Hexe – aber welche? *PIC*

Manfred Kurt, (vor 8425 Tagen)

Hallo zusammen,

am Wochenende war ich in den Pilzen.
Beute: Fichtenreizker ohne Ende, einen Birkenpilz, ein paar Maronen, meinen ersten Hexenröhrling (Flocki) und dann ist mir noch etwas in die Hände geraten ...

Und zwar dieses Exemplar:

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Mein Umfeld meinte: "Essbar, wahrscheinlich ein Rotfussröhrling"
Das glaube ich aber nicht.

In meinem Pilzbuch taucht einer auf mit Namen "Glattstieliger Hexenröhrling" (bedingt essbar).

Gegessen habe ich ihn. Hier noch zwei Bilder vom Küchentisch...

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Hatte ich Recht mit meinem Tipp? Essbar war er ganz sicher. Aber warum nur bedingt???

Viele Grüsse
Manfred

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Re: Hexe – aber welche?

Werner, (vor 8425 Tagen) @ Manfred Kurt

Mein Umfeld meinte: "Essbar, wahrscheinlich ein Rotfussröhrling"
Das glaube ich aber nicht.

Definitiv nicht. Das ist ein Flocki, wenn auch ein bisserl untypisch. Aber - ich meine die Flöckchen ganz deutlich auf dem Stiel erkennen zu können.

In meinem Pilzbuch taucht einer auf mit Namen "Glattstieliger
Hexenröhrling" (bedingt essbar).

Der ist es sicher nicht. Der ist auch sehr selten.

Gegessen habe ich ihn. Hier noch zwei Bilder vom Küchentisch...

So ganz prinzipiell mal: ich würde Dir nicht empfehlen, Pilze, die Du nicht sicher bestimmt hast, zu essen. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gehen. Zum Beispiel der Netzstielige Hexenröhrling verursacht bei diversen Leuten Unverträglichkeiten, deshalb sollte die erste Mahlzeit davon sehr maßvoll sein. Andere rotporige Röhrlinge sind zumindest leicht Magen-Darm-giftig.

Viele Grüße,

Werner

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Re: Hexe – aber welche?

Matthias, (vor 8425 Tagen) @ Manfred Kurt

Hallo Manfred,
das ist der Flockenstielige Hexenröhrling, der Glattstielige Hexenröhrling kommt nur unter Laubbäumen und auf kalkhaltigem Boden vor, deine Fundstelle sieht nach saurem Nadelwald aus (Fichtenäste und Heidelbeere). Die roten Stielschuppen sind manchmal ein wenig schwächer ausgeprägt.
viele Grüsse
Matthias

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Re: Hexe – aber welche?

cuky, (vor 8425 Tagen) @ Manfred Kurt

Hallo zusammen,
am Wochenende war ich in den Pilzen.
Beute: Fichtenreizker ohne Ende, einen Birkenpilz, ein paar Maronen, meinen
ersten Hexenröhrling (Flocki) und dann ist mir noch etwas in die Hände
geraten ...
Und zwar dieses Exemplar:
Mein Umfeld meinte: "Essbar, wahrscheinlich ein Rotfussröhrling"
Das glaube ich aber nicht.
In meinem Pilzbuch taucht einer auf mit Namen "Glattstieliger
Hexenröhrling" (bedingt essbar).
Gegessen habe ich ihn. Hier noch zwei Bilder vom Küchentisch...


Hatte ich Recht mit meinem Tipp? Essbar war er ganz sicher. Aber warum nur
bedingt???
Viele Grüsse
Manfred

würde auch sagen Rotfussröhrling (bei uns auch Ziegenlippe)

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Re: Hexe – aber welche?

Joachim, (vor 8425 Tagen) @ cuky

Hallo, also alles was Recht ist, das ist KEIN Rotfußröhrling. Der Rotfußröhrling hat nie rote Röhrenmündungen, auch passt der Stiele nicht zu einem Rotfußröhrling.
Ich gebe Matthias und Werner 100% Recht, es ist eine Flockenstieliger Hexenröhrling und somit ein guter Speisepilz.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

würde auch sagen Rotfussröhrling (bei uns auch Ziegenlippe)

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Re: Hexe – aber welche?

Karl-Heinz ⌂, (vor 8425 Tagen) @ Joachim

Eben, ganz einfach: Ein Rotfußröhrling hat einen roten Fuß, aber nie rote/rötliche Röhren/Röhrenmündungen.
Gruß
Karl-Heinz

Hallo, also alles was Recht ist, das ist KEIN Rotfußröhrling. Der
Rotfußröhrling hat nie rote Röhrenmündungen, auch passt der Stiele nicht
zu einem Rotfußröhrling.
Ich gebe Matthias und Werner 100% Recht, es ist eine Flockenstieliger
Hexenröhrling und somit ein guter Speisepilz.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Hexe – aber welche?

Markus_S, (vor 8425 Tagen) @ cuky

Hallo Cuky

Nun bringst du aber Einiges ganz gewaltig durcheinander!

1. es handelt sich beim Bild, wie bereits mehrfach geschrieben, um einen Flockenstieligen Hexenröhrling (Boletus erythropus).

2. Ein Rotfussröhrling (Xerocomus chrysenteron, hier das Bild: http://www.pilzepilze.de/piga/zeige.htm?name=xerocomus_chrysenteron) und eine Ziegenlippe (Xerocomus suptomentosus, das Bild dazu hier: http://www.pilzepilze.de/piga/zeige.htm?name=xerocomus_subtomentosus) sind zwei verschiedene Arten von Pilzen! Sie gehören jedoch in die selbe Gattung (Xerocomus).

Schau doch mal in einem Pilzbuch nach, oder schau in die Pilzgallerie hier auf der Homepage: http://www.pilzepilze.de/piga/

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen einfachen Erklärungen ein wenig weiterhelfen konnte.

Gruss
Markus_S

würde auch sagen Rotfussröhrling (bei uns auch Ziegenlippe)

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Re: Hexe – aber welche?

Jürgen, (vor 8425 Tagen) @ Matthias

Hallo,

Werner und Matthias haben sicher - auch wegen des Standorts - mit "Flocki" recht. Aber Manfreds Verwirrung ist nachvollziehbar, denn der Glattstielige kann manchmal so ähnlich aussehen.

Zusatz-Tipp: Der echte "Glatti" ist im Anschnitt in der Stielbasis weinrot (siehe http://perso.club-internet.fr/sevlauqu/images/Boletus_queletii_var.rubicundus.jpg).

Gruß Jürgen

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Re: Hexe – aber welche?

Manfred Kurt, (vor 8424 Tagen) @ Manfred Kurt

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Bestimmungshilfe – Auch im Nachhinein ;-)

Also grundsätzlich esse ich nichts was mir völlig unbekannt ist, aber hier war ich doch sicher, dass dies ein Hexenröhrling sein muss.

Denn rote Röhren und Flocken am Stiel kann doch nichts wesentlich anderes sein. Ein Satanspilz, der einzig wirklich giftige in dieser Reihe (???) hätte ja auch ein Netz am Stiel gehabt.

Außerdem hat der Pilz auch eine sofortige blauschwarze Verfärbung im Anschnitt gehabt, was ja auch typisch Hexe ist. Weil er aber recht spärlich flockig war und auch einen sehr schlanken Stiel aufwies habe ich auf den mir unbekannten Glattstieligen Hexenröhrling getippt.

Der Hinweis von Jürgen (Weinrote Verfärbung) wird in Zukunft bei mir Klarheit schaffen. Vielen Dank.

Was die Unveträglichkeit angeht, die Werner anspricht, habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Ich habe letzte Woche ja meinen erste Hallimasch gegessen und auch bei dem heißt es vorsichtig sein. Aber auch der hat mir keine Probleme gemacht. Mein Magen scheint ziemlich pilzresistenz zu sein!

Also nochmal vielen Dank an euch alle.
Manfred

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Re: Hexe – aber welche?

Matthias, (vor 8424 Tagen) @ Manfred Kurt

Hallo Manfred,
die rote Verfärbung in der Stielbasis tritt auch beim Netzstieligen Hexenröhrling auf, der kommt an den gleichen Standorten wie der Glattstielige Hexenröhrling vor, ist aber wesentlich häufiger und in der Regel gut durch das Stielnetz zu unterscheiden,
viele Grüsse
Matthias