hallo und drei Pilze zur Bestimmung *PIC*

stefan tf, (vor 8419 Tagen)

Hallo Forum,

komm grad aus dem Wald mit frischen Pilzfotos und fand im Web die geniale pilzpilz.de und das Forum hier.

Erstmal dickes Lob an Georg Müller und Coautoren für die klasse Arbeit !

3 Pilze konnte ich in keiner Bestimmungliteratur finden, vielleicht sind sie ja jemandem bekannt:

1. [image]

2. [image]

3. [image]

besten gruss
stefan

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Re: hallo und drei Pilze zur Bestimmung

michel, (vor 8419 Tagen) @ stefan tf

Hallo Traumflieger,

erstmal gratulation zu den tollen fotos!
der erste pilz ist klar: Phaeolepiota aurea, glimmerschüppling.

bei den anderen beiden muss ich etwas raten: nr. 2 dürfte der butterrübling sein, Rhodocollybia butyracea. der dritte ist irgendein alter röhrling, wegen der rosa poren wohl der gallenröhring (Tylopilus felleus).

ciao
michel

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Bei Bild 3

Jürgen, (vor 8419 Tagen) @ stefan tf

könnte (!!) es sich um einen stark überständigen Gelben Raufuß (Leccinum crocipodium) handeln, bei dem die gelben Poren total entfärbt sind. Der Hainbuchen-Raufuß (Leccinum carpini) wäre auch möglich, aber dafür müsste außer den im Bild sichtbaren Eiche(l)n auch die passende Baumart dabeigewesen sein.

Die Frage ist halt, ob der Pilz ein Netz am Stiel hatte, was man auf dem Bild leider nicht erkennen kann. Gallenröhrling denke ich aber eher nicht, weil der kaum an solch offenen, grasigen Standorten unter Laubbäumen wächst.

Gruß, Jürgen

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Re: Bei Bild 3

Rudi, (vor 8419 Tagen) @ Jürgen

könnte (!!) es sich um einen stark überständigen Gelben Raufuß (Leccinum
crocipodium) handeln, bei dem die gelben Poren total entfärbt sind. Der
Hainbuchen-Raufuß (Leccinum carpini) wäre auch möglich, aber dafür müsste
außer den im Bild sichtbaren Eiche(l)n auch die passende Baumart
dabeigewesen sein.
Die Frage ist halt, ob der Pilz ein Netz am Stiel hatte, was man auf dem Bild
leider nicht erkennen kann. Gallenröhrling denke ich aber eher nicht, weil
der kaum an solch offenen, grasigen Standorten unter Laubbäumen wächst.
Gruß, Jürgen

Ich denke auch, daß es sich um einen von beiden handelt, in diesem Rentenalter kann man die zwei praktisch nicht mehr auseinanderhalten, so ähnlich werden sie sich, wie ein altes Ehepaar- inzwischen sind sie ja auch in eine eigene Untergruppe der Raufüße abgetrennt worden?!
Grüße Rudi

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wobei...

Jürgen, (vor 8419 Tagen) @ Rudi

...mir der spezielle, leicht ins grünliche spielende Altersfarbton im Hut, dazu das Gras und die Eicheln doch sanft "crocipodium" zuflüstern.

Bei Jauch mit 50:50-Joker würd ich's wahrscheinlich riskieren:o)

Gruß, Jürgen

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Re: wobei... *PIC*

stefan tf, (vor 8418 Tagen) @ Jürgen

Erstmal besten Dank für Eure Bestimmungen ! Bei den ersten zwei Fotos des ursprünglichen Beitrages stimme ich michel mit goldenem Glimmerschüppling und Butterrübling (erstaunlich, welche Farbvarianz der bietet) zu.

Den Röhrling hab ich nochmal besucht und auf ein paar Merkmale hin untersucht:

Umgebung: nur Eichen, daher scheidet ein Hainbuchenröhrling wohl aus, da dieser zudem angeblich auch nur bis August vorkommt.

Stiel: nicht gerade ausladend knollig (zumindest im oberirdischen Bereich), wie dies bei Gallenröhrling und gelbem Rauhfuss der Fall ist.
Ein Netzmuster konnte ich so auch nicht feststellen, was ebenfalls gegen einen Gallenröhrling sprechen würde

Geruch: intensiv, unangenehm. Dies wäre für eine gelben Rauhfuss wohl auch untypisch.

Verfärbung bei Anschnitt: keine.

In der Fotocommunity (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/37898/display/785976) wurde angenommen, es handele sich um einen Strubbelkopf bzw. Eichen-/Sommersteinpilz. Gegen einen Strubbelkopf spricht eigentlich generell das Erscheinungsbild, da grossgewachsene erstmal einen längeren dünnen Stiel haben und die Schuppigkeit auch auf der Kappe fehlt. Gegen einen Sommersteinpilz spricht der Geruch und der dünne Stiel.

Noch Ideen ?

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grüsse stefan

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Re: wobei...

Jürgen, (vor 8418 Tagen) @ stefan tf

Hallo Stefan,

Den Röhrling hab ich nochmal besucht und auf ein paar Merkmale hin
untersucht: Umgebung: nur Eichen, daher scheidet ein Hainbuchenröhrling
wohl aus, da dieser zudem angeblich auch nur bis August vorkommt.

der Hainbuchenröhrling ist sicher kein Herbstpilz, aber im September durchaus noch zu finden.

Stiel: nicht gerade ausladend knollig (zumindest im oberirdischen Bereich),
wie dies bei Gallenröhrling und gelbem Rauhfuss der Fall ist.

Du meinst sicher "bauchig". Das gilt nur für Jungpilze, im Alter strecken sich die Stiele mehr oder weniger.

Ein Netzmuster konnte ich so auch nicht feststellen, was ebenfalls gegen
einen Gallenröhrling sprechen würde.

Das sehe ich auch so.

Geruch: intensiv, unangenehm. Dies wäre für eine gelben Rauhfuss wohl auch
untypisch.

Das kann in DEM Alter auch schon Fäulnisgeruch sein. Würde ich nicht als Kriterium hernehmen.

Verfärbung bei Anschnitt: keine.

Müsste, falls crocipodium, nach rötlich>schwärzlich verfärben. Aber das kann am Alter liegen.

In der Fotocommunity
(http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/37898/display/785976) wurde
angenommen, es handele sich um einen Strubbelkopf bzw.
Eichen-/Sommersteinpilz. Gegen einen Strubbelkopf spricht eigentlich
generell das Erscheinungsbild, da grossgewachsene erstmal einen längeren
dünnen Stiel haben und die Schuppigkeit auch auf der Kappe fehlt. Gegen
einen Sommersteinpilz spricht der Geruch und der dünne Stiel.

Strubbelkopf ist abwegig, da stimme ich Dir zu. Sommersteinpilz, zumal mit Stielnetz, scheidet auch aus.

Noch Ideen ?

Man könnte noch an einen alten Fahlen Röhrling (Boletus impolitus) denken, wozu evtl. doch der unangenehme Geruch (war das karbol- oder jodartig?), das fehlende Stielnetz, die fehlende Fleischverfärbung und auch der Standort im Gras unter Eichen passen würde.

Aber so wie ich Leccinum crocipodium kenne, sieht der im Greisenalter eher so aus wie ein Fund.

Also da bleibt nur eins: Irgendwann noch mal frisch finden und neues Foto posten!!!

Viel Glück
Jürgen

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Aber jetzt, wo...

Jürgen, (vor 8418 Tagen) @ Jürgen

die Stieloberfläche genauer zu sehen ist, würde ich die Möglichkeit Boletus impolitus mit im Auge behalten.

Es ist halt bei solch "alten Hengsten" immer schwer mit der Ferndiagnose.

Gruß, Jürgen

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Bei Bild 2...

Wolfgang P., (vor 8418 Tagen) @ stefan tf

.. will ich zum "Butterrübling" Bedenken anmelden.

Ich sehe im Bild den Spindeligen Rübling, Gymnopus (ehem. Collybia) fusipes:

- büscheliges Wachstum
- rotbrauner Hut
- Stiel sieht zur Basis nicht aufgeblasen aus

Wenn Du noch ein Exemplar hast: der Spindelige Rübling wurzelt tief in den Boden und hat einen hart-knorpeligen Stiel, der Butterrübling einen eher weich-faserigen hohlen Stiel, der meist rundlich im Buchenlaub endet.

Wolfgang

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Re: Bei Bild 2...

stefan tf, (vor 8417 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

Ich sehe im Bild den Spindeligen Rübling, Gymnopus (ehem. Collybia) fusipes:
- büscheliges Wachstum
- rotbrauner Hut
- Stiel sieht zur Basis nicht aufgeblasen aus

stimme dir - nach einer erneuten Recherche zu. Dafür spricht auch die die rötlich-dunkle Verfärbung zum Stilende. Allerdings fehlts etwas an einer verdickten Stilmitte. Dennoch, die Merkmale sprechen in der Summe deutlich für den Spindelrübling.

Besten Dank für die Hinweise !

stefan