Im hohen Norden geht’s los

Thomas Pruß, (vor 8445 Tagen)

Moin zusammen,
leider kostet es jetzt bei Lycos Geld, wenn man Bilder posten will, und so bin ich ab jetzt wieder nur auf Buchstaben angewiesen.
Schade, denn bei uns in Nordfriesland und Dithmarschen geht die Pilzsaison los, und auch in Niedersachsen, in Winsen/Luhe, erblühen die schönsten Parasole.
Vorgestern zeigten mir Freunde auf ihrer Hauskoppel die schönsten Wiesenchampignons westlich des Urals: Herrliche, walnussgroße Pilze, schneeweiß und unglaublich lecker. Ich dachte schon, dass die übermäßigen Güllegaben den Champignon in Nordfriesland an den Rand der Ausrottung gebracht hätten. Auf dem Breich, auf dem diese Champis wuchsen, lag im vorigen Jahr noch ein gewaltiger Pferdemist-Haufen, der Anfang des Jahres auf der Koppel verstreut wurde. Diese Art der Düngung können die Champignons wirklich besser ab als pure Gülle.
Gestern machten wir eine kleine Tour rund um Heide/Holstein. Auf den Koppeln wuchsen reichlich Eierboviste, und sogar einen jungen Riesenbovist haben wir gefunden. Ein Wald zwischen Nordhastedt und Albersdorf zeigte sich zuerst sehr pilzmager. Bis auf ein paar Zitronentäublinge, Falsche Pfifferlinge, Kahle Kremplinge und schwindsüchtige Schwindlinge war nicht viel los. Ausgerechnet direkt an einem viel besuchten Trimmpfad legte dann die mykologische Welt los: Auf dem Stumpf einer alten Eiche entdeckten wir einen äußerst jungen, äußerst frischen Riesenporling in den Ausmaßen der Hallig Hooge. Bon schreibt zwar, dass der Riesenporling ungenießbar sein soll, aber ich denke, er bezieht sich dabei auf alte Exemplare. Wir nahmen von dem schätzungsweise 20 Kilo schweren Pilz ca. 1 Kilo mit. Auf den Geschmack bin ich gespannt! Für Rezepte bin ich dankbar!
Versteckt zwischen dem Riesenporlingen entdeckten wir dann noch eine verschämte Kolonie Stockschwämmchen. Obwohl: Verstecken musste sie sich eigentlich nicht, lieferte sie uns doch ein gutes halbes Pfund Pilze.
Einige Meter weiter wurde es dann richtig übermütig: Ein Baumstumpf war über und über bedeckt mit Hallimasch, die vielleicht erst in der Nacht vorher herausgeploppt sein mussten. Ein Anblick, der bei meiner Frau und mir rauschende Bergbäche von Mundwasser erzeugte (sabber!). Insgesamt ernteten wir dort gute 1,5 Kilo.
Bei solchen Funden hätte ich mich auf das Pilzseminar in Daun, Anfang Oktober, und die eine oder andere Pilzexkursion mit Harry und bleem freuen müssen, doch für mich hat es sich dieses Jahr ausgeseminart: Ausgerechnet beim Schneiden von Raynotria (das ist dieser fiese japanische Riesenknöterich) habe ich mir mit einem schweren Dolch in den Daumen gehackt. Dabei habe ich mir die Strecksehne angeschnitten, was 4 bis 6 Wochen Gips bedeutet. Logisch, dass man mit so einer Gipsschiene nicht Auto fahren kann. Naja, vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.
Aber zumindest in Nordfriesland bleibe ich pilztechnisch am Ball.
Grüsslis
Thomas

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Re: Im hohen Norden geht’s los

Joachim, (vor 8445 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,
der notizbrettbildservice ist und bleibt kostenlos, wenn du also Bilder in das Forum stellen willst, nutze ihn doch einfach.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

leider kostet es jetzt bei Lycos Geld, wenn man Bilder posten will, und so
bin ich ab jetzt wieder nur auf Buchstaben angewiesen.

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Wo hab’ ich meinen Kopf? Danke Joachim, und die

Thomas Pruß, (vor 8445 Tagen) @ Joachim

Bilder kommen auch www-aufbereitet, nachdem ich weiß, wie das mit GraphikConverter geht ;-)
Grüsslis
Thomas

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Riesenporling

Birgit, (vor 8445 Tagen) @ Thomas Pruß

Hi Thomas,

sehr jungen Riesenporling (noch nicht konsolenförmig) einfach in nicht zu dünne Stücke schneiden und kross braten, wird schwarz in der Pfanne, also etwas gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber recht gut. Der Riesenporling darf noch gar nicht faserig sein, er ist zwar dann immer noch essbar, aber nähert sich in der KOnsistenz dann doch einem Bierdeckel an ;-).

Liebe Grüße

Birgit

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Klingt lecker, vielen Dank, Birgit! *oT*

Thomas Pruß, (vor 8445 Tagen) @ Birgit

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