Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Hampe, Felix, (vor 8449 Tagen)

Komme eben von einen Waldspaziergang wieder (bei Ilmenau- Thüringen).
Der erste Fund ein einzelner frischer Filziger Gelbfuß (Chroogomphus helveticus) oder
Kupefrroter Gelbfuß (Chroogomphus Rutilus bzw. Gomphidius Visidus). Weis nicht so genau, ein zwischending der beiden. Eine Marone,einen wunderbar frischen Butterpilz (Suillus Luteus).
Noch 2 Kuhpilze (Suillus Bovinus).
und drei
Grüne Anis Trichterlinge (Clitocybe Odora)
Das wars.
Mann hat aber gemerkt das sich jetzt endlich was tut, viele kleine orange Hörnlinge hab ich gesehen, denke das es sich lohnt in 2 Tagen mal wieder zu schauen.

Guss

Ps: Eins soderbare Pilz den ich nicht bestimmen Konnte.
Sieht identisch aus wie Chroogomphus helveticus nur kleiner ( 6cm hoch) mit blaßgrauen herablaufenden Lamellen, und rotbraunem Hut.(Durchschnitt 3cm)
Der Stiel am Lamellenansatz ist weiß nach untenhin spitz zulaufend.Stand neben den Kuhröhrlingen unter Lärchen. Müsste auch eine Chroogomphus Art sein aber welche?
Vielleicht kann mir jemand weiter helfen.

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Re: Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Marcus B., (vor 8449 Tagen) @ Hampe, Felix

Hallo Felix

Zu deinem ersten Gelbfuß: Bei welchem Baum wuchs der Pilz eigentlich?
Denn der Kupferrote Gelbfuß wächst allein bei Kiefern (Mykorrhizapilz), während der Filzige Gelbfuß ausschließlich bei Fichten und 5-nadeligen Kiefern (z.B. Zirben) vorkommt.

Was deinen zweiten Gelbfuß angeht: Wenn es wirklich Lärchen waren, kommt bei deiner Beschreibung meiner Meinung nach nur der Fleckende Schmierling (Gomphidius maculatus) in frage. Allerdings würde dann der Kuhpilz nicht passen (der bei Kiefern vorkommt). Sollte dein Pilz jedoch bei Kiefern gewachsen sein, so käme wohl am ehesten der Rosenrote Schmierling (Gomphidius roseus) in betracht der eine Symbiose mit dem Kuhpilz eingeht und deshalb nur zusammen mit diesem vorkommt.

Das sind aber nur meine Vermutungen.

Gruß

Marcus B.

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Zum Gelbfuß

Hampe, Felix, (vor 8449 Tagen) @ Marcus B.

Hallo Felix
Zu deinem ersten Gelbfuß: Bei welchem Baum wuchs der Pilz eigentlich?
Denn der Kupferrote Gelbfuß wächst allein bei Kiefern (Mykorrhizapilz),
während der Filzige Gelbfuß ausschließlich bei Fichten und 5-nadeligen
Kiefern (z.B. Zirben) vorkommt.
Was deinen zweiten Gelbfuß angeht: Wenn es wirklich Lärchen waren, kommt bei
deiner Beschreibung meiner Meinung nach nur der Fleckende Schmierling
(Gomphidius maculatus) in frage. Allerdings würde dann der Kuhpilz nicht
passen (der bei Kiefern vorkommt). Sollte dein Pilz jedoch bei Kiefern
gewachsen sein, so käme wohl am ehesten der Rosenrote Schmierling
(Gomphidius roseus) in betracht der eine Symbiose mit dem Kuhpilz eingeht
und deshalb nur zusammen mit diesem vorkommt.
Das sind aber nur meine Vermutungen.
Gruß
Marcus B.

Also der erste Gelbfuß wuchs in einem reinen Kiefernwald, ob es jetzt 5 nadlige waren weis ich nicht, sorry. aber die kupferrote färbung fehlt. tendiere eher zum filzigen.
der 2. unbekannte Gelbfuß wuchs in einem Kiefern-Lärchen-Fichten Wald nebenan.
Es sei angemerkt das die Kuhpilze nicht direkt sondern ein paar Meter weiter standen. Eine Symbiose schließe ich aus.

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Re: Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Hampe, Felix, (vor 8449 Tagen) @ Marcus B.

Hallo Felix
Zu deinem ersten Gelbfuß: Bei welchem Baum wuchs der Pilz eigentlich?
Denn der Kupferrote Gelbfuß wächst allein bei Kiefern (Mykorrhizapilz),
während der Filzige Gelbfuß ausschließlich bei Fichten und 5-nadeligen
Kiefern (z.B. Zirben) vorkommt.
Was deinen zweiten Gelbfuß angeht: Wenn es wirklich Lärchen waren, kommt bei
deiner Beschreibung meiner Meinung nach nur der Fleckende Schmierling
(Gomphidius maculatus) in frage. Allerdings würde dann der Kuhpilz nicht
passen (der bei Kiefern vorkommt). Sollte dein Pilz jedoch bei Kiefern
gewachsen sein, so käme wohl am ehesten der Rosenrote Schmierling
(Gomphidius roseus) in betracht der eine Symbiose mit dem Kuhpilz eingeht
und deshalb nur zusammen mit diesem vorkommt.
Das sind aber nur meine Vermutungen.
Gruß
Marcus B.

Hi Marcus, danke nochmal für deine Beschreibungen, nach dem ich eben mal verschiedene Fotos mir im netz angeschaut habe tendiere ich stark zum Gomphidius maculatus. Weil Gomphidius roseus doch zu rot und zu kräftig ist und die lamellen zu weiß. Bei Gomphidius maculatus sind die lamellen eher dukler und der Hut ist nicht so knall rot. Obwohl bei mir keine rötliche Flüssigkeit (Tropfen)am Stiel vorherrscht wie bei den Gomphidius maculatus- Fotos ersichtlich war.
Da beide beschriebenen Eßbar sind und es wohl keine ähnlichen giftigen Arten gibt, werde ich ihn verwenden.
MFG

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Re: Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Birgit, (vor 8449 Tagen) @ Hampe, Felix

Hallo,

jetzt muß ich doch noch mal was dazu sagen.

danke nochmal für deine Beschreibungen, nach dem ich eben mal
verschiedene Fotos mir im netz angeschaut habe tendiere ich stark zum
Gomphidius maculatus. Weil Gomphidius roseus doch zu rot und zu kräftig
ist und die lamellen zu weiß.

Alsoooo: G. roseus ist wirklich nicht kräftiger als G. maculatus, ich würde sogar eher den G. maculatus als im Normalfall etwas größer ansehen. Die Symbiose zwischen rosaroten Schmierling und Kuhröhrling heißt nicht, daß die Fruchtkörper nebeneinander wachsen müssen, denn es sind ja die beiden Myzelien, die miteinander kooperieren (und die können ganz schön groß werden), . Wobei das Schmierlingmyzel wahrscheinlich schon fast als "Parasit" auf dem Kuhröhrlingsmyzel, das wiederum Mykorrhiza mit der Kiefer bildet, angesehen werden muß. Ausführlicher steht das Ganze in einem Artikel von Prof. Agerer im Tintling. Außerdem müssen die Myzelien auch nicht gleichzeitig fruktifizieren, daher müssen auch die Fruchtkörper nicht zusammenstehen.

G. helveticus kommt wirklich nur bei Fichten vor, wenn dort keine war, dann wars auch nicht G. helveticus. G. rutlius hat nicht immer einen kupferroten Hut, ich kenn ihn eigentlich nur rotbraun.

herzliche Grüße

Birgit

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Re: Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Gerd-A, (vor 8449 Tagen) @ Hampe, Felix

Hallo Felix, hallo Marcus,

Marcus hat die Myhorrhiza-Partner der diskutierten "Gelbfüße", einschließlich korrekter Gattungsnamen bereits beschrieben, sowie auf das Dreiecksverhältnis (Vergesellschaftung) von "Kuhröhrling"/" Rosenroter Schmierling"/"Waldkiefer" hingewiesen. Nachfolgend eine Zusammenfassung:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Familie: Gomphidiaceae (Schmierlinge, Gelbfüße):

Art-------------------------------------------------------------Mykorrhizapartner
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gomphidius roseus (Rosenroter Schmierling)-----Pinus silvestris (Waldkiefer), „2-nadlig“
----

Gomphidius maculatus (Lärchen-Schmierling)-----Nur Larix decidua (Europäische Lärche)
------

Chroogomphus helveticus (filziger Gelbfuss):
---> var. tatrensis-----------------------------------------Nur Picea abies (Rotfichte, Gemeine Fichte)
----

---> var. helveticus-------------------------Nur Pinus cembra (Zirbelkiefer, Arve), „5-nadlig“; m. W. nördlich des Alpenvorlands noch nicht nachgewiesen
----

Chroogomphus rutilus (kupferroter Gelbfuss)--verschiedene „2-nadlige“ Kieferarten: z.B. P. silvestris (s. o.), P. mugo (Bergkiefer, Latsche), P. nigra (Schwarzkiefer)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
G. roseus und Suillus bovinus (Kuhröhrling ) bilden zusammen mit der Waldkiefer eine enge Vergesellschaftung. Ein hochinteressanter Artikel wurde von Prof. Agerer wurde im „Tintling“, Heft 1/2002 veröffentlicht.

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Was mich stört sind die darauf folgenden Antworten von Felix:

Zitat aus Antwort 1:
Also der erste Gelbfuß wuchs in einem reinen Kiefernwald, ob es jetzt 5 nadlige waren weis ich nicht, sorry. aber die kupferrote färbung fehlt. tendiere eher zum filzigen.

Kommentar:
Mit tendieren kommt man da nicht weiter. Und, wenn man von "reinem Kieferwald" ausgeht, ist es schlicht eine Fehlbestimmung.
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Zitat aus Antwort 1:
der 2. unbekannte Gelbfuß wuchs in einem Kiefern-Lärchen-Fichten Wald nebenan.
Es sei angemerkt das die Kuhpilze nicht direkt sondern ein paar Meter weiter standen. Eine Symbiose schließe ich aus.

Kommentar:
Was macht Dich so sicher, dass es sich in deinem Fall um keine Vergesellschaftung handelt? Die paar Meter Unterschied? Wäre wohl auch falsch spekuliert !!!
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Zitat aus Antwort 2:
..., nach dem ich eben mal verschiedene Fotos mir im netz angeschaut habe tendiere ich stark zum Gomphidius maculatus. Weil Gomphidius roseus doch zu rot und zu kräftig ist und die lamellen zu weiß. Bei Gomphidius maculatus sind die lamellen eher dukler und der Hut ist nicht so knall rot. Obwohl bei mir keine rötliche Flüssigkeit (Tropfen)am Stiel vorherrscht wie bei den Gomphidius maculatus- Fotos ersichtlich war.

Kommentar:
Pilzbestimmung nach "eben mal paar Bilder angeschaut", und dann nur nach Farbe bewerten:
---> Gute Nacht, das kann nur zu Fehlbestimmung führen !!!
---> Und dann die beim Fund fehlenden Guttationstropfen (!!!) ignorieren (werden übrigens später "Schwarz"; kann man in jedem Buch nachlesen, sofern man die Art noch nicht in der Hand hatte). Na ja, das Lesen von Beschreibungen ist, zugegeben, mühsamer als Bilder anschauen.
===> Auch hier gehe ich davon aus, dass Du vermutlich mit Deiner Tendenz auch falsch liegst.
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Zitat aus Antwort 2:
Da beide beschriebenen Eßbar sind und es wohl keine ähnlichen giftigen Arten gibt, werde ich ihn verwenden.

Kommentar:
Bravo, Volltreffer: Mit "es wohl keine ähnlichen giftigen Arten gibt" liegst Du wohl richtig.

"Grins" Gerd

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@ Gerd

Hampe, Felix, (vor 8449 Tagen) @ Gerd-A

Lieber Gerd,
sicherlich kennst du dich etwas besser aus als ich, aber das ist kein grund um
hier irgendwie andere Pilzfreunde als nicht ganz so wissend - ich will nicht sagen dumm zu machen.
Woher soll ein Student -so wie ich es bin- wissen das der filziger Gelbfuss noch nicht im Mittel D nachgewiesen werden konnte? Habe 2 gute Pilzbücher aber das ist ja schon eine extreme Insider Info. Beim Braten hat sich dann herausgestellt das es der kupferroter Gelbfuss war (Violette Färbung). Das stand zum Beispiel in meinem Buch. Obwohl wirkich rein vom Optischen alles auf den filzigen hinwies. (Verlange bitte keinen Sporenabdruck!!!!)
Bei der Symbiose gebe ich dir recht,da hab ich die Ausweitung des Myzels nicht bedacht. könnte also sein. Da aber das Waldstück wirklich Kiefern-Lärchen und Fichten enthält (und alle 3 Arten nebeneinander), könnten es ja beide sein.
Leider hab ich weder zu Lärchen-Schmierling noch zu Rosenroter Schmierling was in meinen Büchern gefunden (ist wahscheinlich schon zu speziell), also musste ich mich durch das netz kämpfen. Da die meisten sites nicht D-spachig sind blieben mir nur die Bilder. Kann doch sein das der Fleckende (Lärchen) Schmierling eine Symbiose mit den Lärchen hatte und nix mit dem Kuhpilz-Myzel zu tun hat oder ja die erwähnte 3er Beziehung vorherrschte und es der Rosenrote Schmierling war. Also was würdest du jetzt sagen welcher es war? Anmerkung: die schmutzig braunrote Oberhaut ließ sich abziehen, das Fleisch darunter hatte die die selbe Färbung wie die Lammellen: grau.
Ich bleibe weiterhin bei Gomphidius maculatus da Form und Farbe Laut Fotos (Sorry) eher passt.
MFG
PS: Die sehen sich aber auch verdammt ähnlich. Grins

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Re: Fundbericht nach 3 Stunden im Thüringer Wald

Gerd-A, (vor 8448 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Deinem Beitrag ist kaum etwas zuzufügen. Außer:

- Vielen Dank, denn G. roseus habe ich bisher noch nie gefunden; verdanke Dir, dass ich den schon in der Hand hatte.
- Und, was G. maculatus angeht, da hast Du völlig Recht. Kann größer werden als G. roseus.
===> Aber, da gibt es noch G. gracilis (vergleiche Breitenbach Band 3), der von einigen Autoren nicht als eigene Art anerkannt wird und dann als Var. oder Form von maculata angesehen wird. Der wird nicht so groß und soll nicht schwärzen !!!

Herzliche Grüße
Gerd

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Re: @ Gerd

Gerd-A, (vor 8447 Tagen) @ Hampe, Felix

Lieber Felix,

Zitat:
..., aber das ist kein grund um hier irgendwie andere Pilzfreunde als nicht ganz so wissend - ich will nicht sagen dumm zu machen.

Kommentar Gerd:
- Als dumm verkaufen möchte ich ganz bestimmt keinen Pilzfan (gleichgültig ob reiner „Küchenmykologe“ oder einen, der auch über den Tellerrand schaut (dazu zähle ich Dich, sonst hättest Du vermutlich keine wissenschaftlichen Namen gebracht).

- Ich entschuldige mich nachdrücklich, sofern Du den Artikel nur auf Dich gemünzt siehst. Dies war keineswegs beabsichtigt !!!
-----
- Aber, bei mir kommt immer die Galle hoch, wenn (das ist eine durch Autoren populärer Pilzbücher hervorgerufene PR-Seuche) jemand glaubt „so nebenbei“ nach Bildvergleich einen unbekannten Pilz bestimmen zu können. Deshalb vielleicht die „Völler’sche“ Überreaktion meines Beitrags.
- Bei einer derartigen Pilzbestimmung werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht: Hier wird dann meist einfach nur die Farben als dominantes und wichtigstes Bestimmungskriterium bewertet und weitere Fakten (Merkmalskombinationen) einfach ignoriert. Und dies, obwohl bei guten „typischen“ (leider oft nur eine Altersstufe darstellende) Abbildungen viele Details zu erkennen sind. An miserable Abbildungen (die nehmen auf Grund des Preisdrucks – Stichwort Dreifarbendruck mit entsprechenden Farbverfälschungen) denke ich erst gar nicht: Da dreht sich bei mir zusätzlich noch der Magen um.

Zu diesem Thema eine typische „wahre“ Episode am Rand:
- In 1992 bekam ich ein „unscharfes“ Polarioid-Farbfoto zugespielt mit der Bitte um Bestimmungshilfe, da diese Pilzart vom Gartenamt der Stadt (spielt keine Rolle) nach der dort verfügbaren Literatur nicht bestimmbar war. Ergebnis war „Schwefelporling“, vom Habitus her so eindeutig, dass auch auf einer Schwarz-Weiß-Kopie jeder Pilzfreund (der den Schwefelporling in vivo kannte), dem ich diese vorlegte, die Art korrekt bestimmte.
- Mich hat gewundert, das das o.g. Gartenbauamt den Pilz nicht bestimmen konnte: Denn, der Schwefelporling wird in fast jedem populären Pilzbuch abgebildet, leider meist mit orange bis Rottönen und nicht so SCHWEFELGELB wie auf dem mir vorgelegten Foto. Pech, der Pilz wusste einfach nicht, wie er im Pilzbuch abgebildet wird.
===> So viel zur Pilzbestimmung nach Farbe.
----------

===> Also, sehe bitte meinen Beitrag, wie er gemeint ist. Pech, dass ich gerade Deine Bestimmungsversuche ausgewählt habe, um zu zeigen, wie unbrauchbar derartige Ergebnisse sind.
===> Im Übrigen, ich wollte mit meinem Beitrag auch auf mögliche Fehleinschätzungen hinweisen und diese – aus meiner Sicht/Kenntnis – auch begründen. Das schließt keineswegs aus, das Du mit Deinem „Tendieren“ richtig liegst !!!
===> Ein Tipp („grins breit“): Pilzbestimmung kann man gewaltig abkürzen: Schlicht die Alternativen auswürfeln und sich weder um Merkmalskombinationen kümmern, noch Abbildungen (die stehen für mich am Ende eines Bestimmungsprozesses) anschauen. Im Ergebnis kommt das gleiche raus, wie bei Pilzbestimmung nach Farbe:
- Unbrauchbar; es sei denn, man möchte unbedingt einen Namen für die Art, die man verspeist. Wichtig dabei ist nur, dass unter den Alternativen kein Giftpilz ist.

Das mag für’s Erste reichen, auf den Rest Deiner Antwort gehe ich in einem Folgebeitrag ein.

Herzliche Grüße
Gerd

PS.:
Und wenn Du persönlich durch diesen Beitrag zu dem Schluss kommst, dass Pilzbestimmung nur nach Abbildung ein Problem darstellt, dann habe ich meine Intension für diesen Beitrag schon erreicht.
- Hoffe natürlich, dass sich auch andere Pilzfans anschließen.
- Denn, sonst hätte sich der von mir investierte Zeitaufwand für meine Beiträge nicht gelohnt.

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"Filziger" versus "Kupferroter" Gelbfuss

Gerd-A, (vor 8447 Tagen) @ Hampe, Felix

Zitat
Woher soll ein Student -so wie ich es bin- wissen das der filziger Gelbfuss noch nicht im Mittel D nachgewiesen werden konnte? Habe 2 gute Pilzbücher aber das ist ja schon eine extreme Insider Info. Beim Braten hat sich dann herausgestellt das es der kupferroter Gelbfuss war (Violette Färbung). Das stand zum Beispiel in meinem Buch. Obwohl wirkich rein vom Optischen alles auf den filzigen hinwies. (Verlange bitte keinen Sporenabdruck!!!!)

Kommentar Gerd:
- Noch nicht nachgewiesenes Vorkommen (muss man nicht wissen), ebenso wie Partner-Baum (kann man leicht übersehen, da sieht man vor lauter Kiefer einfach die evtl mehr als 20 m entfernt stehende einzelne Fichte nicht) sind auch nur eines von vielen Merkmalen.
- Was die Optik (Farbe) angeht, auch nur ein Merkmal unter vielen.
- Aber, die zur Diskussion stehenden Arten bieten eine Reihe weiterer „makroskopischer“ Trennmerkmale, die m. E. (auch ohne Mikroskop) eine sichere Trennung zulassen. Um nur eines zu nennen: Beschaffenheit der Huthaut:

---> Beim „Filziger Gelbfuss“ ---> stark faserig-filzig (im Zweifelsfall hilft Lupe bei der Beurteilung !!!) und trocken

---> Beim „Kupferroter Gelbfuss“ ---> glatt und „klebrig“ (bei trockenem Wetter)/ „schmierig“ (bei feuchtem Wetter). Anmerkung: Bei trockenen Exemplaren hilft ganz gut der Speichel-Test: Hut anfeuchten und dann beurteilen.

Was den Sporenabdruck angeht: Das würde mir nicht weiterhelfen, die Sporen (noch nie mikroskopiert) haben nach Literatur ähnliche Größe und Form (bei der einen Art ist das L/D-Verhältnis wohl etwas größer).
----------------------------------------------
===> Ende gut, alles gut:
- Die von Dir gefundene Art scheint geklärt zu sein. Freut mich natürlich, dass meine Spekulation wohl richtig war.

Herzliche Grüße
Gerd

PS.: Du sprichst von zwei guten Pilzbüchern. Welche ???

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"Flechender" versus ""Rosenroter" Schmierling

Gerd-A, (vor 8447 Tagen) @ Hampe, Felix

Hallo Felix,

Zitat:
Bei der Symbiose gebe ich dir recht,da hab ich die Ausweitung des Myzels nicht bedacht. könnte also sein. Da aber das Waldstück wirklich Kiefern-Lärchen und Fichten enthält (und alle 3 Arten nebeneinander), könnten es ja beide sein.
Leider hab ich weder zu Lärchen-Schmierling noch zu Rosenroter Schmierling was in meinen Büchern gefunden (ist wahscheinlich schon zu speziell), also musste ich mich durch das netz kämpfen. Da die meisten sites nicht D-spachig sind blieben mir nur die Bilder. Kann doch sein das der Fleckende (Lärchen) Schmierling eine Symbiose mit den Lärchen hatte und nix mit dem Kuhpilz-Myzel zu tun hat oder ja die erwähnte 3er Beziehung vorherrschte und es der Rosenrote Schmierling war. Also was würdest du jetzt sagen welcher es war? Anmerkung: die schmutzig braunrote Oberhaut ließ sich abziehen, das Fleisch darunter hatte die die selbe Färbung wie die Lammellen: grau.
Ich bleibe weiterhin bei Gomphidius maculatus da Form und Farbe Laut Fotos (Sorry) eher passt.
MFG
PS: Die sehen sich aber auch verdammt ähnlich. Grins

Kommentar Gerd:
- Richtig, der zugehörige Partnerbaum lässt sich wohl nicht feststellen. Also kommen beide in Frage:
- Aber, Die „Kuhröhrlinge“ sind immerhin ein Indiz (kein Beweis) für G.roseus.
- Was die Größe der beiden Arten angeht, kein eindeutiges Trennmerkmal (vergleiche Beitrag von Birgit und meine Antwort darauf
- Das Fehlen der Schwärzung in Verbund mit Größe ist immerhin ein Indiz, dass es kein G. maculatus (gegen var. gracilis spricht die von Dir geschilderte Größe)ist.
- Die Lamellenfarbe kann man gleich vergessen: Wird, da beide Arten extreme Dunkelsporer sind, bei beiden Arten im Alter immer dunkler. Tipp: Und, die Farbe des Sporenstaubs kann man auch ohne eigenen "Sporenabwurf" recht gut an den Ringresten beobachten und beurteilen.
===> Ohne den Fruchtkörper zu sehen, ist die Artbestimmung wohl Spekulation. Auch, wenn ich weiter zu G. roseus tendiere, da ich Deine Begründungen für G. maculatus keineswegs nachvollziehen kann.

Viele Grüße
Gerd

Viele Grüße
Gerd