Beratungshonorar für Pilzsachverständige? (1 Bild) *PIC*

Birgit, (vor 8225 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

heute morgen erhielt ich einen Anruf: "Sind Sie Pilzsachverständige? In unserem Gemüsebeet wachsen so seltsame Gewächse, ob das wohl Pilze sein könnten? Wir wollen gerne wissen, ob die Pilze schädlich sind und was wir dagegen machen sollen"

"Haben sie RIndenmulch auf Ihrem Gemüsebeet verteilt? (Im Ernst wer verteilt RIndenmulch im Gemüsebeet???)"

"Ja und die Dinger wachsen im Rindenmulch. Können wir vorbeikommen und Ihnen die Pilze zeigen?"

"Ja, möglicherweise sind die Pilze essbar, bringen Sie bitte alle mit, dann kann ich Sie Ihnen auch zum Essen freigeben (ein SChelm, wer Böses dabei denkt ;-), ich kenn halt die mißtrauische Bevölkerung hier ganz gut)."

Kurz danach standen die beidem im Hof, öffneten den Kofferraum ihres Autos und präsentierten mir eine Steige mit Rindenmulchmorcheln, ganz vorschriftsmäßig mit Stielbasis geerntet, sprich mit einem halben Pfund Erde an jeder Morchel ;-). Ich hab ihnen dann wahrheitsgemäß erzählt, daß die Pilze eßbar und sehr gut seien und hab noch einiges über die Morcheln erzählt. Das gesunde Mißtrauen konnte aber durch meine Erzählungen wohl nicht so ganz überwunden werden und sie schenkten mir wie vorausgesehen die Morcheln :-). Und ich lauf durch sämtliche Mulchbeete hier und find nur ne Mimo, so gehts doch viel einfacher ;-). Die beiden zogen ganz zufrieden von dannen, wohl sichtlich stolz, daß sie sowas tolles im Garten haben und beschlossen, daß sie auch künftig wieder RIndenmulch in ihrem Beet verteilen. Anbei noch ein Foto:

[image]

Auch diese Spitzmorcheln hatten wieder keinerlei SPoren gebildet, obwohl teils sehr groß und schon ein bißchen älter. Vielleicht kann ja jetzt endlich mal jemand was dazuschreiben, ob das normal ist oder bei Spitzmorcheln üblich?

Den größten SCheibling (Gyromitra ancilis) haben wir übrigens auf der Pferdekoppel an einer Stange aus Fichte, den werde ich dann auch mal auf Sporen überprüfen.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Beratungshonorar für Pilzsachverständige? (1 B

Dedimyk, (vor 8225 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

so ein Glück möchte ich auch mal bei meinen Pilzberatungen haben. Wenn mir Pilze
vorgelegt werden und ich diese als eßbar freigebe mit entsprechender Erläuterung
sind die "Probanten nebst Beratungsergebnis" schnell verschwunden und verschmau-sen selber.
Gerade mit Morcheln aus Mulchbeeten, wie in der Vergangenheit ein paar Mal ge-
schehen.

Gruß Dedimyk

Hallo ihr Lieben,

heute morgen erhielt ich einen Anruf: "Sind Sie Pilzsachverständige? In
unserem Gemüsebeet wachsen so seltsame Gewächse, ob das wohl Pilze sein
könnten? Wir wollen gerne wissen, ob die Pilze schädlich sind und was wir
dagegen machen sollen"
"Haben sie RIndenmulch auf Ihrem Gemüsebeet verteilt? (Im Ernst wer
verteilt RIndenmulch im Gemüsebeet???)"
"Ja und die Dinger wachsen im Rindenmulch. Können wir vorbeikommen und
Ihnen die Pilze zeigen?"
"Ja, möglicherweise sind die Pilze essbar, bringen Sie bitte alle mit,
dann kann ich Sie Ihnen auch zum Essen freigeben (ein SChelm, wer Böses
dabei denkt ;-), ich kenn halt die mißtrauische Bevölkerung hier ganz
gut)."
Kurz danach standen die beidem im Hof, öffneten den Kofferraum ihres Autos
und präsentierten mir eine Steige mit Rindenmulchmorcheln, ganz
vorschriftsmäßig mit Stielbasis geerntet, sprich mit einem halben Pfund
Erde an jeder Morchel ;-). Ich hab ihnen dann wahrheitsgemäß erzählt, daß
die Pilze eßbar und sehr gut seien und hab noch einiges über die Morcheln
erzählt. Das gesunde Mißtrauen konnte aber durch meine Erzählungen wohl
nicht so ganz überwunden werden und sie schenkten mir wie vorausgesehen
die Morcheln :-). Und ich lauf durch sämtliche Mulchbeete hier und find
nur ne Mimo, so gehts doch viel einfacher ;-). Die beiden zogen ganz
zufrieden von dannen, wohl sichtlich stolz, daß sie sowas tolles im Garten
haben und beschlossen, daß sie auch künftig wieder RIndenmulch in ihrem
Beet verteilen. Anbei noch ein Foto:

Auch diese Spitzmorcheln hatten wieder keinerlei SPoren gebildet, obwohl
teils sehr groß und schon ein bißchen älter. Vielleicht kann ja jetzt
endlich mal jemand was dazuschreiben, ob das normal ist oder bei
Spitzmorcheln üblich?
Den größten SCheibling (Gyromitra ancilis) haben wir übrigens auf der
Pferdekoppel an einer Stange aus Fichte, den werde ich dann auch mal auf
Sporen überprüfen.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Beratungshonorar für Pilzsachverständige? (1 B

Thomas Pruß, (vor 8222 Tagen) @ Birgit

Moin Birgit,
klar, als PSV bist du zur Wahrheit verpflichtet. Dennoch scheint es mir, als hättest du ein klein wenig schlechtes Gewissen ob des „Honorars“. Hier ein Tipp, der wahrheitsmäßig ist, und der es dir gestattet, jedes „Honorar“ in Form von essbaren Pilzen zu kassieren:
Weise einfach mal auf die schlechte Verdaulichkeit des Chitins hin, aus dem die meisten Pilze ihre Zellwände aufbauen, und die daraus resultierenden Folgen, die du zwar in jedem möglichen Konjunktiv aber drastisch schildern könntest: Blähungen und ein oder zwei Sprints zur Toilette ein paar Stunden nach Verzehr, vor allem bei Leuten, die nur selten Pilze essen…
Dedimyk, wäre das nicht auch ein Tipp für dich?
*ggg*rüsslis
Thomas