Suche besondere Pilze

arechel, (vor 8466 Tagen)

Hallo,

ich muss für eine Zeitschrift eine Naturseite über Pilze schreiben.
Leider habe ich von Pilzen keine Ahnung.
Ich suche besondere Pilze. Entweder extrem giftig, besonders groß, besonders klein, hoch, dick usw.
Die Pilze sollten möglichst nicht alle braun sein, da das auf der Seite schlecht kommt. Also wenns geht, auch bunte Pilze.

Ihr würdet mir riesig helfen.

Vielen Dank im Vorraus

Alexander Rechel

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Suche besondere Pilze

Karl Keck ⌂, (vor 8466 Tagen) @ arechel

Hallo Herr Rechel,

ich verstehe nicht, warum ausgerechnet einer, der ehrlicher Weise von sich selber sagt, er habe "von Pilzen keine Ahnung", eine "Naturseite über Pilze" schreiben muss!
Da Sie "besondere Pilze" und darunter verstehen Sie solche, die "extrem giftig, besonders groß, besonders klein, hoch, dick usw." sind, habe ich den Verdacht, dass es wohl ein mehr oder weniger reißerischer und nicht ein die Allgemeinheit über das Wesen der Pilze und ihre Aufgabe in der Natur informierender Beitrag werden soll.
Wenn Sie jedoch einen seriösen Beitrag schreiben wollen, dann empfehle ich Ihnen, sich mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (http://www.dgfm-ev.de) oder wenigstens mit einem geprüften Pilzsachverständigen in Verbindung zu setzen.
Mit freundlichem Gruß
Karl Keck

Eintrag gesperrt
16 Aufrufe

@ Karl Keck, bin ganz deiner Meinung. *oT*

Joachim, (vor 8466 Tagen) @ Karl Keck

- kein Text -

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Suche besondere Pilze

Rene, (vor 8465 Tagen) @ Karl Keck

Hallo Herr Rechel,
ich verstehe nicht, warum ausgerechnet einer, der ehrlicher Weise von sich
selber sagt, er habe "von Pilzen keine Ahnung", eine
"Naturseite über Pilze" schreiben muss!
Da Sie "besondere Pilze" und darunter verstehen Sie solche, die
"extrem giftig, besonders groß, besonders klein, hoch, dick
usw." sind, habe ich den Verdacht, dass es wohl ein mehr oder weniger
reißerischer und nicht ein die Allgemeinheit über das Wesen der Pilze und
ihre Aufgabe in der Natur informierender Beitrag werden soll.
Wenn Sie jedoch einen seriösen Beitrag schreiben wollen, dann empfehle ich
Ihnen, sich mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie
(http://www.dgfm-ev.de) oder wenigstens mit einem geprüften
Pilzsachverständigen in Verbindung zu setzen.
Mit freundlichem Gruß
Karl Keck

Hallo Kollegen
Ich sehe das nicht so eng, da auch Journalisten nur ihren Job machen und nicht auf jede Gebiet Spezialisten sein können. Die haben es auch nicht leicht ihr "tägliches Brot" zu verdienen. Da ich selber jedes Jahr aufs neue ein, oder mehrere Interviews geben muss habe ich schnell gelernt und einfach mit meinen Jornalisten folgende Vereinbarung getroffen: Es erfolgt ein Interview - der Journalist schreibt seinen Beitrag und sendet den mir zu - ich lese den durch und korrigiere wo nötig - der Beitrag wird mit meinen Korrekturen gedruckt. So kommt es meist zu einem sinnvollen, mykologisch korrekten Artikel in der Zeitung.

Nebenbei eine kleine, aber köstliche (wahre) Geschichte: Walter Pätzold wurde letztes Jahr bei einer Exkursion von eine Fernsehteam begleitet (WDR oder NDR oder so) und bei den Aufnahmen war ich in der Nähe und habe folgende Aussagen von Walter mitgehört. Dies ging in etwas so: "Es gibt verschiedene Steinpilze welche in Verbindung mit verschiedenen Bäumen wachsen, so den Fichtensteinpilz welche bei Fichten gefunden werden kann, den Birkensteinpilz welchen man bei Birken findet, den Kiefernsteinpilz welche man bei ..., aehmm der Begleitbaum ist mir im Moment gerade entfallen ... und den .......... Die liebe Journalistin hat dem begeistert zugehört und der Beitrag wurde doch tatsachlich mit dieser Aussage von Walter gesendet. Schön dem der zuhört. Wir haben uns sehr über dieses Interview amüsiert.

René

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Zu reißerisch? *PIC*

Jürgen, (vor 8464 Tagen) @ Rene

Wäre euch ein Artikel in diesem Stil schon zu reißerisch?

[image]

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Zu reißerisch?

Matthias, (vor 8464 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
ein schöner Artikel,
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Schließe mich dem gerne an! *oT*

Peter, (vor 8463 Tagen) @ Matthias

- kein Text -

Eintrag gesperrt
17 Aufrufe

Re: Zu reißerisch?

Karl Keck ⌂, (vor 8463 Tagen) @ Jürgen

Wäre euch ein Artikel in diesem Stil schon zu reißerisch?

Wenn die Fakten stimmen, nehme ich auch eine "reißerische" Aufmachung hin. Vielleicht werden manche Leser dadurch auf "die Vergessenen der Natur" (weiß nicht mehr, von wem dieses Zitat stammt) aufmerksam gemacht.

Ich bin vielleicht ein wenig ein gebranntes Kind: Vor einigen Jahren wurden ein Freund von mir und ich in einer Zeitungsredaktion interviewt. Obwohl wir beide sagten, dass Pilze prinzipiell nicht roh gegessen werden sollen, lasen wir dann, dass Pilze generell roh gegessen werden könnten ...

Die Berichterstattung über "den größten Pilz der Erde" war auch so ein Beispiel: Da wurde die amerikanische Bezeichnung "honey mushroom" für den Hallimasch einfach mit "Honigpilz" übersetzt.

Nun gehe ich einfach mal davon aus, dass Herr Rechel journalistisch einwandfrei recherchiert und einen sachlich richtigen Artikel über "besondere Pilze" schreibt.

Viele Grüße
Karl Keck

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Ohne etwas Arbeit wohl kaum .....

Peter, (vor 8466 Tagen) @ arechel

Hallo Alexander,

es gibt Bibliotheken, da kann man sich Bücher ausleihen. Auch über Pilze.

Viel Spaß beim Studieren!

Peter

Eintrag gesperrt
17 Aufrufe

Schwierige Zielgruppe

Bruno, (vor 8466 Tagen) @ arechel

Für Bussi Bär oder Perry Rhodan?

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Was soll das?

Jürgen, (vor 8466 Tagen) @ Bruno

Ich muss hier mal einen Berufskollegen in Schutz nehmen: Liebe Pilzfreunde, einige von euch machen es einem Journalisten, der nun mal nicht auf jedem Gebiet Experte sein kann, wirklich nicht einfach. Sehr schade...

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

null Ahnung von extremen Pilzen

Bruno, (vor 8465 Tagen) @ Jürgen

Wenn ich von einer Thematik "leider keine Ahnung" habe, such ich mir nicht die Pole aus, nicht die extremsten Beispiele, wie Ihr Berufskollegen. Was sollte nach 1 Seite denn da beim Leser hängen bleiben? Etwas so:
die giftigsten Pilze sind groß und klein und meistens nicht braun sondern bunt. Prima.
Dabei hätte es ein bißchen eigene Recherche auf den Forumseiten auch getan.

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: null Ahnung von extremen Pilzen

Huperzia ⌂, (vor 8465 Tagen) @ Bruno

Wenn ich von einer Thematik "leider keine Ahnung" habe, such ich
mir nicht die Pole aus, nicht die extremsten Beispiele, wie Ihr
Berufskollegen. Was sollte nach 1 Seite denn da beim Leser hängen bleiben?
Etwas so: die giftigsten Pilze sind groß und klein und meistens nicht
braun sondern bunt. Prima.

Hallo,

ich denke, solche Beiträge - gerade reißerische - sind eigentlich recht geeignet das Interesse an Pilzen zu wecken. Ein schöner bunter Tintenfisch, ein literaturreif wirkender Hautkopf, ein berauschender Psilo, ein wundersamer Erdstern, ein räuberischer Schleimpilz, Pilze, die auf komischsten Substraten wachsen, die seltsamsten Formen haben und nebenbei ein klein wenig Info und das Interesse ist geweckt.

Das Problem sehe ich eher darin, sich das "Wissen" aus einem Forum zu ziehen. Das sieht dann so aus, als würde man es ungeprüft übernehmen wollen und das neigt dann zu Fehlern :-(. Sicherer wäre es, gleich unter entsprechenden Suchbegriffen irgendwo zu stöbern oder eben doch mal ein Pilzbuch aus der Bücherei auszuleihen. Leider taugen dienormalen Futterpilzbücher eben doch wenig für einen Rundumeinblick.

.....und so gesehen war dann die Anfrage doch nicht so verkehrt. Immerhin hofft man hier Leuts, die sowas wie einen Rundumblick haben und vielleicht auch allgemein interessant rüberbringen können.

Viele Grüße,

Tanja

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: null Ahnung von extremen Pilzen

Jürgen, (vor 8465 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

genauso sehe ich es auch! Es geht doch darum, dem unbedarften Leser die Faszination der Pilzwelt zu transportieren - und genau dafür eignen sich nun mal "extreme" Arten, die auch optisch was hergeben, am besten. Die wenigsten dürften sich doch von so "reißerischen Arten" a la Psathyrella gracilis begeistern lassen.

Was mich aber stört, ist, dass den Journalisten mitunter auf - tut mir leid, das so sagen zu müssen - überhebliche Art pauschal fehlende Seriosität unterstellt wird, nur weil man vielleicht mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich denke da z.B. an das Editorial von Heinz-J. Ebert in den "Gelben Seiten" 2000/2. Er meinte damals, sich über einen "Schreiberling köstlich amüsieren" und ihn "tüchtig auslachen" zu müssen, weil dieser sich bei ihm nach der (übrigens auch in seriösen mykolog. Publikationen erwähnten) angeblichen Heilwirkung des Shiitake-Pilzes bei Tumoren erkundigt hatte. Oder einem Journalisten "bewusst falsche Berichterstattung" zu unterstellen, nur weil er einen Rhizopogon obtextus als "sensationellen Fund" einer Mäandertrüffel "verkauft" hatte. Welcher "normale" Journalist kennt denn da schon den Unterschied? Oder hatte es ihm einer der "Experten" beim Termin etwa falsch oder missverständlich eingesagt?

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg für den Pilzherbstund etwas mehr Gelassenheit mit Medienvertretern.

Jürgen

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Re: Was soll das?

Matthias, (vor 8465 Tagen) @ Jürgen

Ich muss hier mal einen Berufskollegen in Schutz nehmen: Liebe Pilzfreunde,
einige von euch machen es einem Journalisten, der nun mal nicht auf jedem
Gebiet Experte sein kann, wirklich nicht einfach. Sehr schade...

Hallo Jürgen,
ich denke es will niemend einem Journalisten seine Arbeit schwer machen, aber ich hatte so den Eindruck das es der einfachste Weg ist den "Artikel" einfach von Forumsteilnemern schreiben zu lassen, das sollte ja so nicht sein.
Mit ein wenig eigener Recherche fíndet man bestimmt genug zu dem Thema und kann dann ja die "fertige Arbeit" begutachten lassen.
viele Grüsse
Matthias

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Suche besondere Pilze

bleem, (vor 8466 Tagen) @ arechel

Hi Alex

Es ist wirklich am sichersten, wenn du Dir in einer Buchhandlung oder Bibliothek ein Buch durchblätterst und dort die Arten die Dir zusagen auf einem Zettel notierst. Nähere angeben kannst du später aus dem Netz ziehen.
Wer verlangt denn von Dir diese eigentlich unsinnige Arbeit, Dein Arbeitgeber?
Unsinn ist vielleicht etwas übertrieben, aber Karl Keck hat da irgendwie recht mit seiner Ausführung!!

Ciao bleem

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Suche besondere Pilze

Gerd-A, (vor 8464 Tagen) @ arechel

Hallo,
ich muss für eine Zeitschrift eine Naturseite über Pilze schreiben.
Leider habe ich von Pilzen keine Ahnung.
Ich suche besondere Pilze. Entweder extrem giftig, besonders groß, besonders
klein, hoch, dick usw.
Die Pilze sollten möglichst nicht alle braun sein, da das auf der Seite
schlecht kommt. Also wenns geht, auch bunte Pilze.
Ihr würdet mir riesig helfen.
Vielen Dank im Vorraus
Alexander Rechel

==================================

Was ich empfehlen kann:

H. Schmid & W. Helfer: Pilze, Wissenswertes aus Ökologie, Geschichte und Mythos, IHW-Verlag, 1995, ISBN 3-930167-14-X.

Da drin gibt es Anregungen in Hülle und Fülle, und das für ca. 20 EUR

Viele Grüße
Gerd

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Suche besondere Pilze

Kazuya, (vor 8455 Tagen) @ arechel

hallo,

schwierig, mit den "besonderen" Pilzen, aber was solls...

Wenns besonders giftig sein muss, dann weise ich auf den gut bekannten GRÜNEN KNOLLENBLÄTTERPILZ hin, der das stark giftige Amanitin enthält, ein Giftstoff, der vor allem auf wichtige Organe schädlich wirkt, z.B. zerstört er Leberzellen. Der Pilz hat eine Latenzzeit von bis zu 24 Std., d.h. die Giftwirkung kann erst nach einem Tag erfolgen.

Besonders heimtückisch giftig ist der ORANGEFUCHSIGE RAUKOPF. Der Giftstoff ist Orellanin, er kann erst nach bis zu 4 - 7 Tagen wirken (!), dann ist eine Heilung oft zu spät.

Besonders groß sind einige Pilze, wenns Pilze sind, so ist dies das Mycel des HALLIMASCH, welches in Nordamerika gefunden wurde. Es hatte die größe von zig Fußballfeldern und hatte den ganzen Wald befallen.

Besonders große Fruchtkörper bilden Riesenbovist und Parasol. Die größtn Riesenboviste hatten einen Durchmesser von ca. 120 cm (!), der Parasol kann einen Hutdurchmesser von mehr als 40 cm erreichen. Noach größere Fruchtkörper können Arten der Gattung TERMITOMYCES bilden. Hier könnte man sich unter die Fruchtkörper stellen oder sie als Regenschirme benutzen.

Aufallende Farben haben die SAFTLINGE. Sie können auffallend rot, gelb oder orange gefärbt sein. Vor allem der Kirschrote Saftling fällt durch seine extrem rote Färbung auf.

Gruß,
Kazuya