Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanescens

Azur, (vor 8199 Tagen)

Hallo liebe Pilzler! ;)

Jeder Mensch sollte in seinem leben doch schon einmal einen Baum gepflanzt haben. Ich nicht; aber ich will die Idee, die dahinter steckt, mit den genannten Pilzen angehen.
Das Mycel von den beiden Pilz-Sorten habe ich im Internet bestellt und möchte damit eine Freiland-Kultur anlegen. Nun soll der Spaß nicht nach 3 oder 4 Jahren enden, denn ich empfände es als Herausforderung, das Beet so mit Nährstoffen zu versorgen, dass dort jedes Jahr bis zu meinem Lebensende im Herbst diese Pilze wachsen.
Ist das überhaupt möglich? Wenn ich mir einen schattigen und feuchten Ort aussuche, wo ich die mit dem Mycel vermengten holzschnipsel ausbreite, dürfte es doch eigentlich klappen. alle 2-3 jahre das alte holz mit frischen holzschnipseln vermischen... wäre meine idee damit umsetzbar? Oder wozu ratet ihr mir, wenn ich (möglichst ein Leben lang) diese Pilze im Herbst an meinem ausgewählten Ort sprießen lassen will?
Beste Grüße,
Daniel

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Re: Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanesce

Joachim, (vor 8199 Tagen) @ Azur

Hallo Daniel,
was bedeutet "Lebenslang", meinst du damit die Zeit dir noch bleibt beim Regelmäßigen konsumieren der Pilze? *rotfl*
Spaß beiseite, wenn man einem Pilz ein für ihn natürliches Biotop schafft, dann wird er wohl dort theoretisch solange existieren wie das Biotop vorhanden ist. Das gilt natürlich für Pflanzen und Pilze gleichermaßen.
Mit freundlichen Grüßen von der sonnigen Berstrasse
Joachim

Hallo liebe Pilzler! ;)
Jeder Mensch sollte in seinem leben doch schon einmal einen Baum gepflanzt
haben. Ich nicht; aber ich will die Idee, die dahinter steckt, mit den
genannten Pilzen angehen.
Das Mycel von den beiden Pilz-Sorten habe ich im Internet bestellt und möchte
damit eine Freiland-Kultur anlegen. Nun soll der Spaß nicht nach 3 oder 4
Jahren enden, denn ich empfände es als Herausforderung, das Beet so mit
Nährstoffen zu versorgen, dass dort jedes Jahr bis zu meinem Lebensende im
Herbst diese Pilze wachsen.
Ist das überhaupt möglich? Wenn ich mir einen schattigen und feuchten Ort
aussuche, wo ich die mit dem Mycel vermengten holzschnipsel ausbreite,
dürfte es doch eigentlich klappen. alle 2-3 jahre das alte holz mit
frischen holzschnipseln vermischen... wäre meine idee damit umsetzbar?
Oder wozu ratet ihr mir, wenn ich (möglichst ein Leben lang) diese Pilze
im Herbst an meinem ausgewählten Ort sprießen lassen will?
Beste Grüße,
Daniel

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Re: Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanesce

Azur, (vor 8199 Tagen) @ Joachim

Hallo Joachim,

ja, ungefähr das meine ich mit "lebenslang" ;)
Aber ich konsumiere in Maßen; soll heißen max. 2 - 3 mal im Jahr. Da hier in der Nähe überhaupt keine Psilocybe wachsen, baue ich sie halt an. Und darauf freue ich mich schon wahnsinnig. Ich suche mir einen Ort aus, an dem sich das Mycel über mein Beet hinaus verbreiten kann; am besten durch den ganzen Wald ;)
Freut mich, dass es für die Lebensdauer scheinbar keine Einschränkungen gibt, wenn man sich etwas um das Habitat kümmert.
Danke für deine Antwort :)
Daniel

Hallo Daniel,
was bedeutet "Lebenslang", meinst du damit die Zeit dir noch bleibt
beim Regelmäßigen konsumieren der Pilze? *rotfl*
Spaß beiseite, wenn man einem Pilz ein für ihn natürliches Biotop schafft,
dann wird er wohl dort theoretisch solange existieren wie das Biotop
vorhanden ist. Das gilt natürlich für Pflanzen und Pilze gleichermaßen.
Mit freundlichen Grüßen von der sonnigen Berstrasse
Joachim

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Re: Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanesce

Harald Andres Schmid, (vor 8199 Tagen) @ Azur

hallo,
ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich habe es etwa so verstanden:
die Lebensdauer eines Mycels ist - wie bei anderen Lebewesen - nicht unbeschränkt.
man kann es also mit Zugabe von "Futter" nicht ins Unendliche verlängern.
Sonst brauchte es ja die Vermehrung durch Sporen nicht mehr!
Die Lebensdauer hängt wahrscheinlich auch von der Pilzart ab.
Jahrzehntealte Riesen-Hexenringe sind keine Seltenheit.
In Amerika gibt es ein Hallimaschmycel, das einen ganzen Wald umfasst und über zweitausend Jahre alt sein soll.
Doch die meisten Pilze scheinen viel kurzlebiger - - oder sehr kurzlebig - zu sein.
Hat da jemand noch genauere Informationen oder Daten zu einzelnen Pilzarten?
Wäre spannend...
Gruss, Harald Andres

Hallo liebe Pilzler! ;)
Jeder Mensch sollte in seinem leben doch schon einmal einen Baum gepflanzt
haben. Ich nicht; aber ich will die Idee, die dahinter steckt, mit den
genannten Pilzen angehen.
Das Mycel von den beiden Pilz-Sorten habe ich im Internet bestellt und möchte
damit eine Freiland-Kultur anlegen. Nun soll der Spaß nicht nach 3 oder 4
Jahren enden, denn ich empfände es als Herausforderung, das Beet so mit
Nährstoffen zu versorgen, dass dort jedes Jahr bis zu meinem Lebensende im
Herbst diese Pilze wachsen.
Ist das überhaupt möglich? Wenn ich mir einen schattigen und feuchten Ort
aussuche, wo ich die mit dem Mycel vermengten holzschnipsel ausbreite,
dürfte es doch eigentlich klappen. alle 2-3 jahre das alte holz mit
frischen holzschnipseln vermischen... wäre meine idee damit umsetzbar?
Oder wozu ratet ihr mir, wenn ich (möglichst ein Leben lang) diese Pilze
im Herbst an meinem ausgewählten Ort sprießen lassen will?
Beste Grüße,
Daniel

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Re: Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanesce

Azur, (vor 8198 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Ich bin auch kein Experte. Aber es ließe sich doch auch spekulieren, dass das Mycel beispielsweise durch Trockenheit oder unnatürliche Eingriffe zerstört wird und ohne diese Faktoren theoretisch ein ewiges leben möglich ist.
Aber bevor ich weiter so bodenlos mutmaße, überlass ich die stimme lieber den Experten ;) Weiß jemand Näheres dazu?

hallo,
ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich habe es etwa so verstanden:
die Lebensdauer eines Mycels ist - wie bei anderen Lebewesen - nicht
unbeschränkt.
man kann es also mit Zugabe von "Futter" nicht ins Unendliche
verlängern.
Sonst brauchte es ja die Vermehrung durch Sporen nicht mehr!
Die Lebensdauer hängt wahrscheinlich auch von der Pilzart ab.
Jahrzehntealte Riesen-Hexenringe sind keine Seltenheit.
In Amerika gibt es ein Hallimaschmycel, das einen ganzen Wald umfasst und
über zweitausend Jahre alt sein soll.
Doch die meisten Pilze scheinen viel kurzlebiger - - oder sehr kurzlebig - zu
sein.
Hat da jemand noch genauere Informationen oder Daten zu einzelnen Pilzarten?
Wäre spannend...
Gruss, Harald Andres

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Re: Ein Heim für Psilocybe Azurescens und Cyanesce

Andreas ⌂, (vor 8198 Tagen) @ Azur

Ich bin auch kein Experte. Aber es ließe sich doch auch spekulieren, dass das
Mycel beispielsweise durch Trockenheit oder unnatürliche Eingriffe
zerstört wird und ohne diese Faktoren theoretisch ein ewiges leben möglich
ist.
Aber bevor ich weiter so bodenlos mutmaße, überlass ich die stimme lieber den
Experten ;) Weiß jemand Näheres dazu?

Hallo,

zum einen ist stark zu vermuten (beweisen kann man's allerdings nicht), dass ein Myzel nach gewisser Zeit überaltert, immer mehr Teile absterben und keine Fruchtkörper mehr hervorbringt. Das ist auch ein Grund, warum man sagt, es sollen nicht alle Pilze eines Myzel abgeerntet werden. Kann ein Fruchtkörper alt werden und an Ort und Stelle vergehen, kommen eine Unmenge Sporen in ein bereits ideales Biotop, können keimen und damit das Myzel immer wieder "auffrischen".
Zum anderen sind Pilzarten sicherlich ebenso wie Pflanzenarten unterschiedlich konkurrenzstark. Konkurrenzschwache Arten sind oft Pionierarten, die ein neu entstandenes Biotop schnell zu besiedeln wissen, aber dann auch bald von "robusteren" Arten oder der Pflanzenvegetation verdrängt werden (z.B. Brandstellenpilze, Nabelinge u.ä.). Ich könnte mir vorstellen, dass auch die Rindenschrotbesiedler eher konkurrenzschwach sind und nicht durch Einbringen von neuem Material am ständigen Wachstum gehalten werden. Ich hatte mal einen Freilandfund von Psilocybe azurescens (den Erstfund für Europa), da hat sich gezeigt, dass diese Art sehr agressiv das ganze Substrat eingenommen und mit Myzel belegt hat, somit gegen Konkurrenten "verteidigte", aber schon im zweiten Jahr haben Grünblättrige Schwefelköpfe und in geringerem Maße auch andere Arten das Substrat übernommen und P. azurescens war völlig verschwunden. Es ist mir nicht vorstellbar, dass das durch Einbringen von frischem Substrat anders verlaufen wäre.

Also ich gebe Deinem Freilandversuch keine großen Chancen auf Dauer und von hektarweise Psilos würde ich mal nicht zu früh träumen ;-)

Beste Grüße,
Andreas