Ein paar UMO's, von Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8498 Tagen)

hallihallo,
ich hab in den hintersten Ecken meiner digitalen Fotoalben gesucht und folgende, mir unbekannte Arten gefunden:
Pilz 1:
Ein Porling, an Weide, Hutbreite etwa 20 cm, oberseits fein rau bis fast glatt, rotbraun, zum Rand hin heller; Unterseite porig, 3 - 6 pro mm, weißlich, nicht oder nur schwach fleckend, auffallend mit kleinen Tröpfchen besetzt.
Nach einem Fichtenporling sieht mir das nicht aus (der Pilz scheint einjährig zu sein), und ich hab mich auch schon in der Gattung Inonotus umgeschaut, da aber nur den sehr ähnlichen I. rheades gefunden, der jedoch nur Pappel besiedeln soll.
[image]
Pilz 2:
Gefunden bei der Mai-Exkursion im Moor, habe den Pilz nicht genauer bestimmen können, scheint sich aber um eine Art nahe der Gattung Irpex zu handeln, auch wegen dem irpicoiden Hymenophor.
[image]
Pilz 3:
Gefunden im Mai an einem recht trockenen Straßenrand, bei diversen Gräßern und Kräutern, Lamellen braun, Spp. rostbraun, ohne auffallenden Grauton, ansonsten fällt der Fruchtkörper nur durch Brauntöne und den leicht bereiften bis fast flockigen Stiel auf.
[image]
Pilz 4:
Ein Dachpilz, gefunden bei der Trockenheit der letzten Tage, weißlicher Hut mit ocker- bis cremefarbener Mitte, die etwas schuppig bis aderig aufgesprungen ist, dort befindet sich ein kleiner Buckel, Stiel mit leichtem Gelbton (?), auf ganzer Länge fein bereift, ohne verdickte Basis, auf einem umgefallenen Laubholzstamm, wahrscheinlich Weide.
[image]
Pilz 5:
Gefunden im August letzten Jahres, scheint ein Leistling zu sein (?), überall blass graubraune Farbtöne, gegen Hutmitte etwas dunkler, etwa 2 - 3,5 cm breit, Lamellen grau, herablaufend und gegen den Hutrand stellenweise gegabelt. Im Laubwald, unter Gestrüpp und Brennnesseln.
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Vielleicht könnt ihr den einen oder anderen erkennen, mir ist es bislang jedenfalls nicht gelungen. Vielleicht muss man evtl. auch mit dem Mikro rangehen.

Viele Grüße,
Kazuya

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Huperzia ⌂, (vor 8498 Tagen) @ Notizbrettbildservice

hallihallo,
ich hab in den hintersten Ecken meiner digitalen Fotoalben gesucht und
folgende, mir unbekannte Arten gefunden: Pilz 1: Ein Porling, an Weide,
Hutbreite etwa 20 cm, oberseits fein rau bis fast glatt, rotbraun, zum
Rand hin heller; Unterseite porig, 3 - 6 pro mm, weißlich, nicht oder nur
schwach fleckend, auffallend mit kleinen Tröpfchen besetzt.
Nach einem Fichtenporling sieht mir das nicht aus (der Pilz scheint einjährig
zu sein), und ich hab mich auch schon in der Gattung Inonotus umgeschaut,
da aber nur den sehr ähnlichen I. rheades gefunden, der jedoch nur Pappel
besiedeln soll.

Hallo Kazuya,

Erstmalnurzumersten Pilz:
Ich halte ihn für einen typischen jungen Rotrandigen Baumschwamm an Kiefer.
(Der Baum sieht mir etwas sehr nach Kiefer aus,kann essein, daß du dich da im Substrat geirrt hast?)
Die glänzende Oberfläche und die Tröpfchen lassen eigentlich nichts anderes zu - ebenso wie die rotbraune Baumrinde, die man links oben gut erkennen kann.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Kazuya, (vor 8498 Tagen) @ Huperzia

Nie und niemals, der Baum war alles andere als eine Kiefer (passt auch nicht wegen des Standortes: an einem Bachufer, also so etwas wie ein Bach begleitender Bruchwald, indem ausschließlich Weiden und Erlen nachgewiesen wurden.
Kazuya

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Huperzia ⌂, (vor 8498 Tagen) @ Kazuya

Nie und niemals, der Baum war alles andere als eine Kiefer (passt auch nicht
wegen des Standortes: an einem Bachufer, also so etwas wie ein Bach
begleitender Bruchwald, indem ausschließlich Weiden und Erlen nachgewiesen
wurden.
Kazuya

Hallo Kazuya,

Ein Rotrandiger Baumschwamm bleibt es trotzdem.....kann ja auch auf Weide wachsen.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Piwo, (vor 8498 Tagen) @ Huperzia

Hallo Kazuya,
Ein Rotrandiger Baumschwamm bleibt es trotzdem.....kann ja auch auf Weide
wachsen.
Viele Grüße,
Tanja

Hallihallo Tanja,
stehe voll hinter deiner Diagnose. Bin gespannt, ob sie geglaubt wird.

Liebe Grüße Piwo

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Birgit, (vor 8498 Tagen) @ Piwo

Hallo ihr,

laut Christoph wächst der rotrandige auch und gerade in AUwäldern und dort dann naturgegebenermaßen nicht an FIchte, fragt mich aber jetzt bitte nicht nach dem genauen Substrat, das konnte ich mir nämlich nicht merken.

Birgit

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Werner E., (vor 8498 Tagen) @ Birgit

Servus Birgit,

z.B in der Windachschlucht: Massenpilz an Grauerle.

Gruß Werner E.
bis Samstag

laut Christoph wächst der rotrandige auch und gerade in AUwäldern und dort
dann naturgegebenermaßen nicht an FIchte, fragt mich aber jetzt bitte
nicht nach dem genauen Substrat, das konnte ich mir nämlich nicht merken.
Birgit

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Re: Ein paar UMO's, nur zu 1

Gerd-A, (vor 8497 Tagen) @ Piwo

Hallo an Alle,

Zitat:

stehe voll hinter deiner Diagnose. Bin gespannt, ob sie geglaubt wird.

Antwort:
Ob's geglaubt wird ist gleichgültig.

Es ist und bleibt eine sehr gute Aufnahme eines jungen rotrandigen Baumschwamms, bei der alle Merkmale stimmen(einschließlich Guttationströpfchen, bei entsprechendem Wetter bzw. Rosaton in der Zuwachskante). Diesen Rosaton zeigt übrigens schon ein Baby, das knollenförmig aus der Rinde hervorbricht, auf dem gesamten Fruchtkörper.

Diese Art ist Umbiquist, die bei der Substratwahl nicht wählerisch ist und gleichermaßen Nadel- und Laubbäume besiedelt. Eine Vorliebe für irgendwelche Waldtypen konnte ich bisher nicht feststellen. Übrigens, man findet ihn auch außerhalb des Waldes. Und, soweit mir bekannt mit weltweitem Vorkommen (Kosmopolit).

Viele Grüße an alle
Gerd-A

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Re: nur zu 4

Andreas 2, (vor 8498 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo,

weiße Dachpilze sind extrem schwer zu bestimmen, vom Bild her meiner Meinung nach aber unmöglich.

Gruß Andreas

PS.: Bei 1 schließe ich mich Tanjas Meinung an.

hallihallo,
ich hab in den hintersten Ecken meiner digitalen Fotoalben gesucht und
folgende, mir unbekannte Arten gefunden: Pilz 1: Ein Porling, an Weide,
Hutbreite etwa 20 cm, oberseits fein rau bis fast glatt, rotbraun, zum
Rand hin heller; Unterseite porig, 3 - 6 pro mm, weißlich, nicht oder nur
schwach fleckend, auffallend mit kleinen Tröpfchen besetzt.
Nach einem Fichtenporling sieht mir das nicht aus (der Pilz scheint einjährig
zu sein), und ich hab mich auch schon in der Gattung Inonotus umgeschaut,
da aber nur den sehr ähnlichen I. rheades gefunden, der jedoch nur Pappel
besiedeln soll.

Pilz 2: Gefunden bei der Mai-Exkursion im Moor, habe den Pilz nicht genauer
bestimmen können, scheint sich aber um eine Art nahe der Gattung Irpex zu
handeln, auch wegen dem irpicoiden Hymenophor.

Pilz 3: Gefunden im Mai an einem recht trockenen Straßenrand, bei diversen
Gräßern und Kräutern, Lamellen braun, Spp. rostbraun, ohne auffallenden
Grauton, ansonsten fällt der Fruchtkörper nur durch Brauntöne und den
leicht bereiften bis fast flockigen Stiel auf.

Pilz 4: Ein Dachpilz, gefunden bei der Trockenheit der letzten Tage,
weißlicher Hut mit ocker- bis cremefarbener Mitte, die etwas schuppig bis
aderig aufgesprungen ist, dort befindet sich ein kleiner Buckel, Stiel mit
leichtem Gelbton (?), auf ganzer Länge fein bereift, ohne verdickte Basis,
auf einem umgefallenen Laubholzstamm, wahrscheinlich Weide.

Pilz 5: Gefunden im August letzten Jahres, scheint ein Leistling zu sein (?),
überall blass graubraune Farbtöne, gegen Hutmitte etwas dunkler, etwa 2 -
3,5 cm breit, Lamellen grau, herablaufend und gegen den Hutrand
stellenweise gegabelt. Im Laubwald, unter Gestrüpp und Brennnesseln.

Vielleicht könnt ihr den einen oder anderen erkennen, mir ist es bislang
jedenfalls nicht gelungen. Vielleicht muss man evtl. auch mit dem Mikro
rangehen.
Viele Grüße,
Kazuya

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ist das überhaupt ein dachpilz?

michel, (vor 8497 Tagen) @ Andreas 2

Hallo,

auf die gefahr hin mich komplett zu blamieren: ist das nicht ein rosablättriger helmling?
zu den anderen fällt mir nicht viel ein.
ciao
michel

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Re: ist das überhaupt ein dachpilz?

Matthias, (vor 8497 Tagen) @ michel

auf die gefahr hin mich komplett zu blamieren: ist das nicht ein
rosablättriger helmling?
zu den anderen fällt mir nicht viel ein.
ciao
michel

Hi Michel,
wenn die abgebildeten Pilze nicht typisch sind ist es mit einer Fotobestimmung ja schwierig, da ist es durchaus nicht schlimm daneben zu liegen.
Du bist da mit sicherheit nicht der erste, das passiert mir auch immer wieder.
viele Grüsse
Matthias

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Ich misch mich auch mal ein :-))

Kazuya, (vor 8497 Tagen) @ Notizbrettbildservice

hallihallo,
klaro, der erste Pilz könnte durchaus, wie auch von mir vermutet, ein Fomitopsis pinicola sein. Ich habe den Pilz in den letzten Tagen auch schon an Erle (Alnus incana) gefunden und kann für den Fichtenporling ohne Bedenken eine breite Substratwahl beschreiben. Unter anderem Funde auch auf: Picea (8), Larix (1), Erle (1) und jetzt wohl uch Weide (1). Bind gespannt, ob der auch noch woanders entdeckt wird.
Zum irpicoiden Pilz kann ich noch nix sagen, aber ich werd mich weiterhin mit ihm auseinandersetzen.
Beim Dachpilz hab ich einen schwach gelblichen Stiel beschrieben. In Verbindung mit einem weißen oder zumindest weißlichen Hut sollte das eigentlich nicht möglich sein (aber die Natur machts halt). Ich halte deswegen auch eine Art aus der Gruppe der gelbstieligen Dachpilze (allesamt ohne weiße Hüte) für möglich, vor allem Pluteus chrysophaeus. Diese Art hat einen gelbbraunen bis haelbraunen hut und einen +/- deutlich gelb gefärbten Stiel. Diese Merkmale hatte mein Fund bis auf die helle Hutfarbe. Ich bin allerdings nach einigen heftigen Regenschauern nochmal hingegangen und habe die Fundstelle untersucht. Ich habe junge Exemplare mit bräunlichen (?) Hüte gefunden, was wohl auch für P. chrysophaeus sprechen würde bzw. könnte. Eine Abbildung dieser Art ist in LASSOE (1998) enthalten, un zufälligerweise zeigen auch hier die Fruchtkörper einen mehr als deutlich hervorstehenden Buckel sowie oft nur schwach auftretende Gelbtöne.
Ein Dachpilz ist es in jedem Fall, das zeigen die freien, rosafarbenen Lamellen sowie der raue Hut. Mycena galericulata hat eine durchweg glatte Hutoberfläche sowie einen sehr elastischen Stiel, was ich von meinen wenigen Fruchtkörpern nicht behaupten kann. Dachpilze sind zumesit sehr zerbrechlich und in Kombination mit den vorhin erwähnten Merkmalen fast unverkennbar.

Viele Grüße,
Kazuya