Pfifferling

Tobi, (vor 8589 Tagen)

Hallo zusammen,

ich weiß es ist noch etwas früh für diese Pilze aber ich dachte ich nutze die Pilzarme Zeit für eine Frage.

Im Herbst höhre ich oft von Leuten: " Ich habe jede Menge Pfifferlinge gefunden"
Wenn ich im Wald bin finde ich auch pfifferlingähnliche Pilze. Aber nach langem und ausführlichem Prüfen (Ich bin ein Sicherheitspilzesucher)komme ich dann zu dem Schluß: Es muß der "falsche Pfifferling sein. Dann frage ich mich natürlich

1. Bin ich zu blöd um echte Pfifferlinge zu finden ?
2. Ist das vielleicht doch ein echter Pfifferling ?
3. Oder finden die anderen auch den falschen und essen ihn einfach ?

Bitte helft mir.
Gibt es ein eindeutiges Zeichen (außer dem Geruch) der den echten von Falschen unterscheidet?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten

Tobi

P.S. Beim MRI http://www.toxinfo.org ist der Falsch mit dem Hinweis versehen:
"Der Pilz ist keine Speisepilz und soll nicht verzehrt werden"
Hier in der Pilzgalerie ist er als eßbar eingestuft. Was sind Eure Erfahrungen?

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Re: Pfifferling

Karl-Heinz ⌂, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Hallo,
ein einfaches Unterscheidungsmerkmal sind die Lamellen beim falschen und die Leisten beim "echten" Pfifferling. Die Lamellen lassen sich leicht mit dem Fingernagel von der Unterseite des Hutes abschieben, die Leisten beim Pfifferling eben nicht, das sie Bestandteil des Hutfleisches sind.
Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo zusammen,
ich weiß es ist noch etwas früh für diese Pilze aber ich dachte ich nutze die
Pilzarme Zeit für eine Frage.
Im Herbst höhre ich oft von Leuten: " Ich habe jede Menge Pfifferlinge
gefunden"
Wenn ich im Wald bin finde ich auch pfifferlingähnliche Pilze. Aber nach
langem und ausführlichem Prüfen (Ich bin ein Sicherheitspilzesucher)komme
ich dann zu dem Schluß: Es muß der "falsche Pfifferling sein. Dann
frage ich mich natürlich
1. Bin ich zu blöd um echte Pfifferlinge zu finden ?
2. Ist das vielleicht doch ein echter Pfifferling ?
3. Oder finden die anderen auch den falschen und essen ihn einfach ?
Bitte helft mir.
Gibt es ein eindeutiges Zeichen (außer dem Geruch) der den echten von
Falschen unterscheidet?
Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten
Tobi
P.S. Beim MRI http://www.toxinfo.org ist der Falsch mit dem Hinweis
versehen: "Der Pilz ist keine Speisepilz und soll nicht verzehrt
werden"
Hier in der Pilzgalerie ist er als eßbar eingestuft. Was sind Eure
Erfahrungen?

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Re: Pfifferling

Harald Andres Schmid, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Bitte helft mir.
Gibt es ein eindeutiges Zeichen (außer dem Geruch) der den echten von
Falschen unterscheidet?
Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten
Tobi

hallo, Tobi
ich stimme mit Karl-Heinz überein.
Du musst dir Leisten (Pfifferling) so vorstellen, als ob jemand mit einem Schnitzwerkzeug Kerben auf die Unterseite des Pilzes geschnitten hätte, so dass Grate stehen bleiben.
Ein Lamellenpilz (wie der falsche Pfifferling) hat hingegen Strukturen, die wie nebeneinander angeheftete Blätter aussehen.
Ein weiteres Merkmal des falschen Pfifferlings ist, dass je zwei Lamellen am Stiel entspringen und sich dann gegen aussen teilen.
Mit der Essbarkeit ist es so eine Sache. In vielen Büchern ist er essbar, in einigen giftig.
Auf jeden Fall ist er geschmacklos.
Die nahe Verwandtschaft zu den Kremplingen, von denen einer (Kahler Krempling) im Ruf steht, angeblich (!) eine tödliche allergische Reaktion mit Hämolyse hervorzurufen, macht den Pilz auf jeden Fall verdächtig.
Zu den Pfifferlingen: Der frühe Sommer (bevor die anderen Pilze so richtig kommen) ist häufig eine gute Zeit um Ausschau zu halten...
Gruss, Harald Andres

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Re: Pfifferlingsvergleich, Bild *PIC*

elfi ⌂, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Hallo Tobi,
um den Unterschied zu erkennen, habe ich Dir ein Bild gemixt.
wie Du siehst, hat der falsche Pfifferling, die, schon von den anderen
Beantwortern Deiner Frage, beschriebenen feinen Lamellen, während der
echte Pfifferling grobe Leisten hat, die mit dem Pilz fest verbunden sind.
[image]

der falsche Pfifferling ist in der Farbtönung insgesamt mehr orange.

Ich kenne Leute, die den falschen Pfiffer ohne Probleme schon verspeist
haben. Ich habe ihn noch nicht gegessen, kann Dir also zum Geschmack
nichts sagen.

Einen guten Pfifferherbst wünscht Dir
elfi

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Re: Pfifferling

Tobi, (vor 8589 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres

vielen Dank für deine Antwort.

Ein weiteres Merkmal des falschen Pfifferlings ist, dass je zwei Lamellen am
Stiel entspringen und sich dann gegen aussen teilen.

Das seh ich auf den Bildern von Elfi aber auch bei den Leisten vom Echten. Oder habe ich das nicht ganz verstanden?

Gruß
Tobi

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Re: Pfifferling

Joachim, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Hallo Tobi,
alles was du als Antwort bekommen hast ist Richtig.
Ich möcht nur noch etwas zur zum Wachstum des Pfifferlings sagen.
Er wächst zumindest im Odenwald von ende Mai bis November, wobei die Hauptzeit
der Juni ist. Du brauchst also gar nicht mehr solange Warten. Nur so nebenbei,
im Juni gibt es den falschen Pfifferling in der Regel noch nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Pfifferling *PIC*

Gelbfieber, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Hallo Tobi,

schau mal auf das Bild, dann siehst Du das beim „Echten“ eine Leiste vom Stiel abgeht und sich dann erst teilt.
Aber ganz wichtig ist der schon gesagte Unterschied:
Pfifferling = Leisten
Falscher Pfifferling = Lamellen

Alles Gute
Gelbfieber

[image]

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Re: Pfifferling

Matt, (vor 8589 Tagen) @ Tobi

Hi Tobi,

das einfachste Unterscheidungsmerkmal sind die Farbe und die Festigkeit. Der echte Pfifferling ist - sofern die Oberfläche nicht beschädigt ist - richtig gelb, manchmal braun (an dunklen, trockenen Stellen) und hat einschliesslich der Leisten auf der intakten Haut die gleiche Farbe. Der falsche Pfifferling ist dagegen orange und die Lamellen sind etwas rötlicher als die Huthaut.
Der echte Pfifferling ist ausgesprochen fest, wohingegen der falsche Pfifferling eher ein weicher Pilz ist. Beim falschen Pfifferling kannst Du mühelos den Hut ein Stück 'umkrempeln' und siehst dann weiche, dichtstehende rötliche Lamellen. Beim echten Pfifferling wird Dir das normalerweise (ausser bei gammeligen und überfeuchten Exemplaren) nicht gelingen, ohne den Pilz auseinanderzubrechen.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Fundort. Der falsche Pfifferling wächst überwiegend an besonders lichten bis sonnigen Stellen und massenhaft. Der echte Pfifferling bevorzugt deutlich feuchtere Umgebung und eher schattig. Es gibt da Ausnahmen, aber an richtig hellen Plätzen (z.B. mitten auf Wegen) habe ich bisher nur einzelne Pfifferlinge gefunden, gruppenweise finden sie sich dann oft in der Nähe im dunkleren Unterholz oder versteckt in Heidekraut, Blaubeeren oder Moos.
In welcher Gegend suchst Du denn? Im Taunus soll der Pfifferling praktisch ausgerottet sein ;-((
Mitte/Ende Juni sind die Chancen für üppige Funde am besten. Nach meinen Erfahrungen sind Pfifferlinge in der Nähe von Straßen selten. Ein Fahrrad könnte daher nützlich sein, um von den üblichen Trampelpfaden wegzukommen, dann einfach den Waldwirtschaftsschneisen seitlich der Wege folgen ...
Viel Glück

Matthias

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Re: Pfifferling

Wolfgang, (vor 8589 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Tobi,
schau mal auf das Bild, dann siehst Du das beim „Echten“ eine Leiste vom
Stiel abgeht und sich dann erst teilt.
Aber ganz wichtig ist der schon gesagte Unterschied: Pfifferling = Leisten
Falscher Pfifferling = Lamellen
Alles Gute
Gelbfieber

Hi Gelbfieber,

da hast Du den falschen Pfifferling noch nicht genau genug angesehen, denn auch der hat echt gegabelte Lamellen.
Der Unterschied ist die Regelmäßigkeit: während bei Deinem Pfifferlingsbild sich auch 'mal nur ein "Zweig" weiter aufgabelt und dadurch ein aderiges Muster entsteht, herrscht beim falschen Pfifferling fast perfekte Symmetrie.

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Das wichtigste Unterschiedungsmerkmal

Birgit, (vor 8589 Tagen) @ Matt

Hallo Matthias

sind nach wie vor die mit dem Fingernagel leicht wegschiebbaren Lamellen beim falschen Pfifferling.

das einfachste Unterscheidungsmerkmal sind die Farbe und die Festigkeit. Der
echte Pfifferling ist - sofern die Oberfläche nicht beschädigt ist -
richtig gelb, manchmal braun (an dunklen, trockenen Stellen) und hat
einschliesslich der Leisten auf der intakten Haut die gleiche Farbe. Der
falsche Pfifferling ist dagegen orange und die Lamellen sind etwas
rötlicher als die Huthaut.

Pfifferlinge im Kalkbuchenwald, die streng genommen eine andere Pfifferlingsart sind (Cantharellus subpruinatus) aber bei den meisten Sammlern unter Pfifferling laufen dürften und sich bei oberflächlichem Hinsehen kaum unterscheiden können im Alter ebenfalls ziemlich orange sein. Hier (Oberbayern) finde ich eigentlich nur diese Sorte.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Fundort. Der falsche Pfifferling
wächst überwiegend an besonders lichten bis sonnigen Stellen und
massenhaft. Der echte Pfifferling bevorzugt deutlich feuchtere Umgebung
und eher schattig.

Das ist so nicht ganz richtig, die wenigen Pfifferlingsstellen, die ich im Schwarzwald kennengelernt habe, waren immer an steilen Böschungen und sonnenexponiert.

Es gibt da Ausnahmen, aber an richtig hellen Plätzen
(z.B. mitten auf Wegen) habe ich bisher nur einzelne Pfifferlinge
gefunden, gruppenweise finden sie sich dann oft in der Nähe im dunkleren
Unterholz oder versteckt in Heidekraut, Blaubeeren oder Moos.

Wie gesagt das gilt mit Einschränkungen für die sauren Nadelwaldpfifferlinge, nicht für Pfifferlinge im Kalkbuchenwald.

Gruß

Birgit

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Re: Das wichtigste Unterschiedungsmerkmal

Karl-Heinz ⌂, (vor 8589 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
das sehe ich auch so. Es geht hier wie z. B. auch beim Stockschwämmchen um die sicheren, immer vorhandenen Merkmale. Merkmale wie Standort, Erscheinungszeit, Festigkeit der Fruchtkörper, sind sehr variabel.
Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo Matthias
sind nach wie vor die mit dem Fingernagel leicht wegschiebbaren Lamellen beim
falschen Pfifferling.
Pfifferlinge im Kalkbuchenwald, die streng genommen eine andere
Pfifferlingsart sind (Cantharellus subpruinatus) aber bei den meisten
Sammlern unter Pfifferling laufen dürften und sich bei oberflächlichem
Hinsehen kaum unterscheiden können im Alter ebenfalls ziemlich orange
sein. Hier (Oberbayern) finde ich eigentlich nur diese Sorte.
Das ist so nicht ganz richtig, die wenigen Pfifferlingsstellen, die ich im
Schwarzwald kennengelernt habe, waren immer an steilen Böschungen und
sonnenexponiert.
Wie gesagt das gilt mit Einschränkungen für die sauren Nadelwaldpfifferlinge,
nicht für Pfifferlinge im Kalkbuchenwald.
Gruß
Birgit

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Nachtrag

Birgit, (vor 8589 Tagen) @ Birgit

Noch was:

sind nach wie vor die mit dem Fingernagel leicht wegschiebbaren Lamellen beim
falschen Pfifferling.

Wenn man mit dem Finger fest auf die Lamellen vom falschen Pfifferling drückt dann zermatscht man sie zu Brei, das geht beim echten Pfifferling auch nicht.

Birgit

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Re: Nachtrag

Karl-Heinz ⌂, (vor 8589 Tagen) @ Birgit

Auch das könnte man als sicheres Unterscheidungsmerkmal konstatieren.
Gruß
Karl-Heinz

Noch was: Wenn man mit dem Finger fest auf die Lamellen vom falschen
Pfifferling drückt dann zermatscht man sie zu Brei, das geht beim echten
Pfifferling auch nicht.
Birgit

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Re: Pfifferling

Tobi, (vor 8588 Tagen) @ Matt

Hallo Matthias,

ich bin normalerweise im Bienwald (das ist in der Nähe von Wörth(Pfalz)) oder in den Pfälzer Bergen (z.B. Bad Bergzabern) unterwegs.
Ich selber habe dort soviel ich jetzt sagen kann bisher nur den falschen Pfifferling gefunden. Was haben dann die anderen gefunden ?

Gruß
Tobi

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Re: Pfifferling

Tobi, (vor 8588 Tagen) @ Tobi

Hallo zusammen,

vielen Dank an alle für die ausführlichen Infos und Bilder.
Ihr habt mir wirklich weitergeholfen.

Gruß
Tobi