Es geht los und Hilfe erbeten

Andi S. aus V., (vor 8453 Tagen)

Heute in der Mittagspause war ich nach eine Woche wieder einmal im Wald (Raum Tuttlingen). Gefunden habe ich: 1. Speisepilze (die ich erkannt habe): direkt am Waldrand zwei Schopftintlinge im besten Alter, dann einige Täublinge, und zu guter letzt eine ganz junge, kleine aber sehr schöne Krause Glucke und 2. Nicht-Speisepilze: Klebrige Hörnlinge, ganz frische "Erdschieber", und eine Menge nicht erkannte Pilze die es die letzten Wochen und Monate ja auch überhaupt nicht gab (z.B. Pilzchen mit max. 1 cm Hutdurchmesser und ganz dünnem Fuß, die wie gesät wuchsen). Außerdem habe ich noch 2 Arten gefunden, um deren Bestimmung ich mich kümmern will. Eine davon gehört wohl zu den Schleierlingen und eine weitere Art versuche ich vorab zu beschreiben: Lamellenpilz, Hut: max. ca. 6 cm breit, jung fast halbkugelig, später ausgebreitet, etwas unregelmäßig geformt, braunrötlich (dunkelrosa), in der Mitte etwas dunkler, feinschuppig; Hutrand leicht eingerollt, Hutfleisch cremefarben, Geruch: intensiv, aromatisch, angenehm, vielleicht ganz leicht in Richtung Anis; Lamellen: ähnlich wie der Hut gefärbt aber weniger Rot- bzw. Rosatöne, d.h. das Braune überwiegt, frei, auffällig sind die absolut regelmäßigen Zwischenlamellen und "Zwischenzwischenlamellen" (d.h. zwischen jeder Lamelle, die vom Stiel zum Hutrand verläuft gibt es eine Zwischenlamelle und zwischen den Lamellen und Zwischenlamellen sind nach weiter außen hin nochmals "Zwischenzwischenlamellen", und das sehr regelmäßig), Stiel ca. 0,6 cm dick und max. 4 - 5 cm lang, faserig und sehr zäh, Farbe ähnlich wie Hut, aber weißlich angehaucht, wurzelnd, mit dem Substrat ziemlich fest verbunden, Wuchsort: am Waldrand, wo nach Lothar nur noch ganz vereinzelt Bäume stehen, gesellig (ca. 20 Fruchtkörper auf ca. 2 m²). Ich werde heute abend mal versuchen, etwas herauszufinden, aber vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, in welche Richtung ich suchen muss.
Danke und Gruß!
Andi S. aus V.

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Aussporen lassen

Birgit, (vor 8451 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,

Außerdem habe ich noch 2 Arten gefunden, um deren Bestimmung ich mich
kümmern will. Eine davon gehört wohl zu den Schleierlingen und eine
weitere Art versuche ich vorab zu beschreiben: Lamellenpilz, Hut: max. ca.
6 cm breit, jung fast halbkugelig, später ausgebreitet, etwas unregelmäßig
geformt, braunrötlich (dunkelrosa), in der Mitte etwas dunkler,
feinschuppig; Hutrand leicht eingerollt, Hutfleisch cremefarben, Geruch:
intensiv, aromatisch, angenehm, vielleicht ganz leicht in Richtung Anis;
Lamellen: ähnlich wie der Hut gefärbt aber weniger Rot- bzw. Rosatöne,
d.h. das Braune überwiegt, frei, auffällig sind die absolut regelmäßigen
Zwischenlamellen und "Zwischenzwischenlamellen" (d.h. zwischen
jeder Lamelle, die vom Stiel zum Hutrand verläuft gibt es eine
Zwischenlamelle und zwischen den Lamellen und Zwischenlamellen sind nach
weiter außen hin nochmals "Zwischenzwischenlamellen", und das
sehr regelmäßig), Stiel ca. 0,6 cm dick und max. 4 - 5 cm lang, faserig
und sehr zäh, Farbe ähnlich wie Hut, aber weißlich angehaucht, wurzelnd,
mit dem Substrat ziemlich fest verbunden, Wuchsort: am Waldrand, wo nach
Lothar nur noch ganz vereinzelt Bäume stehen, gesellig (ca. 20
Fruchtkörper auf ca. 2 m²). Ich werde heute abend mal versuchen, etwas
herauszufinden, aber vielleicht kann mir jemand einen Tip geben, in welche
Richtung ich suchen muss.

Aus der Beschreibung her fällt mir erst mal nix ein. Sollten die Lamellen wirklich frei sein, bleibt bei dunkelbraunen Lamellen ja eigentlich nur noch ein Champignon, was ich nach deiner Beschreibung aber nicht vermute. Lass den Pilz doch mal aussporen und schau dir dann das Sporenpulver an. Ist das Sporenpulver bräunlichrosa oder fleischrot, dann könnte das als Mykologenrosa zählen ;-) und da käme dann vielleicht einiges mehr in Betracht.

Gruß

Birgit

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@Birgit

Andi S. aus V., (vor 8451 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

vielen Dank erstmal für Deine Antwort! Also, die Lamellen sind braun, aber nicht dunkel- oder schokoladebraun, wie bei einem "reifen" Champignon. Eher hellbraun, Richtung Ocker. Das Aussporenlassen war auch meine Idee (nach dem Kurs in Hornberg). Aber selbst bei einem aufgeschirmten Hut hat nichts ausgesport (oder das Sporenpulver ist genauso weiß wie das Blatt Papier). Auf jeden Fall konnte ich überhaupt nichts erkennen. Ist das vielleicht schon ein Hinweis? Ich werde heute oder morgen nochmal hingehen und dann auch Bilder machen. Ich melde mich dann wieder im Forum. Ich gehe davon aus, dass es irgend ein "Allerweltspilz" ist, der häufig vorkommt. Aber interessieren wurde es mich schon, was es ist.

Gruß Andi S. aus V.

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Re: @Birgit

Birgit, (vor 8451 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,

vielen Dank erstmal für Deine Antwort! Also, die Lamellen sind braun, aber
nicht dunkel- oder schokoladebraun, wie bei einem "reifen"
Champignon. Eher hellbraun, Richtung Ocker. Das Aussporenlassen war auch
meine Idee (nach dem Kurs in Hornberg). Aber selbst bei einem
aufgeschirmten Hut hat nichts ausgesport (oder das Sporenpulver ist
genauso weiß wie das Blatt Papier). Auf jeden Fall konnte ich überhaupt
nichts erkennen. Ist das vielleicht schon ein Hinweis? Ich werde heute
oder morgen nochmal hingehen und dann auch Bilder machen. Ich melde mich
dann wieder im Forum. Ich gehe davon aus, dass es irgend ein
"Allerweltspilz" ist, der häufig vorkommt. Aber interessieren
wurde es mich schon, was es ist.

wenn du mehrere Exemplare findest, dann halbiere doch mal einen Pilz und schaue ob die Lamellen den Stiel wirklich nicht errreichen, manchmal ist das nicht soo einfach zu beurteilen. Gilt natürlich nur, wenn es keine freie "Autobahn" rund um den Stiel gibt. Sollte das Sporenpulver weiß sein, kannst du dies auch feststellen, wenn du ein farbiges Stück Papier, ne durchsichtige Plastikfolie oder einen Objektträger unter einen Teil des Huts legst.

Liebe Grüße

Birgit