Zuehlis Rätselpilz *PIC*

Piwo, (vor 8487 Tagen)

An alle Ratefans,

gern folge ich Zuehlis Wunsch und zeige Euch seinen Friedhofs-Rätselpilz, Amanita strobiliformis, noch einmal in 2 Bildern. Sie wurden im Abstand von 3 Tagen aufgenommen. Dann kam leider der Rasenmäher und säbelte das Modell und seine beiden Geschwister ab.

Spaß beim Betrachten wünscht Euch Piwo

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Andreas ⌂, (vor 8486 Tagen) @ Piwo

Hallo,

bei uns in Jena gab's den vor ein paar Wochen auch, ebenfalls auf dem Friedhof. Da es drei junge und lecker aussehende Pilze waren und die Art hier nicht selten ist, haben wir sie mal probiert. Er hat einen stark erdigen Beigeschmack, ähnlich wie der Graue Wulstling. Ich kann ihn also nicht empfehlen, auch wenn er sehr lecker aussieht :-(

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Werner Oswald, (vor 8486 Tagen) @ Andreas

Hallo,
bei uns in Jena gab's den vor ein paar Wochen auch, ebenfalls auf dem
Friedhof. Da es drei junge und lecker aussehende Pilze waren und die Art
hier nicht selten ist, haben wir sie mal probiert. Er hat einen stark
erdigen Beigeschmack, ähnlich wie der Graue Wulstling. Ich kann ihn also
nicht empfehlen, auch wenn er sehr lecker aussieht :-(
Beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,

bei uns kommt der Fransenwulstling in den Auwäldern des Rheins u. der Ill recht häufig vor u. landet dementsprechend auch oft in der Pfanne.
Voraussetzung dem Erdgeschmack zu entgehen ist das gründliche Abziehen der Huthaut u. das Schälen des Stieles.
In gefällige Stücke gebrochen, paniert mit einer selbstgemachten Sauce tartare, ich kann dir sagen, es gibt schlimmmeres bei Pilzmahlzeiten.
Mein Bruder liess sich gar zur Bemerkung hinreissen: "Jeder Bissen ist wie ein Orgasmus", nun ja, alles ist subjektiv.

Grüsse aus Vorarlberg,
Werner O.

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Andreas ⌂, (vor 8486 Tagen) @ Werner Oswald

Hallo Andreas,
bei uns kommt der Fransenwulstling in den Auwäldern des Rheins u. der Ill
recht häufig vor u. landet dementsprechend auch oft in der Pfanne.
Voraussetzung dem Erdgeschmack zu entgehen ist das gründliche Abziehen der
Huthaut u. das Schälen des Stieles.

Hallo Werner,

haben wir gemacht und trotzdem fand ich ihn ziemlich unbrauchbar. Tanja fand ihn nicht gar so schlecht, aber trotzdem noch weit entfernt von einem GUTEN Speisepilz.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

zuehli ⌂, (vor 8485 Tagen) @ Andreas

Hallo,

also wenn man es jetzt schon nötig hat, Pilze in die Pfanne zu hauen, die auf der Roten Liste stehen.... Mahlzeit.
Frei nach dem Motto: alles in den Bauch, was nicht schnell genug auf die Bäume kommt.

Mit Verlaub
Harald

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Harald Andres Schmid, (vor 8485 Tagen) @ zuehli

Hallo,
also wenn man es jetzt schon nötig hat, Pilze in die Pfanne zu hauen, die auf
der Roten Liste stehen.... Mahlzeit.
Frei nach dem Motto: alles in den Bauch, was nicht schnell genug auf die
Bäume kommt.
Mit Verlaub
Harald

hallo
ich habe die Erfahrung gemacht, dass das mit den "Schützenswerten Arten" so eine Sache ist.
Vor drei Jahren z.B. sprossen am Nordhang der Lägern, quasi hinter meinem Haus, Schleiereulen (Cortinarius traganus) so flächendeckend aus dem Boden, dass man Blinde mit Sensen zum Ernten hätte schicken können.
Den Pilz hatte ich vorher nie dort gesehen, nachher nur mehr spärlich.
Was heisst das jetzt?
Ist er bedroht, weil er nur alle Menschenalter mal aus dem Boden spriesst, oder fühlt er sich sauwohl und überhaupt nicht am Aussterben, ist aber zu faul um öfters zu fruktifizieren?
Könntest du diese Frage abschliessend und sicher beantworten?
Ähnlich verhält es sich mit dem schützenswerten Samtigen Leistling, C. friesi, der in den letzten Jahren massenhaft in der Schweiz zu finden war.
Was soll man nun nicht pflücken?
Ich denke, dass muss jeder für sich beantworten, aber ich glaub, es ist schwierig, über andere zu urteilen, die glücklich über ihren Fund einen Pilz verspeisen.... Gruss, Harald Andres

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Rechtschreib-Korrektur

Harald Andres Schmid, (vor 8485 Tagen) @ Harald Andres Schmid


Vor drei Jahren z.B. sprossen am Nordhang der Lägern, quasi hinter meinem
Haus, Schleiereulen (Cortinarius traganus) so flächendeckend aus dem
Boden, dass man Blinde mit Sensen zum Ernten hätte schicken können.

Muss natürlich heissen ... Cortinarius praestans
Cortinarius traganus ist der Lila Dickfuss.
Sorry!
Harald Andres

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Matthias, (vor 8485 Tagen) @ zuehli

Hallo,
also wenn man es jetzt schon nötig hat, Pilze in die Pfanne zu hauen, die auf
der Roten Liste stehen.... Mahlzeit.
Frei nach dem Motto: alles in den Bauch, was nicht schnell genug auf die
Bäume kommt.
Mit Verlaub
Harald

Hallo Harald,
wo ist der Unterschied dazu da manche Pilze aus wissentschafftlichen Aspekten gesammelt werden(als Beleg werden die Sporen ja nicht weiterverbreitet)?
Manche Pilze sind ja auch in der Roten Liste und nicht wirklich gefährdet,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Piwo, (vor 8485 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo zusammen,

bei der Vielzahl von eßbaren Pilzen muß gerade ein Fachmann wie Andreas nicht unbedingt die Versuchsreihe mit A. strobiliformis anleiern. Ich weiß um das insgesamt heiße Thema, denke aber in der Beschränkung zeigt sich der Meister. Insofern muß ich Zühli recht geben.

Alles Gute und viele eßbare Pilze, die nicht gefährdet sind, wünscht euch allen
Piwo

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Birgit, (vor 8485 Tagen) @ Piwo

Hallo Piwo,

bei der Vielzahl von eßbaren Pilzen muß gerade ein Fachmann wie Andreas nicht
unbedingt die Versuchsreihe mit A. strobiliformis anleiern. Ich weiß um
das insgesamt heiße Thema, denke aber in der Beschränkung zeigt sich der
Meister. Insofern muß ich Zühli recht geben.

Nur, daß Andreas ja explizit geschrieben hat, daß A. strobiliformis in Jena nicht selten ist. Hält sich denn wirklich jeder von Euch Kritikern an die gesetzliche Vorgabe aus dem Bundesartenschutzgesetz, daß von Steinpilzen, Pfifferlingen, Morcheln und einem so wahnsinnig seltenen Pilz wie dem Trompetenpfifferling maximal 1 kg für den Privatbedarf gesammelt werden dürfen? Im Gegensatz zur roten Liste hat diese Verordnung Gesetzeskraft, trotzdem hält sich vermutlich kaum einer dran, sie ist ja auch in Teilen nicht sinnvoll.

Pilze sterben nicht aus, weil sie gesammelt werden, sondern weil ihre Wachstumsbiotope zerstört werden! (jaja, das ist ein bißchen provokant und sicher diskussionswürdig ).Wir sollten unsere Kräfte vielmehr für den Erhalt von Biotopen nutzen, als uns über das Sammeln von nichtmal extrem seltenen Speisepilzen zu ereifern. Mich hat ja auch keiner angemault, weil ich den Boletus fechtneri mitgenommen habe und der ist zumindestens hier seltener als A. strobiliformis.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Piwo, (vor 8484 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Hallo Piwo,
Nur, daß Andreas ja explizit geschrieben hat, daß A. strobiliformis in Jena
nicht selten ist. Hält sich denn wirklich jeder von Euch Kritikern an die
gesetzliche Vorgabe aus dem Bundesartenschutzgesetz, daß von Steinpilzen,
Pfifferlingen, Morcheln und einem so wahnsinnig seltenen Pilz wie dem
Trompetenpfifferling maximal 1 kg für den Privatbedarf gesammelt werden
dürfen? Im Gegensatz zur roten Liste hat diese Verordnung Gesetzeskraft,
trotzdem hält sich vermutlich kaum einer dran, sie ist ja auch in Teilen
nicht sinnvoll.

Wie es andere Kritiker halten, vermag ich nicht zu beurteilen. Für mich kann ich sagen, daß ich sehr selten mehr als ein Kilo Pilze heimtrage. Das reicht für einen 2-Personen-Haushalt und konserviert werden bei mir keine Pilze.

Pilze sterben nicht aus, weil sie gesammelt werden, sondern weil ihre
Wachstumsbiotope zerstört werden! (jaja, das ist ein bißchen provokant und
sicher diskussionswürdig ).

Ist für mich nicht provokant und ich weiß wohl, daß die Biotopzerstörung einen höheren Stellenwert bei der Ausrottung von (Pilz)Arten hat. Nichts desto trotz muß man und auch frau nicht jeden Pilz auf seine Genießbarkeit testen, zumal die Auswahl an bekannt guten Speisepilzen reichlich ist.

Wir sollten unsere Kräfte vielmehr für den

Erhalt von Biotopen nutzen, als uns über das Sammeln von nichtmal extrem
seltenen Speisepilzen zu ereifern.

Es mag wohl an den Temperaturen im Süden der Republik liegen, daß du meine sachlich geäußerte Meinung als "Ereifern" einstufst. Ich bleibe auch DA dabei "in der Beschränkung zeigt sich die Meisterin".

Mich hat ja auch keiner angemault, weil
ich den Boletus fechtneri mitgenommen habe und der ist zumindestens hier
seltener als A. strobiliformis.

Wegen des A. strobiliformis ist meines Wissens niemand "angemault" worden. Insofern bin ich hoffnunsvoll, daß das bei "Deinem" Boletus fechtneri auch nicht erfolgt.

Liebe Grüße
Birgit

Es grüßt herzlich

Piwo

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

zuehli ⌂, (vor 8484 Tagen) @ Matthias

Hallo Harald,
wo ist der Unterschied dazu da manche Pilze aus wissentschafftlichen Aspekten
gesammelt werden(als Beleg werden die Sporen ja nicht weiterverbreitet)?
Manche Pilze sind ja auch in der Roten Liste und nicht wirklich gefährdet,
viele Grüsse
Matthias

Hallo Matthias u.a.,

dass nicht alle RL-Pilze wirklich gefährdet oder selten sind ist mir schon klar, siehe z.B. Totentrompete, die in unserer Gegend trotz RL3-Einstufung eigentlich schon immer reichlich vorgekommen ist.
"Unser" A.strobiliformis wurde - da in Mittelhessen normalerweise eher nichtvorkommend - gehegt und gepflegt. Wenns die in anderen Gegenden haufenweise gibt, dann soll halt jeder nach seinem Gusto handeln...
Die Geschmäcker sind verschieden.
Ansonsten kann ich mich nur Piwos Meinung anschließen und will mich desweiteren zu diesem Thema nicht mehr äußern.
Gruß Harald

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Matthias, (vor 8484 Tagen) @ zuehli

Hallo Matthias u.a.,
dass nicht alle RL-Pilze wirklich gefährdet oder selten sind ist mir schon
klar, siehe z.B. Totentrompete, die in unserer Gegend trotz RL3-Einstufung
eigentlich schon immer reichlich vorgekommen ist.
"Unser" A.strobiliformis wurde - da in Mittelhessen normalerweise
eher nichtvorkommend - gehegt und gepflegt. Wenns die in anderen Gegenden
haufenweise gibt, dann soll halt jeder nach seinem Gusto handeln...
Die Geschmäcker sind verschieden.
Ansonsten kann ich mich nur Piwos Meinung anschließen und will mich
desweiteren zu diesem Thema nicht mehr äußern.
Gruß Harald

Hallo Harald,
das kann ich sehr gut verstehen das solche Seltenheiten geplegt werden, ich wollte damit auch nicht sagen das essbare "Raritäten" unbedingt im Kochtopf enden müssen,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Zuehlis Rätselpilz - eßbar ?!

Birgit, (vor 8482 Tagen) @ Piwo

HAllo Piwo,

Ist für mich nicht provokant und ich weiß wohl, daß die Biotopzerstörung
einen höheren Stellenwert bei der Ausrottung von (Pilz)Arten hat. Nichts
desto trotz muß man und auch frau nicht jeden Pilz auf seine Genießbarkeit
testen, zumal die Auswahl an bekannt guten Speisepilzen reichlich ist.

Hier im Forum hat Biotopzerstörung bei weitem keinen höheren Stellenwert wenn man mal an die Zahl der Diskussionsbeiträge denkt. Das hab ich unter anderem auch gemeint.

Wir sollten unsere Kräfte vielmehr für den
Es mag wohl an den Temperaturen im Süden der Republik liegen, daß du meine
sachlich geäußerte Meinung als "Ereifern" einstufst. Ich bleibe
auch DA dabei "in der Beschränkung zeigt sich die Meisterin".

Naja, dein beitrag war ja sachlich, aber: "also wenn man es jetzt schon nötig hat, Pilze in die Pfanne zu hauen, die auf der Roten Liste stehen.... Mahlzeit.
Frei nach dem Motto: alles in den Bauch, was nicht schnell genug auf die Bäume kommt. " (originalzitat zuehli). Wenn du diese Sätze sachlich findest, insbesondere den zweiten, dann unterscheidet sich dein Sprachverständnis sehr von meinem. Dadurch daß du dies Posting ja anscheinend vollinhaltlich unterstützst, hast du halt auch was mitabgekriegt.

Wegen des A. strobiliformis ist meines Wissens niemand "angemault"
worden. Insofern bin ich hoffnunsvoll, daß das bei "Deinem"
Boletus fechtneri auch nicht erfolgt.

wegen des Anmaulens siehe oben, wie würdest du das denn sonst nennen?

herzliche Grüße

Birgit