wildpilze im wald aussetzen

maz, (vor 8268 Tagen)

hi ihr mykologen und mykologinnen

macht das sinn?
steinpilzmyzel auf agar-agar klonen und im
wald seines vertrauens unter einer kiefer oder eiche verbuddeln...

hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??

grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand nimmt
------>maz

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Re: wildpilze im wald aussetzen

zuehli ⌂, (vor 8267 Tagen) @ maz

hi ihr mykologen und mykologinnen
macht das sinn?
steinpilzmyzel auf agar-agar klonen und im
wald seines vertrauens unter einer kiefer oder eiche verbuddeln...
hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
------>maz

Hallihallo,

ja, wenn das alles so einfach wäre....
Versuchs doch mal und berichte nächstes Jahr obs geklappt hat.
Gruß Harald

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Re: wildpilze im wald aussetzen

Harald Andres Schmid, (vor 8267 Tagen) @ maz

hallo,
Mein Grossvater war ein Alpenpflanzen-Kenner.
Der botanische Garten in Wien war vom Krieg etwas arg mitgenommen.
Er hat mitgeholfen, das dortige Alpinum wieder aufzubauen.
Er hat dafür etwas Platz bekommen, um seine Steinpilz-Zucht voranzutreiben.
Das System war narrensicher:
Grosse, tiefe Stücke Waldboden mit Mycel ausgraben.
Wieder am neuen Ort einsetzen.
Die passenden Bäume dazupflanzen.
Den ganzen Jahreslauf säure-Basen-Werte im Boden messen und mit den Walddaten vergleichen.
Das ganze mit Treibhäusern überdecken und fein die Temperatur regulieren.
Er ist über neunzig Jahre alt geworden.
Wenn er noch lebte, würde er jetzt noch auf die Steinpilze warten.
Das Pilzesammeln und Kochen habe ich von einem ehemaligen Fremdenlegionär gelernt.
Er wusste, wie es gehen würde, die Steinpilze zu züchten, wenn man ihm nur endlich die Gelegenheit gäbe.
Bis dahin würde er seine Technik niemandem verraten.
Als er mal genug besoffen war, habe ich es aus ihm herausgekriegt:
Wer würde:
Waldboden mit Mycel ausgraben
Am neuen Ort einsetzen.
Das ganze Jahr säure-Basen-werte messen,
Die passenden Bäume dazupflanzen.
das ganze mit Treibhäusern überdecken.
Er hat sich dann zu tode gesoffen, bevor er die ersten Versuche machte.
Ich musste versprechen, es niemandem zu verraten, wie es ginge..
nun, ich habe mich gerade jetzt nicht daran gehalten - sorry...
Gruss, harald andres

hi ihr mykologen und mykologinnen
macht das sinn?
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hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
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Re: Pilze in Thueringen

Dieter W, (vor 8267 Tagen) @ maz

hi ihr mykologen und mykologinnen
macht das sinn?
steinpilzmyzel auf agar-agar klonen und im
wald seines vertrauens unter einer kiefer oder eiche verbuddeln...
hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
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Wenn so etwas funktioniert dann nur von Anfang an, d. H, die entsprechenden zu pflanzenden Bäume müssen schon während der Aufzucht in der Baumschule ihren Mykorhizza Pilz bekommen und mit diesem zusammen aufwachsen und dann auch umgesetzt werden. Bei Leguminosen wird ja auch schon das Saatgut mit Stickstoff Bakterien geimpft. Warum sollte es bei Bäumen und Pilzen nicht funktionieren. Auf jeden Fall ist das ein lebenslanges Projekt.

Dieter

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Re: wildpilze im wald aussetzen

saibling, (vor 8267 Tagen) @ maz

hi ihr mykologen und mykologinnen
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hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
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Hallo,

wers probieren will.
http://www.dsmz.de
dort gibts zellkulturen auf agar, von so ziemlich allen gaengigen Pilzsorten.

ciao

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Re: wildpilze im wald aussetzen

amanita, (vor 8267 Tagen) @ maz

hi ihr mykologen und mykologinnen
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hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
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hallo Maz. Warum??? Da bleibt doch dann die Freude aus!Gerade das suchen und dann finden macht doch Spass! Das ist doch der Kick!!Mir würde das keinen Spass machen.Ich finde die Überraschung einen Pilz zu finden immer noch als das Höchste.
Viele Grüsse
Amanita

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Re: wildpilze im wald aussetzen *PIC*

PB, (vor 8266 Tagen) @ maz

hi ihr mykologen und mykologinnen
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wald seines vertrauens unter einer kiefer oder eiche verbuddeln...
hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
------>maz

Hallo Maz.

Die Frage, ob und wie man Steinpilze an „geeigneten Stellen“ ansiedeln kann, hat auch mich seit Jahren immer wieder beschäftigt.

Nachdem ich einige Jahre, von 1992 bis 95, meine Steinpilzfunde und das Umfeld der jeweiligen Funde (Boden, Hanglage, Sonneneinstrahlung, Begleitpflanzen) in einer Datenbank speicherte, habe ich dann die meisten der mir heute bekannten Steinpilzfundstellen im Winterhalbjahr entdeckt. Die Funde an diesen neuen Stellen blieben dann nicht aus, als ich diese Stellen in der "Steinpilzzeit" wieder aufsuchte.
1995 habe ich dann einen Versuch unternommen, in einem mir geeignet erscheinenden Waldstück (alter, lichter Rotbuchenbestand, leichte Hanglage, Waldrand in Südwestlage)
[image]
Steinpilzsporen direkt an die Feinwurzeln von Rotbuchen zu bringen. Ich trocknete die Schwämme von ausgereiften Prachtexemplaren des boletus edulis in einem Dörrgerät (max. Temperatur 40 Grad Celsius) und zerrieb die getrockneten Schwämme auf einem mit Fliegendraht bespannten Holzrahmen.
In dem oben beschriebenen Waldstück habe ich dann im September 1995 an moosigen Stellen unter alten Rotbuchen mit einem zum Haken umgebauten Schraubenzieher oberflächennahe Wuzeln unter dem Moos freigelegt, mit meinem Pilzpulver bestreut und dann wieder zugedeckt. Leider habe ich die ca. 20 bis 30 präparierten Stellen nicht genügend gekennzeichnet, so das ich in 2001 (ein Supersteinpilzjahr) nicht sicher sein konnte, das die ersten Steinpilze, die ich in dem von mir präparierten Waldstück fand, das Ergebnis meiner Bemühungen waren. Seit 2001 fand ich in dem betreffenden Waldstück in jedem Jahr Steinpilze. Ich habe mir vorgenommen, wenn ich in zwei Jahren in Rente gehe, weitere „Ansiedelversuche“ durchzuführen, die ich dann aber genau dokumentieren werde.

Peter

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Re: wildpilze im wald aussetzen

Gerd-A, (vor 8265 Tagen) @ maz

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Nur zu Maz, auch wenn m.E. dies (darauf sind andere Beiträge ja auch schon eingegangen) kaum erfolgreich sein wird.
===> Aber man weiß ja nie: DER GLAUBE SOLL JA BERGE VERSETZEN KÖNNEN !!!

Und, das Thema wurde vor Kurzem von Christoph gestreift. Lesenswert:

Grüße Gerd

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Re: wildpilze im wald aussetzen

Christoph ⌂, (vor 8265 Tagen) @ maz

Servus Maz,

solche Ideen hatten schon viele vor Dir ;-). Ma kann (mit sehr viel Mühe) Steinpilze auf Agar bei geeigneter Beimischung von Nährstoffen (z.B. Hefe-Malz-Agar etc.) anziehen. Das Wachstum ist aber sehr mau. Aber es geht prinzipiell. Machst du irgendwas falsch, stirbt das Myzel ab. Man kann dann vorsichtig versuchen, ein steril gekeimtes Bäumchen mit dem Mycel zu inokulieren. Meines Wissens ist es aber erst einmal gelungen, ein Steinpilzmycel an eine Baumwurzel zu bringen. Wenn man das Bäumchen dann auspflanzt und das der Steinpilz auch noch überlebt, muss man vielleicht nur ein Jahrzehnt warten.... wer weiß?!

Wenn, dann würde ich es eher mit ausbringen von Sporen in geeigneten Habitaten probieren, quasi den natürlichen weg wählen. Vermutlich sind dort aber bereits Steinpilzmycelien im Boden. Man wird nie wissen, ob die Dinger plötzlich frukifizieren, weil man einfach nur öfter den betreffenden Wald beobachtet (statistischer Effekt), oder aus purem Zufall, oder wirklich, weil man Sporen ausgebracht hat...

Viel leichter geht es mit Wurzeltrüffeln. Sporensuspension zu Jungbäumen geben und a bisserl warten. Mit Suillus (Schmierröhrlinge, nächst verwandt) könnte das auch gehen. Nur sind Steinpilze halt beliebter...

Grüße
Christoph

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Danke für alle ernsten + unernsten Antworten ;-) *oT*

maz, (vor 8262 Tagen) @ maz

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