Agaricus xantholepis

KARL, (vor 9943 Tagen)

Hallo Pilzexperten,

kennt eine/r von Euch den Gelbschuppigen Egerling, Agaricus xantholepis?
Ich meine, diese Art gefunden zu haben, besitze aber leider keinen Moser und keinen Champignonschlüssel.
Hut: 6 cm Durchmesser, goldgelb, schuppig, Lamellen zuerst fast weiss, nach einigen Stunden dunkelbraun.
Sporen: gelbbraun, 7-8 x 4 µm. Sporenpulver: schwarzbraun.
Stiel: fast weiss, mit vergänglicher Manschette.
Das Abbildungsverzeichnis von Bollmann/Gminder/Reil zitiert eine einzige Abbildung in Cappelli-Musumeci, der mir nicht zugänglich ist.
Fichtenforst.

Grüße
Karl

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Re: Agaricus xantholepis

Holger, (vor 9943 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

kannst Du bitte noch ergänzen:

Beschreibung Stielfuß, Fleisch rötend / gilbend /unveränderlich,

Hallo Pilzexperten,
kennt eine/r von Euch den Gelbschuppigen Egerling, Agaricus xantholepis?
Ich meine, diese Art gefunden zu haben, besitze aber leider keinen Moser und keinen Champignonschlüssel.
Hut: 6 cm Durchmesser, goldgelb, schuppig, Lamellen zuerst fast weiss, nach einigen Stunden dunkelbraun.
Sporen: gelbbraun, 7-8 x 4 µm. Sporenpulver: schwarzbraun.
Stiel: fast weiss, mit vergänglicher Manschette.
Das Abbildungsverzeichnis von Bollmann/Gminder/Reil zitiert eine einzige Abbildung in Cappelli-Musumeci, der mir nicht zugänglich ist.
Fichtenforst.
Grüße
Karl

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Re: Agaricus xantholepis

KARL, (vor 9941 Tagen) @ Holger

Hallo Karl,
kannst Du bitte noch ergänzen:
Beschreibung Stielfuß, Fleisch rötend / gilbend /unveränderlich,

Hallo Pilzexperten,
kennt eine/r von Euch den Gelbschuppigen Egerling, Agaricus xantholepis?
Ich meine, diese Art gefunden zu haben, besitze aber leider keinen Moser und keinen Champignonschlüssel.
Hut: 6 cm Durchmesser, goldgelb, schuppig, Lamellen zuerst fast weiss, nach einigen Stunden dunkelbraun.
Sporen: gelbbraun, 7-8 x 4 µm. Sporenpulver: schwarzbraun.
Stiel: fast weiss, mit vergänglicher Manschette.
Das Abbildungsverzeichnis von Bollmann/Gminder/Reil zitiert eine einzige Abbildung in Cappelli-Musumeci, der mir nicht zugänglich ist.
Fichtenforst.
Grüße
Karl

Danke, Holger, für Ihre Hilfsbereitschaft. Ich habe leider nur noch das Sporenabwurfpräparat. Wie ich inzwischen von Werner Funk erfahren habe, stimmen die Sporenmaße nicht, so dass ich davon ausgehen muß, dass mein Pilz nicht Ag. xantholepis ist.
Das nächste Mal fertige ich eine genaue Beschreibung und ein Exsikkat an.
Dank und Gruß
Karl

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Re: Agaricus xantholepis

Leonie, (vor 9941 Tagen) @ KARL

Was ist eigentlich ein Exsikat? Bitte nicht lachen! Pilze in Spiritus?

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Re: Agaricus xantholepis

Boris, (vor 9941 Tagen) @ Leonie

Was ist eigentlich ein Exsikat? Bitte nicht lachen! Pilze in Spiritus?

Fast richtig! Meistens trocknet man ein paar Fruchtkoerper und behandelt sie ggf. mit Insektengift um sie haltbar zu machen.

cu, Boris

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Exikat?

Leonie, (vor 9941 Tagen) @ Boris

Dann schruppeln sie doch ein? WIe konserviert man sonst Pilze für wissenschaftliche Zwecke?

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Re: Exikat?

Boris, (vor 9941 Tagen) @ Leonie

Dann schruppeln sie doch ein? WIe konserviert man sonst Pilze für wissenschaftliche Zwecke?

Zum Durchmikroskopieren, insbesondere der Sporen, und fuer chemische Untersuchen (siehe Cadmium) langts noch. In etwas besser betuchten Instituten werden die Pilze mitunter auch gefriergetrocknet was die äußere Form etwas besser erhäelt.

Cheers, Boris

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Re: Exikat? "Schneewittchensarg-methode" ?

MUFTI, (vor 9936 Tagen) @ Boris

In etwas besser betuchten Instituten werden die Pilze mitunter auch gefriergetrocknet was die äußere Form etwas besser erhäelt.

Gibt es eigentlich niemand, der Pilze in
Kunstharz eingiesst ?
Ich habe schon Kunstharzpraeperate von
Tintenfischen gesehen, viel labiler sind
Pilze auch nicht...

Ausserdem koennte man doch mal diesen
Leichenkonservator, der mit seinen
plastinierten menschlichen Austellungsstuecken
vor einiger Zeit eine grosse Ausstellung
in Mannheim hatte mal fragen, ob seine
Methode auch der Pilzforschung nuetzt....

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Re: Schneewittchen lebt!

Boris, (vor 9936 Tagen) @ MUFTI

Hi, Mufti!

Gibt es eigentlich niemand, der Pilze in
Kunstharz eingiesst ?

Zumindestens einen muss es geben: Den Kurator der Schwarzwälder Pilzlehrschau (W.Pätzold). Ich komme leider auf absehbare Zeit nicht mehr nach Hornberg/Schwarzwald aber wenn irgendjemand dort mal das Pilzmuseum besuchen will und ihn nebenbei ein bisschen ausquetscht wie er diese fantastischen Ausstellungsstücke hinkriegt wäre das sicher eine Tolle Sache!

Ich habe schon Kunstharzpraeperate von
Tintenfischen gesehen, viel labiler sind
Pilze auch nicht...

Ich habe schon ein Kunstharzpraeperat vom Tintenfisch-PILZ gesehen, in Hornberg schon ein paar Jahre her. Sah voll lebensecht aus, ebenso die anderen Präperate. Jetzt möchte ich nur gerne den Trick wissen... :-)

Ansonsten bietet das Pilzmuseum auch noch ein paar Schaustücke von historischem Wert, wie z.B. eine Original-Dose mit leckeren Frühjahrslorcheln (WÜRG!!!)

Etwas appetitlicher ist die Freianlage in der Pilze aus selbstgezüchteten Myzelien kultiviert werden. Pilzbrut kann man auch dort kaufen.

Wenn einer von euch vorhat demnaechst einen Schwarzwaldurlaub zu machen ist Hornberg sicher einen Abstecher wert...

Gruezi, Boris

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Re: Agaricus xantholepis

KARL, (vor 9939 Tagen) @ Leonie

Was ist eigentlich ein Exsikat? Bitte nicht lachen! Pilze in Spiritus?

Hallo Leonie,

ex = aus, siccum = trocken,
ein Exsikkat ist also ein getrockneter Pilz(fruchtkörper).
Als Feinschmecker-Köchin kennst Du ja auch getrocknete Morcheln.
Nur werden die zu einem anderen Zweck getrocknet.
Wenn ich z. B. hier im Forum darüber berichte,
dass ich diese oder jene seltene Art gefunden habe,
dann kann es sein, dass ein anderer Pilzfreund
meinen Fund anzweifelt.
Wenn ich aber eine genaue Beschreibung
oder eine Zeichnung mit den Merkmalen oder ein Foto
oder eben ein Exsikkat angefertigt habe, dann kann ein
anderer meine Bestimmung überprüfen und bestätigen oder
nachbestimmen.
Alles klar?
Du wirst vermutlich lieber bei den schmackhaften
Frischpilzen bleiben ...
Viele Grüße
Karl

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Schrumpelexikate

Leonie, (vor 9939 Tagen) @ KARL

Hi!
Ich finde bloß son Schrumpelexikat nicht so aussagekräftig! Getrocknet bleibt ja nicht viel übrig!

So eine Mykopage bin ich auch nicht, das ich mich nicht auch für seltene Arten interessiere. Muß ja nicht alles im Magen landen!

Liebe Grüße, Leonie

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Re: Schrumpelexikate

Boris, (vor 9939 Tagen) @ Leonie

Hi!
Ich finde bloß son Schrumpelexikat nicht so aussagekräftig! Getrocknet bleibt ja nicht viel übrig!

Die Sporen halt. Auch hier könnte ich Geschichten über Geschichten erzählen. Das Mikroskop ist in der Pilzkunde wichtig, aber die "Mikroskopgläubigkeit" einiger Mykologen verwundert mich immer wieder. Beispiel sind Täublinge und Lackporlinge, die wohl nur wenig gemein haben. Wenn manche Autoren versuchen eine Verwandtschaftsbeziehung herzustellen, nur weil beide Gattungen zufällig die gleichen ornamentierten Sporen haben, finde ich das höchstens amüsant. In der Natur tritt Konvergenz häufiger auf als man denkt, man vergleiche z.B. Fische und Wale.

So eine Mykopage bin ich auch nicht, das ich mich nicht auch für seltene Arten interessiere. Muß ja nicht alles im Magen landen!

Das ist genau die richtige Einstellung. Warum nicht das beste aus zwei Welten vereinen? Alles andere ist nur Fachidiotie und Arroganz.

Cheers, Boris

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Re: Agaricus xantholepis

Dr. Lothar Krieglsteiner, (vor 9940 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,

ich habe zwar Agaricus xantholepis noch nie selbst gefunden, habe aber einmal so bestimmtes Material in Händen gehabt (Beleg in unserem sehr großen Pilzherbar, derzeit noch an der PH Schwäbisch Gmünd). Die Gattung Agaricus ist teilweise sehr schwierig und nicht ohne mikroskopische Untersuchung und die Konsultierung verschiedener Schlüssel zu bewältigen. Ich besitze eine umfangreiche Literatursammlung. Falls Du ein Exsikkat des Fundes (am besten auch ein Foto) besitzt, dann kannst Du es mir zur Überprüfung zusenden.

Dr. Lothar Krieglsteiner, Konrad Adenauer-Str. 32, 73529 Schwäbisch Gmünd - Bettringen

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Agaricus radicatus?

Boris, (vor 9940 Tagen) @ KARL

Hallo zusammen.

Da wir gerade so schön bei ausgefallenen Champignonarten sind würde mich folgendes interessieren:

Seit zwei Jahren habe ich in einem fetten Pappel/Erlenbruchwald Champignons beobachtet die ich bis jetzt nirgendwo sonst beobachtet habe. Die Pilze sind mittelgross, leicht radialfaserig fast wie bei Amanita phalloides und haben als auffaelligstes Merkmal lange schnurartige Rhizomorphen an der Stielbasis. Die Beschreibung wuerde auf Agaricus radicatus passen, aber ich habe gehört dass es ein paar Arten mit Rhizomorphen gibt. Kennt sich da jemand näher mit aus?

Was ist eigentlich an dem Gerücht dran dass Agaricus radicatus angeblich giftig sein soll? Ich hielt bis jetzt nur die Champignons aus dem Verwandschaftskreis von A. Xanthoderma für unverträglich.

In besagtem Erlenbruchwald wächst der Pilz zusammen u.A. mit Calocybe gambosa, Agaricus bitorquis und Agaricus vaporarius, die letzten Beiden allerdings mehr am Waldrand. Ich würde mich freuen wenn mir jemand bei meinen Fragen nach Giftigkeit und ähnlichen Arten weiterhelfen kann.

Gruß, Boris