Megacollybia platyphylla giftig?

Jürgen Buchwald, (vor 8313 Tagen)

Hallo,

kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon relativ zeitig als Massenpilz auf.

Beste Grüße
Jürgen

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Jens ⌂, (vor 8313 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo Jürgen,

schön, daß mal wieder jemand aus Sachsen-Anhalt dazugestoßen ist.

Zu dem von Dir genannten Vergiftungsfall kann ich im Moment nicht viel sagen, es war lange vor meiner Zeit. Auch in den mykologischen Mitteilungsblättern der DDR (die ich nur unvollständig habe) war dazu nichts zu finden.
Werde aber mal Prof. Pohle aus Magdeburg kontaktieren, der Fall ist ihm möglicherweise bekannt.

Im BLV Bestimmungsbuch von E. Gerhardt wird bspw. von Vergiftungen in Nordamerika berichtet, er schätzt ihn als nicht empfehlenswert ein.
Im großen BLV Pilzführer für unterwegs (auch von Gerhardt) ist er wiederum als essbar angegeben, also Verwirrung pur.
Vielleicht kann ich nächste Woche noch ein paar Infos zu dem Thema bekommen.

Gruß Jens

Hallo,
kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern
wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch
für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und
gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall
ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne
mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis
ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon
relativ zeitig als Massenpilz auf.
Beste Grüße
Jürgen

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Gerd-A, (vor 8313 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo,
kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern
wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch
für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und
gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall
ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne
mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis
ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon
relativ zeitig als Massenpilz auf.
Beste Grüße
Jürgen

===================================================

Und mein Michael - Hennig - Kreisel (Band 1)ist von 1978 (also älter als der von Dir zitierte Vergiftungsfall):
- Dort wird der "Breitblättrige Rübling" (Megacollybia platyphylla)bei der Beschreibung bezüglich Wert als "Eßbar und von gutem Geschmack" beschrieben
- Natürlich fehlt er deshalb auch im Allgemeinen Teil (Kapitel Giftpilze und Pilzvergiftungen).
---------------

Ich zitiere nun ohne Kommentierung nachfolgend für mich vertrauenswürdige Standard-Quellen bezüglich Giftpilzen:

Quelle:
Flammer & Horak (1983): Giftpilze - Pilzgifte, Kosmos-Verlag
- Im Register (Stichwortverzeichnis) finde ich weder "Megacollybia" noch "Oudemansiella"(älterer Gattungsname)
- Im Text habe ich mit Fehlanzeige kontrolliert:
(a) Gastrointestinale Pilztoxikation (Obligate Giftpilze, die roh oder gekocht giftig sind
(b) Pilzindigestion (nicht verursacht durch Giftpilze im engeren Sinne, aber unter Bestimmten Voraussetzungen mit toxischer wirkung)
(c) Pilz-Allergie und angeborene Intoleranz
-----------

Quelle:
Bresinsky - Besl (1985: Giftpilze, Ein Handbuch für Aphotheker, Ärzte und Biologen, Wissentschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.
"Während in Europa diese Pilzart aus toxikologischer Sicht bisher eher unauffällig war, sind in jüngster Zeit einige Vergiftungen aus Nordamerika bekannt geworden [ G19]. Dabei wurden die Pilze teils roh, teils aber auch gekocht verspeist. Als Symptome dominierten Erbrechen und heftige wäßrige Durchfälle, die auf eine schwere gastrointestinale Vergiftung schließen lassen.

[G19]: Goos, R.D. & C.R. Shoop: A case of mushroom poisoning by Tricholomopsisplathyphylla, Mycologica /2, 433-435 (1980)
------------

Quelle:
Flammer & Horak (2003: Giftpilze - Pilzgifte, Schwabe und Co. AG Verlag Basel.
- Auch hier, im Register (Stichwortverzeichnis) kein Hinweis auf den "Breitblättrigen Rübling".
- Fehlanzeige auch bei der Überprüfung der folgenden Kapitel:
(a)Gastrointestinales Frühsymdrom (Obligate Giftpilze, die roh oder gekocht toxisch sind. Brechdurchfälle sind das Hauptsymdrom dieser Gruppe)
(b) Indigestions-Syndrom (Verdauungsstörungen nach Genuss oder (nur) roh toxischer Pilze
(c) Pilzallergie und Intoleranz
-----------------

Als Zusatz, was meine US-Literatur zum Thema zu sagen hat:

Quelle:
David Aurora (1986): Mushrooms Demystified, Ten Speed Press.
Tricholomopsis platyphylla (Broad-Gill)
...
EDIBILITY: Not recommended. Some people are adversely affected by it and the flavor is poor. Also, it is not particularly easy to identify.
COMMENTS: This mushroom has few obvious relatives and has consequently been placed in several different genera, including Collybia and Oudemansiella. lt is somewhat reminiscent of Pluteus cervinus, but does nothave pinkish spores. Ifnotclearlygrowing on wood it can be mistaken for a Tricholoma or robust Collybia, but the very broad, fre quently eroded gills and white mycelial cords (rhizomorphs) are distinctive. The latter may only be evident if the mushroom is dug out carefully and completely, and even then are sometimes absent. T.fallaxis a cbosely related species with yelbowish-tinted gills and stalk, found on conifers inthe Rocky Mountains.

=====================================

Und, obwohl ich es nicht vorhatte, doch noch einige Kommentare:
- Ich habe das "Breitblatt" bisher in kleinen Mengen (als Füllmaterial untergemischt) ohne Probleme vertragen. Geschmacklich kann ich ihm nichts abgewinnen.
- Interessant, dass auch Flammer in seiner neuesten Ausgabe nicht auf Vergiftungsfälle eingeht.
----------

Hilft Dir das weiter ???

Viele Grüße
Gerd

PS.:

Hoffe natürlich, dass ich keinen versteckten Hinweis auf das "Breitblatt" übersehen habe.

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

EricS ⌂, (vor 8313 Tagen) @ Gerd-A

Hallo zusammen,

[G19]: Goos, R.D. & C.R. Shoop: A case of mushroom poisoning by
Tricholomopsisplathyphylla, Mycologica /2, 433-435 (1980)
------------

Diesen kurzen Bericht könnte ich Interessierten kopieren und zuschicken. Kurze Mail genügt ;-))

Viele Grüße,

Eric

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Jürgen Buchwald, (vor 8313 Tagen) @ Gerd-A

===================================================
Und mein Michael - Hennig - Kreisel (Band 1)ist von 1978 (also älter als der
von Dir zitierte Vergiftungsfall): - Dort wird der "Breitblättrige
Rübling" (Megacollybia platyphylla)bei der Beschreibung bezüglich
Wert als "Eßbar und von gutem Geschmack" beschrieben
- Natürlich fehlt er deshalb auch im Allgemeinen Teil (Kapitel Giftpilze und
Pilzvergiftungen).
---------------
Ich zitiere nun ohne Kommentierung nachfolgend für mich vertrauenswürdige
Standard-Quellen bezüglich Giftpilzen: Quelle: Flammer & Horak (1983):
Giftpilze - Pilzgifte, Kosmos-Verlag
- Im Register (Stichwortverzeichnis) finde ich weder "Megacollybia"
noch "Oudemansiella"(älterer Gattungsname)
- Im Text habe ich mit Fehlanzeige kontrolliert: (a) Gastrointestinale
Pilztoxikation (Obligate Giftpilze, die roh oder gekocht giftig sind
(b) Pilzindigestion (nicht verursacht durch Giftpilze im engeren Sinne, aber
unter Bestimmten Voraussetzungen mit toxischer wirkung)
(c) Pilz-Allergie und angeborene Intoleranz
-----------
Quelle: Bresinsky - Besl (1985: Giftpilze, Ein Handbuch für Aphotheker, Ärzte
und Biologen, Wissentschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.
"Während in Europa diese Pilzart aus toxikologischer Sicht bisher eher
unauffällig war, sind in jüngster Zeit einige Vergiftungen aus Nordamerika
bekannt geworden [ G19]. Dabei wurden die Pilze teils roh, teils aber auch
gekocht verspeist. Als Symptome dominierten Erbrechen und heftige wäßrige
Durchfälle, die auf eine schwere gastrointestinale Vergiftung schließen
lassen.
[G19]: Goos, R.D. & C.R. Shoop: A case of mushroom poisoning by
Tricholomopsisplathyphylla, Mycologica /2, 433-435 (1980)
------------
Quelle: Flammer & Horak (2003: Giftpilze - Pilzgifte, Schwabe und Co. AG
Verlag Basel.
- Auch hier, im Register (Stichwortverzeichnis) kein Hinweis auf den
"Breitblättrigen Rübling".
- Fehlanzeige auch bei der Überprüfung der folgenden Kapitel:
(a)Gastrointestinales Frühsymdrom (Obligate Giftpilze, die roh oder
gekocht toxisch sind. Brechdurchfälle sind das Hauptsymdrom dieser Gruppe)
(b) Indigestions-Syndrom (Verdauungsstörungen nach Genuss oder (nur) roh
toxischer Pilze
(c) Pilzallergie und Intoleranz
-----------------
Als Zusatz, was meine US-Literatur zum Thema zu sagen hat: Quelle: David
Aurora (1986): Mushrooms Demystified, Ten Speed Press.
Tricholomopsis platyphylla (Broad-Gill)
...
EDIBILITY: Not recommended. Some people are adversely affected by it and the
flavor is poor. Also, it is not particularly easy to identify.
COMMENTS: This mushroom has few obvious relatives and has consequently been
placed in several different genera, including Collybia and Oudemansiella.
lt is somewhat reminiscent of Pluteus cervinus, but does nothave pinkish
spores. Ifnotclearlygrowing on wood it can be mistaken for a Tricholoma or
robust Collybia, but the very broad, fre quently eroded gills and white
mycelial cords (rhizomorphs) are distinctive. The latter may only be
evident if the mushroom is dug out carefully and completely, and even then
are sometimes absent. T.fallaxis a cbosely related species with
yelbowish-tinted gills and stalk, found on conifers inthe Rocky Mountains.
=====================================
Und, obwohl ich es nicht vorhatte, doch noch einige Kommentare: - Ich habe
das "Breitblatt" bisher in kleinen Mengen (als Füllmaterial
untergemischt) ohne Probleme vertragen. Geschmacklich kann ich ihm nichts
abgewinnen.
- Interessant, dass auch Flammer in seiner neuesten Ausgabe nicht auf
Vergiftungsfälle eingeht.
----------
Hilft Dir das weiter ???
Viele Grüße
Gerd
PS.: Hoffe natürlich, dass ich keinen versteckten Hinweis auf das
"Breitblatt" übersehen habe.

Hallo Gerd,

vielen Dank, das war ja sehr umfassend und wahrscheinlich vollständig. Die Quelle [19] hat Prof. Kreisel selbst auch angeführt und im Zusammenhang des aufgetretenen Vergiftungsfalles in der DDR dann eben den Pilz als roh und gekocht giftig eingestuft. Aber warum stufen die anderen Autoren den Pilz dann weiterhin als eßbar ein? Für mich ein Rätsel.
In Deiner englischen Quelle wird ja auch eine Eßbarkeit nicht empfohlen und einige Menschen könnten ungünstig beeinflußt werden; auch wäre das Aroma "arm".
Empfehlen als eßbar würde ich den Pilz auch nicht, denn wer weiß schon genau, solange man die genauen Giftstoffe nicht kennt, ob er sich nicht irgendwann mal so verhält wie z. B. der Paxillus involutus.

Viele Grüße
Jürgen

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Harald Andres Schmid, (vor 8313 Tagen) @ Jürgen Buchwald

hallo,
Der Breitblättrige Rübling, Megacollybia (Xerula, Oudemansiella, etc.)platyphylla wird oft gegessen.
Auf der Kontrolle geben wir ihn raus, wenn ihn jemand unbedingt will.
Allerdings weisen wir darauf hin, dass man bei der Zubereitung erst die Huthaut abziehen sollte. Dann kann man die Lamellen essen.
Oder die Lamellen erst entfernen, dann kann man die Huthaut essen.
Fleisch hat er nämlich keines, und der Stiel ist zäh.
Da bleibt sonst nichts übrig...
Ich habe immer etwas Mühe, wenn jemand irgendwo von einem Pilz Bauchweh bekommt, und nachher die ganze Welt ihn als giftig ansehen soll.
Es gibt - gerade bei Pilzen - sehr viele individuelle Unverträglichkeitsreaktionen.
Ein Kollege von mir bekommt z.B. lebensgefährliche Symptome von Erdbeeren, aber kein Hirni kommt auf die Idee, bei den Erdbeeren am Regal ein Totenkopf-Schild aufzustellen.
Ich kenne niemanden, der diesen Pilz nicht verträgt.
Vor einigen Jahren (da war ich noch nicht dabei) haben sie mal einen grossen Topf davon gekocht und den Kontrolleuren und Polizisten verfüttert.
Haben alle keine Symptome gekriegt.
Aber eben: eine Delikatesse ist der Pilz natürlich nicht.
Gruss, Harald Andres

Hallo,

kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern
wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch
für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und
gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall
ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne
mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis
ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon
relativ zeitig als Massenpilz auf.
Beste Grüße
Jürgen

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Karl Keck ⌂, (vor 8312 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Es gibt - gerade bei Pilzen - sehr viele individuelle
Unverträglichkeitsreaktionen.
Ein Kollege von mir bekommt z.B. lebensgefährliche Symptome von Erdbeeren,
aber kein Hirni kommt auf die Idee, bei den Erdbeeren am Regal ein
Totenkopf-Schild aufzustellen.

Hallo Harald Andres,

da gebe ich Dir vollkommen Recht!
An den Primeln im Blumenladen steht auch kein Warnschild, obwohl viele auch gegen Primeln allergisch sind.

Auch ich kenne keinen, dem das Breitblatt nicht bekommt (weil ich keinen kenne, der diesen Pilz überhaupt isst!! - Nein, stimmt nicht: Ein älterer Herr hat mir im Wald mal erzählt, genau diese Pilze hätten ihn in französischer Kriegsgefangenschaft vor dem Hungertod bewahrt.).

Grüezi, Karl

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo Jürgen.

vielen Dank, das war ja sehr umfassend und wahrscheinlich vollständig.

- Meine Quellenzitate sind sicher nicht vollständig. Z.B. habe ich Prof. Kreisel nicht zitiert.
- Aber, vermutlich hätten weitere Zitate auch nichts wesentlich Neues gebracht: Denn die Autoren schreiben voneinander ab. Und ob sie dabei die Originalquellen gelesen und bewertet haben, da setze ich mal ein großes FRAGEZEICHEN.
--------------

:Die Quelle [19] hat Prof. Kreisel selbst auch angeführt und im Zusammenhang

des aufgetretenen Vergiftungsfalles in der DDR dann eben den Pilz als roh
und gekocht giftig eingestuft.

Hierzu eine Bitte:
- Kannst Du die o.g. Quelle [19] vollständig zitieren.
- Ja, und dann wäre ich natürlich auch an einer Kopie interessiert. Vielleicht kann hier jemand anderes aushelfen oder eine Bezugsquelle nennen.
-----------

Aber warum stufen die anderen Autoren den
Pilz dann weiterhin als eßbar ein? Für mich ein Rätsel.

Für mich kein Rätsel:
(1) Autoren wie Prof. BRESINSKY oder Dr. FLAMMER könnten ja (ich gehe mal davon aus, dass sie den Vorfall kennen)zu einem anderen Ergebnis als Prof. Kreisel kommen. Beachte dabei bitte auch, dass der von Dir zitierte Vorfall schon viele Jahre zurückliegt und offensichtlich weitere Fälle nicht bekannt wurden. Warum ein anderes Ergebnis, da gehe ich noch darauf ein.
(2) Autoren von Pilzbüchern für Speisepilzsammler, das ist ein völlig anderes Thema. Die können sich nur auf "Standardwerke" verlassen und berücksichtigen evtl. auch neuere Erkenntnisse (z.B. Grünling).
--------------

In Deiner englischen Quelle wird ja auch eine Eßbarkeit nicht empfohlen und
einige Menschen könnten ungünstig beeinflußt werden; auch wäre das Aroma
"arm".

- Es handelt sich um einen dicken Schmöker für Speisepilzsammler. Und (wenn ich das recht in Erinnerung habe) wird der Pilz nicht empfohlen, da er als "minderwertig" eingestuft wird und verwechselt werden kann (weiß allerdings nicht so recht mit was)
- Hätte auch ein anderes US-Buch zitieren können, da wird er ohne weitere Kommentare als "Essbar" bezeichnet.
---------------

Empfehlen als eßbar würde ich den Pilz auch nicht, denn wer weiß schon genau,
solange man die genauen Giftstoffe nicht kennt, ob er sich nicht
irgendwann mal so verhält wie z. B. der Paxillus involutus.

(a) Fakt ist, dass die Struktur der meisten Gifte von obligat auf den Magendarmtrakt wirkenden Pilzarten bisher nicht genau bekannt ist.
(b) Um präzise zu sein, P. involutus (Kahler Krempling) ist roh eindeutig giftig (wirkt auf den Magen-Darm-Trakt und enthält blutzersetzende Substanzen). Scharf und lang erhitzt werden diese Giftstoffe zerstört. Allerdings kann er bei entsprechend häufigem Genuss (auch bei korrekter Zubereitung) zu einer fatalen "Antigen/Antikörper-Reaktion führen. Und, wenn dies in wenigen bisher nachgewiesenen Fällen letal ausgeht: An einer Pilzvergiftung (akademisch gesehen) sind diese Pilzesser nicht verstorben.

===> Natürlich sollte m.E. vom Genuss des "Kahlen Kremplings" strikt abgeraten werden und PSV den nicht durchgehen lassen. Aber:
- In Notzeiten hätte ich kein Problem, den (entsprechend erhitzt) zu verspeisen.
- Und da erinnere ich mich noch an einen lesenswerten Artikel (Tintling !?), in dem "Schein und Wirklichkeit" am Beispiel "Kahlem Krempling" dargestellt wird.
===> Eine derartige Antigen-/Antikörperreaktion auf das "Breitblatt" zu übertragen, halte ich allerdings für mehr als voreilig.
=============================

Und jetzt noch (aus meiner Sicht) ein paar generelle Abschluss-Kommentare zur Giftigkeit von Pilzen:

- Eine "NOTWENDIGE" aber sicher nicht ausreichende Bedingung zur Einstufung eines Pilzes als Giftpilz ist, dass irgend ein "vermutlicher oder nachgewiesener" Vergiftungsfall (!?)dokumentiert wurde.

- Natürlich (nach dem Motto "VORSICHT IST DIE MUTTER DER PORZELANKISTE"), ist es das gute Recht eines Autors (z. B. Prof. KREISEL), jeden vorher nicht auffälligen Speisepilz nach dem ersten Bericht eines Vorfalls (von dem er hoffentlich nicht nur die Überschrift gelesen hat) als Giftpilz einzustufen.

- Auch ich bin hier eher für die vorsichtige Variante. Aber, man sollte m.E. nicht übertreiben. Insbesondere, wenn es sich um Einzelfälle handelt, sollte man die Sache doch etwas genauer hinterleuchten und sich z.B. folgende Fragen stellen:

(1) Ist sicher, dass exakt diese Art verspeist wurde ?
(2) Ist sicher, dass der Pilz korrekt zubereitet wurde und nicht vergammelt war ?
(3) Haben mehrere Personen an der Mahlzeit teilgenommen und wie haben die anderen den Pilz vertragen ?
(4) Handelt es sich um einen Einzelfall ?
(5) Und wenn der Vorfall gar aus dem Ausland stammt: Da wird es noch schwieriger. Kann die "Giftigkeit" tatsächlich auch auf unser Gebiet übertragen werden ?
-----------

Mein Fazit:
- Jede Pilzart gleich zu verteufeln, nur weil irgendwo in der Vergangenheit ein "EINZIGER" Vorfall bekannt wurde ist aus meiner Sicht wohl etwas übertrieben.
- Was das "Breitblatt" angeht, so kann ich dem (aus meiner Sicht ein minderwertiger Speisepilz) nichts abgewinnen und darauf verzichten. Und das hat nichts mit seiner Giftigkeit (???) zu tun. Na ja, über Geschmack läßt sich streiten. Schließlich gibt es Pilzfreunde, die auch die Nebelkappe schätzen.
----------

Letzte Anmerkung und Abschlussfrage:

- Mein Nachbar verträgt alle Pilze mit Ausnahme des Zuchtchampignons. Bei letzterem reagiert er "gastrointestinal" (auf Deutsch, Dauergast auf der Toilette) und bekommt Ausschlag (deutet auf eine Allergie auf das Pilzeiweiß des Zuchtchampignons hin).
- Soll man deshalb den Zuchtchampignon als "Giftpilz" einstufen ???

Viele Grüße
Gerd

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Jürgen,

Der Breitblättrige Rübling, Megacollybia (Xerula, Oudemansiella,
etc.)platyphylla wird oft gegessen.
Auf der Kontrolle geben wir ihn raus, wenn ihn jemand unbedingt will.
Allerdings weisen wir darauf hin, dass man bei der Zubereitung erst die
Huthaut abziehen sollte. Dann kann man die Lamellen essen.
Oder die Lamellen erst entfernen, dann kann man die Huthaut essen.
Fleisch hat er nämlich keines, und der Stiel ist zäh.
Da bleibt sonst nichts übrig...

Frage:
Warum diese Prozedur ???
- Das der Stiel zäh ist (und nicht gegessen wird) kann ich ja verstehen.
- Aber eine Trennung von Lamellen und Huthaut (wenn Beides essbar ist) absolut nicht !!!
--------------------

Ich habe immer etwas Mühe, wenn jemand irgendwo von einem Pilz Bauchweh
bekommt, und nachher die ganze Welt ihn als giftig ansehen soll.
Es gibt - gerade bei Pilzen - sehr viele individuelle
Unverträglichkeitsreaktionen.

Da stimme ich uneingeschränkt zu:
- Einzelne Unverträglichkeiten sind ebenso wie Hysterie belanglos.
- Beispiel "Faltentintling". Da wurden alle anderen Arten der gleichen Gattung (z.B. Schopftintling) auch gleich in den selben Topf geworfen.
--------------

Ein Kollege von mir bekommt z.B. lebensgefährliche Symptome von Erdbeeren,
aber kein Hirni kommt auf die Idee, bei den Erdbeeren am Regal ein
Totenkopf-Schild aufzustellen.

Das kann man beliebig erweitern: Rosinen, Nüsse, Mandeln, Bienenstich, sogar Zuchtchampignon (darauf bin ich in meinem vorherigen Beitrag eingegangen) etc.
---------------------

Ich kenne niemanden, der diesen Pilz nicht verträgt.
Vor einigen Jahren (da war ich noch nicht dabei) haben sie mal einen grossen
Topf davon gekocht und den Kontrolleuren und Polizisten verfüttert.
Haben alle keine Symptome gekriegt.
Aber eben: eine Delikatesse ist der Pilz natürlich nicht.

Da kann ich Deine Ausführungen (inklusive Genusswert) nur bestätigen. Kenne auch keinen Fall aus meiner Praxis, dass das Breitblatt nicht vertragen wurde.

Grüße
Gerd

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Entschuldigung: war Antwort an harald andres *oT*

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Gerd-A

- kein Text -

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Karl Keck

Hallo Karl,
Auch ich kenne keinen, dem das Breitblatt nicht bekommt (weil ich keinen
kenne, der diesen Pilz überhaupt isst!! - Nein, stimmt nicht: Ein älterer
Herr hat mir im Wald mal erzählt, genau diese Pilze hätten ihn in
französischer Kriegsgefangenschaft vor dem Hungertod bewahrt.).

Da muss ich Dir widersprechen. Du kennst mich und diese Art hatte ich (allerdings schon Jahre her) auch als "Füllmaterial" im Pilzgericht.

Liebe Grüße
Gerd

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Jürgen Buchwald, (vor 8312 Tagen) @ Gerd-A

Hallo Gerd,

Hierzu eine Bitte: - Kannst Du die o.g. Quelle [19] vollständig zitieren.
- Ja, und dann wäre ich natürlich auch an einer Kopie interessiert.
Vielleicht kann hier jemand anderes aushelfen oder eine Bezugsquelle
nennen.
-----------

Bei der Quelle [19] hat KREISEL auch nur den Standort angegeben, aber nicht den Text selbst.

(a) Fakt ist, dass die Struktur der meisten Gifte von obligat auf den
Magendarmtrakt wirkenden Pilzarten bisher nicht genau bekannt ist.
(b) Um präzise zu sein, P. involutus (Kahler Krempling) ist roh eindeutig
giftig (wirkt auf den Magen-Darm-Trakt und enthält blutzersetzende
Substanzen). Scharf und lang erhitzt werden diese Giftstoffe zerstört.
Allerdings kann er bei entsprechend häufigem Genuss (auch bei korrekter
Zubereitung) zu einer fatalen "Antigen/Antikörper-Reaktion führen.
Und, wenn dies in wenigen bisher nachgewiesenen Fällen letal ausgeht: An
einer Pilzvergiftung (akademisch gesehen) sind diese Pilzesser nicht
verstorben.
===> Natürlich sollte m.E. vom Genuss des "Kahlen Kremplings"
strikt abgeraten werden und PSV den nicht durchgehen lassen. Aber: - In
Notzeiten hätte ich kein Problem, den (entsprechend erhitzt) zu
verspeisen.
- Und da erinnere ich mich noch an einen lesenswerten Artikel (Tintling !?),
in dem "Schein und Wirklichkeit" am Beispiel "Kahlem
Krempling" dargestellt wird.
===> Eine derartige Antigen-/Antikörperreaktion auf das
"Breitblatt" zu übertragen, halte ich allerdings für mehr als
voreilig.
=============================

Es war nicht meine Absicht, speziell eine Antigen-/Antikörperreaktion auf das "Breitblatt" zu übertragen. Ich wollte nur als Beispiel einen Pilz nennen, der irgendwann einmal in allen Sammelbüchern als giftig erschien. Hätte auch einen anderen Pilz nennen können. Ob das beim "Breitblatt" auch mal eintreten könnte, bezweifele ich auch sehr stark, weil er ja kaum gegessen wird. Ich persönlich habe ihn noch nie gegessen. Und wenn ich dann noch so etwas wie bei KREISEL lese, erst recht nicht, im Gegensatz zu Dir.

Und jetzt noch (aus meiner Sicht) ein paar generelle Abschluss-Kommentare zur
Giftigkeit von Pilzen: - Eine "NOTWENDIGE" aber sicher nicht
ausreichende Bedingung zur Einstufung eines Pilzes als Giftpilz ist, dass
irgend ein "vermutlicher oder nachgewiesener" Vergiftungsfall
(!?)dokumentiert wurde.
- Natürlich (nach dem Motto "VORSICHT IST DIE MUTTER DER
PORZELANKISTE"), ist es das gute Recht eines Autors (z. B. Prof.
KREISEL), jeden vorher nicht auffälligen Speisepilz nach dem ersten
Bericht eines Vorfalls (von dem er hoffentlich nicht nur die Überschrift
gelesen hat) als Giftpilz einzustufen.

In der DDR war man vielleicht besonders vorsichtig, oder nur Prof. Kreisel.

- Auch ich bin hier eher für die vorsichtige Variante. Aber, man sollte m.E.
nicht übertreiben. Insbesondere, wenn es sich um Einzelfälle handelt,
sollte man die Sache doch etwas genauer hinterleuchten und sich z.B.
folgende Fragen stellen: (1) Ist sicher, dass exakt diese Art verspeist
wurde ?
(2) Ist sicher, dass der Pilz korrekt zubereitet wurde und nicht vergammelt
war ?
(3) Haben mehrere Personen an der Mahlzeit teilgenommen und wie haben die
anderen den Pilz vertragen ?
(4) Handelt es sich um einen Einzelfall ?
(5) Und wenn der Vorfall gar aus dem Ausland stammt: Da wird es noch
schwieriger. Kann die "Giftigkeit" tatsächlich auch auf unser
Gebiet übertragen werden ?
-----------
Mein Fazit: - Jede Pilzart gleich zu verteufeln, nur weil irgendwo in der
Vergangenheit ein "EINZIGER" Vorfall bekannt wurde ist aus
meiner Sicht wohl etwas übertrieben.
- Was das "Breitblatt" angeht, so kann ich dem (aus meiner Sicht
ein minderwertiger Speisepilz) nichts abgewinnen und darauf verzichten.
Und das hat nichts mit seiner Giftigkeit (???) zu tun. Na ja, über
Geschmack läßt sich streiten. Schließlich gibt es Pilzfreunde, die auch
die Nebelkappe schätzen.
----------
Letzte Anmerkung und Abschlussfrage: - Mein Nachbar verträgt alle Pilze mit
Ausnahme des Zuchtchampignons. Bei letzterem reagiert er
"gastrointestinal" (auf Deutsch, Dauergast auf der Toilette) und
bekommt Ausschlag (deutet auf eine Allergie auf das Pilzeiweiß des
Zuchtchampignons hin).
- Soll man deshalb den Zuchtchampignon als "Giftpilz" einstufen ???

Meine Frau hat übrigens in jungen Jahren auch den Zuchtchampignon nicht vertragen. Sie bekam davon einen brennenden Mund und stark geschwollene Lippen. Das ist aber im Laufe der Jahre wieder weggegangen.

Vielen Dank für Deine Ausführungen. Jetzt habe ich doch einiges an Hintergrundwissen bekommen und kann die ganze Problematik besser einschätzen.
Viele Grüße Jürgen

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo Jürgen,

Bei der Quelle [19] hat KREISEL auch nur den Standort angegeben, aber nicht
den Text selbst.

Wohl ein Missverständnis:

- Was mich interessiert ist Autor(en), Titel, Ort der Veröffentlichung der von Prof. Kreisel zitierten Quelle [19]. Sollte eigentlich im Literaturverzeichnis am Ende des "Allgemeinen Teiles" stehen.
- Dann können wir weitersehen und mal schauen, ob der Artikel aufzutreiben ist.

Viele Grüße
Gerd

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ohje...

Harald Andres Schmid, (vor 8312 Tagen) @ Gerd-A

Frage: Warum diese Prozedur ???
- Das der Stiel zäh ist (und nicht gegessen wird) kann ich ja verstehen.
- Aber eine Trennung von Lamellen und Huthaut (wenn Beides essbar ist)
absolut nicht !!!

hallo,
ohje.... es geht mir immer wieder so....
Wenn ich mal ein kleines Witzchen mach oder versuche ironisch zu sein...
Versuch mal ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen, was meine Empfehlung zu dieser "Prozedur" betrifft...
Ganz lieber Gruss, Harald Andres

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Re: ohje..., Stand wohl auf der Leitung !!! *oT*

Gerd-A, (vor 8312 Tagen) @ Harald Andres Schmid

- kein Text -

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

hansuwe, (vor 8312 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo,
kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern
wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch
für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und
gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall
ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne
mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis
ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon
relativ zeitig als Massenpilz auf.
Beste Grüße
Jürgen

Hallo an alle, die Beiträge gesandt haben.
Es ist gewiss von wissenschaftlichem Interesse, ob der M. platyphylla essbar, unverträglich wg. Allergie ist oder gar giftig. Aber wer muss diesen Pilz denn heutzutage noch essen? Man muss nicht alles was im Wald an Pilzen rumsteht in den Kochtopf tun. Dieser Pilz ist ja offensichtlich ohne besonderen geschmacklichem Wert. In keinem der Beiträge wurde er als schmackhaft bezeichnet.
Lasst die Wissenschaftler, Pseudowissenschaftler und Scharlatane das rein theoretisch klären, es wäre wünschenswert wenn diese sich endlich einigen könnten, die Scharlatane dabei disqualifizieren. Aber jeder scheint seine eigene Meinung als verbindlich darzustellen, oder gar von anderen abzuschreiben. Wer organisiert denn mal ein Symposium, um diese und alle anderen strittigen Fragen zu klären?
Das gemeine Pilzvolk möge diesen Rübling einfach von der Sammelliste streichen.
Pilzige Grüsse
hansuwe

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Re: M.platyphylla giftig, oder sind es Allergien ?

hansuwe, (vor 8312 Tagen) @ hansuwe

Hallo an alle, die Beiträge gesandt haben.
Es ist gewiss von wissenschaftlichem Interesse, ob der M. platyphylla essbar,
unverträglich wg. Allergien ist oder gar giftig.......usw.

Hallo nochmal,
in der Pilzliteratur fehlen meiner Meinung nach Hinweise auf bekannte Allergien, die bei Pilzverzehr gewiss immer wieder auftreten.
Allergien können bekannterweise auch lethal sein.
Hier gibt es sicherlich Forschungsbedarf, der von Mykologen alleine nicht abgedeckt werden kann. Hier müssen die Mediziener mit eingebunden werden.
Gibt es welche z.B. In der DGfM?
Was ist mit der interdisziplinären Forschung?
Christian Hahn, wie ist der Stand?

Pilzige Grüsse
hansuwe

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Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Jürgen B., (vor 8311 Tagen) @ Gerd-A

Hallo Jürgen,
Wohl ein Missverständnis: - Was mich interessiert ist Autor(en), Titel, Ort
der Veröffentlichung der von Prof. Kreisel zitierten Quelle [19]. Sollte
eigentlich im Literaturverzeichnis am Ende des "Allgemeinen
Teiles" stehen.
- Dann können wir weitersehen und mal schauen, ob der Artikel aufzutreiben
ist.
Viele Grüße
Gerd

Hallo Gerd,

Die Quell-Nr. [19] habe ich aus Deinem Posting verwendet, weil die Angaben, die hinter dieser Nr. standen fast identisch mit denen sind, die in meinem 1. Band v. KREISEL stehen. Ich wollte mir nur ersparen, in meinem Posting die Angaben nochmal aufzuführen (sorry).
Kreisel hat in meinem Buch keine Quell-Nr. angegeben. Er hat also nur eine Anmerkung hinzugefügt. Man kann deshalb auch hinten im Buch nichts darüber finden. Ansonsten müßten Deine und meine Angaben eigentlich vom Inhalt her dasselbe enthalten.
Die Anmerkung lautet:
Vgl. R. D. Goos & C. R. SHOOP in Mycologia 72 (1980):433-435

Ich hoffe, das Mißverständnis beseitigt zu haben.
Viele Grüße
Jürgen

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Danke, das wollte ich wissen *oT*

Gerd-A, (vor 8311 Tagen) @ Jürgen B.

- kein Text -