Ziegelrote Kohlenkruste ? *PIC*

bleem, (vor 8586 Tagen)

Hallo Pilzfreunde

Könnte dies die Ziegelrote Kohlenkruste (Hypoxylon rubiginosum) sein?
Ich habe wie vielleicht bekannt, leichte Schwierigkeiten mit diesen Pilzen und im Moment auch kein Mikroskop daheim. Wer kennt diesen Pilz? Ach ja, Substrat müßte Esche sein, weil der Baum direkt neben dem Ästchen stand, welches auf dem Erdbodenlag und beim besten Willen nicht mehr zu identifizieren ist, ohne Rinde und in diesem Zustand ;-).

Danke und Ciao bleem

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

Piwo, (vor 8586 Tagen) @ bleem

Hallo Pilzfreunde
Könnte dies die Ziegelrote Kohlenkruste (Hypoxylon rubiginosum) sein?
Ich habe wie vielleicht bekannt, leichte Schwierigkeiten mit diesen Pilzen
und im Moment auch kein Mikroskop daheim. Wer kennt diesen Pilz? Ach ja,
Substrat müßte Esche sein, weil der Baum direkt neben dem Ästchen stand,
welches auf dem Erdbodenlag und beim besten Willen nicht mehr zu
identifizieren ist, ohne Rinde und in diesem Zustand ;-).
Danke und Ciao bleem

Hallo bleem,

deine Bestimmung könnte hinkommen.

Gruß Piwo

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

bleem, (vor 8585 Tagen) @ Piwo

Hallo Piwo

Danke für Deine Antwort, ich denke auch das das die ZK ist!!

Ciao bleem

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

Werner2, (vor 8585 Tagen) @ bleem

Hallo bleem,

ein kleiner Tipp: schneide ein winziges Stromastückchen mit der Rasierklinge ab und lege es auf ein weißes saugfähiges Papier. Dann ein Tropfen 10%ige Kalilauge draufträufeln. Um das Stromastückchen färbt sich bei H. rubiginosum das Papier orangebraun. Damit kann man sie z.B. von der ähnlichen, ebenfalls auf Esche vorkommenden, und flächig wachsenden H. macrocarpum und weiteren Arten unterscheiden. Hat bei mir bisher immer (d.h. bei den wenigen Funden) funktioniert.

Gruß Werner2

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

bleem, (vor 8585 Tagen) @ Werner2

ein Tropfen 10%ige Kalilauge draufträufeln.

Hallo Werner2

Danke für Deine Antwort, ich werde es mal probieren!! Aber erst muß ich mir die Lauge besorgen ;-).

Ciao bleem

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Prima Tipp zur Unterscheidung, Werner2 !

Karl Keck ⌂, (vor 8585 Tagen) @ Werner2

ein kleiner Tipp: schneide ein winziges Stromastückchen mit der Rasierklinge
ab und lege es auf ein weißes saugfähiges Papier. Dann ein Tropfen 10%ige
Kalilauge draufträufeln. Um das Stromastückchen färbt sich bei H.
rubiginosum das Papier orangebraun. Damit kann man sie z.B. von der
ähnlichen, ebenfalls auf Esche vorkommenden, und flächig wachsenden H.
macrocarpum und weiteren Arten unterscheiden. Hat bei mir bisher immer
(d.h. bei den wenigen Funden) funktioniert.
Gruß Werner2

Probier ich beim nächsten Fund gleich aus!
Danke für den Tipp, Werner!

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.. ist nicht auf meinem "Mist gewachsen".

Werner2, (vor 8584 Tagen) @ Karl Keck

Danke für die Blumen, Karl.

Der Hinweis kommt von von Manfred Enderle und der hat das
wohl von Zdenek Pouzar, der ja einige Hypoxylonarten neu
beschrieben hat. Die Färbung kommt von einem orangefarbenen
Pigment,welches zwischen den Perithecien vorhanden ist, und
was sich mit Kalilauge lösen läßt.
Was Vergleichbares gibt es ja auch beim Zunderschwamm.
Gruss Werner2

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Achtung!

Andreas ⌂, (vor 8584 Tagen) @ Werner2

ein kleiner Tipp: schneide ein winziges Stromastückchen mit der Rasierklinge
ab und lege es auf ein weißes saugfähiges Papier. Dann ein Tropfen 10%ige
Kalilauge draufträufeln. Um das Stromastückchen färbt sich bei H.
rubiginosum das Papier orangebraun. Damit kann man sie z.B. von der
ähnlichen, ebenfalls auf Esche vorkommenden, und flächig wachsenden H.
macrocarpum und weiteren Arten unterscheiden. Hat bei mir bisher immer
(d.h. bei den wenigen Funden) funktioniert.
Gruß Werner2

Hallo,

der Tipp ist sicher gut, aber es gibt mehrere Arten mit orangefarben löslichen Pigmenten. Bei Hypoxylon kennt man orange-, violett- und olivlichfarben in KOH lösende Pigmente, ein grundlegendes Unterscheidungsmerkmal. Übrigens gilt das auch für die sicherlich nahe verwandte Gattung Daldinia, die über weitaus mehr Arten verfügt (ca. 10) als nur die bekannte Daldinia concentrica.
Zu Hypoxylon gibt's nen prima Schlüssel im Netz, hab nur leider die URL nicht parat.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Achtung!

Werner2, (vor 8584 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

es gibt natürlich noch mehrere Hypoxylon-Arten mit dieser Reaktion,
und man kann auf dieser tollen Homepage (!), die Bleem entdeckt, und Du bestätigst hat, das ja auch sehen. Die in Frage kommenden Arten sind aber in der Form und der Größe doch deutlich von H. rubiginosum unterschieden.
Bei den größeren, flächig wachsenden Arten landet man eigentlich immer bei H. rubiginosum. Gerade mit dieser auffälligen Verfärbung. Viel falsch kann man dann doch nicht mehr machen.
H. rubiginosum ist makroskopisch gut ansprechbar, und mit dem KOH-Test dann abschließend recht sicher bestimmbar. Natürlich muss man dann nochmals durch das Mikroskop sehen, und anhand der Sporen schauen, ob es wirklich eine Hypoxylonart ist.
Gruss Werner2

der Tipp ist sicher gut, aber es gibt mehrere Arten mit orangefarben
löslichen Pigmenten. Bei Hypoxylon kennt man orange-, violett- und
olivlichfarben in KOH lösende Pigmente, ein grundlegendes
Unterscheidungsmerkmal. Übrigens gilt das auch für die sicherlich nahe
verwandte Gattung Daldinia, die über weitaus mehr Arten verfügt (ca. 10)
als nur die bekannte Daldinia concentrica.
Zu Hypoxylon gibt's nen prima Schlüssel im Netz, hab nur leider die URL nicht
parat.
Beste Grüße,
Andreas

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Re: Achtung!

Andreas ⌂, (vor 8583 Tagen) @ Werner2

es gibt natürlich noch mehrere Hypoxylon-Arten mit dieser Reaktion,
und man kann auf dieser tollen Homepage (!), die Bleem entdeckt, und Du
bestätigst hat, das ja auch sehen. Die in Frage kommenden Arten sind aber
in der Form und der Größe doch deutlich von H. rubiginosum unterschieden.
Bei den größeren, flächig wachsenden Arten landet man eigentlich immer bei H.
rubiginosum. Gerade mit dieser auffälligen Verfärbung. Viel falsch kann
man dann doch nicht mehr machen.
H. rubiginosum ist makroskopisch gut ansprechbar, und mit dem KOH-Test dann
abschließend recht sicher bestimmbar. Natürlich muss man dann nochmals
durch das Mikroskop sehen, und anhand der Sporen schauen, ob es wirklich
eine Hypoxylonart ist.
Gruss Werner2

Hallo Werner,

ja, ich stimme Dir zu dass H. rubiginosum die einzige orange-reagierende Art mit derartigem Aussehen ist. Wollte nur darauf hinweisen, dass diese Reaktion nicht einzigartig in der Gattung ist.
Im übrigen halte ich bleems Bild doch zweifelsfrei für Hypoxylon rubiginosum.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

Kazuya, (vor 8585 Tagen) @ bleem

Hallo bleem,
áus meiner Sicht dürftest du bei H. rubiginosum richtig liegen. Typisch sind die flächig wachsenden Stromata, welche oberflächlich irgendwie rotbraun gefärbt und höckerig bis warzig durch die Perithezienmündungen punktiert sind.
Auch das Vorkommen an entrindeten Stämmen ist nicht untypisch.

Viele Grüße,
Kazuya

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

bleem, (vor 8585 Tagen) @ Kazuya

Hallo Kazuya

Auch Dir danke ich für die Antwort! Was ich bemerkt habe, war die feine schwarze Umrandung um das Stroma herum. Auch bei Bildern in Büchern ist dies zu sehen. Kann man das vielleicht auch als ein Kennzeichen herholen oder kommt das bei anderen Arten auch vor?

Danke und Ciao bleem

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Re: Ziegelrote Kohlenkruste ?

Kazuya, (vor 8584 Tagen) @ bleem

Hallo,
sorry, bleem, aber da kann ich nichts genaues drüber sagen. Eine schwarze Umrandung hab ich bei H. rubiginosum noch nie gesehen (oder ist mir nicht aufgefallen). Vielleicht kann man das als Merkmal nutzen, obwohl wahrscheinlich viele andere Arten mit rötlichen Fruchtkörpern Tendenzen zu schwarz aufweisen können (siehe H. multiforme im Alter, oder auch H. fuscum). Ob das mit H. rubiginosum genauso abläuft, würde mich interessieren.
Viele Grüße,
Kazuya