer das Problem sind.
Ich denke das verbreitetste Missverständnis ist dieses:
Nur schlecht erzogene Hunde seien ein Problem.
Ich wage die provokative These, das das eben nicht so ist!!!
Die agressiv reagierenden Hunde sind die, die sich den ganzen Spaziergang lang das "Fuss - Platz - Sitz"-Gebrülle ihrer Besitzer anhören müssen.
Die "schlecht erzogenen", die sich einen Deut um den Zuruf ihres Besitzers kümmern, neugierig auf einen zurennen, um einen zu beschnüffeln, sind nach meiner Erfahrung niemals agressiv, weils sie eben nicht schon völlig gestört sind vom "Abrichten".
Ein anderes Kapitel sind die Hunde, denen die Beisshemmung durch Züchtung weggenommen worden ist. Da stimmt meine These nicht.
Da ist es sogar gefährlich, zu sagen, es käme da nur auf den Besitzer an, der sie halt gut unter Kontrolle haben sollte. Es mag da ja Ausnahmen geben: aber in den meisten Fällen sind das doch genau der Typ Leute, denen man am wenigsten einen solchen Hund anvertrauen würde!!!
Auf die Gefahr hin, dass ich mir mit diesen Zeilen ein paar neue Feinde gemacht habe...
Gruss, Harald Andres

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Re: Zur aktuellen Umfrage

Christoph ⌂, (vor 8591 Tagen) @ Georg

Ich habe mit nein geantwortet, da ich die Frage auf das hiesige Deutschland bezogen habe. Hier hat weder Mensch noch Tier (bis auf Zecken, Kriebelmücken, Bremsen und normalen Mücken) was getan.

In Kolumbien hat mich allerdings einmal ein Schlange angegriffen und ist mir ein paar Meter fauchend gefolgt. Das Ambiente war ähnlich wie in Oberbayern (Anden, ca. 2000 m Höhe), sprich Kuhweiden und Feldweg nebst Waldinseln. Auf einem Feldweg ists passiert - die Schlange hatte sich am Wegrand wohl versteckt und mich, der natürlich am Wegrand lief um nach Wegrandpilzen zu sehen, angegriffen, weil ich ihr wohl zu nah kam. Im grünen Gras habe ich das grüne, aggressive Vieh nicht gesehen. Zum Biss kams net, ich konnte schneller laufen als sie kriechen ;-)

Da es beim Pilzesammeln war, könnte man es entfernt auf die Umfrage beziehen... ;-)

Grüße
Christoph

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Re: Zur aktuellen Umfrage

Karl Keck ⌂, (vor 8591 Tagen) @ Georg

Plötzlich steht ein Mann vor mir, Zigarette im Mund, Korb in der einen Hand
und ein großes, dolchartiges Messer in der anderen.

Kurz nach Sonnenuntergang kam ich aus dem Wald zum Auto zurück. Ich packte gerade meinen Korb in den Kofferraum, als plötzlich ein Jäger mit zwar nicht auf mich gerichteter, aber umgehängter Flinte, vor dem Auto auftauchte. Was ich da ins Auto einlade, wollte er mit strengem Ton wissen. Er hielt mich wohl für einen Wilderer. Und überhaupt dürfe ich mich nur auf den Wegen im Wald aufhalten. Er müsse einen Bock schießen und den hätte ich ihm nun verjagt.
Als ich ihm meinen Korb mit lauter Nicht-Speisepilzen zeigte, war er plötzlich wie umgewandelt. Ob es überhaupt noch Pfifferlinge gebe u.s.w.
Er hat mich zwar nicht eigentlich bedroht, aber ich gebe zu, dass ich schon ein wenig weiche Knie hatte. Danach ging ich Jägern längere Zeit aus dem Weg.
Deshalb habe ich bei der Umfrage "bedroht von einem Menschen" angeklickt.

Inzwischen hatte ich aber eine recht positive Begegnung mit einem verständigen Jäger, der sich sehr für mein Hobby interessierte.

Gruß, Karl

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Re: Zur aktuellen Umfrage

Huperzia ⌂, (vor 8591 Tagen) @ Georg

Ich war mal mit der Familie unterwegs und mein Sohn, der damals drei war ist einen Berg hinunter vorgerannt und plötzlich kam von oben ein gefährlich aussehender Hund, der hat sich direkt vor uns gestellt und uns so von Felix abgetrennt und geknurrt und nicht mehr sehr freundlich geguckt.
Nach 23456789023456789 Angstschweißperlen hat es oben gepfiffen und der Hund war weg und meine Kraft in den Beinen auch.

Bin aber froh, daß Felix nicht die großen Zähne sehen mußte, denn der hat schon manchmal vor 10cm-Hunden Schiß - und dieser war groß und kräftig.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Zur aktuellen Umfrage

Tobi, (vor 8590 Tagen) @ Georg

Hallo,

ich selber wurd nicht bedroht aber eine Bekannte die letzten Herbst mit zum Pilzesuchen gekommen war:

Wir waren im Bienwald(Pfalz) unterwegs als ich plötzlich aus einem Gestrüpp den Schrei meiner Bekannten höhrte: "Hilfe hier ist ein riesiges Wildschwein. Was soll ich tun"(leicht-mittel panischer Unterton). Ich riet ihr einfach still stehen zu bleiben. Der Eber machte sich kurz danach aus dem Staub. Es war wirklich ein ganz schön großer Brocken gewesen.
Ich habe noch nie ein Tier in so einem Tempo durch den Wald düsen sehen. Er überquerte 5m hinter meinem Sohn (4Jahre) und seiner Oma einen Waldweg und verschwand.
Mein Junior fand das natürlich alles sehr spannend und toll.
Meiner Bekannten saß der Schreck noch eine Weile in den Knien.
Ich habe mir später nur vorgestellt was passieren würde wenn einen so ein Eber mit dieser Geschwindigkeit rammen würde (vor allem ein Kind). Wir Menschen sind ziehmlich schwache und schutzlose Tiere. Aber das Verdrängt man lieber schnell wieder.

Dieses Pilzesuchen ist in Erinnerung geblieben. (Nicht wegen der paar Rotkappen die wir gefunden haben).

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Wildsäue

interhias ⌂, (vor 8589 Tagen) @ Georg

Servus

Mein Münchner Hauptpilzrevier liegt in einem "Wildpark", wo es reichlich Wildsäue gibt. Man liest immer wieder mal in der Zeitung, dass ein Spaziergänger, Jogger o.ä. von einer Wildsau angegriffen worden sei.
Mir ist das noch nie passiert beim Pilzesuchen, obwohl ich praktisch jedes Mal auf Wildschweine stoße, mal auf einzelne, mal auf ganze Rotten. In der Regel hauen die Schweine ab, sobald sie einen bemerken. Einzelne Eber lassen sich oft einfach nicht beim Wühlen stören und bleiben ungerührt, wo sie sind. Man kann sie einfach ignorieren. Man sollte wohl nur darauf achten, dass man die Tiere nicht überrascht und damit erschreckt.
Ich denke, die meisten Unfälle passiern, weil Leute die halbzahmen Wildsäue mit Streicheltieren verwecheln und meinen, sie füttern zu müssen.
Für mich als Schwammerlsucher sind furchterregende Keiler genauso nützlich wie Nadelholzhäublinge oder Knollis: Sie dezimieren die Konkurrenz, hehe. Genauso nützlich sind Herbstzeitlose und Maiglöckerln für den Bärlauchsammler.

Matthias

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Wildgewordener Rehbock *PIC*

Rainer_aus_AC, (vor 8589 Tagen) @ Georg

Hallo zusammen,

passend zum Thema, auch wenn die Leute vermutlich keine Pilzsammler waren,
gab es heute in den Aachener Nachrichten die folgende Meldung:

[image]

Dass Wildsäue agressiv werden können, hat man ja schon öfter mal mit bekommen, aber von Rehböcken habe ich das bisher noch nicht gehört.

Habt es das bei Euch auch schon mal gegeben?

Rainer.