Täubling - aber welcher , und andere Unbekannte. *PIC*

jack.x, (vor 8424 Tagen)

Hallo zusammen,
mangels Pilze im Taunus, habe ich gestern mal einige Pilze zum Bestimmen mitgenommen. Die Täublinge lachen mich schon seit einigen Jahren immer wieder an, nur richtig kennen tue ich sie noch nicht.

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Der helle könnte ein Ockertäubling sein, die beiden dunkleren standen fast nebeneinander, sollte also de gleich Pilz sein. Nach Hering riecht keiner von den dreien.

Weiterhin habe ich mir noch einige kleine, gelbe Holzbewohner eingepackt und habe sie als Rauchblättrige Schwefelköpfe identifiziert. Das Fleisch ist fast weiß, der Stiel hohl und die Lamellen haben einen 'Grauschleier'. Könnt ihr das betätigen. (Ich werde sie nicht essen).
Ich hatte auch noch einen grünblättrigen zum Vergleich. Der schmeckte bitter, das Fleisch war grünlich gelb und die Lamelen hatten einen grünlichen Grauschleier.

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Diesen hier kann ich überhaupt nicht einordnen.

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Der Grössere hat etwa 5cm Durchmesser, der Hut ist samtig braun und am feuchten, stark eingerollten Rand sehr klebrig. Das helle Fleisch rötet im Anschnitt. Die Lammellen sind Cremefarben. Er wuchs auf verottetem Holz, vermutlich Nadelholz.

Gruß Jack.X

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Re: Täubling - aber welcher , und andere Unbekannt

Thomas Pruß, (vor 8424 Tagen) @ jack.x

Hallo Jack,
bei den Täublingen handelt es in allen drei Fällen im Speisetäublinge, soweit man das anhand eines Fotos sagen kann. Die Täublingsfamilie ist scheon sehr farbenfroh, und auch innerhalb einer Art (besonders auch des Speisetäublings) können viele Spielarten auftreten. Mach’ die Täublingsprobe: Schmecken die Lamellen mild, ist der Pilz essbar. Beim Speisetäubling sollte sich auch die Huthaut einfach abziehen lassen.
Deinen Graublättrigen würde ich auch als solchen bezeichnen. Aber bei dem Krempling (ich vemute) halte ich mich zurück.
Grüsslis
Thomas

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Lamellen schmecken mild

jack.x, (vor 8423 Tagen) @ Thomas Pruß

Hi Thomas,
die Lamellen der Täublinge schmecken absolut mild. Ist das immer ein sicheres Zeichen, dass es sich um einen 'Speise Täubling' handelt?
Einen Täubling erkenne ich schon sicher. Ich habe bisher nur keine Täublinge gesammelt, da ich auf Grund der unzähligen Farbvariationen nie sicher war um welchen es sich handelt. Die Geschmacksprobe wäre ja dann eine hilfreiche Methode.

Bei den rauchblättrigen Schwefelköpfen bin ich mir auch ziemlich sicher.
Ich habe sie nach folgenden Kriterien bestimmt, bzw. vom grünblättrigen unterschieden:
Hutfarbe, schwefelgelb jedoch ohne grün Töne, Lamellen weiß bis cremefarben, durch Sporenpulver graubraun 'angehaucht', Stiel mit Hohlraum, Fruchtfleisch weiß, schmeckt mild.
Der grünblättrige dagegen Hutfarbe ebenfalls schwefelgelb, jedoch mit Grüntönen, Lamellen blaß gelb, olivgrün 'angehaucht', Stiel ohne Hohlraum, Fruchtfleisch gelb, schmeckt bitter.

Gibt es da noch weitere sichere Merkmale zur Bestimmung bzw. Unterscheidung der Schwefelköpfe?
Gruß Jack.X

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Re: Lamellen schmecken mild

Thomas Pruß, (vor 8423 Tagen) @ jack.x

Hi Thomas,
die Lamellen der Täublinge schmecken absolut mild. Ist das immer ein sicheres
Zeichen, dass es sich um einen 'Speise Täubling' handelt?

Moin Jack,
die Geschmacksprobe mit den Lamellen ist immer ein sicheres Unterscheidungsmerkmal, um essbare von ungenießbaren Täublingen zu unterscheiden. Aber bei manchen Arten muss man ein wenig länger drauf kauen – die kommmen „von hinten“: Was sich in den ersten Sekunden durchaus als mild darstellt, entpuppt sich dann nach 20 oder 30 Sekunden plötzlich als „scharfer Hund“. Also lieber etwas länger drauf rumkauen und testen. Wirklich giftige Täublinge gibt es ja nicht (auch, wenn der Bon tatsächlich bei einigen Arten den Totenkopf stehen hat), also wirst du keinen Schaden nehmen bei längerer Verkostung – bis auf ein evtl. unangenehmes Zungenbizzeln ;-)

Gibt es da noch weitere sichere Merkmale zur Bestimmung bzw. Unterscheidung
der Schwefelköpfe?

Eigentlich hast du die wichstigsten Merkmale alle erfasst
Grüsslis
Thomas

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Also Speisetäublinge sind das wohl nicht...

Christoph G, (vor 8423 Tagen) @ Thomas Pruß

..... ich denk eher, dass deine Exemplare in die gruppe der Ledertäublinge um R. integra gehören. Der Speisetäubling (R. vesca) sieht nun wirklich anders aus!
Aber wie schon gesagt, allein vom Bild kann zumindest ich wenig sagen. hab mich vor zwei tagen schon mit einem Fehlschuss etwas blamiert.

Gruß Christoph

Hallo Jack,
bei den Täublingen handelt es in allen drei Fällen im Speisetäublinge, soweit
man das anhand eines Fotos sagen kann. Die Täublingsfamilie ist scheon
sehr farbenfroh, und auch innerhalb einer Art (besonders auch des
Speisetäublings) können viele Spielarten auftreten. Mach’ die
Täublingsprobe: Schmecken die Lamellen mild, ist der Pilz essbar. Beim
Speisetäubling sollte sich auch die Huthaut einfach abziehen lassen.
Deinen Graublättrigen würde ich auch als solchen bezeichnen. Aber bei dem
Krempling (ich vemute) halte ich mich zurück.
Grüsslis
Thomas

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Re: Täubling - aber welcher , und andere Unbekannt

Jens ⌂, (vor 8424 Tagen) @ jack.x

Hallo zusammen,
mangels Pilze im Taunus, habe ich gestern mal einige Pilze zum Bestimmen
mitgenommen. Die Täublinge lachen mich schon seit einigen Jahren immer
wieder an, nur richtig kennen tue ich sie noch nicht.

Der helle könnte ein Ockertäubling sein, die beiden dunkleren standen fast
nebeneinander, sollte also de gleich Pilz sein. Nach Hering riecht keiner
von den dreien.

Hallo Jack,

da ist wohl nicht viel zu machen. Bei mehr als 150 verschiedenen Täublingsarten die in unseren Wäldern vorkommen, kommt man ohne ein paar Zusatzinformationen, also z.B. Geschmack mild oder scharf, welche Begleitbäume, Farbe des Spp. in den meisten Fällen nicht weiter.

Vielleicht kannst Du dazu ja noch Angaben machen.

Gruß Jens

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Re: Täubling - aber welcher , und andere Unbekannt

Werner2, (vor 8424 Tagen) @ jack.x

Hallo,
die gezeigten Täublinge sind anhand der Fotos nicht bestimmbar. Dafür ist die Gattung auch zu schwierig. Keiner der FK zeigt ein besonderes artcharakteristisches Merkmal. Alles andere wäre blindes "Gerate".
Einen typischen Speisetäubling (R. vesca) sehe ich zumindest nicht darunter.

Der Geschmackstest bei Täublingen(scharf - mild - pikant usw.)sollte auch nur als zusätzliche Kontrolle und Absicherung einer Bestimmung (!) erfolgen. Man kann ja nicht alle Täublinge, die man im Wald findet, auf ihre Genießbarkeit hin durchprobieren; - oder zumindest macht man das nicht sehr lange.
Irgendwann trifft jeder dann mal auf die R. badia......

Die Bestimmung Rauchblättriger Schwefelkopf und Kahler Krempling ist sicher
korrekt.
Gruß Werner2

Hallo zusammen,

mangels Pilze im Taunus, habe ich gestern mal einige Pilze zum Bestimmen
mitgenommen. Die Täublinge lachen mich schon seit einigen Jahren immer
wieder an, nur richtig kennen tue ich sie noch nicht.

Der helle könnte ein Ockertäubling sein, die beiden dunkleren standen fast
nebeneinander, sollte also de gleich Pilz sein. Nach Hering riecht keiner
von den dreien.
Weiterhin habe ich mir noch einige kleine, gelbe Holzbewohner eingepackt und
habe sie als Rauchblättrige Schwefelköpfe identifiziert. Das Fleisch ist
fast weiß, der Stiel hohl und die Lamellen haben einen 'Grauschleier'.
Könnt ihr das betätigen. (Ich werde sie nicht essen).
Ich hatte auch noch einen grünblättrigen zum Vergleich. Der schmeckte bitter,
das Fleisch war grünlich gelb und die Lamelen hatten einen grünlichen
Grauschleier.

Diesen hier kann ich überhaupt nicht einordnen.

Der Grössere hat etwa 5cm Durchmesser, der Hut ist samtig braun und am
feuchten, stark eingerollten Rand sehr klebrig. Das helle Fleisch rötet im
Anschnitt. Die Lammellen sind Cremefarben. Er wuchs auf verottetem Holz,
vermutlich Nadelholz.
Gruß Jack.X

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Re: Täubling - aber welcher , und andere Unbekannt

Kazuya, (vor 8422 Tagen) @ jack.x

hallo,

der Täubling ist wahrscheinlich kein Ockertäubling, zu den anderen kann ich so direkt nix sagen (kenn mich mit Täublingen nicht so gut aus). Die beiden anderen Arten dürften richtig bestimmt sein.

Gruß,
Kazuya

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Re: Täubling - aber welcher , und andere Unbekannt

Anette, (vor 8421 Tagen) @ jack.x

Hallo Jack,

also zu den drei oberen Täublingen kann man nur aufgrund des Fotos rein überhaupt nichts sagen.

Der Pilz in der Mitte erscheint mir für einen rauchblättrigen Schwefelkopf etwas zu farbenfroh, aber das Foto kann täuschen.

Eindeutig ist der letzte Pilz, und zwar aufgrund der lachsrosa Farbreaktion: Kein Krempling, sondern ein Schwarztäubling, wahrscheinlich Russula nigricans. Die Rötung geht später über in eine schmutzig-schwarzbraune Verfärbung. Sowohl Russula nigricans wie auch die Schwesterart R. densifolia ist jung essbar.

Gruß, Anette